Heutzutage hat man beim Betreten von Büroräumen oft den Eindruck, eher in einem trendigen Café oder einem originellen Hotel gelandet zu sein. Um die klügsten und besten Mitarbeiter anzulocken, versuchen Unternehmen ihre Räumlichkeiten so anzupassen, dass sie sich nicht wie ein Büroumfeld anfühlen. Sie möchten entspanntere und anregendere Umgebungen bieten, die sich deutlich abheben von den gängigen, oft eher abweisend wirkenden Einrichtungen, die in der Vergangenheit üblich waren. Um die Atmosphäre von Firmen und High-Tech Start-Ups im Silicon Valley nachzubilden, haben einige Unternehmen Spielereien wie Karusselle oder Rutschen eingeführt, weshalb der Büroarbeitsplatz eher wie ein Spielplatz wirkt.

Möbel wie aus Design-Magazinen, die sich gut zu Hause im Wohnzimmer machen würden, sind überall zu finden – nicht mehr nur in der Lobby.

Für diese zwanglosen Gemeinschaftsbereiche kursieren diverse Namen, wie z.B. Zwischenzonen, informelle Gemeinschaftsbereiche, loses Mobiliar oder inspirierende Arbeitsorte mit Wohncharakter. Sie sind zu beliebten und wichtigen Arbeitsorten geworden. Unternehmen arbeiten immer häufiger funktions- und bereichsübergreifend. Die Mitarbeiter sind mobiler, Gemeinschaftsbereiche werden immer wichtiger. Die Unternehmen reduzieren deshalb die Anzahl an fest zugeordneten Arbeitsplätzen und ersetzen diese durch unterschiedliche Angebote: Cafés, informelle Treffpunkte, Lounge-Settings, private Nischen, Besprechungsräume und Orte zum Austausch. Die Steelcase Global Study of Informal Workspaces (weltweite Studie zu informellen Arbeitsumgebungen) bestätigt, dass ein Upgrade des Bürodesigns nötig ist. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Angestellte unterschiedliche Räume zum Arbeiten nutzen möchten.

Aber trotz beachtlicher Investitionen zur Schaffung inspirierender Arbeitsumgebungen, um möglichst viele Talente fürs Unternehmen zu begeistern (besonders die begehrten Millenials), bleiben viele der legeren und coolen Bereiche leer.

Aber trotz beachtlicher Investitionen zur Schaffung inspirierender Arbeitsumgebungen, um möglichst viele Talente fürs Unternehmen zu begeistern (besonders die begehrten Millenials), bleiben viele der legeren und coolen Bereiche leer. Warum ist das so? Warum wählen Menschen den einen Ort und nicht den anderen? Gibt es eine optimale Formel für die Gestaltung von Räumen? Da Zeit und hohe Investitionen nötig sind – wie gelingt es Unternehmen, es gleich beim ersten Mal richtig zu machen?

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Eine durchdachte Anordnung im Zusammenspiel mit den hohen Rückenlehnen von Orangebox Away from the Desk sorgt für Privatsphäre auch in Durchgangsbereichen.

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Diese zwanglose Applikation mit inspirierendem, natürlichem Licht eignet sich für Gespräche unter vier Augen. Die analoge Oberfläche motiviert dazu, Ideen festzuhalten.

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Diese zwanglose Applikation mit inspirierendem, natürlichem Licht eignet sich für Gespräche unter vier Augen. Die analoge, Oberfläche motiviert dazu, Ideen festzuhalten.

Form trifft Funktion

„Meistens entstehen Gemeinschaftsbereiche aus ästhetischen Gründen“, erklärt Steelcase Applications Design Manager Elaine Roush. „Aber Unternehmen müssen ihren Raum möglichst effektiv nutzen, weshalb diese Bereiche auch zu produktiver Arbeit beitragen sollten. Die Angestellten brauchen mehr als schöne Sofas und Couchtische.“

Laut Roush ist es wesentlich, den Mitarbeitern eine Vielzahl an Bereichen für unterschiedliche Arbeitsweisen und -aufträge zu geben. „Egal, ob man mit Kollegen Kaffee trinkt, in Kleingruppen Brainstorming-Sessions durchführt oder konzentriert alleine arbeitet – die Umgebung muss immer auch funktionell sein“, betont Roush.

