{"id":4468,"date":"2015-05-06T14:46:44","date_gmt":"2015-05-06T12:46:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?post_type=article&#038;p=4468"},"modified":"2023-02-09T16:53:03","modified_gmt":"2023-02-09T15:53:03","slug":"privatsphare-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/privatsphare\/privatsphare-in-der-krise\/","title":{"rendered":"Privatsph\u00e4re in der Krise"},"content":{"rendered":"<p>Weltweit sind Arbeitnehmer mit v\u00f6llig neuen Problemen konfrontiert, die neue Wege des Informationsaustausches und der B\u00fcndelung von Wissen und Know-how erfordern. Zusammenarbeit wurde aus gutem Grund zur Triebfeder f\u00fcr Fortschritt und Innovation. Und auch wenn die heutigen Arbeitspl\u00e4tze die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern anscheinend erleichtern, sind viele F\u00fchrungskr\u00e4fte immer noch mit dem Tempo und den Erfolgszahlen unzufrieden. Ohne zu wissen, was als n\u00e4chstes zu tun ist, werden neue vielversprechende Mitarbeiter engagiert, schicke Gruppenr\u00e4ume designt, neue Technologie angeschafft oder verst\u00e4rkt Teamschulungen angeboten \u2014 die gew\u00fcnschten Resultate bleiben aber aus.<\/p>\n<p>Paradoxerweise wird die Situation dank der Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung von erfolgreicher Zusammenarbeit meist noch schlimmer. Neueste Steelcase Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Miteinander in einem Unternehmen zwar essentiell f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung ist, ein \u00dcberma\u00df aber das Aus bedeutet.<\/p>\n<p>Permanente Teamarbeit und zu wenig M\u00f6glichkeiten zur Konzentration haben weltweit ein bedrohliches Ausma\u00df erreicht, was unweigerlich zu Lasten der Kreativit\u00e4t, Produktivit\u00e4t, Motivation und des Wohlbefindens der Belegschaft geht.<\/p>\n<p>Zweifellos erfordert eine erfolgreiche Zusammenarbeit unter Kollegen einen leichten Zugang zueinander. Dem Einzelnen muss jedoch auch ausreichend Zeit und Raum zugestanden werden, um sich konzentrieren zu k\u00f6nnen oder sich zu regenerieren. Leider werden heute nur wenige Arbeitsumgebungen diesen Anspr\u00fcchen gerecht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4474 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417627463\/www.steelcase.com\/14-0004196.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>\u201eDas Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re, sowohl am Arbeitsplatz als auch in der \u00d6ffentlichkeit, ist ein ebenso elementarer Bestandteil der menschlichen Natur wie das Bed\u00fcrfnis nach Gemeinsamkeit\u201c, erkl\u00e4rt Donny Flynn, Leiterin der Steelcase Forschungsgruppe \u201eWorkSpace Futures\u201c. \u201eJe intensiver Menschen gemeinsam zusammenarbeiten, desto wichtiger ist Zeit f\u00fcr sich allein, d.h. Momente ohne Ablenkung, mit ausreichend Zeit f\u00fcr Aufgaben, die Konzentration und Know-how erfordern. Die Mitarbeiter brauchen R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten, um sich zu entspannen und neue Kraft zu tanken.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin wichtiges Ergebnis unserer Studie war, dass Gro\u00dfraumb\u00fcros nicht zwingend an zu wenig Privatsph\u00e4re schuld sind und dass es keine L\u00f6sung ist, wieder auf die Idee von Einzelb\u00fcros zur\u00fcckzugreifen.\u201c Es gibt nicht DAS optimale Arbeitsumfeld. Vielmehr geht es um das Thema Gleichgewicht. F\u00fcr ein Unternehmen, das nach Innovation und Fortschritt strebt, ist es von entscheidender Bedeutung, die richtige Balance zwischen selbstst\u00e4ndiger und gemeinschaftlicher Arbeit zu finden.\u201c<\/p>\n<h3>Die verzweifelte Suche nach Privatsph\u00e4re<\/h3>\n<p>Mehr als jemals zuvor treten Arbeitnehmer mit dem Ruf nach mehr Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz an die \u00d6ffentlichkeit. Blogs und Online-Chatrooms sind randvoll mit Monologen \u00fcber den Alltag in Gro\u00dfraumb\u00fcros und machen deutlich, wie einfach es ist, abgelenkt zu werden, wie anstrengend eine solche Umgebung sein kann und wie schwierig es ist individuelle Aufgaben zu erledigen. Eine h\u00e4ufige Klage von Betroffenen ist, dass sie sich vor lauter Trubel im wahrsten Sinne des Wortes selbst nicht beim Nachdenken \u201eh\u00f6ren\u201c k\u00f6nnen. Ein renommierter High-End-Hersteller f\u00fcr Kopfh\u00f6rer nutzte diese Chance und bewarb seine Produkte mit dem Vorschlag Lieblingsmusik einzulegen oder einfach dem Klang der Stille zu lauschen, anstatt den l\u00e4rmenden Kollegen zuzuh\u00f6ren. Was die Kampagne allerdings nicht verriet, war die Tatsache, dass durch das Tragen von Kopfh\u00f6rern Unterhaltungen nicht mehr geh\u00f6rt werden k\u00f6nnen und man sich auch nicht daran beteiligen kann, obwohl dies f\u00fcr die eigene Arbeit sehr wichtig w\u00e4re und somit einer der wichtigsten Vorteile von offenen Arbeitsbereichen wegf\u00e4llt. Dabei sind Ablenkungen auditiver Art nur ein Teil des Problems.<\/p>\n<p>Mittlerweile gibt es abgesehen von Berichten und Klagen im Cyberspace weitere eindeutige Anzeichen daf\u00fcr, dass mangelnde Privatsph\u00e4re von Mitarbeitern zu einem Problem mutiert, dem auf Vorstandsebene dringend Beachtung geschenkt werden muss. Dem j\u00fcngsten Gallup-Bericht zur Studie \u201eThe State of the Global Workplace\u201c zufolge sind weltweit nur 11 Prozent der Arbeitnehmer motiviert und von ihrem Job begeistert, 63 Prozent sind hingegen wenig engagiert bis hin zu demotiviert und kaum bereit, gr\u00f6\u00dferen Einsatz f\u00fcr die Unternehmensziele oder Betriebsergebnisse zu zeigen. Sieht man sich die Daten jedoch genauer an, so zeigt sich, dass zumindest in den Vereinigten Staaten diejenigen Arbeiter, die bis zu 20 Prozent ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus arbeiten k\u00f6nnen, von allen Befragten die gr\u00f6\u00dfte Motivation zeigten. Diese Ergebnisse deuten daraufhin, dass diese Mitarbeiter es offensichtlich schaffen, eine Balance zwischen der Arbeit im B\u00fcro, wo Zusammenarbeit und Interaktion mit Kollegen im Vordergrund stehen und der T\u00e4tigkeit zu Hause, wo ihnen die Privatsph\u00e4re zur Verf\u00fcgung steht, die sie f\u00fcr individuelle Aufgaben brauchen, herzustellen. Dennoch ist vielen F\u00fchrungskr\u00e4ften klar, dass es wenig effizient ist, Arbeitnehmer nach Hause zu schicken, wenn sie Privatsph\u00e4re brauchen. Diese Vorgehensweise kann Innovationen eher gef\u00e4hrden als f\u00f6rdern, da die Verbundenheit mit dem Unternehmen schwindet, welche die Mitarbeiter zusammenschwei\u00dft und daf\u00fcr sorgt, dass Unternehmensziele gemeinsam verfolgt werden.<\/p>\n<p>Des Weiteren best\u00e4tigt eine der neuesten von Steelcase in Auftrag gegebenen Studien, die von IPSOS, einem weltweit agierendem Marktforschungsunternehmen, an 10.500 Arbeitnehmern in Europa, Nordamerika und Asien durchgef\u00fchrt wurde, dass mangelnde Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz auf globaler Ebene ein ernstzunehmendes Thema ist. Den Studienergebnissen zufolge bleiben verschiedene Bed\u00fcrfnisse, zum Beispiel die M\u00f6glichkeit, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, ungest\u00f6rt im Team zu arbeiten oder seinen Arbeitsplatz aufgabenbezogen zu w\u00e4hlen, h\u00e4ufig unerf\u00fcllt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4473 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1426611463\/www.steelcase.com\/15-0006363.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Trotzdem l\u00e4sst sich sagen, dass die 11 Prozent der Mitarbeiter, die \u00fcber mehr R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten verf\u00fcgten, insgesamt zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz und motivierter waren. Im Gegensatz dazu waren die Mitarbeiter, welche am unzufriedensten mit ihrer Arbeitsumgebung waren, diejenigen mit der geringsten Motivation. Diese Studie best\u00e4tigt die Beobachtungen der Steelcase Forscher: Der Arbeitsplatz hat konkrete Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Zufriedenheit am arbeitsplatz st\u00e4rkt die mitarbeitermotivation<\/h3>\n<p>Eine von Steelcase in Auftrag gegebene und von IPSOS, einem weltweit f\u00fchrenden Marktforschungsunternehmen, durchgef\u00fchrte Studie zeigt eine starke Korrelation zwischen der Zufriedenheit von Arbeitnehmern mit ihrer Arbeitsumgebung und dem Grad ihrer Motivation.