Arbeitsplatz

Benching: Effizient, schlicht und variabel

FrameOne Bench

Wir haben die Bench neu erfunden. Um die richtige Bench-Lösung zu entwickeln, muss man die Bedürfnisse der Mitarbeiter verstehen. Ein einheitliches Konzept für alle? Keineswegs.

Die Bench hat eine lange Tradition am Arbeitsplatz – und das aus gutem Grund: Sie ist einfach in der Handhabung, effizient, schlicht und ausgesprochen variabel.

Angefangen bei den groben Holztischen, die Künstlern und Handwerkern über viele Jahrhunderte als Werkbänke dienten, bis hin zu den modernen, technologisch anmutenden Nachfahren: Benching ist ein Konzept, das nach wie vor viele Bedürfnisse am Arbeitsplatz erfüllt.

In den letzten Jahren haben sich Bench-Applikationen etabliert. Denn Büro- Designer haben sich die klare Ästhetik der Bench aktiv zu nutzen gemacht und damit auf ein effizientes, modulares Produkt gesetzt, das sich leicht konfigurieren und umgestalten lässt.

„Benching” ist eine leistungsfähige Lösung, die auf verschiedene Entwicklungen in der Arbeitswelt reagiert, insbesondere auf die heutige Arbeitsplatzkultur, die für Teamarbeit und Netzwerken steht aber auch die Notwendigkeit, Immobilienkosten zu senken und Arbeitsräume flexibel an die sich wandelnden Arbeitsbedingungen anzupassen. Wie eine Studie aus dem Jahr 2009 bestätigt, wurden bereits in mehr als 70 Prozent der Immobilien mobile Arbeitsstrategien implementiert, um die Effizienz von Arbeitsräumen zu erhöhen, 71 Prozent stellen Arbeitsplätze für mobile Mitarbeiter zur Verfügungund 75 Prozent unterstützen Home-Office-Lösungen (1). Die Entscheider gaben Controlling-Kosten als wichtigsten Grund an. Beinahe ebenso wichtig erschien es ihnen, die Produktivität und Effizienz der Mitarbeiter zu erhöhen.

Weitere Trends tragen zur wachsenden Attraktivität von Bench-Applikationen bei, so zum Beispiel der Bedarf an nachhaltigen Gebäuden, die eine gesunde Arbeitsumgebung mit möglichst viel Tageslicht in allen Räumen ermöglichen. Nachhaltige Hochleistungs-Gebäude erhöhen die Produktivität der Mitarbeiter nachweislich um zehn bis zwanzig Prozent (2). Ein weiterer Faktor: ist „Sehen und gesehen werden”. Der wachsenden Anzahl mobiler Mitarbeiter ist es wichtig, zu Bürozeiten Präsenz zu zeigen und sich möglichst optimal zu vernetzen – mit Kollegen ebenso wie mit allen verfügbaren Technologien.

Die Arbeitswelt verändert sich in vielerlei Hinsicht und es ist praktisch unmöglich, die Bedürfnisse der neuen Mitarbeitergeneration mit den bisherigen Arbeitsumgebungen zu erfüllen. Der erwiesenermaßen schnellste Weg zu mehr Produktivität ist es, Arbeitsplätze komplett neu zu überdenken.

Kein Wunder also, dass die Bench die Arbeitswelt erobert und dass Wirtschaftsbeobachter bereits bereits von einer „Ära der Bench” sprechen. Die Bench ist ein Möbel, das in perfekter Weise die aktuellen Trends am Arbeitsplatz aufgreift.

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Im Jahr 2008 begann Steelcase mit Primär- und Sekundärforschungen im Bereich Benching, darunter intensive Fallstudien mit sechs amerikanischen und vier europäischen Kunden. Die Steelcase Applied Research Consultants und WorksSpace Futures Teams gewannen – in Zusammenarbeit mit Designern und Organisationen aus aller Welt – neue Erkenntnisse über Benching-Produkte und Applikationen, indem sie Methoden der Anthropologie und anderer Sozialwissenschaften heranzogen.Sie analysierten das Arbeitsverhalten in verschiedensten Unternehmen und identifizierten vier verschiedene Typen von Bench-Nutzern, die nach unterschiedlichen Applikationen verlangen. Allerdings gibt es – über die Arbeitsprozesse hinaus – zwei weitere wichtige Faktoren, die man für nachhaltig erfolgreiche Benching-Lösungen in Betracht ziehen muss: Kultur und Markenidentität eines Unternehmens.