Dies könnte auch der Grund sein, warum Mitarbeiter von Großunternehmen die Gemeinschaftsbereiche in ihrem Unternehmen nur mittelmäßig finden. „Experimente halfen uns dabei herauszufinden, welche Arbeitsbereiche sich Angestellte wünschen. Wir stellten fest, dass Ästhetik und Café-Atmosphäre zwar ansprechend wirken, aber die Mitarbeiter effektive Bereiche nutzen, in denen sie mit ihrer Arbeit vorankommen“, erläutert Roush.

Verda Alexander, Mitbegründerin von Studio O+A in San Francisco bestätigt dies. Alexander schildert, dass zu viel Zeit und Energie darauf verwendet wird, den Arbeitsplatz mit Tischtennisplatten sowie Fitness-, Yoga- und Meditationsräumen komfortabler und unterhaltsamer zu machen. Diese Maßnahmen sind gut für die Unternehmenskultur und fördern die Regeneration, aber es braucht auch sinnvolle Orte zum Arbeiten, sagt Alexander. Unternehmen müssen „Unnötiges reduzieren und den Fokus wieder aufs Arbeiten legen“, unterstreicht sie.

WorkCafe 2019 Ancillary Refresh Open image tooltip

Diese informelle Lounge-Applikation wurde für Gespräche unter vier Augen gestaltet. Die Sitzhöhen ermöglichen einen angenehmen Augenkontakt. Verschiedene Beleuchtungsoptionen erlauben dem Nutzer, Einfluss auf seine Umgebung zu nehmen. Die kleinen Tische sind perfekt für eine Tasse Kaffee. Grünpflanzen und Teppiche mit Naturmotiven schaffen eine entspannte, natürliche Atmosphäre.

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Dieser Bereich wurde abseits der meistgenutzten Laufwege eingerichtet, um Ablenkungen bei der Zusammenarbeit auf ein Minimum zu reduzieren. Verschiedene Elemente dienen der Abgrenzung zu anderen Bereichen: Die Ausrichtung von media:scape® mobile sorgt dafür, dass Teaminhalte nicht einsehbar sind. Die Trennwand aus Glas schirmt den Bereich zusätzlich ab.

Green Media:Scape Lounge Open image tooltip

Die Sichtblende an der media:scape-Lounge schirmt Nutzer vor Ablenkungen ab. Private Inhalte sind nicht einsehbar. Die Möglichkeit der Stromversorgung und zum Teilen von Informationen fördert die erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Diese informelle Lounge-Applikation wurde für Gespräche unter vier Augen gestaltet. Die Sitzhöhen ermöglichen einen angenehmen Augenkontakt. Verschiedene Beleuchtungsoptionen erlauben dem Nutzer, Einfluss auf seine Umgebung zu nehmen. Die kleinen Tische sind perfekt für eine Tasse Kaffee. Grünpflanzen und Teppiche mit Naturmotiven schaffen eine entspannte, natürliche Atmosphäre.

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Dieser Bereich wurde abseits der meistgenutzten Laufwege eingerichtet, um Ablenkungen bei der Zusammenarbeit auf ein Minimum zu reduzieren. Verschiedene Elemente dienen der Abgrenzung zu anderen Bereichen: Die Ausrichtung von media:scape® mobile sorgt dafür, dass Teaminhalte nicht einsehbar sind. Die Trennwand aus Glas schirmt den Bereich zusätzlich ab.

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Die Sichtblende an der media:scape-Lounge schirmt Nutzer vor Ablenkungen ab. Private Inhalte sind nicht einsehbar. Die Möglichkeit der Stromversorgung und zum Teilen von Informationen fördert die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Was beeinflusst die Performance?