<\/p>\n<p>Nur 11 Prozent der Befragten waren mit ihrer Arbeitsumgebung \u00e4u\u00dferst zufrieden; diese Befragten zeigten auch die gr\u00f6\u00dfte Motivation. Die Befragten stimmten zu, dass ihr Arbeitsplatz ihnen folgende Punkte erm\u00f6glicht:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>98%<\/strong><\/td>\n<td>Sich leicht zu konzentrieren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>97%<\/strong><\/td>\n<td>Ideen einfach und jederzeit mitzuteilen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>95%<\/strong><\/td>\n<td>In Teams zu arbeiten, ohne unterbrochen zu werden<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>88%<\/strong><\/td>\n<td>Je nach T\u00e4tigkeit selbst zu entscheiden, wo innerhalb des B\u00fcros gearbeitet wird<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>95%<\/strong><\/td>\n<td>Sich entspannt und gelassen zu f\u00fchlen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>97%<\/strong><\/td>\n<td>Ein Gef\u00fchl von Unternehmenszugeh\u00f6rigkeit und -kultur zu haben<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr \/>\n<h3>Kosten aufgrund fehlender motivation<\/h3>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>USA<\/strong><\/td>\n<td>$450\u2013550 Mrd.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Deutschland<\/strong><\/td>\n<td>\u20ac112\u2013138 Mrd.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Australien<\/strong><\/td>\n<td>$54.8 Mrd<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong><\/td>\n<td>\u00a352\u201370 Mrd.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><sup><em>2013 Bericht zu \u201eState of the Global Workplace\u201c, Gallup Employee Engagement.<\/em><\/sup><\/p>\n<hr \/>\n<h3>Ansteckende \u00dcberforderung<\/h3>\n<p>Vielbeachtete Vordenker verweisen auf die nachteiligen Auswirkungen von Arbeitsumgebungen, in denen Mitarbeiter st\u00e4ndigen Au\u00dfenreizen ausgesetzt sind. Susan Cain, Autorin des Bestsellers \u201eStill &#8211; Die Kraft der Introvertierten (aus dem Englischen: Quiet: The Power of Introverts in a World that Can\u2019t Stop Talking)\u201c, zufolge sind Menschen am leistungsf\u00e4higsten, wenn sie nicht permanent von anderen umgeben sind. \u201eTrotzdem steht Teamarbeit oft an erster Stelle.\u201c, f\u00fcgt sie hinzu. Das Ergebnis ist ein psychologisches Ph\u00e4nomen, das mit dem Begriff \u201eGruppendenken\u201c bezeichnet wird, also der nat\u00fcrlichen Neigung des Menschen, sich einem Gruppenzwang zu unterwerfen und eher den anderen zu folgen, als sich aufgrund abweichender Meinung dem Risiko auszusetzen, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden.<\/p>\n<p>Cain zufolge besteht die L\u00f6sung nicht darin, \u201edie pers\u00f6nliche Zusammenarbeit zu beenden, sondern den Umgang damit weiterzuentwickeln\u201c. Anstatt nur Gro\u00dfraumb\u00fcros zur Verf\u00fcgung zu stellen, empfiehlt Cain den Unternehmen, \u201eBedingungen zu schaffen, in denen die Menschen entscheiden wann sie mit anderen interagieren und wann sie sich zur Konzentration zur\u00fcckziehen m\u00f6chten\u201c.<\/p>\n<p>David Rock, ein Performance-Management-Consultant und Autor des Buches \u201eBrain at Work\u201c, baut die Diskussion auf den neuesten Erkenntnissen im Bereich Neurowissenschaften auf. Seiner Meinung nach leiden die meisten Angestellten unter einer \u201eansteckenden \u00dcberforderung\u201c aufgrund der enormen Informationsmenge, mit der sie sich tagt\u00e4glich auseinandersetzen m\u00fcssen und einer erheblichen Zunahme der Au\u00dfenreize, denen sie ausgesetzt sind. Rock stellt fest, dass der menschliche pr\u00e4frontale Kortex, der Ort an dem die meiste Wissensarbeit des Gehirns stattfindet, klein, energiehungrig und leicht abzulenken ist. Viele wissenschaftliche Arbeiten belegen, dass die These von erfolgreichem Multitasking bei Menschen im Grunde nicht mehr als Wunschdenken ist. Menschen k\u00f6nnen ihre volle Aufmerksamkeit in kontrollierter Form nur einer Sache widmen. Sobald wir versuchen, unsere Aufmerksamkeit gleichzeitig auf zwei ged\u00e4chtnisabh\u00e4ngige Aufgaben zu richten, werden wir unweigerlich abgelenkt und erledigen schlie\u00dflich keine der beiden Aufgaben zufriedenstellend. Angesichts dieser Tatsache, gestaltet es sich in der heutigen Arbeitswelt noch schwieriger, Spitzenleistungen zu erbringen, als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1776 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421530220\/www.steelcase.com\/15-0006362.jpg\" alt=\"Coworkers using varying technology around cluttered desk.\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>\u201eJe besser wir darin wurden, Informationen zu nutzen und weiterzugeben sowie entsprechende Software, Techniken und Tools zu entwickeln, desto mehr haben wir auch daf\u00fcr gesorgt, dass Informationen buchst\u00e4blich mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs sind &#8230; Das bedeutet, dass wir mit dem gesamten Schwall an Information und Kommunikation auf ein winziges Nadel\u00f6hr sto\u00dfen: Unserer F\u00e4higkeit, aufmerksam zu sein und Entscheidungen zu treffen. Bei dem morgendlichen Download ihrer E-Mails m\u00fcssen viele Menschen innerhalb von drei\u00dfig Minuten eine Menge von Informationen \u201eabarbeiten\u201c, f\u00fcr die unser Gehirn bei angemessenem Tempo vermutlich ein oder zwei Tage ben\u00f6tigen w\u00fcrde&#8230; Wir strapazieren unsere Kapazit\u00e4ten definitiv in vielfacher Hinsicht\u201c, erkl\u00e4rt David Rock.<\/p>\n<p>B\u00fcroangestellte werden alle drei Minuten durch digitale oder menschliche Au\u00dfenreize gest\u00f6rt. Laut einer neuen Untersuchung der University of California haben diese Unterbrechungen der Aufmerksamkeit einen zerst\u00f6rerischen Welleneffekt, denn sobald eine Ablenkung auftritt, kann unser Kopf bis zu 23 Minuten brauchen, um zu seiner urspr\u00fcnglichen Aufgabe zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Das Problem besteht darin, dass das Geflecht in unserem Gehirn, das die Impulse kontrolliert (auch als Bremssystem des Gehirns bezeichnet), leicht erm\u00fcdet. Das bedeutet, wenn wir erst einmal durch etwas abgelenkt wurden, f\u00e4llt es uns schwerer, uns nicht noch weiter ablenken zu lassen. Rock vergleicht dies mit dem Beispiel, ein Motorrad mit dem Fu\u00df zu bremsen. \u201eIhr Fu\u00df dient als durchaus effektive Bremse, wenn Sie auf ein Motorrad steigen. Allerdings nur so lange, bis sie es in Bewegung setzen. Genauso verh\u00e4lt es sich bei Ablenkungen. Bevor Sie abgelenkt werden, k\u00f6nnen Sie eine bevorstehende Ablenkung ausbremsen, sobald die Ablenkung allerdings eingetreten ist, Sie sich sozusagen in Bewegung gesetzt haben, funktioniert Ihre Bremse nicht mehr richtig.\u201c<\/p>\n<h3>Schutzlos ausgeliefert?<\/h3>\n<p>R\u00e4umliche Wahrnehmung spielte f\u00fcr das menschliche \u00dcberleben stets eine wichtige Rolle und noch heute sind Relikte aus den fr\u00fchen Tagen unserer Entwicklungsgeschichte tief in unserem Inneren verwurzelt und haben nicht unerhebliche Folgen auf unseren Alltag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4471 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1426613174\/www.steelcase.com\/15-0006366.jpg\" alt=\"360 Issue 68 Privacy Crisis\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>\u201eWir m\u00f6gen Umgebungen, die uns einen klaren Blick auf das Geschehen um uns herum erlauben \u2014 offene R\u00e4ume, die uns als Teil einer Gruppe einen g\u00fcnstigen \u00dcberblick verschaffen \u2014 aber auch Zufluchtsorte, an die wir uns gegebenenfalls zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Meike Toepfer Taylor, Designentwicklerin bei Coalesse. Mit anderen Worten, auch wenn die Wasserstellen und H\u00f6hlen unserer Vorfahren mittlerweile durch Treffpunkte und private Enklaven in unserem B\u00fcroalltag ersetzt wurden, so bleibt ein fundamentales und instinktives Bed\u00fcrfnis nach beiden Umgebungsformen.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eReize aus der Umgebung, z.B. visueller oder akustischer Art, lassen sich zwar kontrollieren, es liegt jedoch an jedem selbst, herauszufinden, wie innere Ablenkung kontrolliert werden kann. Die gro\u00dfe Erkenntnis unserer Untersuchung war jedoch, wie unterschiedlich jeder Einzelne mit diesen Ablenkungen umgeht.