{"id":95089,"date":"2023-03-31T14:13:15","date_gmt":"2023-03-31T12:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?p=95089"},"modified":"2023-05-31T14:50:53","modified_gmt":"2023-05-31T12:50:53","slug":"ideen-design-inklusiver-arbeitsraume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/design\/ideen-design-inklusiver-arbeitsraume\/","title":{"rendered":"Ideen f\u00fcr das Design inklusiver Arbeitsr\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p>Eine Einheitsl\u00f6sung f\u00fcr alle ist ein Prinzip, das viele Unternehmen nutzen, besonders in der jetzigen Zeit, in der Auswahlm\u00f6glichkeiten und Flexibilit\u00e4t entscheidend sind f\u00fcr die Produktivit\u00e4t sowie Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Inklusives Design steht hingegen f\u00fcr einen Prozess, der sich st\u00e4ndig weiterentwickelt, um L\u00f6sungen zu finden, die jede\/n Einzelne\/n unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-95094 aligncenter\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1680262382\/23-0192077.jpg\" alt=\"Eingang zu einem Arbeitsbereich, ausgestattet mit einer Rampe, verschiedenen Sitzm\u00f6glichkeiten, verschiedenen Empfangsbereichen in der offenen Fl\u00e4che und Menschen, die den Arbeitsplatz verlassen oder dort ankommen.\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>In unserem vor kurzem stattgefundenen Work Better Webinar tauschten sich Gastgeberin Elena de Kan, Director of Applications and Design Consulting bei Steelcase und drei f\u00fchrende Vertreter*innen f\u00fcr Inklusion und Integration \u00fcber das Design inklusiver Arbeitspl\u00e4tze aus.<\/p>\n<p>Referent*innen:<\/p>\n<ul>\n<li>Stephane Leblois, Director of Partnerships, The Valuable 500<\/li>\n<li>Francesco Zurlo, Leiter, School of Design, Politecnico di Milano<\/li>\n<li>Kamara Sudberry, Global Leader, Inclusive Design | Workplace Innovation, Steelcase<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Elena de Kan: Wie w\u00fcrden Sie Inklusivit\u00e4t definieren?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Stephane Leblois:<\/strong> Inklusivit\u00e4t besteht aus vielen Schritten, bei denen viele Lernprozesse durchlaufen werden und es viele M\u00f6glichkeiten gibt, Gleichberechtigung und gleichwertige Teilhabe zu f\u00f6rdern. Es gibt hier kein abschlie\u00dfendes Ziel. Wenn beim Design der Mensch im Mittelpunkt stehen soll, ist es auch wichtig zu erkennen, dass sich die Vorlieben und die Bed\u00fcrfnisse in Bezug auf Barrierefreiheit und Nutzbarkeit im Laufe der Zeit \u00e4ndern werden. Bei inklusivem Design geht es darum, in der Lage zu sein, sich weiterzuentwickeln, um die Bed\u00fcrfnisse der Menschen adressieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Francesco Zurlo:<\/strong> Inklusives Design ist ein multidimensionales Konzept. Wir sind alle verschieden. Nicht nur, was unsere Physis angeht, sondern auch in Bezug auf Kultur, Geschlecht, Religion, Alter und so weiter. Amartya Sen betont in seiner \u201eTheorie der F\u00e4higkeiten\u201c, wie wichtig es ist, Bedingungen zu schaffen, die erm\u00f6glichen, dass die Menschen ihre eigenen F\u00e4higkeiten nutzen k\u00f6nnen. Wenn kreatives Handeln erm\u00f6glicht wird, f\u00f6rdert das aus meiner Sicht auch die Inklusion, da hierdurch Menschen mit einbezogen werden, ein Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit geschaffen wird und die einzigartigen F\u00e4higkeiten und das Potenzial jedes Einzelnen nutzbar gemacht wird.