Die Anforderungen an den Arbeitsplatz waren nie höher als heute. Je mehr Teamarbeit stattfindet, umso schwieriger wird es, freie Besprechungsräume zu finden. Es besteht eine große Nachfrage nach allen Arten von Arbeitsumgebungen für Zusammenarbeit „auf Abruf“. Und es werden Räume benötigt, die sich für unterschiedliche Aktivitäten eignen. Die meisten Gemeinschaftsbereiche sind vor allem für soziale Interaktionen ausgelegt, aber leider nicht zweckmäßig. Es ist nicht unüblich, dass Angestellte versuchen, in offenen Teambereichen konzentriert zu arbeiten oder Teamarbeit in Räumen durchführen, die zur Einzelnutzung konzipiert sind, einfach, weil es keine andere Möglichkeit gibt.

„Die Mitarbeiter kommen zum Arbeiten ins Büro“, sagt Andrew Kim von WorkSpace Futures. „Verhaltensstudien weisen darauf hin, dass sie Gemeinschaftsbereiche dann nutzen, wenn diese sie bei ihrer Arbeit unterstützen. Zwei Aspekte sind Nutzern bei der Wahl von Gemeinschaftsumgebungen besonders wichtig – Unterstützung sowohl für den Körper als auch für die Arbeitsmaterialien und die Möglichkeit, sich im Raum abzugrenzen. Umfragen bestätigen diese Erkenntnisse.“

Um besser nachvollziehen zu können, welche Merkmale dafür verantwortlich sind, dass ein Raum gerne genutzt wird, führten Steelcase Wissenschaftler und Designer mehrere Experimente in verschiedenen Arbeitsumgebungen durch. In den Experimenten wurden benachbarte Arbeitszonen verglichen, die sich in nur einem Merkmal unterschieden.

Experiment #1

Die Beteiligten konnten eine von zwei Enklaven auswählen: eine war mit Schreibtisch und Bürostuhl ausgestattet und die andere mit einer Lounge-Applikation. Der Bereich mit dem Schreibtisch wurde doppelt so häufig gewählt wie das andere Setting. Das Experiment zeigt auch, dass das Lounge-Setting häufiger von Teilnehmern, die unter 35 Jahre alt waren, gewählt wurde.

Experiment #2

Zwei Tische in Sitzhöhe wurden in einer offenen Arbeitsumgebung mit wenig akustischer Privatsphäre neben einem Bereich mit viel Laufverkehr aufgestellt. Ein anderes Setting war mit einer großen Deckenlampe ausgestattet. Die Wahl fiel zu 80 % auf den Bereich mit der Lampe. Die Forscher gehen davon aus, dass die Lampe eine räumliche Abgrenzung schuf, somit territorielle Privatsphäre bot und dafür sorgte, dass sich die Menschen dort geschützter fühlten.

Experiment #3

Tische wurden in Bereichen mit und ohne Stromversorgung platziert. Die Teilnehmer des Experiments zogen die Tische mit Zugang zu Strom vor, insbesondere, wenn sie über einen längeren Zeitraum alleine arbeiten mussten. In Gruppenbereichen oder bei nur kurzfristiger Nutzung ist die Stromversorgung nicht so wichtig.

Experiment #4

Wenn zwei Brody WorkLounges (eine mit und eine ohne Fußstütze) nebeneinander aufgestellt wurden, wählten 69 % der Anwender Brody mit Fußstütze - ein deutlicher Hinweis auf den Wunsch nach guter ergonomischer Unterstützung auch in Loungeapplikationen.

„Die Experimente bestätigen, dass es nötig ist, bei der Ausstattung solcher Räume genauso sorgfältig vorzugehen, wie bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen zur Einzelarbeit“, sagt Roush. „Für welche Arbeitsmodi wurde der Raum konzipiert und welche Komponenten unterstützen die Arbeit? Steht ausreichend Arbeitsfläche zur Verfügung? Gibt es Zugang zu Strom? Ist die Sitzhöhe auf die Höhe der Arbeitsfläche abgestimmt? Diese Attribute erhöhen bzw. aktivieren die Leistungsfähigkeit von Räumen. Egal wo man arbeitet, die Bedürfnisse bleiben gleich. Wieso sollte man also neue Arbeitsumgebungen gestalten, ohne sie zu berücksichtigen?“, fragt sie.

