Aktiv Lernen

Innovative Lernräume an der Universität Alfonso X el Sabio

Die Universität Alfonso X el Sabio hat Ihre Unterrichtsräume neugestaltet, um diese an die Erfordernisse künftiger Unterrichtsformen anzupassen. Dabei setzt sie auf flexibles und innovatives Raumdesign.

1. AUSGANGSPUNKT

Leitgedanke für die Gestaltung der neuen Räume war das aktive Lernen. Es galt sowohl pädagogische als auch technologische und räumliche Aspekte zu berücksichtigen. So sollte erreicht werden, dass das aktive Lernen in allen Räumen der Universität strenge Qualitätsstandards erfüllt.

Die Rolle der Dozenten, wie auch die Unterrichtsformen verändern sich. Viele Informationen können im Internet gefunden werden. So können die Dozenten ihre Zeit mit den Studierenden nutzen, um pädagogischen Mehrwert zu schaffen, wie z. B. die Lösung von Problemen voranbringen, auf Anliegen der Studierenden eingehen und Kommunikation und Zusammenarbeit fördern.

Es besteht kein Zweifel daran, dass sich durch den Technologieeinsatz die Lehre und damit auch die Unterrichtsräume verändern. Diese müssen nicht nur innovativer und flexibler sein, sondern auch verschiedene Formen des Lehrens und des Lernens unterstützen und demokratisieren, indem sie die Voraussetzungen dafür schaffen, in einer günstigen Lernumgebung gut zu sehen und zu hören. Die Technologie muss den Raum an den Nutzungsbedarf anpassen; sie muss eine kontinuierliche Unterstützung ermöglichen; analoge und digitale Informationen müssen gemeinsam genutzt werden können; und sie muss Zugang zu verschiedenen Tools bieten.

Bereits seit einiger Zeit halten es viele Universitäten, Hochschulen, Schulen und Institute für dringend notwendig, diese Entwicklungen bei sich aufzugreifen.

2. DIE UNIVERSITÄT

Überall auf der Welt setzen Universitäten bereits auf diesen Wandel, und wir sind stolz darauf, dass die Universität Alfonso X el Sabio ebenfalls dazu zählt.

An der Universität in Madrid ist man sich der Bedeutung einer aktiven Lernumgebung, in der Kreativität und Beteiligung der Studierenden gefördert werden, bewusst und hat daher einen Schritt nach vorne in Richtung dieses innovativen Projekts gemacht.

Als Bildungseinrichtung und Referenzzentrum war man hier nicht nur darauf bedacht, gute Inhalte im Rahmen der Abschlüsse anzubieten, sondern es wurde außerdem Wert auf eine Lehrmethodik gelegt, bei der dem Unterrichtsraum eine zentrale Rolle zukommt. Der Raum wird zu einem Werkzeug, das die Ausbildung unterstützt und den Studierenden das Lernen erleichtert.

3. ZIELE

Wir bei Steelcase und an der UAX wissen, dass Lernerfolg für die Studierenden in der heutigen Welt weit mehr ist als nur der Erwerb von Wissen. Praktische Fähigkeiten und persönliche Entwicklung sind ebenfalls notwendig, um die Bildungsziele, aber auch die persönlichen Ziele zu erreichen.

Die Neugestaltung der UAX-Räume soll die Studierenden miteinbeziehen und sie zu echten Motoren ihres Lernfortschritts machen. Im Rahmen einer umfassenden Strategie wird der Campus als ein zusammenhängendes System von innovativen aktiven Lernräumen angesehen. Es ist bekannt, dass die Lernumgebung sowohl das Engagement als auch das Wohlbefinden der Studierenden erheblich steigern kann.

Gemäß der Philosophie „Das Gute verbreitet sich von selbst“ wurden für die Universität die folgenden strategischen Ziele festgelegt:

  • Investition in Talent und Wissen.
  • Inspiration aus unseren Referenzen.
  • Eroberung der Zukunft.
  • Innovation.
  • Internationalisierung.
  • Aufbau von Netzwerken.
  • Engagement und Begleitung.

Nach der Festlegung dieser Ziele war es wichtig, auch für die Räume strategische Ziele zu definieren, da diese voll und ganz mit den pädagogischen Zielen der Einrichtung im Einklang stehen sollten.

  • Unterstützung der zukünftigen Fachkräfte bei der Bewältigung der
  • Herausforderungen der neuen Welt.
  • Verbindung herstellen.
  • Kritisches Denken.
  • Gemeinschaft fördern.
  • Transparenz.
  • Möglichkeiten und Tools bieten.

„Mit dem „herkömmlichen“ Modell eines Unterrichtsraums konnten wir keine neuen Unterrichtsformen umsetzen. Jetzt können wir hybride Kurse von höchster Qualität anbieten, bei denen die Hälfte der Studierenden im Raum anwesend ist und die andere Hälfte online zugeschaltet wird.“

JAVIER PÉREZ DE DIEGOGeschäftsführender Prorektor der UAX

4. PROJEKTBEGINN

Der Campus Villanueva de la Cañada der Universität Alfonso X el Sabio erstreckt sich über eine Fläche von 1.000.000 m². Nur 25 Kilometer von Madrid entfernt können sich hier mehr als 15.000 Studierende mit innovativen Methoden für ihre berufliche Laufbahn qualifizieren.

Derzeit verfügt der Campus über 140 Unterrichtsräume in vier Gebäuden. Im Zuge der Umgestaltung war Steelcase für fünf Räume verantwortlich, und zwar u. a für Open UAX, hybride Unterrichtsräume, Gruppenarbeitsbereiche und einen Arbeitsbereich in der Bibliothek.

