{"id":4479,"date":"2015-05-06T17:15:16","date_gmt":"2015-05-06T15:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?post_type=article&#038;p=4479"},"modified":"2023-02-09T16:50:38","modified_gmt":"2023-02-09T15:50:38","slug":"privatsphare-eine-neue-definition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/wohlbefinden\/privatsphare-eine-neue-definition\/","title":{"rendered":"Privatsph\u00e4re \u2013 eine neue Definition"},"content":{"rendered":"<p>Nach Meinung der Steelcase Forscher bringen die meisten Menschen das Thema Privatsph\u00e4re mit St\u00f6rungen durch andere in Verbindung. Doch in Wirklichkeit geht es um die Kontrolle von Au\u00dfenreizen.<\/p>\n<p>\u201eAls Steelcase in den fr\u00fchen 1980er Jahren begann, das Thema Privatsph\u00e4re genauer unter die Lupe zu nehmen, betrachteten die Forscher zun\u00e4chst die physischen Merkmale der Privatsph\u00e4re: Was h\u00f6rt man, was sieht man, wie wird der eigene Raum definiert und welche Informationen werden preisgegeben bzw. zur\u00fcckgehalten \u2014 diese Untersuchungen ergaben ein solides Modell f\u00fcr akustische, visuelle, territoriale und informatorische Privatsph\u00e4re. Allerdings betraf dies damals eine \u201eOffline-Welt\u201c. Heute leben wir jedoch auch in einer \u201eOnline-Welt\u201c. Neue Technologien drangen in unsere Privatsph\u00e4re ein und wir erkannten, dass wir den Bereich Privatsph\u00e4re mit anderen Augen betrachten mussten\u201c, erkl\u00e4rt Melanie Redman, Mitarbeiterin der Steelcase Forschungsgruppe \u201eWorkSpace Futures\u201c, die 2012 bei Ihren Untersuchungen und Befragungen von Arbeitnehmern in Nordamerika, Europa und Asien neue Einblicke zum Thema Privatsph\u00e4re gewinnen konnte.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>&#8220;Reize aus der Umgebung, z.B. visueller oder akustischer Art, lassen sich zwar kontrollieren, es liegt jedoch an jedem selbst, herauszufinden, wie innere Ablenkung kontrolliert werden kann. Die gro\u00dfe Erkenntnis unserer Untersuchung war jedoch, wie unterschiedlich jeder Einzelne mit diesen Ablenkungen umgeht.&#8221;<\/p><cite>Donna Flynn<\/cite><\/blockquote>\n<p>\u201eAls wir unsere j\u00fcngste Studie \u00fcber die Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz begannen, wurde uns klar, dass wir zwar viel \u00fcber R\u00e4ume f\u00fcr individuelles Arbeiten, aber so gut wie nichts \u00fcber das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re wussten. Also beschlossen wir, den Fokus darauf auszurichten: Wir fingen mit den fundamentalen Bed\u00fcrfnissen der Menschen an und nicht mit dem Thema Raum.\u201c<\/p>\n<p>Auf der Basis ihrer Arbeitsergebnisse unterteilten die Steelcase Forscher den grundlegenden psychologischen Kontext zu individueller Privatsph\u00e4re in zwei Bereiche: Kontrolle der Informationen (was andere Personen \u00fcber uns wissen d\u00fcrfen) und Kontrolle der Au\u00dfenreize (der Umgang mit Ablenkungen). Sie erkannten weltweit koh\u00e4rente Muster: Heutzutage sind Arbeitnehmer st\u00e4ndig zwischen \u201esich zeigen\u201c und \u201esich verbergen\u201c und zwischen der Suche bzw. dem Ausblenden von Reizen hin- und hergerissen. \u201eDas \u00dcberraschendste war f\u00fcr uns, wie universell das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re in unserer heutigen Welt ist. Wir gingen davon aus, dass in L\u00e4ndern wie zum Beispiel China, mit seiner kollektivistisch ausgelegten Kultur, der Wunsch nach Privatsph\u00e4re geringer w\u00e4re als beispielsweise in den Vereinigten Staaten, in denen Individualismus ein hoher Stellenwert hat. Wir fanden jedoch heraus, dass die Menschen auf der ganzen Welt phasenweise ungest\u00f6rt sein m\u00f6chten. Die Beweggr\u00fcnde k\u00f6nnen in den verschiedenen Kulturkreisen differieren und sind m\u00f6glicherweise auch durch kulturelle Vorgaben beschr\u00e4nkt, dennoch ist das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re, sowohl am Arbeitsplatz als auch in der \u00d6ffentlichkeit, ein ebenso elementarer Wunsch des Menschen wie das Bed\u00fcrfnis nach Gemeinsamkeit\u201c, erl\u00e4utert Wenli Wang, die f\u00fcr Steelcase die Studie \u00fcber Privatsph\u00e4re in China durchf\u00fchrte.