Sechs entscheidende Faktoren

Als Little Diversified Architecture in Washington eine neue offene Arbeitsumgebung einrichtete, führte Steelcase eine separate Studie durch, die die Ergebnisse der Experimente bestätigt (s. Seite 46 für Details zu dieser Studie). Mithilfe dieser Untersuchungen und weiterer Ergebnisse aus Beobachtungsstudien, Umfragen und der Datenerfassung über Sensoren konnten sechs entscheidende Faktoren identifiziert werden, die zur häufigeren Nutzung von Gemeinschaftsbereichen beitragen:

Digital black and white line drawing of a ruler, mouse and pencil.

Aufgabenbezogene Ausstattung

Angestellte wählen Umgebungen mit einer ähnlichen Ausstattung wie ihr zugeordneter Arbeitsplatz (z.B. geeignete Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzdauer, digitale Displays, Stromzufuhr etc.); informelle Zonen bieten oft nur wenig Haltungsunterstützung.

Digital black and white line drawing of a desk with a lamp.

Arbeitsflächen

Es ist wichtig, dass Arbeitsflächen sich einerseits zum Arbeiten eignen, gleichzeitig aber die Möglichkeit besteht, persönliche Gegenstände unterzubringen.

Digital black and white line drawing of a wall outlet.

Stromversorgung

Angestellte arbeiten lieber in Bereichen mit leicht zugänglicher Stromzufuhr, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum alleine konzentriert arbeiten müssen. Architektonische Gegebenheiten entscheiden zwar oft darüber, ob eine unkomplizierte Stromversorgung möglich ist, werden aber auch häufig nicht in die Planung mit einbezogen. Unabhängig von der Nutzungsdauer ist es für alle Angestellten wichtig, dass die Stromversorgung gewährleistet ist.

Digital black and white line drawing of a padlock.

Privatsphäre

Wir fühlen uns automatisch zu Bereichen hingezogen, die visuelle, akustische oder territoriale Privatsphäre bieten.

Digital black and white line drawing of a "thumbs up."

Berechtigung

Mitarbeiter müssen sich sicher sein, dass es in Ordnung ist, wenn sie den Raum an ihre Bedürfnisse anpassen. Häufig ist dies allerdings nicht möglich oder sie haben den Eindruck, dass es nicht gerne gesehen wird.

Digital black and white line drawing of a figure inside a circle representing a network.

Kontext

Der Ort bestimmt die Art der Nutzung. Gemeinschaftsbereiche sollten in der Nähe von Teambereichen liegen, wenn ein enger Austausch zwischen Kollegen wichtig ist. Besondere Raumaspekte werden dann wichtig, wenn Angestellte sich zurückziehen möchten.

Erreichen, dass Arbeit sich angenehmer anfühlt

Bei der Gestaltung von Gemeinschaftsbereichen sollte darauf geachtet werden, dass alle fünf Arbeitsmodi unterstützt werden: Konzentration, Netzwerken, Zusammenarbeit, Lernen und Regeneration. Ein einzelnes Arbeitssetting wird dem nicht gerecht, da im Laufe des Tages unterschiedliche Aufgaben ausgeübt werden. Jeder einzelne Bereich sollte zur Produktivität beitragen.

„Unterschiedliche Arbeitsbereiche müssen mit viel Bedacht gestaltet werden, damit Teams und einzelne Mitarbeiter produktiver arbeiten können, ganz egal, welcher Aufgabe sie nachgehen“, erklärt Roush. „Man kann keine effektive Zusammenarbeit erwarten, wenn die Räumlichkeiten Teams keine geeigneten Tools oder ausreichend Privatsphäre bieten. Stehen nur laute und geschäftige Cafébereiche zur Verfügung, wird es schwer, sich kurz zurückzuziehen.“

Gemeinschaftsbereiche machen nur dann Sinn, wenn sie psychologischen Komfort bieten und die Angestellten dort entspannt arbeiten können.