<\/p>\n<p><strong>Kamara Sudberry:<\/strong> Inklusivit\u00e4t ist ein intersektioneller Ansatz, bei dem es darum geht, direkt, quasi in Echtzeit, das Gef\u00fchl zu erhalten, willkommen gehei\u00dfen und gesch\u00e4tzt zu werden. Es geht um die wichtige Aufgabe, tiefgreifende pers\u00f6nliche Erfahrungen zu schaffen, die die Menschen auf transformatorische und eindrucksvolle Weise zusammenbringen.<\/p>\n<p><strong>EK: K\u00f6nnen Sie uns erkl\u00e4ren, wie Sie inklusives Design leben und warum es dabei nicht nur um Barrierefreiheit geht?<\/strong><\/p>\n<p><strong>FZ:<\/strong> Barrierefreiheit bedeutet, einen physischen Zugang f\u00fcr Menschen mit Behinderungen zu schaffen, wohingegen Inklusion bzw. Inklusivit\u00e4t sich auf eine viel gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Merkmalen und F\u00e4higkeiten bezieht. Kreativit\u00e4t ist in Unternehmen eine wichtige treibende Kraft f\u00fcr Inklusion, da sie dazu beitr\u00e4gt, dass einzigartige Perspektiven, Herangehensweise und Grundannahmen in Betracht gezogen werden. Raum beeinflusst Verhalten und bei der Gestaltung von R\u00e4umen sollten wir dar\u00fcber nachdenken, wie wir die richtigen Rahmenbedingungen schaffen k\u00f6nnen, damit alle kreativ arbeiten k\u00f6nnen. Kreativit\u00e4t erfordert es, Risiken einzugehen. Deshalb muss man ein furchtloses Unternehmen gestalten, in dem sich jede\/r sicher genug f\u00fchlt, Ideen vorzuschlagen.<\/p>\n<p><strong>KS:<\/strong> Barrierefreiheit ist der Grundpfeiler von inklusivem Design. Es ist ein Menschenrecht und jeder Mensch verdient es dar\u00fcber hinaus, gesehen, geh\u00f6rt und wertgesch\u00e4tzt zu werden, in W\u00fcrde zu arbeiten und sich nicht verstellen zu m\u00fcssen. Zus\u00e4tzlich zu den physischen Rahmenbedingungen geht es bei Inklusion auch um Wohlbefinden, sensorische Stimulation, kognitive Funktionen, kulturelle Unterschiede und viele andere Aspekte. Bei inklusivem Design ist es wichtig zu erkennen, wer w\u00e4hrend des Design- und Entwicklungsprozesses ausgeschlossen wird, um gemeinsam daran zu arbeiten, Hindernisse, Ursachen und Herausforderungen bei der Gestaltung eines inklusiven Umfelds zu verstehen.<\/p>\n<p><strong>EK: Was sind die gr\u00f6\u00dften Hindernisse, die Unternehmen oder Organisationen beim Fortschritt in Richtung Inklusion im Wege stehen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>SL:<\/strong> Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Herangehensweisen, aber es gibt auch einige Themen, die allen gemeinsam sind. Inklusion bezieht sich nicht nur auf Produkte, die entworfen werden oder physische Bereiche, die gestaltet werden, sondern auch auf digitale R\u00e4ume, auf die Art und Weise, wie Meetings abgehalten werden und auf alle Prozesse und Verfahren im gesamten Unternehmen. Inklusives Design sollte eine einheitliche Vorgehensweise darstellen. Wenn kein Konsens dar\u00fcber besteht, wie inklusives Design und Barrierefreiheit im gesamten Unternehmen skaliert werden sollen, k\u00f6nnen s\u00e4mtliche Bem\u00fchungen nur begrenzt Wirkung zeigen.