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Privatsph\u00e4re in physischen r\u00e4umen<\/h3>\n<p>Der Steelcase Studie zufolge entscheiden Menschen instinktiv anhand von vier sich h\u00e4ufig \u00fcberschneidenden Gesichtspunkten, ob ein Raum das gew\u00fcnschte Ma\u00df an Privatsph\u00e4re bietet:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Akustische Privatsph\u00e4re: <\/strong>Keine St\u00f6rung durch L\u00e4rm und\/oder die M\u00f6glichkeit, selbst L\u00e4rm zu verursachen, ohne dabei andere zu st\u00f6ren<\/li>\n<li><strong>Visuelle Privatsph\u00e4re<\/strong>: Nicht von anderen gesehen werden und\/oder sich von visuellen Ablenkungen freimachen<\/li>\n<li><strong>Territoriale Privatsph\u00e4re<\/strong>: Forderung nach einem eigenen kontrollierbaren Raum (olfaktorische Privatsph\u00e4re bildet eine Untergruppe)<\/li>\n<li><strong>Informatorische Privatsph\u00e4re<\/strong>: Inhalte (analog und\/ oder digital) und\/oder Unterhaltungen vertraulich behandeln<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>\u201eF\u00fcr Menschen in den L\u00e4ndern der westlichen Welt dreht sich die Suche nach Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz zumeist darum, einen Ort f\u00fcr vertrauliche Gespr\u00e4che zu finden. Wohingegen die Motivation in China in erster Linie darauf basiert, sowohl Informationen als auch sich selbst vor den Blicken anderer zu sch\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Wang. \u201eIn China denken die Menschen anders \u00fcber individuelle Privatsph\u00e4re als die Menschen im Westen dies tun. In der westlichen Welt geht es h\u00e4ufig um die Kontrolle von Au\u00dfenreizen. In China ist die Frage nach Ablenkung kein sonderlich gro\u00dfes Thema. Hier geht es mehr um die Kontrolle von Informationen sowie darum, pers\u00f6nliche Infos vor anderen zu verbergen und der Beobachtung durch Dritte zu entgehen. Das ist in der Arbeitswelt eine gro\u00dfe Herausforderung, denn die r\u00e4umliche Enge am Arbeitsplatz ist relativ gro\u00df und normalerweise gibt es an Arbeitspl\u00e4tzen keine M\u00f6glichkeit, einen pers\u00f6nlichen Telefonanruf entgegenzunehmen oder eine private Unterhaltung zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Wie Menschen Raum als weitere kulturelle Dimension nutzen, wurde bereits in den 1960er Jahren umfassend von Edward T. Hall, einem amerikanischen Anthropologen, der sich mit der interkulturellen Kommunikation besch\u00e4ftigte und den Begriff Proxemik (Raumverst\u00e4ndnis) pr\u00e4gte und diesen der nonverbalen Kommunikation als Teilkategorie zuwies, untersucht. Hall besch\u00e4ftigte sich mit den r\u00e4umlichen Distanzzonen, die den Abstand zwischen anderen Menschen und uns selbst kennzeichnen. Dabei unterscheidet man die intime, die pers\u00f6nliche, die soziale und die \u00f6ffentliche Distanzzone. Jede dieser Zonen ist f\u00fcr unterschiedliche Situationen geeignet und pers\u00f6nlicher Raum bedeutet, dass sich Menschen bei der Arbeit mit anderen wohlf\u00fchlen. Die Abst\u00e4nde der einzelnen Zonen k\u00f6nnen zwar variieren, je nach Kultur teilt sich jedoch diese r\u00e4umliche Norm in vier Zonen auf. In Nordamerika, erstreckt sich die intime Distanzzone \u00fcber 45 cm vom K\u00f6rper weg, w\u00e4hrend die pers\u00f6nliche Distanzzone bei 1,2 m liegt, die soziale Distanzzone bei 3,6 m und die \u00f6ffentliche Distanzzone \u00fcber diesen Abstand hinausgeht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4484 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1426625421\/www.steelcase.com\/15-0006365.jpg\" alt=\"360 Issue 68 Privacy Crisis\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Der entstehende Stress in modernen Arbeitsumgebungen l\u00e4sst sich zweifelsohne darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass die pers\u00f6nliche Distanzzone der Mitarbeiter gef\u00e4hrdet wird. \u201eViele Menschen bewegen sich in Arbeitsumgebungen, in denen ihnen Kollegen sehr nahekommen oder sogar die intime Distanzzone \u00fcberschreiten\u201c, stellt Taylor fest. Dieses Eindringen beschr\u00e4nkt sich h\u00e4ufig nicht nur auf den physischen Raum. Es passiert auch in digitaler Form, wenn Mitarbeiter an Videokonferenzen \u00fcber ihre Mobilger\u00e4te teilnehmen und andere Personen dabei nur eine Arml\u00e4nge von ihnen entfernt sind. Andererseits bringt eine Videokonferenz Teammitglieder verschiedenster Standorte zusammen und sorgt f\u00fcr einen unbefangenen und einfacheren Informationsaustausch unter Kollegen.