Gemeinschaftsbereiche machen nur dann Sinn, wenn sie psychologischen Komfort bieten und die Angestellten dort entspannt arbeiten können. „Soziale Interaktionen werden schwierig, wenn Menschen sich nicht sicher fühlen“, sagt Ingrid Fetell Lee, Designerin und Autorin von ‚Joyful‘. „In vielen Büroumgebungen gibt es subtile Elemente, die dazu führen, dass wir uns nicht wirklich sicher fühlen. In sehr offenen Arbeitsumgebungen fühlen sich die Angestellten exponiert, was ein Unsicherheitsgefühl zur Folge haben kann. ‚Aussicht und Zuflucht‘ ist ein Konzept, das vom britischen Geographen Jay Appleton entwickelt wurde und erklärt, warum wir gerne offene Landschaften mit kleinen Gruppen von Büschen und Bäumen betrachten. Wir lieben das Gefühl, alles im Blick zu haben, benötigen gleichzeitig aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Menschen müssen sich beschützt und sicher fühlen. Wenn wir uns wie ein Tier in offenem Gelände fühlen, beinträchtigt das unsere Interaktionen mit anderen Menschen.“

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Privatsphäre

  • Akustische Privatsphäre: Kann man andere hören oder ist man selbst zu hören?
  • Visuelle Privatsphäre: Kann man von anderen gesehen werden? Hat man die Möglichkeit, visuellen Ablenkungen zu entkommen?
  • Territoriale Privatsphäre: Kann man den Bereich für sich beanspruchen und hat selbst Kontrolle darüber?
  • Privatsphäre bzgl. Informationen: Kann man sich sicher sein, dass sensible Inhalte (analog und digital) oder Unterhaltungen vertraulich bleiben können?
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Körperhaltung

  • Gibt es die Möglichkeit, verschiedene Körperhaltungen einzunehmen? Sitzen, auch in Thekenhöhe, fläzen, lehnen - durch unterschiedliche Haltungen können unterschiedliche Aufgaben effektiver erledigt werden.
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Räumliche Nähe

  • Mensch zu Mensch: Fühlen Sie sich in dem Raum behaglich und willkommen?
  • Mensch zu Mensch + Technologie: Ist der Zugang zu benötigter Technologie + Tools einfach?
  • Möbel zu Möbel + Raum: Sind die Möbel aufeinander abgestimmt? Befindet sich das Setting in einem Bereich, der sich für die dort vorgesehene Art der Arbeit eignet?
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Persönlichkeit

  • Erzeugt der Raum die richtige Atmosphäre, um die Marke und Kultur des Unternehmens adäquat darzustellen?

Leistungsstarke Arbeitsumgebung

Privatsphäre

Den richtigen Grad und die richtige Art an Privatsphäre bieten, um die Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Egal, wo sie arbeiten, Angestellte müssen sich sicher fühlen und benötigen den für ihre Arbeit und Arbeitsweise angemessenen Grad an Privatsphäre. „Beim Thema Privatsphäre geht es nicht nur um Türen und Wände“, erläutert Roush. „Territoriale Privatsphäre lässt sich durch Bodenbeläge und Teppiche erzeugen. Diese schaffen Begrenzungen und sorgen für einen ungestörten Arbeitsfluss. Visuelle Privatsphäre ist wichtig zur Abschirmung der Arbeit und zur Minimierung visueller Ablenkungen. Akustik ist eine weitere Dimension der Privatsphäre, die im Ökosystem der Räume für bestimmte Arbeitsabläufe berücksichtigt werden sollte.“

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Nach

Möbel sollten mit Bedacht angeordnet werden, um einzelne Nutzer abzuschirmen. Universal Schließfächer bieten zusätzliche Privatsphäre für Personen, die sich konzentrieren möchten und darüber hinaus noch Platz zum Aufbewahren ihrer persönlichen Dinge. Der Mobile Caddy bietet Nutzern Stauraum für Tools. Darüber hinaus bleiben persönliche Dinge griffbereit.

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Vor

Wie lässt sich die Privatsphäre jedes einzelnen Nutzers steigern? Wo lässt sich die Tasche verstauen? Wie erhält dieser Bereich mehr Persönlichkeit und wirkt lebendiger?

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Vor

Wie lässt sich die Privatsphäre jedes einzelnen Nutzers steigern? Wo lässt sich die Tasche verstauen? Wie erhält dieser Bereich mehr Persönlichkeit und wirkt lebendiger?

