Zeitsprung

Räume als Teammitglieder

Wenn Sie sich Räume als Mitglieder in Ihrem Team vorstellen können, sind Sie vielleicht neugierig, wie diese räumliche Person mit Ihnen und Ihren Kollegen interagieren wird. Im Prinzip könnten wir uns die Entwicklung von Systemen vorstellen, die wie eine freundlichere und wohlwollendere Version von HAL 9000 aus Stanley Kubricks Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ funktionieren: KI-Plattformen, die unsere Stimmungen und Regungen mit Gesichts- und Spracherkennungssoftwares sowie Brain-Reading-Geräten erkennen, obwohl sie nicht im menschlichen Sinne empfindungsfähig und emotional sind. Wenn wir in einer Besprechung müde werden und abdriften, stupsen sie uns an, damit wir etwas trinken, ein Sandwich essen oder uns erfrischen.

In näherer Zukunft sehen wir die wachsende Beliebtheit von intelligenten persönlichen Assistenten, wie z.B. Cortana und Google Assistant, sowie intelligenten Möbeln am Arbeitsplatz. Stellen Sie sich einen Konferenztisch vor, der mit Mikrofonen und Sprachverarbeitungssoftwares ausgestattet ist, die Gespräche verstehen und zusammenfassen können. Durch solche integrierten intelligenten Systeme, die mit der Cloud verbunden sind, können Räume die Bedürfnisse der Teams vorhersehen und beispielsweise frühere Dokumente oder Projektprotokolle aufrufen oder ruhigere Teammitglieder dazu anregen, ihre Ansichten und Gedanken zu teilen.

Fast Forward

Datenschutzstandards müssen sich natürlich weiterentwickeln. Wenn Räume beginnen, uns zuzuhören und Daten leichter zu gewinnen sind, dann werden die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeiterdaten zum Anliegen eines jeden Unternehmens. Mit Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die umfassende persönliche Rechte in Bezug auf personen-bezogene Daten vorsieht, hat Europa erst vor kurzem die Vorreiterrolle im Bereich der digitalen Privatsphäre übernommen. Eine immer größere Bedeutung erhält auch die Kontrolle der Menschen über die digitalen Reize im Büro – Orte der Ruhe, Entspannung und Regeneration können für einen Ausgleich sorgen.

Es bleiben zwar viele Fragen offen. Doch fest steht: Das Zeitalter der Roboter hat begonnen. Bots, virtuelle Assistenten und andere Steuerungssoftwares werden als menschliche Proxys agieren und nicht mehr nur Daten abfragen, sondern auch Fragen stellen und Aufgaben erledigen. Räume werden intelligenter und erfahrener. Auf die Frage „Wo ist der aktuelle Jahresabschluss-bericht?“ wird das smarte Büro antworten: „Hier! Ich kann ihn gern mit Ihnen durchgehen, wenn Sie möchten.“


  1. Ein Blick in die Zukunft
    1. Aktiv in der Gig Economy
    2. Durch Daten-Ozeane navigieren
    3. Intelligente Innovationsnetzwerke
    4. Gesunde und unterstützende Räume
    5. Räume als Teammitglieder
    6. Räume, die uns kennen
    7. Virtuelle Gemeinschaftsbereiche

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