&#8221;<\/p><cite>Donna Flynn<\/cite><\/blockquote>\n<p>In vielen Unternehmen scheint es, dass der Schwerpunkt zu sehr auf offenen R\u00e4umen liegt und nicht gen\u00fcgend geschlossene, private R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>\u201eViele Unternehmen bem\u00fchen sich heute, ein Gleichgewicht zwischen privaten und offenen R\u00e4umen herzustellen\u201c, erkl\u00e4rt Flynn. \u201eEs gibt zunehmend Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass Mitarbeiter sich durch mangelnde Privatsph\u00e4re an ihren Arbeitspl\u00e4tzen schutzlos ausgeliefert f\u00fchlen und dies sowohl die Motivation als auch das kognitive, emotionale und sogar das physische Wohlbefinden der Angestellten beeintr\u00e4chtigt.\u201c Unternehmen stellen sich mittlerweile Fragen, wie zum Beispiel: \u201eSind wir mit unseren Gro\u00dfraumpl\u00e4nen zu weit gegangen &#8230; Oder haben wir etwas falsch gemacht? Gibt es ein Patentrezept? Welche Art von Arbeitsumgebung sollen wir schaffen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Bedarf an mehr Privatsph\u00e4re erfordert ein Umdenken hinsichtlich effektiver Arbeitsplatzgestaltung, und zwar unter Ber\u00fccksichtigung sowohl aller menschlichen als auch unternehmerischen Aspekte&#8221;, erkl\u00e4rt Flynn.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>PRIVATSPH\u00c4RE IN PHYSISCHEN R\u00c4UMEN<\/h3>\n<p>Der Steelcase Studie zufolge entscheiden Menschen instinktiv anhand von vier sich h\u00e4ufig \u00fcberschneidenden Gesichtspunkten, ob ein Raum das gew\u00fcnschte Ma\u00df an Privatsph\u00e4re bietet:<\/p>\n<p><strong>Akustische Privatsph\u00e4re:<\/strong> Keine St\u00f6rung durch L\u00e4rm und\/oder die M\u00f6glichkeit, selbst L\u00e4rm zu verursachen, ohne dabei andere zu st\u00f6ren.<br \/>\n<strong>Visuelle Privatsph\u00e4re:<\/strong> Nicht von anderen gesehen werden und\/oder sich von visuellen Ablenkungen freimachen.<br \/>\n<strong>Territoriale Privatsph\u00e4re:<\/strong> Forderung nach einem eigenen kontrollierbaren Raum (olfaktorische Privatsph\u00e4re bildet eine Untergruppe).<br \/>\n<strong>Informatorische Privatsph\u00e4re:<\/strong> Inhalte (analog und\/oder digital) und\/oder Unterhaltungen vertraulich behandeln.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Als wir unsere j\u00fcngste Studie \u00fcber die Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz begannen, wurde uns klar, dass wir zwar viel \u00fcber R\u00e4ume f\u00fcr individuelles Arbeiten, aber so gut wie nichts \u00fcber das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re wussten. Also beschlossen wir, den Fokus darauf auszurichten: Wir fingen mit den fundamentalen Bed\u00fcrfnissen der Menschen an und nicht mit dem Thema Raum.<\/p>\n<p>Auf der Basis ihrer Arbeitsergebnisse unterteilten die Steelcase Forscher den grundlegenden psychologischen Kontext zu individueller Privatsph\u00e4re in zwei Bereiche: Kontrolle der Informationen (was andere Personen \u00fcber uns wissen d\u00fcrfen) und Kontrolle der Au\u00dfenreize (der Umgang mit Ablenkungen). Sie erkannten weltweit koh\u00e4rente Muster: Heutzutage sind Arbeitnehmer st\u00e4ndig zwischen \u201esich zeigen\u201c und \u201esich verbergen\u201c und zwischen der Suche bzw. dem Ausblenden von Reizen hin- und hergerissen.<\/p>\n<p>\u201eDas \u00dcberraschendste war f\u00fcr uns, wie universell das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re in unserer heutigen Welt ist. Wir gingen davon aus, dass in L\u00e4ndern wie zum Beispiel China, mit seiner kollektivistisch ausgelegten Kultur, der Wunsch nach Privatsph\u00e4re geringer w\u00e4re als beispielsweise in den Vereinigten Staaten, in denen Individualismus ein hoher Stellenwert hat. Wir fanden jedoch heraus, dass die Menschen auf der ganzen Welt phasenweise ungest\u00f6rt sein m\u00f6chten. Die Beweggr\u00fcnde k\u00f6nnen in den verschiedenen Kulturkreisen differieren und sind m\u00f6glicherweise auch durch kulturelle Vorgaben beschr\u00e4nkt, dennoch ist das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re, sowohl am Arbeitsplatz als auch in der \u00d6ffentlichkeit, ein ebenso elementarer Wunsch des Menschen wie das Bed\u00fcrfnis nach Gemeinsamkeit\u201c, erl\u00e4utert Wenli Wang, die f\u00fcr Steelcase die Studie \u00fcber Privatsph\u00e4re in China durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1501681674\/www.steelcase.com\/2017\/08\/02\/14-0001678.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<h3>PRIVATSPH\u00c4RE: EINE IMMERW\u00c4HRENDE HERAUSFORDERUNG<\/h3>\n<p>Das Gezeter um Privatsph\u00e4re bei der Arbeit ist nicht neu. Tats\u00e4chlich widmen sich diesem Thema Designkonzepte f\u00fcr B\u00fcros bereits seit Jahrzehnten. Offene B\u00fcror\u00e4ume wie sie in den sp\u00e4ten 1960ern als Folge der boomenden Belegschaftszahlen aufkamen, wurden bereits auf eine Art und Weise erdacht, die mehr Privatsph\u00e4re erm\u00f6glichte, als die Tischreihen in gro\u00dfen R\u00e4umen, wo Arbeitnehmer typischerweise in der Vergangenheit arbeiteten. Nat\u00fcrlich wurde so auch der vorhandene Raum optimierter genutzt und dadurch Kosten gespart. Im Laufe der Zeit bildete sich diese Herangehensweise immer mehr heraus. In Nordamerika versuchten viele Unternehmen durch Zellenb\u00fcros die vorhandenen Hierarchien abzuflachen, Zusammenarbeit zu verbessern und eine eher teamorientierte Kultur zu entwickeln.<\/p>\n<p>Um die sich wandelnden Bed\u00fcrfnisse und Erwartungen an Arbeitspl\u00e4tze besser verstehen zu k\u00f6nnen, wandte sich Steelcase 1978 an das Meinungsforschungsunternehmen von Louis Harris, um eine Pionierstudie \u00fcber die Einstellungen von B\u00fcroangestellten, firmeneigenen B\u00fcroraumplanern und professionellen B\u00fcrodesignern bzgl. ihrer B\u00fcros zu erstellen. Diese Erhebung zeigte, dass das Thema Privatsph\u00e4re von gro\u00dfer Bedeutung ist und dabei jedoch der am wenigsten zufriedenstellende Aspekt ihrer Arbeitsumgebung darstellt. Wenngleich mangelnde Privatsph\u00e4re also weiterhin ein Problem war, zeigte eine Studie von 1991, dass Ver\u00e4nderungen auf dem Vormarsch waren: B\u00fcroangestellte arbeiteten mehr als die H\u00e4lfte ihrer Zeit allein. Unternehmen erkannten jedoch den steigenden Bedarf nach schnelleren, besseren und effizienteren Ergebnissen und strebten dadurch nach mehr Zusammenarbeit. Im Vergleich zu 1989 berichtete eine steigende Zahl von Mitarbeitern, dass es Bereiche gibt, in denen sie gemeinsam, informell arbeiten und netzwerken k\u00f6nnen (51% vs. 46%). Laut 57% der Befragten sind spezielle Projektbereiche verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Im Laufe der 90er Jahre richtete sich der Blick mehr Richtung Zusammenarbeit und weg vom Thema Privatsph\u00e4re. Gem\u00e4\u00df einer weiteren Studie von 2000 verlangten beinahe die H\u00e4lfte (48,9%) der Befragten mehr M\u00f6glichkeiten, innerhalb der Arbeitsumgebung mit Kollegen zusammenzuarbeiten, w\u00e4hrend gerade einmal 27% sich \u00fcber zu wenig Privatsph\u00e4re beklagten. Des Weiteren gab jeder zehnte Befragte an, dass es innerhalb des Unternehmens sogar zu viel Privatsph\u00e4re gebe.<\/p>\n<p>Der Nutzen von Zusammenarbeit wurde in der Wahrnehmung der 90er Jahre so dominant, dass teilweise sogar F\u00fchrungskr\u00e4fte auf ihre Privatb\u00fcros verzichteten und stattdessen in de Gro\u00dfraumb\u00fcros arbeiteten, um n\u00e4her am Informationsfluss zu sein und dadurch schnellere und bessere Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen. Vor allem in L\u00e4ndern wie den Niederlanden, die egalit\u00e4re Kultur aufweisen, war dies der Fall.<\/p>\n<p>Heute weisen 70% aller B\u00fcroumgebungen in den Vereinigten Staaten in irgendeiner Form Charakterz\u00fcge eines Gro\u00dfraumb\u00fcros auf, sch\u00e4tzt die International Management Facility Association. Im Laufe der Zeit wurden diese Arbeitspl\u00e4tze zunehmend offener und betr\u00e4chtlich kleiner. In den USA schrumpfte der durchschnittliche Platz pro Mitarbeiter von 46 m\u00b2 pro Person in den 1970ern auf 21 m\u00b2 pro Person im Jahre 2010 und sogar auf 16 m\u00b2 im Jahr 2012. CoreNet Global, die diese Zahlen vorlegten, geht au\u00dferdem davon aus, dass dieser Trend anhalten wird und 2017 nur noch 9 m\u00b2 pro Mitarbeiter vorgesehen sind. In der gleichen Zeit sank die H\u00f6he von Trennw\u00e4nden von 180 cm auf 160 cm oder weniger, bzw. in vielen B\u00fcros verzichtete man komplett darauf. Stattdessen arbeitete man beispielsweise an Benchsystemen, wobei diese Arbeitspl\u00e4tze h\u00e4ufig geteilt genutzt wurden und nur noch wenige pers\u00f6nlich zugewiesen waren.