Wesentliche Erkenntnis der Steelcase-Forschungen: Eine einheitliche Bench-Lösung die Effizienz und Zufriedenheit von Mitarbeitern signifikant.

Aber es geht um mehr als um Kosteneinsparung und Effizienz. Unabhängige Studien belegen, dass heutige Mitarbeiter nach lebendigen, flexiblen Arbeitsumgebungen verlangen. So fanden Gartner Inc. und das Massachussets Institute of Technology (MIT) heraus: Die erfolgreichsten Unternehmen, die auf die sich wandelnden Geschäftsbedingungen entsprechend reagieren, weisen flexible Strukturen auf, in denen sich schnell und unkompliziert Arbeitsteams bilden lassen (3). Mitarbeiter wollen Flexibilität, weil Multitasking heute als selbstverständlich gilt. Fortschrittlich denkende Manager wollen Flexibilität, weil sie damit besserer Geschäftsergebnisse erzielen. Ein intelligentes Design und eine geschickte Raumplanung holen das Optimum aus Benching-Produkten heraus.

WAs macht eine Bench zu einer Bench?

Willkommen an der Bench: Diverse Arbeitsoberflächen gruppieren sich rund um eine zentrale technologische Infrastruktur, die bequemen Zugang zu Strom und Daten bietet. Lampen lassen sich individuell montieren und Arbeitsmittel einfach verstauen. Die Nutzer sitzen einander gegenüber oder nebeneinander. Erhältlich sind eine einzige lange Arbeitsoberfläche oder mehrere, miteinander verbundene Oberflächen in fixierter oder verstellbarer Höhe. Benching-Produkte verleihen Arbeitsräumen eine offene und transparente Atmosphäre, die Interaktion und Zusammenarbeit fördert. Kollegen haben gemeinsamen Zugang zu ihrer Arbeit und pflegen automatisch den Kontakt zueinander – optimale Voraussetzungen also, um Vertrauen und Teamarbeit aufzubauen. Benches können dabei helfen, ein starkes Gefühl von Zugehörigkeit herzustellen: Zugehörigkeit zur Unternehmenskultur und zur Arbeitsgemeinschaft.

Flexibilität ist ein weiteres wichtiges Merkmal der modernen Bench. Allein durch die simple Kombination struktureller Elemente sind Benching-Produkte außerordentlich variabel und passen sich dem mobilen Arbeitsstil ebenso an wie Veränderungen in der Belegschaft.

Vom Designstandpunkt aus betrachtet ist die Planung einer Bench eine vergleichsweise simple Angelegenheit: Die Bench bietet unbestritten enorme finanzielle Vorteile, inklusive 22 bis 26 Prozent weniger Immobilienkosten und zehn bis 15 Prozent Kosteneinsparung pro Arbeitsplatz – absolut überzeugende Argumente für jeden Kunden. Dies eröffnet Designern die Möglichkeit, einen Teil der eingesparten Kosten in gemeinsam genutzte Räume zu investieren – von Besprechungsräumen bis hin zu Cafés.

Wie mobil? Wie teamorientiert?

Jede Belegschaft lässt sich analysieren: Wie gemeinschaftsbewusst und mobil sind die Mitarbeiter? Entlang der beiden Achsen kann man Nutzerprofile und Benching- Situationen bestimmen. Die Steelcase-Forschung entdeckte vier verschiedene Nutzerprofile für Benching-Lösungen:

  • Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen (geringe Mobilität, wenig Teamarbeit)
  • Nomaden (hohe Mobilität, wenig Teamarbeit)
  • Projektteams (hohe Mobilität, viel Teamarbeit)
  • Funktionale Gruppen (wenig Mobilität, viel Zusammenarbeit)

Bench-Nutzer: vier Typen

Auf die beiden Nutzerprofile mit geringer Mobilität – Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen und funktionale Gruppen – passen am besten eigene Bench-Arbeitsplätze. Die hochmobilen Nomaden und Projektteams hingegen sind an gemeinsam genutzten Benches am effektivsten.