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Nach

Möbel sollten mit Bedacht angeordnet werden, um einzelne Nutzer abzuschirmen. Universal Schließfächer bieten zusätzliche Privatsphäre für Personen, die sich konzentrieren möchten und darüber hinaus noch Platz zum Aufbewahren ihrer persönlichen Dinge. Der Mobile Caddy bietet Nutzern Stauraum für Tools. Darüber hinaus bleiben persönliche Dinge griffbereit.

Was beachtet werden sollte

  • Ist der Rücken des Nutzers geschützt oder abgeschirmt?
  • Führt die Ausrichtung des Arbeitsplatzes dazu, dass der Nutzer sich sicher fühlt?
  • Können in diesem Bereich dargestellte Informationen von außen uneinsehbar platziert werden?
  • Stehen den Nutzern Räume zur Verfügung, die akustische Privatsphäre bieten?

Körperhaltung

Ob im Stehen, Sitzen oder sonstwie – sorgen Sie dafür, dass eine der Aufgabe entsprechende Haltung eingenommen werden kann. Heutzutage verbringt kaum jemand den ganzen Tag im selben Stuhl am selben Tisch. Diese positive Entwicklung sorgt dafür, dass es weniger körperliche Beschwerden gibt, was zu mehr Produktivität und Wohlbefinden und besserer Gesundheit beiträgt. Unterschiedliche Haltungen tragen dazu bei, dass unterschiedliche Aufgaben effektiver erledigt werden. Aus diesem Grund sollte es möglich sein, in offenen Arbeitsumgebungen eine Vielfalt an Körperhaltungen einzunehmen. Die Angestellten verbringen mehr Zeit abseits vom Schreibtisch, weshalb die von ihnen genutzten Bereiche besonders komfortabel gestaltet werden sollten.

„Wenn Sie bestimmte Verhaltensweisen in einer Umgebung bewirken möchten, sollten Sie darüber nachdenken, wie die Körperhaltung dazu beitragen kann. Bereiche, die das Stehen fördern, eignen sich z.B. besonders, um eine aktivere Zusammenarbeit zu unterstützen. „Wenn ein Bereich für lang andauernde konzentrierte Arbeit gestaltet wird, sollten leistungsfähige Arbeitsstühle eingesetzt werden. Bereiche für soziale Interaktionen profitieren hingegen vom Einsatz von Lounge-Möbeln, die entspannte Körperhaltungen ermöglichen.“

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Vor

Wie können wir die Flexibilität maximieren, um Nutzern freie Hand bei der Anpassung ihres Bereichs zu geben? Wie erhalten Nutzer einen einfachen Zugang zu Tools zur Zusammenarbeit?

Collaboration space with Steelcase Flex Collection products, one table, three chairs, three whiteboards Open image tooltip

Nach

Der schmale Tisch von Steelcase Flex ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe und Augenkontakt für alle. Er eignet sich auch hervorragend für Notebooks und Laptops. Mit flexiblen Möbeln können Nutzer ihren Bereich gemäß ihren Bedürfnissen anpassen und ihre Inhalte mitnehmen.

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Vor

Wie können wir die Flexibilität maximieren, um Nutzern freie Hand bei der Anpassung ihres Bereichs zu geben? Wie erhalten Nutzer einen einfachen Zugang zu Tools zur Zusammenarbeit?

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Nach

Der schmale Tisch von Steelcase Flex ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe und Augenkontakt für alle. Er eignet sich auch hervorragend für Notebooks und Laptops. Mit flexiblen Möbeln können Nutzer ihren Bereich gemäß ihren Bedürfnissen anpassen und ihre Inhalte mitnehmen.

Was beachtet werden sollte

  • Fördert die Sitzanordnung die gleichberechtigte Mitwirkung?
  • Fördert die Körperhaltung erwünschte Verhaltensweisen?
  • Kann man in offenen Arbeitsumgebungen verschiedene Körperhaltungen einnehmen?