<\/p>\n<p>Die Angst, etwas falsch zu machen, stellt zudem ein Hindernis f\u00fcr inklusives Design dar. Der Grund daf\u00fcr ist h\u00e4ufig, dass unklar ist, was man messen soll, dass man nicht \u00fcber das interne Fachwissen verf\u00fcgt, um die Arbeit voranzutreiben oder nicht die richtigen Partnerschaften innerhalb der Gemeinschaft hat. Organisationen wie die \u201eInternational Association for Accessibility Professionals\u201c schaffen Zertifizierungen f\u00fcr Barrierefreiheit. Das kann Unternehmen helfen, ihre internen Kapazit\u00e4ten zur F\u00f6rderung von inklusivem Design zu erh\u00f6hen. Wir bei Valuable 500 sind au\u00dferdem in der gl\u00fccklichen Lage, mit Expert*innen f\u00fcr barrierefreies Design aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Sie helfen unseren Unternehmen, ihre Arbeit voranzubringen. Wenn man nicht wei\u00df, wie man an externes Fachwissen herankommt, stagnieren die Fortschritte h\u00e4ufig, da man keinen Zugang zu Ideen hat, die wichtig w\u00e4ren, um weiterzukommen.<\/p>\n<p>Und letztlich geht es auch ums Budget. Insbesondere in Zeiten der Rezession oder des wirtschaftlichen Abschwungs kann das eine echte Herausforderung darstellen. Barrierefreiheit oder inklusives Design sind jedoch letztlich kein Kostenfaktor, wenn man bedenkt, dass sie f\u00fcr Nutzer*innen und Mitarbeitende eine Bereicherung darstellen.<\/p>\n<p><strong>EK: Wie kann man Kultur bei der Gestaltung inklusiver Umgebungen nutzen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>KS:<\/strong> Ich m\u00f6chte die Worte von Judith Huemann zitieren, der Autorin des \u201eAmericans with Disabilities Act\u201c, die sie in ihren Memoiren \u201eBeing Huemann\u201c verwendete: \u201eDisability culture\u201c ist beschreibt letztlich nur eine Kultur, die gelernt hat, die Menschlichkeit in allen Menschen zu sch\u00e4tzen, ohne jemanden wegen seines Aussehens, Denkens, Glaubens oder Handelns abzulehnen.&#8221;<\/p>\n<p>Wenn wir \u00fcber Kultur sprechen, geht es letztlich um einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem mithilfe von Diversit\u00e4t, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) die Grundlage f\u00fcr integratives Design geschaffen wird. Wer sich nicht mit Kultur befasst, investiert vielleicht viel Energie, verfehlt aber letztlich m\u00f6glicherweise die Wirkung. Es ist dann ein bisschen so, als ob man ganz viele Pflaster auf eine entz\u00fcndete Wunde kleben w\u00fcrde. Ein inklusives Umfeld entsteht, wenn F\u00fchrungskr\u00e4fte, Designer*innen und Expert*innen f\u00fcr DEI zusammenarbeiten und sich den komplexen dazugeh\u00f6rigen Aufgaben widmen. Um das Beispiel oben wieder aufzunehmen, w\u00fcrde das bedeuten, die Wunde zu reinigen, zu n\u00e4hen, damit sie sich schlie\u00dft, das richtige Medikament zu finden, damit die Infektion abklingt und sich zu vergewissern, dass die Wunde richtig verheilt ist. Wir k\u00f6nnen diese Systematik und Herangehensweise bei einem Gro\u00dfteil unserer Aufgaben nutzen, indem wir Menschen zusammenbringen, den Status Quo betrachten und \u00fcberlegen, wie wir gemeinsam wirkungsvolle L\u00f6sungen finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>FZ:<\/strong> Ich glaube, es geht darum, eine Designkultur zu schaffen, die die Nutzer*innen und ihre unterschiedlichen Bed\u00fcrfnisse in den Mittelpunkt stellt. Das ist ein Ziel beim Design Thinking und oft nicht einfach zu