Für jeden einzelnen Nutzertyp sind verschiedene Bench-Merkmale und -Vorzüge wichtig. Steelcase- Forschungen ergaben, dass Privatsphäre am Arbeitsplatz für Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen und funktionale Gruppen wichtiger ist als für Nomaden und Projektteams.

So, wie adidas seine Schuhe für verschiedene Sportarten verschieden gestaltet und Smartphones mit personalisierten Apps noch „smarter” sind leistungsfähige Bench-Applikationen flexibel und auf Kundenwünsche individuell zugeschnitten.

Profil: Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen

Graph24Sie arbeiten sequentiell, standardisiert, fokussiert und prozessgesteuert an ihrem eigenen, festen Arbeitsplatz mit stationärer Technologie und stationärem Equipment.

Beispiele: Verwaltungsbüros, Call Center, Kundenservice, Personalwesen, Rechts- und Finanzabteilungen Produktionsangestellte.

Leistungsfähige Bench-Applikationen: Diese Mitarbeiter schätzen Teamarbeit, benötigen aber gleichzeitig die nötige Privatsphäre, um konzentriert und fokussiert ihrer Arbeit nachgehen zu können. Niedrige Schutzwände können einen persönlichen Bereich markieren sowie unerwünschten Lärm und Störungen reduzieren. Weil Mitarbeiter mit festen Arbeitsplätzen meist viele Informationen zur Hand haben müssen, benötigen sie unbedingt ausreichend Stauraum. Sinnvoll ist, ihnen zusätzliche Oberflächen für persönliche Gegenstände zur Verfügung zu stellen. Technologische Schnittstellen müssen oberhalb des Schreibtisches montiert werden und ein gutes Kabelmanagement ist obligatorisch. Grundsätzlich gilt: Eine gute Kontrolle über den Arbeitsplatz und seine Umgebung hat höchste Priorität in diesen oft stressigen Jobs.

«One size fits all» : Eine einheitliche Bench-Lösung beeinträchtigt die Effizienz und die Zufriedenheit von Mitarbeitern signifikant.

Profil: Nomaden

Graph24Mit Hilfe mobiler Technologien können sie ihre Arbeit nahezu überall erledigen. Sie suchen ihren Arbeitsplatz auf, um sich mit anderen zu vernetzen und Präsenz im Unternehmen zu zeigen. Für ihre meist kurzzeitige Arbeit vor Ort benötigen sie schnellen Zugang zu Arbeitsplätzen für mobile Arbeitskräfte.

Beispiele: Berater, Dienstleister, Praktikanten, Bibliotheks-Nutzer, Manager, Marketingstrategen und -berater, Vertrieb, Fachleute für Telemarketing, Besucher.

Leistungsfähige Bench-Applikationen:Nomaden schätzen flexible Arbeitsplätze, die mit variablem Mobiliar auf ihren mobilen Arbeitsstil ausgerichtet sind – damit sie sich jederzeit einen Stuhl heranziehen können, um sich mit Kollegen austauschen zu können. Bewusst offen gehaltene Arbeitsumgebungen fördern dies. Mobile Technologien sind für Nomaden wie Sauerstoff für und zwischenmenschliche Kontakte sind für sie essentiell. Außerdem schätzen sie eine gewisse Beinfreiheit sowie offenen, gut zugänglichen Stauraum für ihre Utensilien: Tasche Geldbörsen, Aktenordner, Jacken, usw. Weil sie häufig unterwegs und unter unbequemen Bedingungen arbeiten, schätzen sie vor allem Tageslicht, Ausblick, Frischluft, usw.

Profil: Projektteams

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Ihre Arbeit ist systemisch, multidisziplinär und teamorientiert und beinhaltet in der Regel die Schaffung von Inhalten sowie projektbezogene Arbeit. Häufig sind sie als dezentrale Teams außerhalb des Unternehmens in angemieteten Räumlichkeiten untergebracht.

