Design

Austausch: Eine einladende Atmosphäre schaffen

Details zu WorkValet, der neuen, vielseitigen Schließfachlösung für die Ära der hybriden Arbeit

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Im letzten Jahr sank die Anzahl zugeordneter Bereiche um 15 %. Führungskräfte gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt. Dadurch, dass es weniger ‚feste‘ Arbeitsplätze gibt, gewinnen die Bereiche, in denen der Arbeitstag im Büro beginnt, zunehmend an Bedeutung. Und neue Gewohnheiten bedeuten auch, dass Unternehmen neue Wege finden müssen, um ihre Mitarbeitenden willkommen zu heißen und ihnen einen bequemen Start in den Arbeitstag zu ermöglichen. Gleichzeitig muss die ganz pragmatische Frage geklärt sein, wo sie ihre Sachen verstauen können. Work Better hat sich mit Viola Vallon, Industriedesignerin bei Steelcase unterhalten, um mehr über den Entstehungsprozess und die Inspiration, die WorkValet zugrunde lag, zu erfahren.

WB: Wieso habt ihr gerade jetzt eine neue Schließfachlösung wie WorkValet entwickelt?

VV: Die Zunahme hybrider Arbeitsformen bringt mit sich, dass die Menschen neue Lösungen zur Aufbewahrung ihrer persönlichen Gegenstände benötigen. Schließfächer waren ursprünglich für die Aufbewahrung von Akten und Papieren gedacht – und die Größe der Fächer richtete sich danach. Heute benötigen die Menschen allerdings Platz für ganz unterschiedliche Dinge – von Laptops oder Wasserflaschen bis hin zu Fahrradhelmen und Gepäckstücken. Außerdem gibt es einen Bedarf an unterschiedlich großen Fächern, die an verschiedenen Stellen im Büro platziert sind.

Das war unser Ausgangspunkt. Wir wollten ein neues, anpassungsfähiges Schließfachsystem schaffen, das den heutigen Bedürfnissen der Menschen entspricht. Bei der Gestaltung jedes Aspekts standen Funktionalität, Ästhetik und Flexibilität im Vordergrund. Alle scheinbar unbedeutenden Elemente sind so gestaltet, dass sie Komfort und Vertrauen schaffen. Schließlich interagieren die Menschen direkt mit diesem Produkt und vertrauen darauf, dass ihre Sachen gut aufgehoben sind.

WB: Erläutern Sie uns den Designprozess und wie das Team herausfand, was die Menschen sich heute bei der Nutzung von Schließfächern wünschen.

VV: Bei der Konzeption von WorkValet legten wir besonders Wert auf Recherche. Wir analysierten, was Menschen ins Büro mitnehmen, wie sie arbeiten, wie oft sie ihre Schließfächer im Laufe des Tages nutzen, welche Art von Schlössern sie gern verwenden und wie sie ihre Schließfächer buchen. Außerdem führten wir Interviews mit dem Facility Management und Architekt*innen und Designer*innen durch. Wir wollten uns ein umfassendes Bild davon machen, was die Nutzer*innen in ihren Räumlichkeiten benötigen und was Facility- und Immobilienexperten erwarten.

Anhand von Daten, die zeigen, wer wie oft und wann im Büro ist, konnten wir die Mitarbeitenden drei Kategorien zuordnen – die ortsunabhängigen und die räumlich gebundenen Angestellte und als dritte Gruppe die Mitarbeitenden, die den für sich passenden Arbeitsort nach Bedarf wählen. Ortsunabhängige Mitarbeitende sind 2 bis 3 Tage pro Woche im Büro und benötigen ihr Schließfach normalerweise am Anfang und Ende des Tages. Angestellte, die ihren Arbeitsort nach Bedarf wählen, kommen ins Büro, wenn es einen bestimmten Anlass dafür gibt und haben häufig eine längere Anreise. Sie benötigen ein Schließfach mit ausreichend Platz für Gepäck in der Nähe des Büroeingangs. Und schließlich gibt es die räumlich gebundenen Angestellten, die am häufigsten im Büro sind und kleine, ihnen persönlich zugeordnete Schließfächer nahe des Arbeitsplatzes bevorzugen, sodass sie im Laufe des Tages jederzeit auf ihre Sachen zugreifen können.