<\/p>\n<p>Trotz der Tatsache, dass der technische Wandel unsere Arbeit mobiler werden lie\u00df, verrichtet weltweit der Gro\u00dfteil der Angestellten nach wie vor das Gros der T\u00e4tigkeiten &#8211; wenn nicht sogar alle &#8211; innerhalb immer kleinerer Arbeitsumgebungen. Vor allem der pers\u00f6nliche Raum wird immer weniger, worunter vor allem die Privatsph\u00e4re leidet &#8211; sofern sie \u00fcberhaupt noch vorhanden ist. Nichtsdestotrotz wurde die zu verrichtende Arbeit zusehends komplexer und Innovationskraft sowie Kreativit\u00e4t sind Voraussetzungen daf\u00fcr geworden, um in der heutigen Wirtschaft bestehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eIn dieser Hinsicht gibt es keine Patentl\u00f6sung, die immer und \u00fcberall passt. Privatsph\u00e4re umfasst viele verschiedene Bed\u00fcrfnisse und Verhaltensweisen.&#8221;<\/p><cite>Melanie Redman<\/cite><\/blockquote>\n<p>\u201eF\u00fcr Menschen in den L\u00e4ndern der westlichen Welt dreht sich die Suche nach Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz zumeist darum, einen Ort f\u00fcr vertrauliche Gespr\u00e4che zu finden. Wohingegen die Motivation in China in erster Linie darauf basiert, sowohl Informationen als auch sich selbst vor den Blicken anderer zu sch\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Wang. \u201eIn China denken die Menschen anders \u00fcber individuelle Privatsph\u00e4re als die Menschen im Westen dies tun. In der westlichen Welt geht es h\u00e4ufig um die Kontrolle von Au\u00dfenreizen. In China ist die Frage nach Ablenkung kein sonderlich gro\u00dfes Thema. Hier geht es mehr um die Kontrolle von Informationen sowie darum, pers\u00f6nliche Infos vor anderen zu verbergen und der Beobachtung durch Dritte zu entgehen. Das ist in der Arbeitswelt eine gro\u00dfe Herausforderung, denn die r\u00e4umliche Enge am Arbeitsplatz ist relativ gro\u00df und normalerweise gibt es an Arbeitspl\u00e4tzen keine M\u00f6glichkeit, einen pers\u00f6nlichen Telefonanruf entgegenzunehmen oder eine private Unterhaltung zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Wie Menschen Raum als weitere kulturelle Dimension nutzen, wurde bereits in den 1960er Jahren umfassend von Edward T. Hall, einem amerikanischen Anthropologen, der sich mit der interkulturellen Kommunikation besch\u00e4ftigte und den Begriff Proxemik (Raumverst\u00e4ndnis) pr\u00e4gte und diesen der nonverbalen Kommunikation als Teilkategorie zuwies, untersucht. Hall besch\u00e4ftigte sich mit den r\u00e4umlichen Distanzzonen, die den Abstand zwischen anderen Menschen und uns selbst kennzeichnen. Dabei unterscheidet man die intime, die pers\u00f6nliche, die soziale und die \u00f6ffentliche Distanzzone. Jede dieser Zonen ist f\u00fcr unterschiedliche Situationen geeignet und pers\u00f6nlicher Raum bedeutet, dass sich Menschen bei der Arbeit mit anderen wohlf\u00fchlen. Die Abst\u00e4nde der einzelnen Zonen k\u00f6nnen zwar variieren, je nach Kultur teilt sich jedoch diese r\u00e4umliche Norm in vier Zonen auf. In Nordamerika, erstreckt sich die intime Distanzzone \u00fcber 45 cm vom K\u00f6rper weg, w\u00e4hrend die pers\u00f6nliche Distanzzone bei 1,2 m liegt, die soziale Distanzzone bei 3,6 m und die \u00f6ffentliche Distanzzone \u00fcber diesen Abstand hinausgeht.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eAls eine im S\u00fcden der USA aufgewachsene Person, die heute in Shanghai lebt, bin ich immer wieder fasziniert, wie unterschiedlich Menschen sein k\u00f6nnen und wie sehr sie sich doch gleichen.\u201d<\/p><cite>Wenli Wang<span>Steelcase<\/span><\/cite><\/blockquote>\n<p>Der entstehende Stress in modernen Arbeitsumgebungen l\u00e4sst sich zweifelsohne darauf zur\u00fcckf\u00fchren, dass die pers\u00f6nliche Distanzzone der Mitarbeiter gef\u00e4hrdet wird. \u201eViele Menschen bewegen sich in Arbeitsumgebungen, in denen ihnen Kollegen sehr nahekommen oder sogar die intime Distanzzone \u00fcberschreiten\u201c, stellt Taylor fest. Dieses Eindringen beschr\u00e4nkt sich h\u00e4ufig nicht nur auf den physischen Raum. Es passiert auch in digitaler Form, wenn Mitarbeiter an Videokonferenzen \u00fcber ihre Mobilger\u00e4te teilnehmen und andere Personen dabei nur eine Arml\u00e4nge von ihnen entfernt sind. Andererseits bringt eine Videokonferenz Teammitglieder verschiedenster Standorte zusammen und sorgt f\u00fcr einen unbefangenen und einfacheren Informationsaustausch unter Kollegen.<\/p>\n<p>\u201eObwohl es kulturell bedingte Unterschiede sowie akzeptable L\u00f6sungen in Bezug auf Privatsph\u00e4re gibt, zeigte die Zusammenarbeit von Steelcase mit weltweit f\u00fchrenden Unternehmen, dass Verhaltensregeln eines Unternehmens nationale Normen und Standards relativ schnell dominieren&#8221;, erkl\u00e4rt Redman. Innerhalb bestimmter Kulturen ist das Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re des Einzelnen letztendlich immer kontextabh\u00e4ngig, wie die Forscher betonen. Das bedeutet, dass die Suche nach R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten stark von der individuellen Pers\u00f6nlichkeit, der aktuellen Gef\u00fchlslage und der anstehenden Aufgabe abh\u00e4ngig ist. \u201eKreative Aufgaben lassen sich aufgrund einer bestimmten Umgebungssituation an einem Tag geradezu befl\u00fcgelt bew\u00e4ltigen, w\u00e4hrend am n\u00e4chsten Tag genau diese Einfl\u00fcsse sich gegenteilig und st\u00f6rend auswirken\u201c, meint Redman. Des Weiteren so Wang, unterstreiche die Steelcase Studie, dass mentale und physische Privatsph\u00e4re zwar oft miteinander verbunden sind, aber deshalb nicht zwingend gleichbedeutend seien. \u201eDie Menschen sprachen von ihrem eigenen \u201aPlatz\u2018, d.h. ihrem eigenen psychischen Freiraum, der es ihnen erlaubt, sich frei und sicher zu bewegen und zu denken, ohne danach beurteilt zu werden.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3725 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421256000\/www.steelcase.com\/15-0006213.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<h3>F\u00dcNF ERKENNTNISSE \u00dcBER PRIVATSPH\u00c4RE<\/h3>\n<p>\u201eWenn Menschen sagen, sie br\u00e4uchten mehr Privatsph\u00e4re, so kann das viele unterschiedliche Bedeutungen haben. Als wir die Erwartungen, die Menschen an ihre Privatsph\u00e4re stellen, n\u00e4her untersuchten, konnten wir f\u00fcnf wichtige Erkenntnisse gewinnen\u201c, bemerkt Redman. \u201eDie Ergebnisse unserer Studie lie\u00dfen sich zu f\u00fcnf Grunds\u00e4tzen \u00fcber das Erleben individueller Privatsph\u00e4re zusammenfassen. Betrachtet man jeden einzelnen dieser f\u00fcnf Grunds\u00e4tze f\u00fcr sich, so bekommt man ein tieferes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem die Ergebnisse aus akademischen Studien mit ihren eigenen prim\u00e4ren Untersuchungsresultaten abgeglichen wurden, gelang es den Forschern von Steelcase, folgende f\u00fcnf verschiedene Arten des Erlebens von Privatsph\u00e4re zu definieren:<\/p>\n<p><strong>1. Strategische Anonymit\u00e4t: Unerkannt bleiben \/ \u201cunsichtbar\u201d sein<\/strong><br \/>\nDie M\u00f6glichkeit anonym zu bleiben ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Ungest\u00f6rtsein geht. Damit entzieht man sich den durch normale Sozialkontrolle auftretenden Zw\u00e4ngen. Indem man unerkannt bleibt, vermeidet man Unterbrechungen und experimentiert mit ver\u00e4nderten Handlungsweisen. Das Wichtigste dabei ist jedoch die strategische Herangehensweise \u2014 jede(r) Einzelne bestimmt, wann und warum er\/sie sich anonymisiert. Zum Beispiel: Wenn Mitarbeiter ein Caf\u00e9 aufsuchen, um konzentriert an etwas zu arbeiten, so tun sie dies h\u00e4ufig, um den sozialen Ablenkungen am Arbeitsplatz zu entgehen. Das sanfte Gemurmel von Fremden kann in diesem Fall genau der richtige Stimulus sein, der das Denken anregt, ohne die Aufmerksamkeit abzulenken.