HYBRIDE UNTERRICHTSRÄUME

Damit aktives Lernen möglich ist, müssen die Unterrichtsräume flexibel gestaltet sein, sodass sie leicht an neue Lehrmethoden angepasst werden können. Die Studierenden müssen den Raum nach ihren Bedürfnissen gestalten und für sich nutzen können, darin Projekte durchführen und zusammenarbeiten können und zwar ohne dass der Raum dabei ein Hindernis darstellt.

Wir haben unter Berücksichtigung der Corona-Situation hybride Unterrichtsräume entworfen, die sowohl für Präsenzunterricht als auch für virtuelle Unterrichtsszenarien geeignete Voraussetzungen bieten.

Heute werden Räume gebraucht, in denen Kompetenzen wie Kommunikation, kritisches Denken und Reflexionsfähigkeit vermittelt werden können, sowie die richtige Ausstattung für Videokonferenzen mit der notwendigen Akustik und Beleuchtung.

Aus diesem Grund haben wir entsprechende Akustik-, Beleuchtungs- und Domotik-Lösungen vorgesehen und dabei ein besonderes Augenmerk auf Innovation und neue Technologien gelegt. Eine Ausstattung mit Bildschirmen, Kameras und Mikrofonen ermöglicht, dass Inhalte sowohl den im Raum anwesenden als auch den zugeschalteten Studierenden über ein interaktives Panel gezeigt werden.

Dabei wurde auf verschiedene mobile Lösungen gesetzt, die aktives Lernen unterstützen und schnell umkonfiguriert werden können. Alles wurde so ausgelegt, dass die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden gefördert wird.

OPEN UAX UND GRUPPENARBEITSBEREICH

Kreativität und kritisches Denken zählen zu den am stärksten nachgefragten Kompetenzen in der Arbeitswelt.

Mit Open UAX und dem Gruppenarbeitsbereich wird eine Lernumgebung geboten, die die Studierenden dabei unterstützt, ihre praktischen und sozialen Kompetenzen zu entwickeln.

Die Räume umfassen einen offenen Bereich und mehrere Unterrichtsräume, die mit Sofas, Telefonboxen und Besprechungszonen ausgestattet sind. Auf diese Weise sind offene Räume vorhanden, die das Lernen und die Zusammenarbeit fördern, ohne dabei Räume für Zeiten konzentrierter Einzelarbeit zu vernachlässigen, die jedes Team ebenfalls braucht.

BIBLIOTHEK

Durch informelle Interaktionen mit Lehrkräften und Kommilitonen erweitern die Studierenden ihren Horizont, sie entwickeln sich emotional weiter und bauen wertvolle Beziehungen auf, die sich oft auch nach ihrem Abschluss noch positiv auf ihr ganzes Leben auswirken. Unabhängig davon, ob die Bibliothek genutzt wird, um Fragen auf Antworten zu finden, ein Thema zu vertiefen oder einfach um Kontakte zu knüpfen oder zur Ruhe zu kommen – die Möglichkeit, sich unkompliziert mit anderen austauschen zu können, hilft den Studierenden dabei, sich weiterzuentwickeln.

Daher wurde die Bibliothek so konzipiert, dass sie kreative Prozesse unterstützt. Auf diese Weise bietet sie eine Umgebung zum Nachdenken, Räume für kreative und experimentelle Prozesse sowie Räume, um sich auszutauschen. Denn egal, wie gut eine Idee ist: Wenn der Funke nicht auf andere Menschen überspringt, stirbt die Idee.

5. ERGEBNISSE

Aktive Lernräume zu gestalten bedeutet, dass unterschiedliche Lernorte zur Verfügung gestellt werden müssen, damit verschiedene Unterrichtsformen flexibel unterstützt werden können. Die Universität Alfonso X el Sabio verfügt derzeit über einige neu gestaltete Räumlichkeiten, die so innovativ sind, dass sie sich deutlich von anderen abheben.

Die Räume sind nun mit softwarebasierter Gerätesynchronisation ausgestattet, was die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer unterstützt und virtuellen Austausch sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichtsraums ermöglicht. Das Ergebnis ist ein Raum, der individuelles Lernen ermöglicht und gleichzeitig einen unkomplizierten und effizienten Zugang zu Bildung bietet.

„Die wichtigste Erfolg war dabei sicherlich ein Mentalitätswechsel bei den Lehrkräften, weil sie nun eine attraktivere und effektivere Lehrmethode umsetzen können.“

JAVIER PÉREZ DE DIEGOGeschäftsführender Prorektor der UAX

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Technologie, die in den Räumen zum Einsatz kommt, sowohl für die Universität als auch für die Studierenden und die Lehrkräfte von großem Nutzen ist, wobei darüber hinaus auch die Entwicklung ihres kognitiven, physischen und emotionalen Wohlbefindens von herausragender Bedeutung ist. Heutzutage sind hybride Unterrichtsräume, flexible Räume und natürlich eine innovative Ausstattung und gute Anbindung unerlässlich. Auf diese Weise lässt sich erfolgreich eine qualitativ hochwertige Ausbildung erreichen.

Dank dieser Umgestaltung kann die Universität Alfonso X el Sabio nun Räume zur Verfügung stellen, die nicht nur die Motivation und das Engagement der Studierenden fördern, sondern ihnen auch beim Erwerb der sozialen und persönlichen Kompetenzen helfen, die für ihre persönliche Entwicklung so wichtig sind.

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