{"id":4586,"date":"2015-05-15T10:58:12","date_gmt":"2015-05-15T08:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?post_type=whitepaper&#038;p=4586"},"modified":"2023-02-09T16:47:46","modified_gmt":"2023-02-09T15:47:46","slug":"wie-alternative-arbeitsstrategien-den-arbeitsplatz-beeinflussen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/zusammenarbeit\/wie-alternative-arbeitsstrategien-den-arbeitsplatz-beeinflussen\/","title":{"rendered":"Arbeitspl\u00e4tze im Wandel"},"content":{"rendered":"<p>So viele Unternehmen wie nie zuvor nutzen alternative Arbeitsstrategien und erm\u00f6glichen es ihren Angestellten damit, auch au\u00dferhalb des B\u00fcros zu arbeiten: zu Hause, in Caf\u00e9s, in Bibliotheken, wo immer sie wollen. Trotzdem verbringen die meisten Mitarbeiter ihren Arbeitstag nach wie vor gern im B\u00fcro \u2013 auch wenn ihnen dort immer kleinere pers\u00f6nliche Fl\u00e4chen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnisse z\u00e4hlen zu den wichtigsten Ergebnissen der gemeinsam von Steelcase und CoreNet Global initiierten und im M\u00e4rz 2011 pr\u00e4sentierten Studie, an der mehr als 100 \u00fcberwiegend nordamerikanische und europ\u00e4ische Unternehmen unterschiedlichster Branchen teilgenommen haben. Die Befragung von Immobiliendienstleistern und Nutzern wurde nach 2009 bereits zum zweiten Mal durchgef\u00fchrt, um besser verstehen zu k\u00f6nnen, wie und warum alternative Arbeitsstrategien eingesetzt werden und welche Folgen sich daraus f\u00fcr die B\u00fcros ergeben. Die aktuellen Forschungsergebnisse best\u00e4tigen eine direkte Verbindung zwischen wirtschaftlichen Zw\u00e4ngen und alternativen Arbeitsstrategien. So gaben die meisten Befragten (18 Prozent) an, alternative Arbeitsstrategien im Jahr 2005 eingef\u00fchrt zu haben, als die \u201eDotcom- Blase\u201c platzte und die \u00d6lpreise extremen Schwankungen unterlagen.<\/p>\n<p>Einen weiteren Hochpunkt verzeichneten die Forscher 2009 w\u00e4hrend der Wirtschaftskrise \u2013 17 Prozent der damaligen Teilnehmer setzten in diesem Jahr erstmals auf diese Strategien. 2011 lie\u00df sich angesichts der noch immer ausbleibenden konjunkturellen Erholung schlie\u00dflich ein weiterer Anstieg beobachten: 16 Prozent der Befragten planten die Einf\u00fchrung alternativer Arbeitsstrategien noch f\u00fcr dieses Jahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4587\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1431610958\/www.steelcase.com\/eu-de\/Graph151.jpg\" alt=\"Graph15\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<h3>Die neue Normalit\u00e4t<\/h3>\n<p>Alternative Arbeitsstrategien z\u00e4hlen inzwischen zweifellos branchen\u00fcbergreifend zum Arbeitsalltag. Die meisten Firmen haben sie \u201eauf dem Schirm\u201c und fast 60 Prozent stehen ihnen so aufgeschlossen gegen\u00fcber, dass Mitarbeiter in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten jederzeit darauf zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen. Hinzu kommt, dass Homeoffices, mobiles \u201evirtuelles\u201c Arbeiten an verschiedensten Orten sowie Arbeiten in Co-Working Spaces von Unternehmen immer h\u00e4ufiger gef\u00f6rdert werden, um B\u00fcrofl\u00e4chen zu reduzieren.<\/p>\n<p>Bislang nutzen nur sehr wenige Mitarbeiter das ganze Potenzial alternativer Arbeitsstrategien.<\/p>\n<h3>Die meisten Unternehmen betrachten\u00a0das Homeoffice als wichtigste\u00a0alternative Arbeitsstrategie.