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-left \"><p>&#8220;Als eine im S\u00fcden der USA aufgewachsene Person, die heute in Shanghai lebt, bin ich immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich Menschen sein k\u00f6nnen und wie sehr sie sich doch gleichen. Bevor wir mit dieser Studie begannen, ging ich davon aus, dass die Menschen in China nicht viel Wert auf Privatsph\u00e4re legen, da ihre Kultur sehr kollektivistisch ausgelegt ist. Die Befragungen zeichneten jedoch ein ganz anderes Bild. Obwohl in China anders \u00fcber das Thema Privatsph\u00e4re gedacht wird als in den USA, ist es doch ein allgemeines Bed\u00fcrfnis.&#8221;<\/p><cite>Wenli Wan<\/cite><\/blockquote>\n<p>Obwohl es kulturell bedingte Unterschiede sowie akzeptable L\u00f6sungen in Bezug auf Privatsph\u00e4re gibt, zeigte die Zusammenarbeit von Steelcase mit weltweit f\u00fchrenden Unternehmen, dass Verhaltensregeln eines Unternehmens nationale Normen und Standards relativ schnell dominieren, erkl\u00e4rt Redman. Innerhalb bestimmter Kulturen ist das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re des Einzelnen letztendlich immer kontextabh\u00e4ngig, wie die Forscher betonen. Das bedeutet, dass die Suche nach R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten stark von der individuellen Pers\u00f6nlichkeit, der aktuellen Gef\u00fchlslage und der anstehenden Aufgabe abh\u00e4ngig ist. \u201eKreative Aufgaben lassen sich aufgrund einer bestimmten Umgebungssituation an einem Tag geradezu befl\u00fcgelt bew\u00e4ltigen, w\u00e4hrend am n\u00e4chsten Tag genau diese Einfl\u00fcsse sich gegenteilig und st\u00f6rend auswirken\u201c, meint Redman. Des Weiteren so Wang, unterstreiche die Steelcase Studie, dass mentale und physische Privatsph\u00e4re zwar oft miteinander verbunden sind, aber deshalb nicht zwingend gleichbedeutend seien. \u201eDie Menschen sprachen von ihrem eigenen \u201aPlatz\u2018, d.h. ihrem eigenen psychischen Freiraum, der es ihnen erlaubt, sich frei und sicher zu bewegen und zu denken, ohne danach beurteilt zu werden.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eIn dieser Hinsicht gibt es keine Patentl\u00f6sung, die immer und \u00fcberall passt. Privatsph\u00e4re umfasst viele verschiedene Bed\u00fcrfnisse und Verhaltensweisen\u201c<\/p><cite>Melanie Redman<span>Researcher, WorkSpace Futures<\/span><\/cite><\/blockquote>\n<hr \/>\n<h3>F\u00fcnf Erkenntnisse \u00fcber Privatsph\u00e4re<\/h3>\n<p>\u201eWenn Menschen sagen, sie br\u00e4uchten mehr Privatsph\u00e4re, so kann das viele unterschiedliche Bedeutungen haben. Als wir die Erwartungen, die Menschen an ihre Privatsph\u00e4re stellen, n\u00e4her untersuchten, konnten wir f\u00fcnf wichtige Erkenntnisse gewinnen\u201c, bemerkt Redman. \u201eDie Ergebnisse unserer Studie lie\u00dfen sich zu f\u00fcnf Grunds\u00e4tzen \u00fcber das Erleben individueller Privatsph\u00e4re zusammenfassen. Betrachtet man jeden einzelnen dieser f\u00fcnf Grunds\u00e4tze f\u00fcr sich, so bekommt man ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem die Ergebnisse aus akademischen Studien mit ihren eigenen prim\u00e4ren Untersuchungsresultaten abgeglichen wurden, gelang es den Forschern von Steelcase, folgende f\u00fcnf verschiedene Arten des Erlebens von Privatsph\u00e4re zu definieren:<\/p>\n<p><span class=\"numeric-stat\">1<\/span><\/p>\n<h3>Strategische Anonymit\u00e4t: Unerkannt bleiben \/ \u201eunsichtbar\u201c sein<\/h3>\n<p>Die M\u00f6glichkeit anonym zu bleiben ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Ungest\u00f6rtsein geht. Damit entzieht man sich den durch normale Sozialkontrolle auftretenden Zw\u00e4ngen. Indem man unerkannt bleibt, vermeidet man Unterbrechungen und experimentiert mit ver\u00e4nderten Handlungsweisen. Das Wichtigste dabei ist jedoch die strategische Herangehensweise \u2014 jede(r) Einzelne bestimmt, wann und warum er\/sie sich anonymisiert. Zum Beispiel: Wenn Mitarbeiter ein Caf\u00e9 aufsuchen, um konzentriert an etwas zu arbeiten, so tun sie dies h\u00e4ufig, um den sozialen Ablenkungen am Arbeitsplatz zu entgehen. Das sanfte Gemurmel von Fremden kann in diesem Fall genau der richtige Stimulus sein, der das Denken anregt, ohne die Aufmerksamkeit abzulenken.