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeiten in einem Caf\u00e9 oder an einem Platz, an dem man unerkannt bleibt<\/li>\n<li>Teilnahme an Online-Diskussionen unter einem Pseudonym<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. Selektive Exposition: Bestimmen, was andere sehen<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Gedanken und Gef\u00fchle sowie alle pers\u00f6nlichen Informationen und unsere Eigenarten werden nur dann preisgegeben, wenn wir dies zulassen. Oft werden nur bestimmte Informationen an ausgew\u00e4hlte Menschen weitergegeben, w\u00e4hrend andere Informationen nicht f\u00fcr diesen Kreis bestimmt sind. Die Identit\u00e4tskonstruktion ist ein bekannter sozialwissenschaftlicher Begriff und beschreibt die Tatsache, dass Menschen sich je nach ihrem Gegen\u00fcber unterschiedlich pr\u00e4sentieren. Heutzutage werden pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber neue Kan\u00e4le weitergegeben und es stellt sich dabei die Frage, wie \u201esicher\u201c diese Preisgabe ist. Die Entscheidung dar\u00fcber, welche Informationen mitgeteilt werden, beinhaltet das Abw\u00e4gen von Vorteilen und Risiken. Diese Entscheidung gestaltet sich f\u00fcr jeden Einzelnen unterschiedlich. Die Entscheidung wird durch den kulturellen Hintergrund, das Geschlecht sowie die eigene Pers\u00f6nlichkeit mittels implizierter Ge- und Verbote beeinflusst. Bestimmte Verhaltensweisen m\u00f6gen in bestimmten Kulturkreisen durchaus \u00fcblich sein, wie zum Beispiel in China ein Nickerchen am Arbeitsplatz oder in Frankreich ein entspanntes Glas Wein w\u00e4hrend der Mittagspause, in anderen Teilen der Welt sind diese jedoch v\u00f6llig verp\u00f6nt.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Telefonanruf anstelle einer Videokonferenz<\/li>\n<li>Wahl der pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde, die am Arbeitsplatz gezeigt werden<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1419978001\/www.steelcase.com\/14-00019861.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p><strong>3. Umgang mit Vertraulichkeit: Vertrauliche Mitteilungen<\/strong><\/p>\n<p>Bei Privatsph\u00e4re geht es nicht nur um das Alleinsein. Wir suchen auch nach ungest\u00f6rten Momenten mit anderen. Zum Beispiel, wenn wir pers\u00f6nliche Informationen oder Gef\u00fchle mit einer anderen Person teilen m\u00f6chten. Dabei spielt das Ma\u00df an Vertrauen eine gro\u00dfe Rolle. Man setzt voraus, dass dem Gegen\u00fcber bewusst ist, dass die mitgeteilte Information nicht f\u00fcr die Allgemeinheit bestimmt ist. Es gibt viele Beispiele im t\u00e4glichen Berufsleben, bei denen sich kleine Gruppen, von zwei oder drei Leuten, beraten m\u00f6chten. Allerdings ist es in den modernen, zumeist offen gestalteten B\u00fcroumgebungen oft recht schwierig, einen geeigneten Platz daf\u00fcr zu finden, ohne im Vorfeld einen Raum gebucht zu haben. Entgangene Chancen sind leider nur zu h\u00e4ufig die Folge.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Gespr\u00e4ch unter Kollegen \u00fcber eine pers\u00f6nliche Situation<\/li>\n<li>Ein Leistungsbeurteilungsgespr\u00e4ch mit dem Vorgesetzten<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4. Bewusstes Abschirmen: Selbstschutz<\/strong><\/p>\n<p>Bei pers\u00f6nlicher Sicherheit geht es nicht nur um den Schutz vor k\u00f6rperlichen Sch\u00e4den. Es gibt auch eine starke psychologische Komponente. Das Gef\u00fchl von einem Eingriff in die Privatsph\u00e4re, von dem Menschen h\u00e4ufig nach einem Einbruch berichten, weist auf einen engen Zusammenhang zwischen pers\u00f6nlichem Territorium und Selbstempfinden hin. Wir ergreifen aktive Ma\u00dfnahmen, um uns vor derartigen \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen. Wenn auch weniger traumatisch als beim Diebstahl des pers\u00f6nlichen Hab und Guts erleben Menschen \u00e4hnliche Gef\u00fchle, wenn es um das Eindringen in den pers\u00f6nlichen Bereich am Arbeitsplatz geht und sie versuchen, sich auch dort vor Au\u00dfenreizen und neugierigen Blicken anderer zu sch\u00fctzen. Selbstschutz beinhaltet in diesem Zusammenhang auch, sich einen Standpunkt zu erarbeiten, der sich dem Einfluss von Gruppendenken entzieht. Beispielsweise, wenn eine Gruppe sich zur gemeinsamen Erarbeitung von Ergebnissen trifft und der Einzelne starke \u00fcberzeugende Argumente zum aktuellen Thema einbringen kann.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Tragen von Kopfh\u00f6rern, um Ablenkungen auditiver Art auszuschlie\u00dfen<\/li>\n<li>Mit dem R\u00fccken zur Wand sitzen<\/li>\n<li>Den PC-Bildschirm wegdrehen<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>5. Gezieltes Alleinsein: Sich bewusst von anderen absondern<\/strong><\/p>\n<p>Isolation ist eine subjektive Gem\u00fctsverfassung. Man kann sich innerhalb einer Gruppe alleine f\u00fchlen, obwohl man von anderen Personen umgeben ist. Bewusstes Alleinsein ist dagegen physischer Natur: Man kann sich vors\u00e4tzlich von einer Gruppe absondern, um konzentriert zu arbeiten, sich eine kurze Ruhepause zu g\u00f6nnen, seinen Gef\u00fchlen freien Lauf zu lassen oder pers\u00f6nlichen Dingen nachzugehen. F\u00fcr Menschen aus individualistischen Kulturkreisen, wie zum Beispiel den USA, ist solch ein Alleinsein nahezu etwas Selbstverst\u00e4ndliches. Doch selbst in kollektivistischen Kulturen, wie etwa China, ist das Alleinsein manchmal ein elementares Bed\u00fcrfnis.<\/p>\n<p>Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Enklave f\u00fcr sich finden<\/li>\n<li>Nach drau\u00dfen gehen<\/li>\n<li>In der hintersten Ecke eines gro\u00dfen Raumes sitzen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Das Privatsph\u00e4renparadigma<\/h3>\n<p>Den Forschern wurde bei der Zusammenfassung ihrer Ergebnisse klar, dass es unterschiedlichster R\u00e4ume innerhalb des Unternehmens bedarf, wenn man dem Bed\u00fcrfnis der Mitarbeiter nach Privatsph\u00e4re gerecht werden will.<\/p>\n<p>\u201eWenn man an Privatsph\u00e4re denkt, so fallen einem unweigerlich Einzelb\u00fcros ein. Dieses Paradigma hat sich in dem allgemeinen Arbeitsplatzdesign verankert\u201c, erkl\u00e4rt Flynn. \u201eUnsere Untersuchungen best\u00e4tigten, dass Menschen aus den verschiedensten Gr\u00fcnden und zu unterschiedlichsten Zeiten nach Privatheit suchen. Manchmal bedeutet das, sich einen Platz zu suchen, um sich in Ruhe eine Stunde lang zu konzentrieren, es kann aber auch nur eine Verschnaufpause von 20 Minuten sein, um zwischen zwei nervenaufreibenden Besprechungen wieder einen klaren Kopf zu bekommen und sich zu sortieren. Wir haben die Chance, private R\u00e4ume innerhalb des gesamten Arbeitsumfeldes neu zu gestalten, um pers\u00f6nliche und individuelle R\u00e4ume zu schaffen, die bei Bedarf von allen genutzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr das pers\u00f6nliche Wohlbefinden und die Leistungsf\u00e4higkeit der Mitarbeiter ist es enorm wichtig, dass Besch\u00e4ftigte eine Wahl und einen gewissen Grad an Kontrolle hinsichtlich der Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePrivatsph\u00e4re beudetet nicht immer nur vier W\u00e4nde und eine T\u00fcr\u201c, erkl\u00e4rt Redman. \u201eMan kann auch mit zwei W\u00e4nden oder sogar v\u00f6llig offenen R\u00e4umen f\u00fcr Privatsph\u00e4re sorgen. Das h\u00e4ngt einfach davon ab, welche Form der Privatsph\u00e4re gerade n\u00f6tig ist.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eWas bisher bei der Forcierung von Zusammenarbeit \u00fcbersehen wurde, ist der Stellenwert pers\u00f6nlicher Zeitgestaltung.\u201c<\/p><cite>Donna Flynn<\/cite><\/blockquote>\n<p>H\u00e4ufig f\u00fchlt man sich sogar in nicht geschlossenen und informellen Umgebungen, die eindeutig den menschlichen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden, gesch\u00fctzter als in unpers\u00f6nlichen oder rein zweckm\u00e4\u00dfigen R\u00e4umen. Einfache M\u00f6belst\u00fccke, wie zum Beispiel Sitzgruppen mit tiefem Lounge-Charakter, vermitteln den Menschen das Gef\u00fchl, sich in einem nahezu privaten Kokon zu befinden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Angestellten zieht sich der Bedarf nach Privatsph\u00e4re in einer Wellenlinie durch den Arbeitstag. Die zu erledigenden Aufgaben variieren zwischen intensiver Zusammenarbeit mit anderen, einfachen, aber individuellen Arbeiten, wie z.B. das Beantworten und Schreiben von E-Mails oder Aufgaben, die hochkonzentriert erledigt werden m\u00fcssen, wie das Analysieren von Daten oder das Ausarbeiten neuer Ideen und Konzepte. Mih\u00e1ly Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi, eine bekannte Koryph\u00e4e in Psychologenkreisen, ist der Meinung, dass Menschen bei komplexen Herausforderungen in eine Art T\u00e4tigkeitsrausch geraten, um einen Bewusstseinszustand zu erreichen, den Cs\u00edkszentmih\u00e1lyi als \u201eFlow\u201c bezeichnet. Nat\u00fcrlich kann Privatsph\u00e4re allein keinen Flow-Effekt garantieren, aber der Mangel an Privatsph\u00e4re kann den Eintritt dieses Effekts verhindern.