<\/h3>\n<p><strong>Welche alternativen Arbeitsstrategien setzen\u00a0Sie ein?<\/strong><\/p>\n<p>Homeoffice: 85%<\/p>\n<p>Zeitweises oder permanentes Arbeiten von zu Hause<\/p>\n<p>Mobil arbeiten: 78%<\/p>\n<p>Arbeiten an st\u00e4ndig wechselnden Orten<\/p>\n<p>Hotelling\/ Co-Working Spaces: 73%<\/p>\n<p>Nicht fest zugeordnete, f\u00fcr bestimmte Zeitr\u00e4ume\u00a0reservierbare B\u00fcror\u00e4ume<\/p>\n<p>Telearbeit: 51%<\/p>\n<p>Mitarbeiter erledigen Aufgaben vor allem in ihrer,\u00a0mit entsprechenden Technologien ausgestatteten,\u00a0Wohnung<\/p>\n<p>Satellitenb\u00fcro:\u00a023 %<\/p>\n<p>Kleinere B\u00fcroeinheiten, die von umliegend\u00a0wohnenden Mitarbeitern genutzt werden<\/p>\n<p>Andere: 5%<\/p>\n<p>Nur 14 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie keine alternativen Arbeitsstrategien verfolgen und auch keine Ver\u00e4nderungen f\u00fcr 2011 planen.<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigsten hierf\u00fcr genannten Gr\u00fcnde waren: technische Unzul\u00e4nglichkeiten, Vertraulichkeitsfragen und un\u00fcberwindbare H\u00fcrden aus dem Bereich der von der Gesch\u00e4ftsleitung propagierten Unternehmenskultur. Die Studie f\u00fchrte aber auch zu der aufschlussreichen Erkenntnis, dass bislang nur sehr wenige Mitarbeiter das ganze Potenzial von alternativen Arbeitsstrategien nutzen. So arbeiten bei fast 50 Prozent der befragten Firmen h\u00f6chstens zehn Prozent der Angestellten regelm\u00e4\u00dfig fernab des Arbeitsplatzes, und bei nur f\u00fcnf Prozent der Unternehmen nutzt mindestens die H\u00e4lfte der Belegschaft alternative Arbeitsstrategien. Diese niedrigen Werte blieben im Vergleich zu fr\u00fcheren Untersuchungen nahezu unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Die Tendenz zur Reduzierung von B\u00fcrofl\u00e4chen h\u00e4lt ebenfalls weiter an \u2013 im Durchschnitt stehen jedem Mitarbeiter derzeit zwischen 14 und 21 Quadratmeter Nettonutzfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung. Effizienzsteigerungen und Kostenreduzierungen sind in Bezug auf Ver\u00e4nderungen bei Arbeitspl\u00e4tzen und B\u00fcrofl\u00e4chen die wichtigsten Kriterien: 2011 hatten die meisten Firmen (31 Prozent) vor, die Fl\u00e4che pro Mitarbeiter um sechs bis zehn Prozent zu reduzieren, 27 Prozent planten sogar noch gr\u00f6\u00dfere Einsparungen. Die Ergebnisse der Studie von CoreNet Global und Steelcase belegen auch, dass Fl\u00e4chenreduzierungen zumindest zum Teil auf der Pr\u00e4misse beruhen, dass weniger B\u00fcrofl\u00e4che ben\u00f6tigt wird, wenn mehr Mitarbeiter au\u00dfer Haus arbeiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4589\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1431611416\/www.steelcase.com\/eu-de\/Graph17.jpg\" alt=\"Graph17\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4590\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1431611574\/www.steelcase.com\/eu-de\/Graph18.jpg\" alt=\"Graph18\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p><strong>Die Studie best\u00e4tigt,\u00a0dass viele Menschen\u00a0ins B\u00fcro gehen,\u00a0weil sie sich dort\u00a0wohlf\u00fchlen.