<\/p>\n<p><strong>Beispiele<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Erledigen von Arbeiten in einem Caf\u00e9 oder an einem Platz, an dem man unerkannt bleibt<\/li>\n<li>Teilnahme an Online-Diskussionen unter einem Pseudonym<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"numeric-stat\">2<\/span><\/p>\n<h3>Selektive Exposition: Bestimmen, was andere sehen<\/h3>\n<p>Unsere innersten Gedanken und Gef\u00fchle sowie alle pers\u00f6nlichen Informationen und unsere Eigenarten werden nur dann preisgegeben, wenn wir dies zulassen. Oft werden nur bestimmte Informationen an ausgew\u00e4hlte Menschen oder Institutionen weitergegeben, w\u00e4hrend andere Informationen nicht f\u00fcr diesen Kreis bestimmt sind. Die Identit\u00e4tskonstruktion ist ein bekannter sozialwissenschaftlicher Begriff und beschreibt die Tatsache, dass Menschen sich je nach ihrem Gegen\u00fcber unterschiedlich pr\u00e4sentieren. Heutzutage werden pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber neue Kan\u00e4le weitergegeben und es stellt sich dabei die Frage, wie \u201esicher\u201c diese Preisgabe ist. Die Entscheidung dar\u00fcber, welche Informationen mitgeteilt werden, beinhaltet das Abw\u00e4gen von Vorteilen und Risiken. Diese Entscheidung gestaltet sich f\u00fcr jeden Einzelnen unterschiedlich. Die Entscheidung wird durch den kulturellen Hintergrund, das Geschlecht sowie die eigene Pers\u00f6nlichkeit mittels implizierter Ge- und Verbote beeinflusst. Bestimmte Verhaltensweisen m\u00f6gen in bestimmten Kulturkreisen durchaus \u00fcblich sein, wie zum Beispiel in China ein Nickerchen am Arbeitsplatz oder in Frankreich ein entspanntes Glas Wein w\u00e4hrend der Mittagspause, in anderen Teilen der Welt sind diese jedoch v\u00f6llig verp\u00f6nt.<\/p>\n<p><strong>Beispiele<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Entscheidung f\u00fcr einen Telefonanruf anstelle der Teilnahme an einer Videokonferenz<\/li>\n<li>Wahl der pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde, die am Arbeitsplatz gezeigt werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"numeric-stat\">3<\/span><\/p>\n<h3>Umgang mit Vertraulichkeit: Vertrauliche Mitteilungen<\/h3>\n<p>Bei Privatsph\u00e4re geht es nicht nur um das Alleinsein. Wir suchen auch nach ungest\u00f6rten Momenten mit anderen. Zum Beispiel, wenn wir pers\u00f6nliche Informationen oder Gef\u00fchle mit einer anderen Person teilen m\u00f6chten. Dabei spielt das Ma\u00df an Vertrauen eine gro\u00dfe Rolle. Man setzt voraus, dass dem Gegen\u00fcber bewusst ist, dass die mitgeteilte Information nicht f\u00fcr die Allgemeinheit bestimmt ist. Es gibt viele Beispiele im t\u00e4glichen Berufsleben, bei denen sich kleine Gruppen, von zwei oder drei Leuten, beraten m\u00f6chten. Allerdings ist es in den modernen, zumeist offen gestalteten B\u00fcroumgebungen oft recht schwierig, einen geeigneten Platz daf\u00fcr zu finden, ohne im Vorfeld einen Raum gebucht zu haben. Entgangene Chancen sind leider nur zu h\u00e4ufig die Folge.<\/p>\n<p><strong>Beispiele<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ein Gespr\u00e4ch unter Kollegen \u00fcber eine pers\u00f6nliche Situation<\/li>\n<li>Ein Leistungsbeurteilungsgespr\u00e4ch mit Ihrem Vorgesetzten<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"numeric-stat\">4<\/span><\/p>\n<h3>Bewusstes Abschirmen: Selbstschutz<\/h3>\n<p>Bei pers\u00f6nlicher Sicherheit geht es nicht nur um den Schutz vor k\u00f6rperlichen Sch\u00e4den. Es gibt auch eine starke psychologische Komponente. Das Gef\u00fchl von einem Eingriff in die Privatsph\u00e4re, von dem Menschen h\u00e4ufig nach einem Einbruch berichten, weist auf einen engen Zusammenhang zwischen pers\u00f6nlichem Territorium und Selbstempfinden hin. Wir ergreifen aktive Ma\u00dfnahmen, um