bewerkstelligen, da solche Ver\u00e4nderungen von der F\u00fchrung ausgehen m\u00fcssen. F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich aktiv f\u00fcr diese Art von Designkultur aussprechen und sie unterst\u00fctzen, damit sie das Unternehmen durchdringen kann. Sie m\u00fcssen analytisch vorgehen, um Empathie zu steigern und um entsprechende Probleme zu identifizieren, wenn es darum geht, Neues zu entwerfen und neue L\u00f6sungen vorzuschlagen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem orientieren sich die Kunden im heutigen zweckgerichteten Wirtschaftssystem zunehmend an Werten. Inklusion ist f\u00fcr uns ein Wert von zentraler Bedeutung, der unbedingt integriert werden muss und aus ethischer Perspektive sind Designer*innen dazu verpflichtet, sich damit auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p><strong>SL:<\/strong> Man kann Kultur nutzen, indem man Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen beweist und sich bem\u00fcht, wirklich zu verstehen, was die Menschen brauchen. Im Idealfall gelingt es, eine interne Kultur zu schaffen, die den Menschen das Vertrauen gibt, mit jedem Anliegen zu Ihnen zu kommen und die dazu f\u00fchrt, dass sie das Gef\u00fchl haben, dazuzugeh\u00f6ren. Ist dies der Fall, trauen sich die Mitarbeitenden, ihre Meinung zu \u00e4u\u00dfern und Neues auszuprobieren. Sie engagieren sich selbst\u00e4ndig und sto\u00dfen Ver\u00e4nderungen an. All dies kommt dem Unternehmen zugute. Letztendlich w\u00fcnscht man sich intern eine inklusive Kultur und extern m\u00f6chte man in der Lage sein, zu demonstrieren, wie dies gelebt und messbar gemacht wird.<\/p>\n<p><strong>EK: Gibt es Anhaltspunkte, Ratschl\u00e4ge oder Beispiele, die den Menschen helfen, die richtige Richtung zu finden, um Inklusion zu f\u00f6rdern?<\/strong><\/p>\n<p><strong>KS:<\/strong> Es geht um prim\u00e4r um Beziehungen. Die Hindernisse, die identifiziert werden, k\u00f6nnen zur L\u00f6sungsfindung beitragen &#8211; denn es er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten, wenn man Menschen in den Designprozess mit einbezieht, die Ausgrenzung erlebt haben. Wenn Sie erreichen m\u00f6chten, dass m\u00f6glichst viele Perspektiven betrachtet werden, sollten Sie fr\u00fchzeitig ein Team zusammenstellen und Netzwerke und Beziehungen weiter ausbauen. Schaffen Sie einen sicheren Raum f\u00fcr Kreativit\u00e4t, zur Diskussion und auch Raum f\u00fcr Meinungsverschiedenheiten. Es ist schwierig, einen bestimmten Raum als Paradebeispiel inklusiven Designs zu pr\u00e4sentieren, da es sehr stark auf den Kontext ankommt. Die beste Strategie ist ein lokaler, pers\u00f6nlicher Ansatz, in dem Bewusstsein, dass es m\u00f6glicherweise mehrere Anl\u00e4ufe geben muss und im Laufe der Zeit eine Entwicklung stattfinden wird.<\/p>\n<p><strong>SL:<\/strong> Das Engagement auf F\u00fchrungsebene sollte m\u00f6glichst viele F\u00fchrungskr\u00e4fte mit einbeziehen. Wenn es um komplexe Strukturen und multinationale Unternehmen geht, kann die Verantwortung nicht ausschlie\u00dflich beim Chief Accessibility Officer (CAO), dem DEI-Team oder der Personalabteilung liegen. Sie erstreckt sich wirklich \u00fcber die gesamte Organisation. Die gesamte F\u00fchrungsebene muss Verantwortung \u00fcbernehmen und sich verpflichten, in allen Unternehmensbereichen. Andernfalls wird der Wunsch nach Inklusion sich nicht umsetzen lassen.