Beispiele: Finanzberater, Manager, Marketingteams, Produktentwicklungsteams, Analysten, strategische Planer.

Leistungsfähige Bench Applikationen: Weil Projektteams für gewöhnlich zu intensiven Arbeitsphasen zusammen kommen, gehören Interaktionen im Team zum üblichen Tagesablauf. Benching-Applikationen erleichtern die Zusammenarbeit, weil sie ohne Wände auskommen. Die Teammitglieder können also miteinander Blickkontakt halten. Multitasking und Spontanität sind die Regel. Diese Nutzer benötigen ein gutes Technologiemanagement sowie genügend Stauraum für ihre Projektressourcen. Eine möglichst kompakte Organisation der Arbeitsmittel ist essentiell in dieser Arbeitsumgebung, die sich flexibel an alles anpassen muss – auch an mehr oder weniger Teammitglieder.

Leistungsfähige Bench-Applikationen sind flexibel und auf Kundenwünschen individuell zugeschnitten.

Profil: Funktionelle Gruppen

Graph26Hier geht es um Mitarbeiter, die innnerhalb derselben Abteilung in verschiedenen Gruppierungen arbeiten. Meist sind sie im Team und an gemeinschaftlich genutzten Arbeitsplätzen tätig.

Beispiele: Architekten, Kommunikationsexperten, Immobilienplaner, Designteams, Finanzberater, Investmentabteilungen, Händler, professionelle Dienstleister.

Leistungsfähige Bench-Applikationen: Die Förderung von Interaktionen ist wichtig, um das Wir-Gefühl der Nutzer zu stärken, die ja in der Regel konstant und langfristig zusammen arbeiten. Ideal – auch für die gemeinsame Nutzung von Dokumenten – ist eine Team-Arbeitsfläche in der Mitte. Ein Sichtschutz am Ende der Bench schützt vor Störungen und lädt Kollegen zum Anlehnen an – was weitaus angenehmer ist, als wenn sich andere Mitarbeiter von hinten nähern. Ausreichend Beinfreiheit ist wichtig bei der Zusammenarbeit und Stauraum am Ende der Bench erweist sich als praktisch für Einzel- wie Gruppenarbeit.

FAZIT

Bench-Applikationen bieten bislang beispiellose Möglichkeiten, um die Effizienz von Immobilien zu erhöhen und Kosten zu senken. Die falsche Bench-Lösung hingegen kann Mitarbeitern ein Gefühl von mangelnder Wertschätzung vermitteln. Wenn man die unterschiedlichen Profile der Bench-Nutzer und ihre spezifischen Bedürfnisse versteht, kann man Bench-Lösungen entwickeln, die den einzelnen Mitarbeiter individuell unterstützen und ihm dabei helfen, jene Art von Teamwork- Kultur zu entwickeln, die sich Arbeitgeber wie Mitarbeiter wünschen. Leistungsfähige Bench-Applikationen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet sind, ziehen neue, hochqualifizierte Talente an und läuten eine neue Ära der Arbeitsplatzplanung ein.

Danksagung

Steelcase führt kontinuierliche Forschungen zu den Themen Arbeit und Arbeitsplatz durch. Diese Forschungen bilden die Basis unserer Überlegungen rund um die Bench am Arbeitsplatz. Wir danken insbesondere unseren Kollegen in den Immobilien und Design Communities, die ihre Erkenntnisse und Erfahrungen mit uns teilen. Unser Dank geht außerdem an Chris Conley, Gravity Tank, John Small sowie an Foster + Partners. Sie alle haben ihre fundierten Sichtweisen eingebracht und dazu beigetragen, unser Wissen über die Bench zu vertiefen. PROFIL: Funktionelle Gruppen

FuSSnoten

  1. CoreNet Global/Steelcase survey, 2009
  2. U.S. Green Building Design Council
  3. Gartner Inc.; Massachusetts Institue of Thechnology‘s (MIT‘s) School of Architecture and Planning: „The Agile Workspace: Supporting People and their Work.”

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