uns vor derartigen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen. Wenn auch weniger traumatisch als beim Diebstahl des pers\u00f6nlichen Hab und Guts erleben Menschen \u00e4hnliche Gef\u00fchlen, wenn es um das Eindringen in den pers\u00f6nlichen Bereich am Arbeitsplatz geht und sie versuchen, sich auch dort vor Au\u00dfenreizen und neugierigen Blicken anderer zu sch\u00fctzen. Selbstschutz beinhaltet in diesem Zusammenhang auch, sich einen Standpunkt zu erarbeiten, der sich dem Einfluss von Gruppendenken entzieht. Beispielsweise, wenn eine Gruppe sich zur gemeinsamen Erarbeitung von Ergebnissen trifft und der Einzelne starke \u00fcberzeugende Argumente zum aktuellen Thema einbringen kann.<\/p>\n<p><strong>Beispiele<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Tragen von Kopfh\u00f6rern, um Ablenkungen auditiver Art auszuschlie\u00dfen<\/li>\n<li>Mit dem R\u00fccken zur Wand sitzen<\/li>\n<li>Den PC-Bildschirm abschalten oder zur Seite drehen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"numeric-stat\">5<\/span><\/p>\n<h3>Gezieltes Alleinsein: Sich bewusst von anderen absondern<\/h3>\n<p>Isolation ist eine subjektive Gem\u00fctsverfassung. Man kann sich innerhalb einer Gruppe alleine f\u00fchlen, obwohl man von anderen Personen umgeben ist. Bewusstes Alleinsein ist dagegen physischer Natur: Man kann sich vors\u00e4tzlich von einer Gruppe absondern, um konzentriert zu arbeiten, sich eine kurze Ruhepause zu g\u00f6nnen, seinen Gef\u00fchlen freien Lauf zu lassen oder pers\u00f6nlichen Dingen nachzugehen. F\u00fcr Menschen aus individualistischen Kulturkreisen, wie zum Beispiel den USA, ist solch ein Alleinsein nahezu etwas Selbstverst\u00e4ndliches. Doch selbst in kollektivistischen Kulturen, wie etwa China, ist das Alleinsein manchmal ein elementares Bed\u00fcrfnis.<\/p>\n<p><strong>Beispiele<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eine Enklave f\u00fcr sich finden<\/li>\n<li>Nach drau\u00dfen gehen<\/li>\n<li>In der hintersten Ecke eines gro\u00dfen Raumes sitzen<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h3>The Privacy Paradigm<\/h3>\n<p>Den Forschern wurde bei der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse klar, dass es unterschiedlichster R\u00e4ume innerhalb des Unternehmens bedarf, wenn man dem Bed\u00fcrfnis der Mitarbeiter nach Privatsph\u00e4re gerecht werden will.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4483 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1426628174\/www.steelcase.com\/14-0001768.jpg\" alt=\"Work Caf\u00e9\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>\u201eWenn man an Privatsph\u00e4re denkt, so fallen einem unweigerlich Einzelb\u00fcros ein. Dieses Paradigma hat sich in dem allgemeinen Arbeitsplatzdesign verankert\u201c, erkl\u00e4rt Flynn. \u201eUnsere Untersuchungen best\u00e4tigten, dass Menschen aus den verschiedensten Gr\u00fcnden und zu unterschiedlichsten Zeiten nach Privatheit suchen. Manchmal bedeutet das, sich einen Platz zu suchen, um sich in Ruhe eine Stunde lang zu konzentrieren, es kann aber auch nur eine Verschnaufpause von 20 Minuten sein, um zwischen zwei nervenaufreibenden Besprechungen wieder einen klaren Kopf zu bekommen und sich zu sortieren. Wir haben die Chance, private R\u00e4ume innerhalb des gesamten Arbeitsumfeldes neu zu gestalten, um pers\u00f6nliche und individuelle R\u00e4ume zu schaffen, die bei Bedarf von allen genutzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr das pers\u00f6nliche Wohlbefinden und die Leistungsf\u00e4higkeit der Mitarbeiter ist es enorm wichtig, dass Besch\u00e4ftigte eine Wahl und einen gewissen Grad an Kontrolle hinsichtlich der Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz haben.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201ePrivatsph\u00e4re beudetet nicht immer nur vier W\u00e4nde und eine T\u00fcr. Man kann auch mit zwei W\u00e4nden oder sogar v\u00f6llig offenen R\u00e4umen f\u00fcr Privatsph\u00e4re sorgen. Das h\u00e4ngt einfach davon ab, welche Form der Privatsph\u00e4re gerade n\u00f6tig ist.