<\/p>\n<p>Der zweite Teil besteht darin, den Stimmen der Menschen in Ihrem Unternehmen mehr Gewicht zu geben, wenn diese \u00fcber relevante eigene Erfahrungen verf\u00fcgen. Und es geht darum, intern M\u00f6glichkeiten f\u00fcr sie zu schaffen, F\u00fchrungsaufgaben zu \u00fcbernehmen. Ein Programm, das wir gerade bei Valuable 500 durchf\u00fchren, ist unser \u201aGeneration Valuable Program\u2018. Es handelt sich um einen Kurs zur Entwicklung von F\u00fchrungskr\u00e4ften, der die n\u00e4chste Generation behinderter F\u00fchrungskr\u00e4fte unterst\u00fctzen soll, die gl\u00e4serne Decke zu durchbrechen, auf die so viele sto\u00dfen, wenn sie Karriere machen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><strong>FZ:<\/strong> Es ist wichtig, sowohl F\u00fchrungskr\u00e4fte als auch die unternehmerische Seite des Unternehmens mit einzubeziehen, um eine Kultur zu schaffen, die Inklusion f\u00f6rdert. Designer*innen sollten lernen, richtig mit F\u00fchrungskr\u00e4ften zu interagieren und die kulturellen Rahmenbedingungen zu verstehen. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist ein Forschungsprojekt, das wir in Mailand durchgef\u00fchrt haben, um die Integration \u00e4lterer Menschen zu verbessern. Wir f\u00fchrten hierbei viele Workshops und Co-Design-Sitzungen mit Nutzer*innen durch. Inklusion ist ein Ergebnis direkter Zusammenarbeit mit den Kunden.<\/p>\n<p>Wenn wir etwas Neues beginnen, haben wir erstmal viele Vorurteile. Wir m\u00fcssen zun\u00e4chst unsere eigenen Denkmuster erkennen und Vorurteile ablegen, um dann von einem frischen Standpunkt aus neue, integrative L\u00f6sungen zu entwerfen. Professor Antonio Grillo von der Politecnico di Milano School of Design brachte einen wichtigen Punkt zur Sprache: \u201eInklusives Design beginnt, bevor man \u00fcberhaupt \u00fcber die Designl\u00f6sung nachdenkt. Es beginnt bei Ihnen.&#8221;<\/p>\n<p><strong>EK: Was ist die wichtigste Erkenntnis f\u00fcr unsere Teilnehmenden heute?<\/strong><\/p>\n<p><strong>FZ:<\/strong> Die Vorstellung von Inklusion hat mit der Idee zu tun, sich um andere zu k\u00fcmmern und eine Beziehung zu ihnen herzustellen. Die Zukunft von Design besteht darin, Beziehungen in den Mittelpunkt des Designprozesses zu stellen. Bei dieser neuen Herangehensweise steht nicht der\/die Nutzer*in im Fokus, sondern zuallererst die Beziehung. Wir sind alle voneinander abh\u00e4ngig und k\u00f6nnen einiges voneinander lernen.<\/p>\n<p><strong>SL:<\/strong> Zuallererst ist es \u00fcberaus wichtig, intern und extern mit Empathie zu f\u00fchren und die Bed\u00fcrfnisse der Menschen in den Vordergrund zu stellen. Wir m\u00fcssen verstehen, was sich die Interessensgruppen von uns w\u00fcnschen, nicht nur als Unternehmen, sondern auch als B\u00fcrger. Ein zweiter, eher kontroverser Punkt ist: K\u00f6nnen wir es uns als Unternehmen in dieser Gesellschaft \u00fcberhaupt noch leisten, nicht inklusiv zu sein? Die kommenden Generationen von Angestellten interessiert nicht nur, welche Zusatzleistungen der Arbeitgeber bietet, sie suchen auch Unternehmen, die ein Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit schaffen. Wenn man die besten Talente anziehen m\u00f6chte, muss man sich um Inklusion bem\u00fchen.