<\/p>\n<p>\u201eSo sehr Menschen nach pers\u00f6nlichen Einzelerfolgen streben, so sehr sehnen sie sich auch nach Zusammenarbeit und Gemeinschaft. St\u00e4ndig alleine zu arbeiten, hat genauso viele negative Auswirkungen auf das Leistungsverm\u00f6gen wie eine permanente Teamarbeit und f\u00fchrt \u00fcberdies zu \u00e4hnlichen gesundheitlichen Risiken wie das Rauchen&#8221;, erl\u00e4utert David Rock.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1731 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415266036\/www.steelcase.com\/14-0001757.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Soziale Interaktion ist eine gro\u00dfartige Sache f\u00fcr unser Gehirn &#8230;\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eUnser Gehirn sch\u00e4tzt die Interaktion mit anderen Menschen und es ist ein wichtiger Teil, um uns am Leben zu halten.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWeil unsere Gehirne zutiefst sozial veranlagt sind, k\u00f6nnen wir gar nicht anders als aufzusehen, wenn jemand an unserem Tisch vorbeigeht\u201c, f\u00fcgt er hinzu. \u201eEs ist einfach eine reflexartige Reaktion. Und es spielt dabei keine Rolle, ob jemand an Ihrem Tisch vorbeigeht oder Ihnen eine E-Mail sendet, diese Ablenkungen sind zu stark, als dass Sie sie ignorieren k\u00f6nnten. Deshalb m\u00fcssen wir Zeit und Raum schaffen, um solche Dinge auszuschalten und in Ruhe nachdenken zu k\u00f6nnen &#8230; Wenn wir \u00fcber reine Zusammenarbeit sprechen, so gehen wir eigentlich davon aus, dass Kollegen zusammenkommen und gemeinsam sichtbare Ergebnisse erarbeiten, aber sich auch jederzeit zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen, um in Ruhe f\u00fcr sich zu arbeiten und sich anschlie\u00dfend erneut zusammensetzen. Das bedeutet, es geht um die M\u00f6glichkeit, nachzudenken, sich zu besprechen, nachzudenken und nochmals die Ergebnisse gemeinsam zu er\u00f6rtern.\u201c<\/p>\n<p>Das menschliche Bed\u00fcrfnis nach Privatsph\u00e4re und Gemeinsamkeit entspricht dem chinesischen Yin und Yang-Prinzip, im Wesentlichen unterschiedlich und dennoch sich komplement\u00e4r erg\u00e4nzend, was bedeutet, dass es den optimalen Arbeitsplatz nicht gibt.<\/p>\n<p>\u201eWas bisher bei der Forcierung von Zusammenarbeit \u00fcbersehen wurde, ist der Stellenwert pers\u00f6nlicher Zeitgestaltung als Beitrag zur Zusammenarbeit\u201c, erkl\u00e4rt Flynn. \u201eDer Nutzen gemeinschaftlicher Arbeit verschwindet deshalb nicht einfach. Unsere Untersuchungen ergaben, dass bei der L\u00f6sung von Problemen das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Meinungen zu qualitativ hochwertigeren Probleml\u00f6sungen f\u00fchrt. Dennoch sollte uns bewusst sein, dass das Zusammenarbeiten \u00fcber 8 bis 10 Stunden pro Tag zu Burnout-Symptomen f\u00fchrt. Um Mitarbeiter entsprechend zu unterst\u00fctzen, muss es eine M\u00f6glichkeit geben, zwischen individueller Zeit und gemeinsamer Zeit zu wechseln, d.h. es muss ein Rhythmus geschaffen werden, der es erlaubt, gemeinsam \u00fcber Projekte nachzudenken und Ideen zu entwickeln, der es aber auch erm\u00f6glicht, sich zur\u00fcckzuziehen und diese Ideen in Ruhe zu durchdenken. Dies ist ein \u00e4u\u00dferst wichtiger, elementarer menschlicher Rhythmus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen eine Balance zwischen diesen beiden Polen herstellen\u201c, f\u00fchrt sie weiter aus. \u201eDie Zukunft liegt wirklich in dieser Form der Ausgewogenheit, denn Menschen werden weiterhin mobil und flexibel arbeiten, sie m\u00fcssen sich weiterhin mit neuen Technologien auseinandersetzen und all das sorgt f\u00fcr noch mehr individuelle Entscheidungen innerhalb der Arbeitsumgebung.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eUm Mitarbeiter entsprechend zu unterst\u00fctzen, muss es eine M\u00f6glichkeit geben, zwischen individueller Zeit und gemeinsamer Zeit zu wechseln, d.h. es muss ein Rhythmus geschaffen werden, der es erlaubt, gemeinsam \u00fcber Projekte nachzudenken und Ideen zu entwickeln, der es aber auch erm\u00f6glicht, sich zur\u00fcckzuziehen und diese Ideen in Ruhe zu durchdenken.\u201d<\/p><cite>Donna Flynn<\/cite><\/blockquote>\n<h3>Aufbau eines neuen Raumsystems<\/h3>\n<p>Die gro\u00dfe Herausforderung, die sich in modernen Unternehmen stellt, ist das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des Einzelnen hinsichtlich seines Arbeitsplatzes. Wir sind st\u00e4ndig virtuell oder real mit Menschen und Informationen verbunden. Deshalb ist es wichtiger denn je, dass wir das gemeinschaftliche Arbeiten in einen breiteren Kontext stellen. Gleichzeitig erfordert diese Intensit\u00e4t auch mehr Raum f\u00fcr private R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1768 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417188249\/www.steelcase.com\/14-0001808.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eDer Mensch ist prinzipiell ein soziales Wesen. Wir werden nicht gerne ausgegrenzt. Sobald wir uns in einer Gruppe befinden, wird unsere Meinung durch unseren Verstand beeinflusst und wir neigen dazu, anderen eher zuzustimmen. Darin liegt die Gefahr permanenter Zusammenarbeit. Daher ist es umso wichtiger, daf\u00fcr zu sorgen, dass Menschen mehr R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten haben, um eigene Ideen zu entwickeln und diese in der Gruppe einzubringen.&#8221;<\/p><cite>Melanie Redman<\/cite><\/blockquote>\n<p>Die richtige Balance zwischen Privatsph\u00e4re und Zusammenarbeit ist der Schl\u00fcssel, um jedem Einzelnen im Hinblick auf seine Umgebung Entscheidungs- und Einflussm\u00f6glichkeiten einzur\u00e4umen.<\/p>\n<p>Durch eine monotone Arbeitsumgebung wird die richtige Balance zwischen Zusammenarbeit und Privatsph\u00e4re nicht erreicht. Wenn Mitarbeiter allerdings aus einer Reihe von R\u00e4umen w\u00e4hlen k\u00f6nnen, wie bei einem Raumsystem aus zusammenh\u00e4ngenden Zonen und Umgebungen, die ihren physischen, kognitiven und emotionalen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden, k\u00f6nnen sie Inspiration und Energie aus der Zusammenarbeit mit anderen sch\u00f6pfen und haben aber auch die M\u00f6glichkeit, R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten zu nutzen, um zur Ruhe zu kommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1501691757\/www.steelcase.com\/2017\/08\/02\/14-0001661.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, den Angestellten eine Vielzahl an Arbeitsplatzkonfigurationen zu bieten, die sowohl eine entspannte und erholsame Sitzhaltung als auch Sitzpositionen f\u00fcr die unterschiedlichsten Arbeitsweisen bieten und nat\u00fcrlich die entsprechende Bewegungsfreiheit w\u00e4hrend des Arbeitsalltags gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse aus den Studien legen nahe, dass eine erf\u00fcllende Aufgabe sich durch die M\u00f6glichkeiten und Prozesse definiert, die es Menschen erm\u00f6glichen, ihr Bestes zu geben, indem sie sowohl individuell als auch durch die Zusammenarbeit mit anderen agieren k\u00f6nnen. Weltweit w\u00e4chst das Bewusstsein daf\u00fcr, dass Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz nicht nur als Statussymbol oder Belohnung ausgesuchter Mitarbeiter betrachtet werden darf, indem man Einzelb\u00fcros an einige wenige verteilt. Stattdessen m\u00fcssen private R\u00e4ume f\u00fcr alle Mitarbeiter des Unternehmens geschaffen werden, in allen L\u00e4ndern, f\u00fcr alle Funktionen und alle Hierarchieebenen. Der unternehmerische Vorteil liegt dabei auf der Hand: h\u00f6here Motivation, engere Zusammenarbeit, mehr Produktivit\u00e4t, verbessertes Wohlbefinden der Belegschaft und letztendlich ein Tempo und Ausma\u00df an Innovation, das heutigen Unternehmenserfolgen den entscheidenden Schritt nach vorne erm\u00f6glicht.