Das „Ökosystem aktiven Lernens“ fördert den Lernerfolg von Studierenden

Rosenheim, 28. Oktober 2015 – Deutsche Hörsäle sind zumeist ein Relikt aus vergangenen Tagen, geprägt von starren Curricula und Frontalunterricht. Steelcase Education, Teil der Markenfamilie von Steelcase, dem Büromöbelhersteller und Experten für Arbeitsumgebungen, macht sich daran, dies zu ändern. Ziel ist es, die Studierenden und Dozenten mit flexiblen, vielseitigen und effizienten Lernumgebungen bei der Art und Weise zu unterstützen, wie diese heutzutage lernen und lehren.

Bildungswissenschaftler und Dozenten haben erkannt, dass Lernende heutzutage andere Voraussetzungen und Ansprüche mitbringen, als noch vor einigen Jahren: Mit dem digitalen Wandel strömt eine neue Generation von technikaffinen „Digital Natives“ in die deutschen Hochschulen, die zusammenarbeiten und Inhalte eigenständig generieren möchten. Doch moderne Lern- und Lehrmethoden stoßen in starren und unflexiblen Lernumgebungen an ihre Grenzen.

 

Aktive Lernumgebungen fördern studentisches Engagement

Eine Studie von Steelcase Education bestätigt, dass die Raumgestaltung von entscheidender Bedeutung ist: Lernumgebungen, die bewusst auf aktives Lernen ausgerichtet sind, steigern die Begeisterung und das Engagement der Studierenden im Vergleich zu herkömmlichen Unterrichtsräumen messbar.[1] Die Forscher gehen davon aus, dass dadurch ebenfalls der Lernerfolg gesteigert wird.

Aktives Lernen meint eine aktive Beteiligung der Studierenden bei der gemeinsamen Nutzung von Inhalten und dem Erarbeiten von neuen Erkenntnissen – sowohl geistig, als auch körperlich. Denn können sich Studierende kreativ entfalten und dabei frei bewegen, sind sie interaktiver und engagierter.

Um die Wirkungen der unterschiedlichen Ansätze zur Lernraumgestaltung zu vergleichen, wurden mittels einer Post Occupancy Evaluation die Erfahrungen von Lernenden und Lehrenden in klassischen Vorlesungs- und Seminarräumen mit Reihenbestuhlung jenen gegenübergestellt, die in bewusst für aktives Lernen gestalteten Umgebungen gemacht wurden. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die ‚aktiven Lernräume‘ trugen zu höherer Beteiligung, mehr Motivation und Kreativität und letztlich zu besseren Noten bei.

 

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

Aus Sicht der Studierenden:

  • 84 Prozent verzeichneten einen Anstieg ihres Engagements
  • 77 Prozent verbesserten ihre kreative Leistung
  • 72 Prozent erzielten bessere Noten
  • 72 Prozent steigerten ihre Motivation, Lehrveranstaltungen zu besuchen

Aus Sicht der Lehrenden:

  • 98 Prozent bestätigten einen Anstieg der Motivation ihrer Studierenden
  • 100 Prozent beobachteten eine verbesserte Kreativitätsleistung
  • 68 Prozent vermerkten bessere Noten
  • 88 Prozent stellten eine höhere Motivation zur Teilnahme an den Kursen fest

 

Verbesserte Unterstützung beim Lehren und Lernen

Wenn es darum geht, eben diese Begeisterung und das Engagement beim Lernen zu wecken, werden sowohl Studierende als auch Dozenten oft nur unzureichend unterstützt. Die Technologieausstattung entspricht nicht den Ansprüchen der digital versierten Generation und die unflexible Möblierung erschwert zeitgemäße, kooperative Lernmethoden. Um den veränderten Anforderungen gerecht zu werden, entwickelte Steelcase das „Ökosystem aktiven Lernens“. Anhand dieses Konzepts lassen sich moderne Lernumgebungen schaffen, die in der Schnittmenge aus Pädagogik, Technologie und Raum den Lehrenden und Lernenden das bieten, was diese für aktives Lernen benötigen: flexible und mühelos konfigurierbare Einrichtungen, die sich den Lehrpräferenzen anpassen lassen und Bewegungsfreiheit bieten. Diese beinhalten digitale wie auch analoge Präsentationsflächen für effektiven Informationsaustausch sowie moderne Medientechnik zur digitalen Zusammenarbeit.

Ökosystem_Aktives_Lernen

Passende Education Produkte basierend auf Forschungsergebnissen

Die Erkenntnisse der Steelcase Education Forscher fließen gezielt in die Entwicklung von Produktlösungen ein, mit denen sich „Ökosysteme aktiven Lernens“ umsetzen lassen. So entstand beispielsweise die seit Kurzem erhältliche Kollektion rund um die vielseitige Tischlösung „Verb“. Diese fördert aktives Lernen dank zahlreicher Nutzungsmöglichkeiten und mit umfassendem Zubehör. Als Dozentenpult erfüllt Verb die unterschiedlichen Anforderungen von Lehrenden, als Unterrichtstisch ermöglicht er fließende Übergänge und unterstützt damit verschiedene Lehr- und Lernmethoden. Ebenso flexibel wie Verb ist der speziell für Lernräume entwickelte Stuhl „Node“. Dieser eignet sich vor allem für schnelle und einfache Wechsel zwischen Frontalunterricht und Gruppenarbeit, wobei er ergonomischen Komfort bietet und über praktischen Stauraum verfügt. Stolperfallen in Form von Taschen oder Ordnern werden so beseitigt, die Bewegungsfreiheit im Raum gesteigert.

[1] Scott-Webber, L., Strickland, A., & Kapitula, L. (2013). Built environments impact behaviors: results of an active learning postoccupancy evaluation. Planning for Higher Education, Vol, 41(5)