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-4591\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1431611659\/www.steelcase.com\/eu-de\/Graph19.jpg\" alt=\"Graph19\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Insgesamt belegen die Studienergebnisse zwar die stetig steigende Verbreitung alternativer Arbeitsstrategien. Zugleich offenbaren sie aber auch ziemlich \u00fcberraschende Ergebnisse:<\/p>\n<ul>\n<li>Alternative Arbeitsstrategien bieten viele Vorteile \u2013 vor allem in schwierigen Zeiten.<\/li>\n<li>Viele Unternehmen setzen alternative Arbeitsstrategien ein, um B\u00fcrofl\u00e4chen zu reduzieren.<\/li>\n<li>Dennoch bleibt die Zahl regelm\u00e4\u00dfig au\u00dferhalb des B\u00fcros arbeitender Mitarbeiter relativ gering. Und das, obwohl es immer mehr Unternehmen gibt, die alternative Arbeitsstrategien einsetzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr B\u00fcros von heute<\/h3>\n<p>Die zentralen Fragen sind: Was ist aus dem Traum geworden, ganz entspannt im Schlafanzug zu arbeiten? Und warum gehen Mitarbeiter, die \u00fcberall arbeiten k\u00f6nnten, noch immer ins B\u00fcro<\/p>\n<p>Die CoreNet Global\/Steelcase-Studie 2011 kommt zum Schluss, dass viele Menschen ins B\u00fcro kommen, weil sie sich dort wohlf\u00fchlen und weil sie ihre Arbeit dort nach wie vor am besten erledigen k\u00f6nnen. Mehr als 70 Prozent der Befragten sehen im B\u00fcro den idealen Ort, um sich mit Kollegen auszutauschen, w\u00e4hrend f\u00fcr 40 Prozent der optimale Zugang zu Arbeitsmitteln und Technologien im Vordergrund steht.<\/p>\n<h3>Der Zugang zu Kollegen, Arbeitsmitteln\u00a0und Technologien h\u00e4lt\u00a0Mitarbeiter am Arbeitsplatz.<\/h3>\n<p>Warum gehen mobile Mitarbeiter immer wieder\u00a0gern ins B\u00fcro?<\/p>\n<ul>\n<li>Das B\u00fcro ist der ideale Ort, um sich\u00a0mit Kollegen auszutauschen: 72%<\/li>\n<li>Das B\u00fcro bietet Zugang zu ben\u00f6tigten Arbeitsmitteln\u00a0und Technologien \u2013 z. B. Projektoren,\u00a0gro\u00dfe Whiteboards, aber auch Projektr\u00e4ume: 40%<\/li>\n<li>Ich gehe weniger als einmal w\u00f6chentlich f\u00fcr\u00a0Teambesprechungen ins B\u00fcro: 25%<\/li>\n<li>Es ist erforderlich, dass ich mehrmals\u00a0w\u00f6chentlich ins B\u00fcro komme: 25%<\/li>\n<li>Es ist erforderlich, dass ich mindestens einmal\u00a0w\u00f6chentlich ins B\u00fcro komme: 9%<\/li>\n<li>Ich bin gerade in der Einarbeitungsphase und\u00a0brauche Unterst\u00fctzung: 6%<\/li>\n<li>Ich gehe nie ins B\u00fcro: 1%<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Eine Arbeitsumgebung der Wahl<\/h3>\n<p>Alternative Arbeitsstrategien einzuf\u00fchren bedeutet nicht, Mitarbeiter ab sofort nur noch ausw\u00e4rts arbeiten zu lassen. Durch das Angebot hausinterner alternativer Arbeitspl\u00e4tze ist es vielmehr m\u00f6glich, B\u00fcrofl\u00e4chen zu verringern und Angestellte im B\u00fcro zu behalten.<\/p>\n<p>Die im globalen Steelcase Hauptsitz in Grand Rapids und in der deutschen Niederlassung in Rosenheim umstrukturierten Fl\u00e4chen bieten vielf\u00e4ltige Arbeitsplatzkonfigurationen und stehen Mitarbeitern mit fest zugeordneten Arbeitspl\u00e4tzen ebenso offen wie ihren mobilen Kollegen.<\/p>\n<p>Steelcase Studien kommen zum Schluss, dass fest zugeordnete Arbeitspl\u00e4tze in vielen konventionellen B\u00fcros v\u00f6llig ineffizient sind, da sie angesichts der wachsenden Bedeutung mobiler und teamorientierter Arbeitsweisen nur zu 65 Prozent der Zeit genutzt werden. Durch die Reduzierung oder Beseitigung solcher Fl\u00e4chen und die gleichzeitige Vergr\u00f6\u00dferung von Teambereichen lassen sich nicht nur bessere Arbeitsumgebungen einrichten, sondern auch die B\u00fcrofl\u00e4chen insgesamt verkleinern.