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Der L\u00f6sungsansatz F\u00fcr Mehr Privatsph\u00e4re<\/h3>\n<p><strong>Optimieren Sie Ihre Unternehmensr\u00e4ume und bieten Sie Ihren Mitarbeitern mehr Selbstbestimmung und Auswahlm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl Privatsph\u00e4re ein allgemeines Bed\u00fcrfnis am Arbeitsplatz ist, so sind nach Meinung der Steelcase Advanced Application Forscher pers\u00f6nliche Pr\u00e4ferenzen, r\u00e4umliche Gegebenheiten und kulturelle Vorgaben wichtige Faktoren bei der Gestaltung von R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Unterschiedliche Umgebungsbedingungen gew\u00e4hrleisten, dass die Nutzer sich, je nach Aufgabe, Stimmung und eigener Pers\u00f6nlichkeit, den f\u00fcr sie besten Platz aussuchen k\u00f6nnen, der ihren pers\u00f6nlichen Vorstellungen hinsichtlich Privatheit entspricht. Eine weitere \u00dcberlegung im Rahmen von Raumsystemen am Arbeitsplatz ist der Kontext, in dem private R\u00fcckzugsr\u00e4ume zu sehen sind. Ein und derselbe Raumtyp verschafft unter Umst\u00e4nden v\u00f6llig unterschiedliche Erfahrungen, abh\u00e4ngig von der direkt angrenzenden Umgebung, dem Standort und dem Grad der Au\u00dfenreize, von denen man umgeben ist. Der Kontext ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, welche Art von Randbedingungen am erfolgreichsten an einem bestimmten Ort sind und wie oft dieser Platz frequentiert wird. Kulturelle Werte und Empfindungen, sowohl aus geografischer als auch organisatorischer Sicht, m\u00fcssen bei der Gestaltung erm\u00f6glicht und ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Es ist zu beachten, dass die \u00dcberg\u00e4nge zu den R\u00e4umen, die eine R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit erm\u00f6glichen, sowohl offen als auch abgeschirmt oder abgeschlossen sein k\u00f6nnen und dass Privatsph\u00e4re sich durch ein \u201eIch\u201c-, \u201eWir\u201c- oder ein \u201eIch-zusammen-mit\u201c-Erlebnis auszeichnet. Neben den pers\u00f6nlichen R\u00fcckzugsorten geh\u00f6ren R\u00e4ume f\u00fcr private Unterhaltungen oder f\u00fcr Arbeiten, die einen hohen Grad an Konzentration erfordern, zu den wichtigen Elementen bei der Gestaltung von Privatsph\u00e4re am Arbeitsplatz. Um die breite Palette an Bed\u00fcrfnissen nach Privatheit abzurunden, sind Zweierarbeitspl\u00e4tze oder R\u00e4ume f\u00fcr kleine Gruppen sowie auch f\u00fcr einzelne Mitarbeiter notwendig. Gerade bei strengen organisatorischen Vorgaben sollte bei der Planung ber\u00fccksichtigt werden, dass pers\u00f6nliche Privatsph\u00e4re auch durch vorgesehene \u201egemeinsame\u201c R\u00e4ume geschaffen werden kann.<\/p>\n<p><strong>Planungsmodelle<\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund unserer Studie konnten wir mehrere unterschiedliche Planungsans\u00e4tze erkennen, die eine L\u00f6sung f\u00fcr das Thema Privatsph\u00e4re innerhalb eines Grundrisskonzeptes bieten. Die besten M\u00f6glichkeiten eines Unternehmens h\u00e4ngen von seiner Unternehmenskultur, der Strategie zur Mitarbeitermobilit\u00e4t, internen Prozessen und Regelungen sowie den vorhandenen Immobilien ab.<\/p>\n<p><strong>Dezentrales Modell<\/strong><br \/>\nInseln f\u00fcr Privatsph\u00e4re, die in der gesamten Arbeitsumgebung eingebettet sind, bieten R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten, die bei Bedarf einfach aufgesucht werden k\u00f6nnen und gew\u00e4hrleisten so, dass die Mitarbeiter schnell zwischen den unterschiedlichen Arbeitsmodi wechseln k\u00f6nnen und ihnen daf\u00fcr entsprechende \u201eFluchtorte\u201c zur Verf\u00fcgung stehen. Die N\u00e4he zu den Verbindungswegen spielt bei diesem Ansatz eine wichtige Rolle.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4337\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_4337\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1785 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417567324\/www.steelcase.com\/14-0004016.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_4337\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Dezentrales Modell<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Zonen-Modell<\/strong><br \/>\nEine separate Zone dient als zentraler privater Mittelpunkt, so wie der ruhige Bereich in einer Bibliothek. Dieses Design unterst\u00fctzt geplante, l\u00e4nger andauernde Momente der Privatsph\u00e4re mit einem entsprechenden Raumportfolio. Neben der Vielzahl der Standorte h\u00e4ngt der Erfolg solcher Ruhezonen nat\u00fcrlich auch von dem geb\u00fchrenden Respekt gegen\u00fcber der Privatsph\u00e4re im Allgemeinen bzw. dem diesbez\u00fcglichen Engagement des Unternehmens ab.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4338\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_4338\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-841 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417567328\/www.steelcase.com\/14-0004017.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_4338\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Zonen-Modell<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Kombination aus dezentralem Modell sowie Zonen-Modell bietet die besten Voraussetzungen f\u00fcr beide Ans\u00e4tze: bequemer Zugang zur gew\u00fcnschten Privatsph\u00e4re bei Bedarf sowie die M\u00f6glichkeit, seinen R\u00fcckzug im Voraus zu planen, sofern dies erforderlich ist.<\/p>\n<h3>Bereiche f\u00fcr konzentrierte Einzelarbeit<\/h3>\n<p>Diese Bereiche schaffen Raum, in dem Mitarbeiter sich voll und ganz auf zu erledigende Aufgaben fokussieren, den Ger\u00e4uschpegel des offenen Arbeitsbereichs hinter sich lassen und sich konzentriert der Aufgabenstellung widmen k\u00f6nnen. Der gemeinsam genutzte Raum innerhalb einer integrierten Zone steht auf Abruf zur Verf\u00fcgung oder l\u00e4sst sich im Voraus buchen, egal ob f\u00fcr einen kurzen oder l\u00e4ngeren Zeitraum. Raumtransparenz, Temperatur, Beleuchtung und Beschallung kann jeder Nutzer individuell steuern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1420207491\/www.steelcase.com\/eu-en\/C9099.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen:<\/strong> Abgeschlossen<\/li>\n<li><strong>From von Privatsph\u00e4re:<\/strong> Hochkonzentrierte Einzelarbeit, Regeneration<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Sitzen \/ Stehen<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Gezieltes Abschirmen, bewusstes Alleinsein<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> c:scape Stauraum, Gesture, Gesture Schalterstuhl, media:scape Kiosk<\/li>\n<\/ul>\n<h3><b>1.1 Bereich f\u00fcr Projektarbeit<\/b><\/h3>\n<p>Dieser gemeinsam genutzte Raum f\u00fcr die Arbeit in Zweiergruppen l\u00e4sst sich schnell und unkompliziert umfunktionieren und dient dabei fokussierter T\u00e4tigkeiten bis hin zur Nutzung als informeller Lounge-Bereiche. F\u00fcr kurze oder l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume belegt, k\u00f6nnen Nutzer den Bereich f\u00fcr sich einnehmen und nach Wunsch gestalten, wobei sich technische Hilfsmittel zur gemeinsamen Nutzung spielend integrieren lassen.<\/p>\n<p>Die Trennw\u00e4nde sorgen f\u00fcr eine r\u00e4umliche Abgrenzung und halten St\u00f6rungen fern, wodurch Austausch und Zusammenarbeit gef\u00f6rdert werden, w\u00e4hrend der Lounge-Bereich sich vor allem f\u00fcr informelle Zusammenarbeit anbietet. Trotz der Abschirmung, besteht dabei dennoch eine Verbindung zum offenen Teil der B\u00fcror\u00e4ume.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1792 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904770\/www.steelcase.com\/14-0004015.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen: <\/strong>Abgeschirmt<\/li>\n<li><strong>Form von Privatsph\u00e4re: <\/strong>Hochkonzentrierte Einzelarbeit, Routinierte Einzelarbeit, Regeneration<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Entspannung, konzentriertes Arbeiten<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Umgang mit Vertraulichkeit, gezieltes Abschirmen<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> FrameOne, FlexBox, Gesture, 1+1 Worktools, B-Free W\u00fcrfel und B-Free Barhocker, Free Stand<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Bereich f\u00fcr Videokonferenzen<\/h3>\n<p>Dieser Raum bietet ausreichend Privatsph\u00e4re f\u00fcr Videokonferenzen mit einzelnen Personen oder kleinen Arbeitsgruppen. Dabei ist er auf den individuellen Bedarf zugeschnitten und erm\u00f6glicht es dem Nutzer, direkt vom Arbeitsplatz aus an einem Meeting teilzunehmen. Diese Konfiguration erm\u00f6glicht es auf optimale Art und Weise ein bis zwei Personen f\u00fcr ein Meeting zu treffen oder es auch wieder zu verlassen und unterst\u00fctzen so kurze Besprechungen in bedarfsorientierter Weise.