\u201c<\/p><cite>Melanie Redman<\/cite><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_138604\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_138604\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 185px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4482 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fill,dpr_auto,q_70,h_185,w_185\/v1427477223\/www.steelcase.com\/14-0001772.jpg\" alt=\"360 Magazine\" width=\"185\" height=\"185\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_138604\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Melanie Redman<\/strong><br \/>Als f\u00fchrende Forschungskraft bei Steelcase kann Melanie Erfahrungen zu internationalen Kulturen aufweisen, die unter anderem auf Forschungen in China und Nordamerika zur\u00fcckgehen. In verschiedenen Forschungsprojekten, unter anderem zur chinesischen Post-1980er Generation, zum Einfluss von Kultur auf Arbeit in elf L\u00e4ndern und zur Zusammenarbeit r\u00e4umlich getrennter Teams, war sie als Hauptforscherin t\u00e4tig.<\/figcaption><\/figure>\n<p>H\u00e4ufig f\u00fchlt man sich sogar in nicht geschlossenen und informellen Umgebungen, die eindeutig den menschlichen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden, gesch\u00fctzter als in unpers\u00f6nlichen oder rein zweckm\u00e4\u00dfigen R\u00e4umen. Einfache M\u00f6belst\u00fccke, wie zum Beispiel Sitzgruppen mit tiefem Lounge- Charakter, vermitteln den Menschen das Gef\u00fchl, sich in einem nahezu privaten Kokon zu befinden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Angestellten zieht sich der Bedarf nach Privatsph\u00e4re in einer Wellenlinie durch den Arbeitstag. Die zu erledigenden Aufgaben variieren zwischen intensiver Zusammenarbeit mit anderen, einfachen, aber individuellen Arbeiten, wie z.B. das Beantworten und Schreiben von E-Mails oder Aufgaben, die hochkonzentriert erledigt werden m\u00fcssen, wie das Analysieren von Daten oder das Ausarbeiten neuer Ideen und Konzepte. Mih\u00e1ly Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi, eine bekannte Koryph\u00e4e in Psychologenkreisen, ist der Meinung, dass Menschen bei komplexen Herausforderungen in eine Art T\u00e4tigkeitsrausch geraten, um einen Bewusstseinszustand zu erreichen, den Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi als \u201eFlow\u201c bezeichnet. Nat\u00fcrlich kann Privatsph\u00e4re allein keinen Flow-Effekt garantieren, aber der Mangel an Privatsph\u00e4re kann den Eintritt dieses Effekts verhindern.<\/p>\n<p>So sehr Menschen nach pers\u00f6nlichen Einzelerfolgen streben, so sehr sehnen sie sich auch nach Zusammenarbeit und Gemeinschaft. St\u00e4ndig alleine zu arbeiten, hat genauso viele negative Auswirkungen auf das Leistungsverm\u00f6gen wie eine permanente Teamarbeit und f\u00fchrt \u00fcberdies zu \u00e4hnlichen gesundheitlichen Risiken wie das Rauchen, erl\u00e4utert David Rock.<\/p>\n<p>\u201eSoziale Interaktion ist eine gro\u00dfartige Sache f\u00fcr unser Gehirn \u2026\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eUnser Gehirn sch\u00e4tzt die Interaktion mit anderen Menschen und es ist ein wichtiger Teil, um uns am Leben zu halten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1731 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415266036\/www.steelcase.com\/14-0001757.jpeg\" alt=\"Steelcase Global Headquarters\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Weil unsere Gehirne zutiefst sozial veranlagt sind, k\u00f6nnen wir gar nicht anders als aufzusehen, wenn jemand an unserem Tisch vorbeigeht\u201c, f\u00fcgt er hinzu. \u201eEs ist einfach eine reflexartige Reaktion. Und es spielt dabei keine Rolle, ob jemand an Ihrem Tisch vorbeigeht oder Ihnen eine E-Mail sendet, diese Ablenkungen sind zu stark, als dass Sie sie ignorieren k\u00f6nnten. Deshalb m\u00fcssen wir Zeit und Raum schaffen, um solche Dinge auszuschalten und in Ruhe nachdenken zu k\u00f6nnen \u2026 Wenn wir \u00fcber reine Zusammenarbeit sprechen, so gehen wir eigentlich davon aus, dass Kollegen zusammenkommen und gemeinsam sichtbare Ergebnisse erarbeiten, aber sich auch jederzeit zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, um in Ruhe f\u00fcr sich zu arbeiten und sich anschlie\u00dfend erneut zusammensetzen. Das bedeutet, es geht um die M\u00f6glichkeit, nachzudenken, sich zu besprechen, nachzudenken und nochmals die Ergebnisse gemeinsam zu er\u00f6rtern.