Diese Zuordnung und die ihr zugrundeliegenden Vorlieben bzgl. der Zugänglichkeit von Stauraum waren die Basis für das Design der drei wichtigsten Applikationen — Boundary, Bay und Hub.

Die WorkValet Boundary befindet sich in der Nähe der Arbeitsplätze und bildet eine geschützte Nische. Die Pflanzen erhöhen das Wohlbefinden der dort arbeitenden Menschen.

Die WorkValet Bay Applikation befindet sich in der Nähe des Eingangs, ist in einladenden Farben gehalten und verfügt über Nischen und Pflanzen, die eine einladende Atmosphäre schon beim Betreten des Büros schaffen.

Das WorkValet Hub eignet sich besonders für flexible soziale Bereiche. Dort können die Nutzer*innen ihre Sachen unterbringen; das Hub dient darüber hinaus als Ort, an dem sich die Menschen zwischen Besprechungen treffen.

WB: Welche neuen Eigenschaften bietet WorkValet?

VV: Unsere Studien halfen uns zu verstehen, wie unterschiedliche Mitarbeitende Schließfächer heute nutzen. Wir haben die vielseitigen Eigenschaften, die heutige gängige Abläufe am Arbeitsplatz mit sich bringen, in das Design integriert. Unterschiedliche Schließfachgrößen bieten Platz für eine Vielzahl verschiedener Dinge, die verstaut werden müssen.

Besondere Fächeroptionen wurden bewusst designt, um eine umfassende Stauraumauswahl zu bieten. Die einzelnen Schließfächer können z.B. intern so unterteilt sein, dass kleinere Dinge, wie z.B. Schuhe oder Laptop, in Regalen platziert werden und dass für Dinge, die mehr Raum einnehmen, z.B. eine Yogamatte, die gesamte Höhe des Schließfachs genutzt werden kann.

Verschiedene Fachgrößen und harmonisch abgestimmte Farben verleihen dem Arbeitsplatz Wärme und Persönlichkeit.

Die Ablage ist ideal für Laptops, Stifte, Ladegeräte und ähnliches. Sie fungiert als Erweiterung zum Schließfach und erleichtert den Menschen, ihre Sachen im Büro von einem Ort zum anderen zu bringen.

Als Schloss-Optionen stehen einfache Schlösser mit Schlüssel, Kombinationsschlösser und RFID-Schließoptionen zur Verfügung, die die Möglichkeit bieten, Schließfächer stunden- oder tageweise zu reservieren.

Die Farben, Oberflächen, Muster und Materialien können angepasst werden, um die Stimmung der jeweiligen Büroumgebung zu unterstreichen. In der gepolsterten Nische kann man sich kurz hinsetzen und seine Sachen ordnen oder schnell die Schuhe wechseln. Pflanzkästen können ebenfalls in das Schließfachsystem integriert werden, um eine Verbindung zur Natur zu schaffen, die fürs Wohlbefinden überaus wichtig ist.

WorkValet bietet nicht bloß Stauraum – mit seinen vielseitigen Optionen trägt das System zu einer einladenden Büroatmosphäre bei. Die sorgfältig und durchdacht designten Elemente der Produktlinie spielen zusammen und sorgen dafür, dass die Menschen sich im Laufe des Arbeitstags behaglich und unterstützt fühlen.


Viola Vallon, Industriedesignerin, EMEA, Steelcase

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Die in München ansässige Designerin Viola Vallon arbeitet seit 2018 bei Steelcase. Sie war Mitglied im Produktentwicklungsteam von WorkValet und hierbei die zuständige Designleiterin für Studien und Design bzgl. des Systems.

Bevor Viola zu Steelcase kam, arbeitete sie im Design Consulting. Sie hat einen M.A. in der Disziplin ‚Bildende Künste‘ der Lund Universität und einen B.A. der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd.


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