<\/p>\n<p>Im \u00a0Arbeitsbereich in Grand Rapids sind die drei Abteilungen Finanzen, Einkauf und Qualit\u00e4tssicherung mit 175 Mitarbeitern untergebracht \u2013 auf einer Fl\u00e4che, die zuvor bereits eine einzige Abteilung ben\u00f6tigte. Rund 62 Prozent der dort arbeitenden Menschen sind mobile Mitarbeiter, die zwar nicht \u00fcber fest zugeordnete Arbeitspl\u00e4tze, daf\u00fcr aber \u00fcber eine F\u00fclle von gemeinsam genutzten Bereichen verf\u00fcgen. Durchschnittlich stehen jedem Angestellten 14,4 Quadratmeter Nettonutzfl\u00e4che zur Verf\u00fcgung, auf jeden Mitarbeiter kommen 4,5 Quadratmeter Gemeinschaftsfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Im 620 Quadratmeter gro\u00dfen WorkLab 2.0 in Rosenheim wurden die beiden intensiv kooperierenden Unternehmensbereiche Marketing und New Business in einer an die ver\u00e4nderten Arbeitsweisen angepassten Arbeitsumgebung zusammengef\u00fchrt. Die 52 Mitarbeiter lassen sich entsprechend ihrer Arbeitsweise grunds\u00e4tzlich in drei Gruppen aufteilen: 19 \u201eResidenten\u201c mit fest zugeordneten Arbeitspl\u00e4tzen, 14 \u201eNomaden\u201c, die an den unterschiedlichsten Orten auf dem Steelcase Campus arbeiten, sowie 19 \u00fcberwiegend mobile und h\u00e4ufig au\u00dfer Haus arbeitende Mitarbeiter. Insgesamt liegt das Fl\u00e4chenverh\u00e4ltnis von Arbeitspl\u00e4tzen zu Gemeinschaftsfl\u00e4chen bei 40:60, wobei der durchschnittliche Fl\u00e4chenbedarf von 14 auf zw\u00f6lf Quadratmeter pro Person gesenkt werden konnte \u2013 bei einem Verh\u00e4ltnis von Arbeitspl\u00e4tzen zu Mitarbeitern von 1:1,4.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Arbeitsplatzl\u00f6sungen unterst\u00fctzen dabei die unterschiedlichen Arbeitsweisen der Menschen. Bereiche mit viel Privatsph\u00e4re f\u00fcr konzentriertes Arbeiten gibt es dort ebenso wie eine gro\u00dfe Vielfalt an R\u00e4umen, die sich durch ihre Gestaltung und Ausstattung insbesondere f\u00fcr Teamarbeit eignet \u2013 jene Art der Zusammenarbeit, die fast 80 Prozent des Arbeitsalltags von Wissensarbeitern ausmacht und inzwischen auch f\u00fcr andere B\u00fcromitarbeiter an Bedeutung gewinnt.<\/p>\n<p>Wenn Unternehmen wollen, dass ihre Mitarbeiter zusammenarbeiten, m\u00fcssen sie ihnen m\u00f6glichst vielf\u00e4ltige Arbeitsplatzkonfigurationen bieten. \u201eTeamarbeit ist ein iterativer, flie\u00dfender und oft sehr informeller Prozess. Dabei kann die Art und Ausbildung der Arbeitsorte \u2013 z. B. Schreibtischarbeitspl\u00e4tze, Flure, Cafeterias, Team- und Loungebereiche \u2013 den Erfolg der Zusammenarbeit wesentlich beeinflussen\u201c, sagt Julie Barnhart-Hoffman, Designdirektorin der Steelcase WorkSpace Futures Forschungsgruppe und mitverantwortliche Planerin des neuen alternativen Arbeitsbereichs in Grand Rapis. In dessen Zentrum liegt eine Cafeteria mit Lounge-, Kommunikations- und Essbereichen, wo sich mobile Mitarbeiter mit Kollegen treffen und austauschen k\u00f6nnen. Wie im neuen WorkLab in Rosenheim stehen dort verschiedene Arbeitsbereiche zur Auswahl \u2013 unter anderem reservierbare Bencharbeitspl\u00e4tze mit einfachem Strom- und Datenzugang. Das gesamte Geb\u00e4ude ist mit WLAN ausgestattet, Projekt- und Teambereiche verf\u00fcgen zus\u00e4tzlich \u00fcber M\u00f6blierungen mit media:scape, die Teams beim ebenso m\u00fchelosen wie produktiven Informationsaustausch unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eAls wir begannen, konsequent auf mobiles Arbeiten zugeschnittene Arbeitsbereiche zu realisieren, erwartete ich, dass viele Mitarbeiter ihre bisherigen pers\u00f6nlichen Arbeitspl\u00e4tze nur sehr ungern aufgeben w\u00fcrden. Tats\u00e4chlich f\u00fchlte sich die \u00fcberwiegende Mehrheit durch die gro\u00dfe Vielfalt an Arbeitsbereichen eher befl\u00fcgelt und wollte nicht mehr mit ihrem alten Platz tauschen\u201c, sagt Barnhart-Hoffman.<\/p>\n<p>Die Forschungsergebnisse zeugen aber auch von einer gewissen Skepsis des Managements gegen\u00fcber alternativen Arbeitsstrategien. Und zwar selbst dann, wenn mobiles Arbeiten nicht au\u00dfer Haus, sondern innerhalb des Unternehmens stattfindet \u2013 nicht selten wird noch immer erwartet, dass Mitarbeiter zum Arbeiten ins B\u00fcro kommen. Die CoreNet Global\/Steelcase-Studie 2011 verzeichnet jedoch eine stark steigende Zahl von Teilnehmern (48 Prozent statt 39 Prozent bei fr\u00fcheren Ergebnissen), f\u00fcr die bei Umplanungen von B\u00fcrofl\u00e4chen auch ein Wandel der Unternehmenskultur \u201esehr wichtig\u201c ist. Um entsprechende Vorhaben umzusetzen, werden von den meisten Befragten externe Planer oder Architekten hinzugezogen.<\/p>\n<p>Angesichts der zunehmenden \u00dcberlagerung dieser Trends mit der Realit\u00e4t \u00fcberdenken viele Arbeitgeber die Gestalt ihrer Arbeitspl\u00e4tze, die sie zugleich auch verkleinern wollen. So sagten fast 60 Prozent der Teilnehmer, dass sie R\u00e4ume nutzen, die \u2013 im Rahmen der Umsetzung alternativer Arbeitsstrategien \u2013 durch die Einrichtung von mehr Teambereichen entstanden sind. Und 41 Prozent nutzten durch Umstrukturierungen frei gewordene Fl\u00e4chen, um mehr alternative Arbeitsbereiche wie z. B. Cafeterias oder andere eher informelle Treffpunkte zu schaffen. Bei fast der H\u00e4lfte der Unternehmen (49 Prozent) lag das Verh\u00e4ltnis von Mitarbeitern zu Arbeitspl\u00e4tzen auch 2011 bei 1:1 \u2013 allerdings ist davon auszugehen, dass sich diese immer h\u00e4ufiger fernab des Schreibtischs befinden. Mit anderen Worten: Alternative Arbeitspl\u00e4tze entstehen immer h\u00e4ufiger hausintern (siehe auch Kasten \u201eEine Arbeitsumgebung der Wahl\u201c).<\/p>\n<h3>Ein Wandel der Unternehmenskultur\u00a0ist bei der Einf\u00fchrung alternativer\u00a0Arbeitsstrategien unerl\u00e4sslich<\/h3>\n<p>Wie wichtig sind Ver\u00e4nderungen der Unternehmenskultur<br \/>\nbei Umplanungen von B\u00fcrofl\u00e4chen?<\/p>\n<ul>\n<li>5%: unwichtig<\/li>\n<li>19%: eher wichtig<\/li>\n<li>28%: wichtig<\/li>\n<li>48%: sehr wichtig<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kooperationen vor allem mit\u00a0externen Planern oder Architekten<\/h3>\n<p>An wen wenden Sie sich, wenn es um die Planung\u00a0und Umsetzung von Ver\u00e4nderungen bei Arbeitspl\u00e4tzen\u00a0und Unternehmenskultur geht?