Nachhaltigkeit

Heute CO2-neutral. In Kürze CO2-negativ.

Steelcase gab kürzlich bekannt, in allen eigenen Betriebsabläufen CO2-Neutralität erreicht zu haben. Doch wir sind noch weiter gegangen und haben im Einklang mit dem ambitioniertesten Ziel des Pariser Klimaabkommens ehrgeizige wissenschaftlich fundierte Ziele festgelegt.
Von Jim Keane, Steelcase President und CEO

Der Klimawandel ist ein komplexes globales Problem, und unser heutiges Handeln wird sich in den kommenden Jahrzehnten auf unsere Umwelt auswirken. Seit diesem Jahr sind wir in allen eigenen Betriebsabläufen CO2-neutral, weil wir so viel CO2 entfernen, wie wir emittieren. Wir wissen, dass echter Klimaschutz auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Also sind wir noch einen Schritt weiter gegangen und haben uns das von der Initiative „Science Based Targets“ validierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 CO2-negativ (oder auch: klimapositiv) zu werden. Dieses umfassende Engagement ist für unser Unternehmen ebenso ehrgeizig wie historisch.

Auch inmitten einer Pandemie halten wir unbeirrt an unserem Entschluss fest, etwas bewegen zu wollen. Doch das schaffen wir nicht allein. Daher beabsichtigen wir, eng mit unserem Netzwerk von Kunden und Lieferanten zusammenzuarbeiten, um wirklich alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gemeinsam zu vervielfachen.

Große Ziele

In den nächsten zehn Jahren werden wir uns darauf konzentrieren, die Emissionen signifikant zu reduzieren – in enger Abstimmung mit Klimaforschern und in dem Maß, das notwendig ist, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Um dies in den nächsten zehn Jahren zu erreichen, wollen wir den Energieverbrauch optimieren, die bei Betriebsabläufen entstehenden Abfälle reduzieren und unsere Verhaltensweisen und Entscheidungen an diesem Ziel ausrichten. Da die meisten unserer Emissionen als indirekte Emissionen gelten, werden wir zudem mit Lieferanten kooperieren und sie beim Festlegen und Erreichen ihrer Ziele unterstützen.

Unsere Vorhaben:

Reduzierung der absoluten Emissionen aus eigenen Betriebsabläufen bis 2030 um 50 %.

Senkung der indirekten Emissionen aus Geschäftsreisen und aus den bei Betriebsabläufen entstehenden Abfällen.

Enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, um bis 2025 eigene wissenschaftlich fundierte Ziele festzulegen.

Weitere Einzelheiten hierzu erfahren Sie im Bereich Nachhaltigkeit auf unserer Website.

Mit diesen Vorhaben gehören wir einer Gruppe von weniger als 200 Unternehmen an, die sich wissenschaftlich fundierte Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen gesetzt haben, um so den globalen Temperaturanstieg auf oder unter 1,5°C zu halten. Mit der drastischen Senkung der Emissionen entsprechen wir dem ambitioniertesten Ziel des Pariser Klimaabkommens.

Das sogenannte 1,5-Grad-Ziel wirkt auf den ersten Blick vielleicht bescheiden, doch bereits geringe Schwankungen haben potenziell schwerwiegende Folgen. In unserem global vernetzten Ökosystem können Temperaturveränderungen in einer bestimmten Region zu Chaos in völlig anderen Teilen der Welt führen. Bei einem Temperaturanstieg um 1°C erleben wir schon heute die Auswirkungen auf die Menschen und die Wirtschaft, z. B. durch ungewöhnlich heftige Stürme, Waldbrände, Hitzewellen und Überschwemmungen. Ohne unser Handeln wird es zu weitreichenden Umbrüchen und Zerstörungen kommen – in Küstengebieten, die im Meer unterzugehen drohen, ebenso wie in Städten im Landesinneren, die massiven Migrationsbewegungen ausgesetzt sein könnten.

Die gebaute Umwelt

Wir haben die Verpflichtung und die Möglichkeit, in unserer Branche führend zu sein. Bis 2060 werden in der Welt voraussichtlich 232 Milliarden Quadratmeter an Gebäudefläche* hinzukommen. Da Bauwerke bereits jetzt der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen sind, wird dieser Zuwachs ein bereits ernstes Problem weiter verschärfen. Studien zufolge betragen die weltweiten CO2-Emissionen aus dem Gebäudebetrieb 28 % und jene aus der Herstellung von Baustoffen und dem Bau von Gebäuden
11 %**. Die gebaute Umwelt ist Teil des Problems, und so glauben wir, dass es in unserer Verantwortung liegt, Teil der Lösung zu sein. Diese Verantwortung empfinden wir schon seit langer Zeit.

Steelcase ist als Unternehmen seit über 100 Jahren auf dem Markt und kann auf eine lange Tradition im Umweltschutz zurückblicken.

Tatsächlich zählt dieses Thema seit unserer Gründung zu den Kernwerten. In den letzten zehn Jahren konnten wir unsere Treibhausgasemissionen um über 30 % reduzieren. Außerdem haben wir uns dafür eingesetzt, gefährliche Chemikalien aus unseren Prozessen zu verbannen, den Wasserverbrauch zu reduzieren und in alternative Energien zu investieren. Wir nehmen die Dringlichkeit des Klimawandels und seiner zu erwartenden Auswirkungen so ernst, weil wir auch die nächsten 100 Jahre und darüber hinaus erfolgreich im Geschäft bleiben wollen.

Der Dominoeffekt

Da wir bereits seit Jahren an diesem zentralen Umweltthema arbeiten, konnten wir schon früh erkennen, wie eine Aktion eine weitere und wieder eine andere nach sich zieht – ein typischer Dominoeffekt bzw. positiver Welleneffekt. Eine wachsende Zahl von Organisationen arbeitet derzeit ebenfalls an der Verringerung ihrer CO2-Emissionen und braucht dabei unsere Unterstützung. Sie benötigen konkrete, detaillierte Informationen darüber, wie wir unsere Zielvorgaben erfüllen und wie unsere Produkte und Dienstleistungen ihnen helfen können, ihre Vorgaben zu erreichen. Während wir unsere Ziele für weitere zukünftige CO2-Reduktionen bestimmen, werden wir darüber berichten, wie wir den CO2-Fußabdruck messen und überprüfen. Zudem werden wir unsere Lieferanten einladen, sich uns anzuschließen und eigene Ziele zu formulieren.

Der Klimawandel ist ein riesiges globales Problem, das nur gelöst werden kann, wenn sich viele Länder und Unternehmen zum Handeln verpflichten. Wir sind nur ein einzelnes Unternehmen, aber als Branchenführer haben wir die unternehmerische Verantwortung, sowohl globale Herausforderungen anzunehmen als auch andere zu inspirieren. Die Wirtschaft kann eine Kraft für das Gute sein, und wir hoffen, dass Sie sich uns anschließen, um gemeinsam mit uns etwas zu bewegen.

*UN Environment, Global Status Report 2017
**World Green Building Council, Global Status Report 2017

Laden Sie unseren aktuellen Impact Report herunter und erfahren Sie mehr darüber, wie es uns gelingt, etwas zu bewirken.

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