<\/p>\n<p><strong>KS:<\/strong> Designing <em>with<\/em> &#8211; not just <em>for<\/em> (Gleichberechtigte Teilhabe \u00fcber Design) ist unsere Kurzformel f\u00fcr inklusives Design. Der inklusive Designprozess erfordert, dass wir uns mit allen so genannten &#8220;Ismen&#8221; und Vorurteilen auseinandersetzen, die Ausgrenzung zur Folge haben: Klassismus, Rassismus, Behindertenfeindlichkeit, Sexismus, Vorbehalte aufgrund der K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, Homophobie, Sch\u00f6nheitsdogmen usw. Wir sollten daf\u00fcr sorgen, dass solche Annahmen oder Vorurteile nicht der M\u00f6glichkeit zum gemeinsamen Lernen und zur Innovation im Wege stehen. Wir m\u00fcssen uns bem\u00fchen, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die die Welt anders erleben als wir selbst.<\/p>\n<p><strong>EK:<\/strong> Inklusives Design ist eines dieser Themen, die \u00fcberw\u00e4ltigend wirken k\u00f6nnen; je mehr man sich damit befasst, umso gr\u00f6\u00dfer scheint das Thema zu werden. Es ist gleichg\u00fcltig, welche Rolle man einnimmt oder wo man herkommt. Wir sind allesamt gefragt, daf\u00fcr zu sorgen, dass die R\u00e4ume und Umgebungen, die wir gestalten, allen zugutekommen. Das zahlt sich auch aus &#8211; f\u00fcr uns alle, individuell als auch kollektiv.<\/p>\n<p><strong>ERGEBNIS DER ZUSCHAUERUMFRAGE:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was beschreibt Ihre T\u00e4tigkeit\/Ihren Arbeitsbereich am besten:<\/strong><br \/>\n58% &#8211; Architekt &amp; Designer<br \/>\n16% &#8211; Sonstiges<br \/>\n13% &#8211; Immobilien- und Facilities Management<br \/>\n9% &#8211; Unternehmensstrategie und -f\u00fchrung<br \/>\n3% &#8211; Personalwesen<br \/>\n1% &#8211; IT<\/p>\n<p><strong>Wissen Sie, wie man R\u00e4ume gestaltet, die f\u00fcr alle inklusiv wirken?<\/strong><br \/>\n61% &#8211; Nein<br \/>\n39% &#8211; Ja<\/p>\n<p><strong>Mein Unternehmen hat eine Strategie, um Inklusion voranzubringen.<\/strong><br \/>\n40% &#8211; stimmen zu<br \/>\n27% &#8211; unentschlossen<br \/>\n16% &#8211; stimmen nicht zu<br \/>\n14% &#8211; stimmen vehement zu<br \/>\n3% &#8211; stimmen vehement nicht zu<\/p>\n<p><strong>Wie wichtig ist inklusives Design f\u00fcr die Zufriedenheit der Angestellten?<\/strong><br \/>\n63% &#8211; sehr wichtig<br \/>\n23% &#8211; ziemlich wichtig<br \/>\n11% &#8211; wichtig<br \/>\n2% &#8211; etwas wichtig<br \/>\n0% &#8211; \u00fcberhaupt nicht wichtig<\/p>\n<hr \/>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Design inklusiver Arbeitsr\u00e4ume<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><a class=\"button-gray\" href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/webinar-reihe-zu-inklusivem-design\/\">Webinar jetzt auf Abruf ansehen<\/a><\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Austausch mit Expert*innen zur Gestaltung von Arbeitsbereichen, die Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe unterst\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"author":70613,"featured_media":95091,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"topic":[21417,21418],"class_list":["post-95089","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","topic-design","topic-mensch-umwelt"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.5 - 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