Räumliche Nähe

Planen Sie mit Bedacht, wie Angestellte, Tools, Möbel und der gesamte Raum miteinander in Beziehung stehen sollen. Laut Roush steht Designern heutzutage eine unglaubliche Fülle an Optionen zur Verfügung. Die Möglichkeiten zur Gestaltung von Gemeinschaftsbereichen sind somit schier endlos, aber das macht es nicht unbedingt leichter. In Bezug auf Distanz und Nähe sollte sehr viel Sorgfalt an den Tag gelegt werden. „Man muss sich der Beziehungen von Mensch und Raum wirklich bewusst sein, den Zugang zu benötigter Technologie und Tools sowie das Zusammenspiel der einzelnen Möbel in Betracht ziehen und die Lage des Arbeitsbereichs im Gesamtraum berücksichtigen, um Erfolg zu haben“, sagt Roush.

„Genau wie im eigenen Heim sollte man diese Bereiche so anordnen, dass Nutzer sich wohlfühlen. Um einen guten Austausch zu gewährleisten, sollte der Raum so gestaltet werden, dass jeder gleichberechtigt mitwirken kann. Außerdem sollte eine angenehme Distanz zwischen den Angestellten geboten werden“, betont Roush. So können z.B. sehr unterschiedliche Sitzhöhen dazu führen, dass sich soziale Interaktionen merkwürdig anfühlen. Dies ist häufig auf das große Angebot an Möglichkeiten zurückzuführen. Die Sitzhöhen sollten innerhalb einer Arbeitsumgebung gleich sein, damit überall ein angenehmer Augenkontakt möglich ist. Genauso wichtig ist es, die richtige Technologie und passende Tools zur Verfügung zu stellen, um das von den Mitarbeitern gewünschte Verhalten zu fördern. Diese Tools müssen gut zugänglich sein, was sowohl für analoge als auch digitale Displays gilt.

Collaboration environment with Mackinac, Steelcase Flex Collection Open image tooltip

Nach

Screens dienen einerseits der Abschirmung von Inhalten, bieten andererseits ein hohes Maß an Flexibilität. Stellen Sie sicher, dass Tools zur Zusammenarbeit gut erreichbar sind und die Stromzufuhr sichergestellt ist, um eine gleichberechtigte Teilhabe aller zu gewährleisten.

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Vor

Wo können Nutzer während einer Besprechung Ideen skizzieren oder Inhalte befestigen? Fühlen sich die Nutzer zu exponiert, um ihre Ideen entspannt darzulegen?

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Vor

Wo können Nutzer während einer Besprechung Ideen skizzieren oder Inhalte befestigen? Fühlen sich die Nutzer zu exponiert, um ihre Ideen entspannt darzulegen?

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Nach

Screens dienen einerseits der Abschirmung von Inhalten, bieten andererseits ein hohes Maß an Flexibilität. Stellen Sie sicher, dass Tools zur Zusammenarbeit gut erreichbar sind und die Stromzufuhr sichergestellt ist, um eine gleichberechtigte Teilhabe aller zu gewährleisten.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Gestaltung von effizienten Räumen ist eine gute Abstimmung der Möbel aufeinander. „Arbeitsstühle sollten die passende Höhe im Verhältnis zur Tischplatte haben. Genauso verhält es sich mit Möbeln in Gemeinschaftsbereichen“, sagt Roush. Wenn beispielsweise ein Tisch in einem Lounge-Setting verwendet werden soll, so müssen die Möbel physisch zusammenpassen, um ein gutes Arbeiten zu ermöglichen. Hat der Tisch in dem Arbeitsbereich die richtige Höhe im Verhältnis zu den Sitzgelegenheiten, sodass Nutzer ihre Arbeitsgeräte nutzen können?“

Darüber hinaus muss die Lage des Arbeitsbereichs im Gesamtraum berücksichtigt werden. „Man kann die gleiche Applikation an unterschiedlichen Orten einsetzen. Ein Bereich ist erfolgreich und wird häufig genutzt, während der andere leer steht“, so Roush. „Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit daran, dass der falsche Ort gewählt wurde. Nähe und Abstand sind überaus wichtig und müssen wohl überlegt sein. Arbeitsmodi und Arbeitsfluss sollten unbedingt in Betracht gezogen werden.“

Was beachtet werden sollte

  • Liegt der Bereich so, dass er sich für die dort vorgesehene Art der Arbeit eignet?
  • Sind Tools und Technologie gut zugänglich?
  • Lassen sich die persönlichen Dinge der Nutzer gut unterbringen?
  • Ist Augenkontakt in diesem Bereich möglich?
  • Ist der Abstand zwischen den Nutzern angenehm?
  • Haben Tische und Stühle die richtige Höhe zum Arbeiten?