<\/p>\n<p>Dank media:scape lassen sich Informationen schnell und einfach teilen und die integrierten Stromanschl\u00fcsse versorgen die mobilen Ger\u00e4te stets mit ausreichend Energie. Die Arbeitsoberfl\u00e4che bietet dem Nutzer Platz f\u00fcr Arbeitsunterlagen und eine zweite Oberfl\u00e4che sorgt f\u00fcr ausreichend Ablagem\u00f6glichkeiten von pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nden. F\u00fcr l\u00e4ngere, spontane Besprechungen steht ein Hocker zur Verf\u00fcgung. Die Beleuchtung kann als Signalleuchte eingesetzt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-831 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415981062\/www.steelcase.com\/14-0004008.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen:<\/strong> Abgeschlossen<\/li>\n<li><strong>Form von Privatsph\u00e4re:<\/strong> Hochkonzentrierte Einzelarbeit<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Sitzen \/ Stehen<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Selektive Exposition, gezieltes Abschirmen<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> media:scape Kiosk, B-Free, Free Stand, Massaud Lounge<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Pers\u00f6nliche R\u00fcckzugsbereiche<\/h3>\n<p>Ein Bereich, der es m\u00f6glich macht abzutauchen, ohne den Raum zu verlassen und dabei die Konzentration und Kreativit\u00e4t des Einzelnen optimal unterst\u00fctzt. Abgeschirmt vom Ger\u00e4uschpegel im B\u00fcro kann sich der Nutzer eine kurze Atempause g\u00f6nnen, sich entspannen oder konzentrieren, oder einfach nur seinen Gedanken freien Lauf lassen. Er entscheidet selbst, ob er gesehen werden m\u00f6chte oder nicht, er hat Zugang zu Kollegen und die freie Wahl des Arbeitsplatzes. Er kann seine eigenen technischen Hilfsmittel verwenden oder sich einfach kurz ausklinken.<\/p>\n<p>Die Trennw\u00e4nde dienen als optische Abgrenzung zu den benachbarten Arbeitsbereichen, der Stuhl erm\u00f6glicht eine entspannte Haltung, ist drehbar und bietet zus\u00e4tzliche Ablagefl\u00e4che zur Aufbewahrung pers\u00f6nlicher Gegenst\u00e4nde. Die Beleuchtung l\u00e4sst sich aufgabengezielt steuern und die Garderobe bietet Platz f\u00fcr Jacken und M\u00e4ntel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1799 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904740\/www.steelcase.com\/14-0004007.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen:<\/strong> Abgeschirmt<\/li>\n<li><strong>Form von Privatsph\u00e4re:<\/strong> Routinierte Einzelarbeit, Regeneration<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Entspannung<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Gezieltes Abschirmen, bewusstes Alleinsein<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> B-Free Paravent, Massaud Lounge &amp; Ottomane, c:scape Stauraum, Dash Leuchte<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Abgeschirmter Besprechungsbereich<\/h3>\n<p>Entschwinden, ohne den Raum physisch zu verlassen. Dieser Raum l\u00e4sst sich wunderbar f\u00fcr kurze Zwischenbesprechungen nutzen. H\u00e4ufig ist ein von der Umgebung abgeschirmter Raum unbedingt erforderlich, um das entsprechende Vertrauen zu schaffen und Beziehungen aufzubauen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1796 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904757\/www.steelcase.com\/14-0004011.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen:<\/strong> Abgeschirmt<\/li>\n<li><strong>Form von Privatsph\u00e4re:<\/strong> Routinierte Einzelarbeit<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Entspannung<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Umgang mit Vertraulichkeit, gezieltes Abschirmen<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> media:scape Lounge, Lagunitas-Tisch<\/li>\n<\/ul>\n<h3><b>Connect Hub<\/b><\/h3>\n<p>Der optimale Raum f\u00fcr den Austausch von Informationen und pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che. Mit bequemem Zugang \u00fcber die Besprechungsbereiche, Gemeinschaftsr\u00e4ume und offenen Arbeitsbereiche unterst\u00fctzt die Verbindungszentrale Unternehmen bei der Umsetzung der Strategie der optimalen Raumnutzung. Die Beleuchtung, Beschallung, Raumtransparenz und der Informationsaustausch innerhalb des Raumes k\u00f6nnen von dem Nutzer selbst gesteuert werden. Der Raum ist f\u00fcr eine relativ kurze Nutzungsdauer von ca. 30 &#8211; 60 Minuten konzipiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904763\/www.steelcase.com\/14-0004013.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Raumgrenzen:<\/strong> Abgeschlossen<\/li>\n<li><strong>Form von Privatsph\u00e4re:<\/strong> Hochkonzentrierte Einzelarbeit, routinierte Einzelarbeit<\/li>\n<li><strong>K\u00f6rperhaltungen:<\/strong> Entspannung, konzentriertes Arbeiten<\/li>\n<li><strong>Richtlinien f\u00fcr Privatsph\u00e4re:<\/strong> Umgang mit Vertraulichkeit, gezieltes Abschirmen<\/li>\n<li><strong>Abgebildete Produkte:<\/strong> Millbrae Sofa, c:scape Stauraum, B-Free Stehtisch &amp; Barhocker<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Privatbereich 1<\/h3>\n<p>Als privater Mittelpunkt mit viel Ruhe und der Atmosph\u00e4re einer Bibliothek, bietet dieser Bereich mit ausreichend Privatsph\u00e4re f\u00fcr den Einzelnen. Die Umgebung erm\u00f6glicht es dem Nutzer, sich genau den Platz auszusuchen, der seinen Bed\u00fcrfnissen entspricht und bietet eine Vielzahl unterschiedlicher abgeschlossener R\u00e4ume und verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Unterst\u00fctzung der K\u00f6rperhaltung und der Ergonomie sowie unterschiedliche Blickachsen und Orientierungen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1783 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1417728652\/www.steelcase.com\/14-0005144.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Offen:<\/strong> Lagunitas, B-Free Stehtisch, Gesture, Massaud Lounge &amp; Ottomane, FlexBox, Dash Leuchte<\/li>\n<li><strong>Abgeschirmt: <\/strong>SW-1 Lounge, Sebastopol Tisch, Free Stand, Dash Leuchte<\/li>\n<li><strong>Abgeschlossen:<\/strong> Ology, c:scape Stauraum, B-Free W\u00fcrfel &amp; Barhocker, 1+1 LED-Leuchten<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Privatbereich 2<\/h3>\n<p>Diese gesellige Atmosph\u00e4re sorgt f\u00fcr das entsprechende Ma\u00df an Energie, wobei der Grad der pers\u00f6nlichen Transparenz selbst ausgew\u00e4hlt werden kann. In unmittelbarer N\u00e4he gelegen, dient dieser private Mittelpunkt seinen Nutzern als Zufluchtsort f\u00fcr individuelle Arbeitsaufgaben oder f\u00fcr pers\u00f6nliche Einzelgespr\u00e4che.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-1791 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904782\/www.steelcase.com\/14-0004018.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Offen:<\/strong> FrameOne Bench &amp; cobi, Lagunitas, FlexBox, 1+1 Mobiler Caddy<\/li>\n<li><strong>Abgeschirmt:<\/strong> Millbrae Sofa, Sebastopol Tisch, Hosu<\/li>\n<li><strong>Abgeschlossen:<\/strong> B-Free W\u00fcrfel, Bix Booth Tisch<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Privatbereich 3<\/h3>\n<p>Durch ausreichende R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten und individuelle Transparenz wird eine Balance zwischen Nutzern und Raum geschaffen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1415904794\/www.steelcase.com\/14-0004020.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Offen:<\/strong> Share It, FrameOne, Gesture, Soto II, Dash Leuchte, Divisio, 1 + 1 Mobiler Caddy<\/li>\n<li><strong>Abgeschirmt:<\/strong> media:scape Kiosk, Gesture<\/li>\n<li><strong>Abgeschlossen:<\/strong> Lagunitas<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und auch wenn die heutigen Arbeitspl\u00e4tze die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern anscheinend erleichtern, sind viele F\u00fchrungskr\u00e4fte immer noch mit dem Tempo und den Erfolgszahlen unzufrieden.<\/p>\n","protected":false},"author":24,"featured_media":4470,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"topic":[4966],"class_list":["post-4468","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","industry-arbeitsplatz","topic-privatsphare"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.5 - 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