Die Bibliothek neu denken – für die nächste Generation von Lernenden
Studierende lernen heute anders – doch viele Bibliotheken sind unverändert geblieben. Steelcase Learning untersucht, wie Design dazu beiträgt, Bibliotheksräume an die Bildung von heute anzupassen.
Auf den Campussen verändert sich rasant, wie Studierende Bibliotheken nutzen. Einst stille Orte für individuelles Lernen, ist hier heute vieles in Bewegung: Gruppenarbeiten, Tutorien und gemeinschaftliche Aktivitäten prägen den Alltag. Dennoch spiegeln viele physische Umgebungen noch immer die Vergangenheit wider – sie sind konzipiert für Bücher, nicht für das lebendige und vielfältige Lernen von heute.
Hochschulverantwortliche erkennen zunehmend, dass ihre Bibliotheken nicht mehr widerspiegeln, wie Studierende tatsächlich lernen. Während sich Technologie und Pädagogik weiterentwickeln, bleiben die Räume selbst oft unverändert: zu statisch, zu isoliert, zu weit entfernt vom studentischen Leben. Studierende kommen mit Laptop, Tablet und Smartphone – und dem Wunsch nach Zusammenarbeit –, finden aber häufig keine Räume, die Konzentration und Austausch gleichermaßen unterstützen.
„Studierende erzählen uns immer wieder, dass sie ihre Bibliotheken lieben“, sagt Andrew Kim, Director of Research and Innovation bei Steelcase WorkSpace Futures. „Aber viele sagen auch, dass die Räume ihren Bedürfnissen nicht immer gerecht werden. Wir wollten verstehen, warum – und was gutes Design daran ändern kann.“
Kim leitet das Forschungsteam für Bildung bei Steelcase Learning, das in laufenden Studien untersucht hat, wie Bibliotheken heutigen Lernenden, Lehrenden und Bibliotheksmitarbeitenden besser entsprechen können. Die Forschung zeigt: Bibliotheken, einst primär als Wissensarchive verstanden, entwickeln sich zunehmend zu dynamischen Umgebungen, die Wohlbefinden, Zusammenarbeit und Neugier fördern.
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Eine Rolle im Wandel
In der Hochschulbildung war die Bibliothek lange das intellektuelle Zentrum des Campus. Doch da Lernen sich zunehmend in Richtung projektbasiertes Arbeiten, interdisziplinäres Studium und hybride Formate verlagert, gerät diese Rolle unter Druck. Studierende haben heute Zugang zu nahezu unbegrenzten digitalen Informationen – sehnen sich jedoch nach etwas zutiefst Menschlichem: einem Ort, der Verbindung, Kreativität und Gemeinschaft unterstützt.
„Von Bibliotheken wird erwartet, dass sie unter einem Dach mehr leisten“, sagt Kim. „Sie müssen mal Lernraum, mal sozialer Treffpunkt, mal Innovationslabor und mal Wellnessbereich sein – und das oft alles an einem einzigen Tag.“
Dieser Wandel ist nicht nur ästhetischer Natur, sondern existenziell. Hochschulen erkennen, dass veraltete und wenig genutzte Bibliotheken auf eine größere Herausforderung hinweisen: Wie gestalten wir Umgebungen, die heutige Lernende einbinden und sie auf eine sich schnell verändernde Welt vorbereiten?

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Über unsere Forschung
Die Bibliotheksforschung von Steelcase Learning kombinierte qualitative Methoden und direkte Beobachtung, um zu verstehen, wie Nutzende Bibliotheken heute erleben.
Forschung auf einen Blick:
101 Interviews von Studierenden
19 Fototagebücher von Studierenden
700 Fotografien
8 Bibliotheksfachkräfte in einer Roundtable-Diskussion
über 20 in-depth interviews
mehr als 50 Stunden Vor-Ort-Beobachtung
7 Bibliotheksstandorte
4 Fokusgruppen – Studierende, Mitarbeitende und Bibliothekspartner
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Lernende heute verstehen
Um herauszufinden, was Bibliotheken künftig leisten müssen, besuchte das Forschungsteam von Steelcase Learning Campusse im ganzen Land und beobachtete, wie Studierende, Lehrkräfte, Bibliothekarinnen und Bibliothekare ihre Räume im Alltag nutzen. Die Erkenntnisse machten eine Reihe wachsender Spannungsfelder in der Hochschulbildung sichtbar:
- Für Stille konzipierte Bibliotheken sind heute Orte der Zusammenarbeit.
- Räume für gleichförmiges Lernen müssen nun ein ständig wechselndes Spektrum an Lernverhalten unterstützen.
- Individuelle Konzentration muss mit Gemeinschaft, Kreativität und Verbindung koexistieren.
Die Forschung von Steelcase Learning zeigt, wie sich diese Spannungen auf Campussen manifestieren – und welche Gestaltungsprinzipien Hochschulen helfen können, sich anzupassen. In einer Zeit, in der Universitäten den Wert von Präsenzlernen belegen müssen, bietet die Bibliothek eine einzigartige Chance, die Identität des Campus zu stärken. Sie ist einer der wenigen Orte, die allen offenstehen: Studierenden im ersten Semester ebenso wie Forschenden, Lehrenden, Mitarbeitenden und Alumni.
Gut gestaltet wird die Bibliothek zu mehr als einer Annehmlichkeit. Sie wird zu einem Ökosystem, das lebenslanges Lernen fördert, soziale Verbindungen stärkt und Wohlbefinden unterstützt. „Die Bibliothek ist das Herz des Campus“, sagt Kim. „Wenn wir Lerngemeinschaften neu beleben wollen, müssen wir beginnen, die Räume in diesem Herzen neu zu denken.“
Von überholt zu dynamisch
An der Archbishop Spalding High School in Maryland ist diese Entwicklung bereits Realität. Die in den 1960er-Jahren erbaute Schulbibliothek war zu einem Relikt geworden: dunkel, statisch und weitgehend ungenutzt. In Zusammenarbeit mit Steelcase Learning und lokalen Architektinnen und Architekten wurde sie in einen flexiblen Lernbereich verwandelt – geprägt von viel Tageslicht, modularen Möbeln und biophilen Materialien.
„Heute ist es ein Ort, an dem sich die Schüler willkommen, wohl und entspannt fühlen“, sagt Schulleiter Brian Kohler. „Die Bibliothek wird vom Beginn des Schultags um 7:50 Uhr bis 19:50 Uhr genutzt.“
Diese Transformation spiegelt wider, was Steelcase-Forschende vielerorts erleben: Wenn sich Studierende mit einem Raum identifizieren und ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln, sind sie motivierter, sich einzubringen und Zeit dort zu verbringen.
Während die Grenzen zwischen physischem und digitalem Lernen zunehmend verschwimmen, bleibt die Bibliothek eines der wenigen beständigen Symbole gemeinschaftlichen intellektuellen Lebens. Um relevant zu bleiben, muss sie sich weiterentwickeln – im Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation, Stille und Zusammenarbeit, analog und digital.
Die nächste Generation von Lernenden fordert nicht mehr Raum – sondern besseren Raum: Räume, die sich anpassen, einladen und inspirieren.
*Die Verfügbarkeit der Produkte kann je nach Region variieren.