\u201c<\/p>\n<p>Das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re und Gemeinsamkeit entspricht dem chinesischen Yin und Yang-Prinzip, im Wesentlichen unterschiedlich und dennoch sich komplement\u00e4r erg\u00e4nzend, was bedeutet, dass es den optimalen Arbeitsplatz nicht gibt.<\/p>\n<p>\u201eWas bisher bei der Forcierung von Zusammenarbeit \u00fcbersehen wurde, ist der Stellenwert pers\u00f6nlicher Zeitgestaltung als Beitrag zur Zusammenarbeit\u201c, erkl\u00e4rt Flynn. \u201eDer Nutzen gemeinschaftlicher Arbeit verschwindet deshalb nicht einfach. Unsere Untersuchungen ergaben, dass bei der L\u00f6sung von Problemen das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Meinungen zu qualitativ hochwertigeren Probleml\u00f6sungen f\u00fchrt. Dennoch sollte uns bewusst sein, dass das Zusammenarbeiten \u00fcber 8 bis 10 Stunden pro Tag zu Burnout- Symptomen f\u00fchrt. Um Mitarbeiter entsprechend zu unterst\u00fctzen, muss es eine M\u00f6glichkeit geben, zwischen individueller Zeit und gemeinsamer Zeit zu wechseln, d.h. es muss ein Rhythmus geschaffen werden, der es erlaubt, gemeinsam \u00fcber Projekte nachzudenken und Ideen zu entwickeln, der es aber auch erm\u00f6glicht, sich zur\u00fcckzuziehen und diese Ideen in Ruhe zu durchdenken. Dies ist ein \u00e4u\u00dferst wichtiger, elementarer menschlicher Rhythmus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen eine Balance zwischen diesen beiden Polen herstellen\u201c, f\u00fchrt sie weiter aus. \u201eDie Zukunft liegt wirklich in dieser Form der Ausgewogenheit, denn Menschen werden weiterhin mobil und flexibel arbeiten, sie m\u00fcssen sich weiterhin mit neuen Technologien auseinandersetzen und all das sorgt f\u00fcr noch mehr individuelle Entscheidungen innerhalb der Arbeitsumgebung.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Aufbau eines neuen Raumsystems<\/h3>\n<p>Die gro\u00dfe Herausforderung, die sich in modernen Unternehmen stellt, ist das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des Einzelnen hinsichtlich seines Arbeitsplatzes. Wir sind st\u00e4ndig virtuell oder real mit Menschen und Informationen verbunden. Deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir das gemeinschaftliche Arbeiten in einen breiteren Kontext stellen. Gleichzeitig erfordert diese Intensit\u00e4t auch mehr Raum f\u00fcr private R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1768 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417188249\/www.steelcase.com\/14-0001808.jpg\" alt=\"Innovation Center\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-right \"><p>Der Mensch ist prinzipiell ein soziales Wesen. Wir werden nicht gerne ausgegrenzt. Sobald wir uns in einer Gruppe befinden, wird unsere Meinung durch unseren Verstand beeinflusst und wir neigen dazu, anderen eher zuzustimmen. Darin liegt die Gefahr permanenter Zusammenarbeit. Daher ist es umso wichtiger, daf\u00fcr zu sorgen, dass Menschen mehr R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten haben, um eigene Ideen zu entwickeln und diese in der Gruppe einzubringen.<\/p><cite>Melanie Redman<\/cite><\/blockquote>\n<p>Die richtige Balance zwischen Privatsph\u00e4re und Zusammenarbeit ist der Schl\u00fcssel, um jedem Einzelnen im Hinblick auf seine Umgebung Entscheidungs- und Einflussm\u00f6glichkeiten einzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Durch eine monotone Arbeitsumgebung wird die richtige Balance zwischen Zusammenarbeit und Privatsph\u00e4re nicht erreicht. Wenn Mitarbeiter allerdings aus einer Reihe von R\u00e4umen w\u00e4hlen k\u00f6nnen, wie bei einem Raumsystem aus zusammenh\u00e4ngenden Zonen und Umgebungen, die ihren physischen, kognitiven und seelischen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden, k\u00f6nnen sie Inspiration und Energie aus der Zusammenarbeit mit anderen sch\u00f6pfen und haben aber auch die M\u00f6glichkeit, R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten zu nutzen, um zur Ruhe zu kommen.