Persönlichkeit

Stellen Sie die einzigartige Marke und Kultur eines Unternehmens dar, um Toptalente zu gewinnen und zu halten. „Ästhetik ist nach wie vor wichtig. Persönlichkeit ist eine Möglichkeit, wie Unternehmen Räumen Ausdruck verleihen und Marke und Kultur an Mitarbeiter und Besucher kommunizieren können. Persönlichkeit kann gezielt zum Einsatz kommen – machen Sie sie an den richtigen Orten im Büro erkennbar oder kombinieren Sie sie mit anderen Prinzipien, dann trägt sie zur Leistungssteigerung bei“, so Roush. Jeder hat unterschiedliche Vorlieben und reagiert anders, weshalb es wichtig ist, Teams und einzelnen Mitarbeitern eine ästhetische Vielfalt zu bieten.

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Vor

Wie schaffen wir es, dass dieser Bereich mehr Persönlichkeit erhält? Würden sich Nutzer in diesem Bereich so wohl fühlen, dass sie gerne ihre Informationen teilen? Wie werden mobile Endgeräte in dieser Applikation unterstützt?

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Nach

Ein bequemes Sofa mit spezifischer Form erlaubt den Besuchern, sich einander besser zuzuwenden und den Augenkontakt entspannt aufrechtzuerhalten. Der kleine Tisch bietet eine zweite Arbeitsfläche und Optionen zur Stromversorgung. Teppiche helfen, eine Abgrenzung zu benachbarten Bereichen zu schaffen und verleihen dem Raum mehr Atmosphäre.

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Vor

Wie schaffen wir es, dass dieser Bereich mehr Persönlichkeit erhält? Würden sich Nutzer in diesem Bereich so wohl fühlen, dass sie gerne ihre Informationen teilen? Wie werden mobile Endgeräte in dieser Applikation unterstützt?

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Nach

Ein bequemes Sofa mit spezifischer Form erlaubt den Besuchern, sich einander besser zuzuwenden und den Augenkontakt entspannt aufrechtzuerhalten. Der kleine Tisch bietet eine zweite Arbeitsfläche und Optionen zur Stromversorgung. Teppiche helfen, eine Abgrenzung zu benachbarten Bereichen zu schaffen und verleihen dem Raum mehr Atmosphäre.

Was beachtet werden sollte

  • Schaffen Sie es, Leistung und Persönlichkeit so im Einklang zu halten, dass Ihr Unternehmen realistisch dargestellt wird?
  • Betrachten Sie Persönlichkeit als Hilfsmittel, z.B. was Wegeführung oder Teamidentität betrifft?
  • Die Beziehung von Körperhaltung, Privatsphäre, Nähe und Persönlichkeit sollte ganzheitlich betrachtet werden.

Unternehmen setzen alles daran, Umgebungen zu gestalten, in denen die Angestellten arbeiten möchten und die sie bestmöglich dabei unterstützen.

Unternehmen setzen alles daran, Umgebungen zu gestalten, in denen die Angestellten arbeiten möchten und die sie bestmöglich dabei unterstützen. Niemand möchte Geld ausgeben für Räume, die toll aussehen, aber nicht genutzt werden. Nichtsdestotrotz passiert es immer wieder, dass Führungskräfte ihre Räumlichkeiten betrachten und sich fragen, warum bestimmte Zonen beliebt sind und andere leer bleiben. Es gibt keine Pauschallösung. Die Beziehung von Körperhaltung, Privatsphäre, räumlicher Nähe und Persönlichkeit ganzheitlich zu betrachten, ist bereits ein großer Schritt in die richtige Richtung, um Umgebungen zu gestalten, in denen sich Menschen auf psychologischer Ebene sicher und geschützt fühlen und produktiv arbeiten können.

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