<\/p>\n<ul>\n<li>Externe Planer oder Architekten: 50%<\/li>\n<li>Externe Unternehmensberatungen: 47%<\/li>\n<li>Externe Personalberatungsfirmen: 33%<\/li>\n<li>Nur interne Organisationsstrukturen: 3%<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eUnsere Forschungsergebnisse decken sich mit dem, was wir von unseren Kunden h\u00f6ren\u201c, sagt Jim Keane, ehemaliger President der Steelcase Gruppe. \u201eDie Welt ist so eng vernetzt und verzahnt wie nie zuvor. Arbeit wird dadurch immer komplexer und schnelllebiger. Neue Technologien erm\u00f6glichen es den Menschen dabei zwar, zu arbeiten wo sie wollen. Dennoch kommen sie gern ins B\u00fcro, weil es dort R\u00e4ume gibt, die den Austausch mit anderen erleichtern, die sie physisch und kognitiv unterst\u00fctzen und die ihnen das Gef\u00fchl von Zugeh\u00f6rigkeit vermitteln.\u201c<\/p>\n<p>\u201eArbeitgeber wollen mit weniger Fl\u00e4che stets mehr erreichen. Gleichzeitig werden sie sich aber auch bewusst, welche Vorteile es bietet, wenn Angestellte mehr Auswahl- und Entscheidungsm\u00f6glichkeiten \u00fcber ihren Arbeitsort erhalten. Mitarbeiter brauchen R\u00e4ume, die sie bei der Erledigung ihrer jeweiligen Aufgaben bestm\u00f6glich unterst\u00fctzen\u201c, sagt Keane. \u201eDurch die Umstrukturierung bestehender Bereiche oder die Investition in neue B\u00fcror\u00e4ume ist nicht nur mehr Fl\u00e4cheneffizienz m\u00f6glich, sondern auch die Schaffung vielf\u00e4ltigerer Rauml\u00f6sungen f\u00fcr einen effektiveren Arbeitsalltag, der in unserer globalisierten Welt oft \u00fcber die Zeit zwischen neun und 17 Uhr hinausgeht.\u201c<\/p>\n<h3>Zur\u00fcckgewonnene Bereiche dienen\u00a0der Unterst\u00fctzung von Teams<\/h3>\n<ul>\n<li>Wie wurden B\u00fcrofl\u00e4chen eingesetzt, die durch\u00a0die Einf\u00fchrung alternativer Arbeitsstrategien\u00a0eingespart wurden?<\/li>\n<li>Umstrukturierung zu neuen Teambereichen: 57%<\/li>\n<li>Verkauf \/ Umzug in kleinere effizientere\u00a0B\u00fcrofl\u00e4chen: 48%<\/li>\n<li>Vermietung \/ Untervermietung: 44%<\/li>\n<li>Umstrukturierung zu alternativen Arbeitsbereichen\u00a0\u2013 z. B. Cafeterias oder\u00a0Kommunikationsfl\u00e4chen: 41%<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Die CoreNet Global\/Steelcase-Studie 2011 macht deutlich, dass die meisten Unternehmen versuchen, ihren personenbezogenen B\u00fcrofl\u00e4chenbedarf reduzieren, zugleich aber auch nach M\u00f6glichkeiten suchen, wie Angestellte auch fernab des festen Arbeitsplatzes arbeiten k\u00f6nnen. Wenn sie die Wahl haben, kommen Mitarbeiter in der Regel dennoch gern ins B\u00fcro, weil sie sich dort in ihrer Arbeit am besten unterst\u00fctzt f\u00fchlen. Hinzu kommt, dass die meisten Arbeitgeber aus verschiedenen gesch\u00e4ftlichen Gr\u00fcnden noch immer erwarten, dass regelm\u00e4\u00dfig im Unternehmen gearbeitet wird.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt, weil B\u00fcrofl\u00e4chen immer kostbarer werden und Angestellte immer mehr Auswahlm\u00f6glichkeiten einfordern, befindet sich das B\u00fcro ganz offensichtlich im Wandel \u2013 es sieht aber nicht so aus, als ob es in naher Zukunft deshalb \u00fcberfl\u00fcssig werden w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So viele Unternehmen wie nie zuvor nutzen alternative Arbeitsstrategien und erm\u00f6glichen es ihren Angestellten damit, auch au\u00dferhalb des B\u00fcros zu<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":4605,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"topic":[4967],"class_list":["post-4586","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","industry-arbeitsplatz","topic-zusammenarbeit"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.5 - 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