<\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, den Angestellten eine Vielzahl an Arbeitsplatzkonfigurationen zu bieten, die sowohl eine entspannte und erholsame Sitzhaltung als auch Sitzpositionen f\u00fcr die unterschiedlichsten Arbeitsweisen bieten und nat\u00fcrlich die entsprechende Bewegungsfreiheit w\u00e4hrend des Arbeitsalltags gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich muss der Arbeitsplatz eine ganze Reihe von Pr\u00e4senzm\u00f6glichkeiten abdecken, um dem Bed\u00fcrfnis nach Zusammenarbeit innerhalb der pers\u00f6nlichen Grenzen gerecht zu werden. Das bedeutet, dass die Interaktion der Teams einfach vonstatten gehen soll, egal ob sich die Teilnehmer pers\u00f6nlich oder per Kommunikationstechnologie zusammenfinden.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse aus den Studien legen nahe, dass eine erf\u00fcllende Aufgabe sich durch die M\u00f6glichkeiten und Prozesse definiert, die es Menschen erm\u00f6glichen, ihr Bestes zu geben, indem sie sowohl individuell als auch durch die Zusammenarbeit mit anderen agieren k\u00f6nnen. Weltweit w\u00e4chst das Bewusstsein daf\u00fcr, dass Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz nicht nur als Statussymbol oder Belohnung ausgesuchter Mitarbeiter betrachtet werden darf, indem man Einzelb\u00fcros an einige wenige verteilt. Stattdessen m\u00fcssen private R\u00e4ume f\u00fcr alle Mitarbeiter des Unternehmens geschaffen werden, in allen L\u00e4ndern, f\u00fcr alle Funktionen und alle Hierarchieebenen. Der unternehmerische Vorteil liegt dabei auf der Hand: h\u00f6here Motivation, engere Zusammenarbeit, mehr Produktivit\u00e4t, verbessertes Wohlbefinden der Belegschaft und letztendlich ein Tempo und Ausma\u00df an Innovation, das heutigen Unternehmenserfolgen den entscheidenden Schritt nach vorne erm\u00f6glicht.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a class=\"link-highlight\" title=\"Der L\u00f6sungsansatz f\u00fcr mehr Privatsph\u00e4re\" href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/erkenntnisse\/artikel\/losungsansatz-privatsphare\/\">Der L\u00f6sungsansatz f\u00fcr mehr Privatsph\u00e4re<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Themenvertiefungr<\/h3>\n<p>Wenn Sie mehr \u00fcber die spannende und aufschlussreiche Arbeit von Vordenkern, auf die wir uns in diesem Artikel bezogen haben, erfahren m\u00f6chten, so finden Sie hier eine Liste der von uns verwendeten Quellen:<\/p>\n<p>Buch:\u00a0<a href=\"http:\/\/blog.davidrock.net\">Your Brain at Work by David Rock<\/a><br \/>\nGallup-Bericht: <a href=\"http:\/\/gallup.com\">\u201eState of the Global Workplace\u201c<\/a><br \/>\nPublication:\u00a0<a href=\"http:\/\/steelcase.com\/interruptions\">\u201eInterruptions and multitasking research\u201c von Gloria Mark, Ph.D.<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h2>Vorstellung neue Forschungen zum Mitabeiterengagement und Arbeitspl\u00e4tze in aller Welt<\/h2>\n<p>Mehr als ein Drittel der Besch\u00e4ftigten weltweit sind nicht engagiert. Im Rahmen dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Untersuchung hat Steelcase mit dem internationalen Forschungsinstitut Ipsos zusammengearbeitet, um die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Engagement der Mitarbeiter und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz definieren und bewerten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a class=\"button-gray\" href=\"http:\/\/hubs.ly\/H02d-CJ0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FORDERN SIE DEN REPORT JETZT AN<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Basis ihrer Arbeitsergebnisse unterteilten die Steelcase Forscher den grundlegenden psychologischen Kontext zu individueller Privatsph\u00e4re in zwei Bereiche: Kontrolle der Informationen (was andere Personen \u00fcber uns wissen d\u00fcrfen) und Kontrolle der Au\u00dfenreize (der Umgang mit Ablenkungen).<\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":4481,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"topic":[1073],"class_list":["post-4479","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","industry-arbeitsplatz","topic-wohlbefinden"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.5 - 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