{"id":3678,"date":"2015-02-23T17:43:56","date_gmt":"2015-02-23T16:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?post_type=article&#038;p=3678"},"modified":"2023-02-09T16:57:08","modified_gmt":"2023-02-09T15:57:08","slug":"richtige-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/kultur-talent\/richtige-arbeit\/","title":{"rendered":"Richtige Arbeit"},"content":{"rendered":"<h3>Sie werden \u00fcberrascht sein, wo diese stattfindet<\/h3>\n<p>K\u00fcrzlich er\u00f6ffnete Google ein Caf\u00e9 auf seinem Campus in Mountainview, Kalifornien. Die Ausstattung des \u201eCoffee Labs\u201c erinnert an Starbucks \u2013 mit Wandbekleidungen in warmen Holzt\u00f6nen, weich gepolsterten Sitzm\u00f6beln und Kreidetafeln, die f\u00fcr Tagesspezialit\u00e4ten und Musikevents werben. Diese Nachricht wird keine Schlagzeilen machen, vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Unternehmen inzwischen \u00fcber solche Caf\u00e9s verf\u00fcgen. Sie ist aber ein Zeichen f\u00fcr den Wandel unserer Arbeitswelt.<\/p>\n<p>Das Coffee Lab macht deutlich, wie Unternehmen versuchen, ihren Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, das \u00fcber einige der Annehmlichkeiten des eigenen Zuhauses verf\u00fcgt (der Soziologe Ray Oldenburg bezeichnet dieses als \u201eFirst Place\u201c), zugleich aber auch die Vitalit\u00e4t eines Caf\u00e9s an der Ecke ausstrahlt \u2013 ein typisches Beispiel eines \u201eThird Places\u201c. F\u00fchrende Unternehmen verschmelzen diese beiden Konzepte am Arbeitsplatz zum \u201eSecond Place\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDieser Ort liefert den Google-Mitarbeitern die Atmosph\u00e4re, nach der sie sich am Arbeitsplatz sehnen\u201c, sagt Frank Graziano, Manager Advanced Applications bei Steelcase, der das neue Caf\u00e9 erst k\u00fcrzlich besucht hat. \u201eDas Coffee Lab gibt sich als eine Art neutrales Territorium, und f\u00fcr Mitarbeiter, die sich mit Lieferanten oder Gesch\u00e4ftspartnern treffen wollen, dient es gewisserma\u00dfen als Tor zum Campus.\u201c<\/p>\n<p>Die Verschmelzung der Eigenschaften von First und Third Places ist keine Modeerscheinung, sie steht vielmehr f\u00fcr einen langfristigen, \u00fcberall auf der Welt sp\u00fcrbaren Wandel. In den letzten Jahren wurde das Arbeiten immer belastender. Die heutigen Aufgaben sind vielf\u00e4ltiger und herausfordernder als fr\u00fcher, und in manchen L\u00e4ndern arbeiten die Menschen zunehmend mobil und r\u00e4umlich voneinander getrennt. Einige Unternehmen bef\u00fcrworten es daher aus verschiedenen Gr\u00fcnden, wenn Mitarbeiter in einem Caf\u00e9 oder einem anderen Third Place arbeiten. Vielleicht brauchen die Besch\u00e4ftigten einen Ort, an dem sie entspannen oder sich konzentrieren k\u00f6nnen. Mitunter sollen durch die verringerte Mitarbeiterzahl im B\u00fcro Kosten reduziert werden. Andere Unternehmen sind dagegen davon \u00fcberzeugt, dass Menschen am Arbeitsplatz beisammen sein m\u00fcssen, um innovativ und leistungsf\u00e4hig zu sein. In manchen L\u00e4ndern lassen es aber auch die Kultur und die zu geringe Anzahl an Third Places nicht zu, dass die Arbeitspl\u00e4tze massenhaft aus den Unternehmen verschwinden. Unabh\u00e4ngig davon gilt, dass die Mitarbeiter generell l\u00e4nger und h\u00e4rter arbeiten und daher Arbeitsumgebungen brauchen, die sie nicht nur in der Arbeit unterst\u00fctzen, sondern sie zugleich revitalisieren und inspirieren.<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>Doch reicht das Nachahmen \u00f6rtlicher Caf\u00e9s am Arbeitsplatz aus? Geben sie den Menschen wirklich, was sie brauchen? Ist es m\u00f6glich, dass interne Third Places sogar mehr leisten als Third Places au\u00dferhalb des B\u00fcros? K\u00f6nnen sie einen Ort schaffen, an dem richtige Arbeit stattfindet?<\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_16179\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16179\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3697 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421249688\/www.steelcase.com\/15-0006200.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16179\" class=\"wp-caption-text\">Mitarbeiter suchen Third Places vor allem wegen ihrer spezifischen Qualit\u00e4ten auf \u2013 das Arbeiten ohne st\u00f6rende Kollegen, gem\u00fctliche Loungem\u00f6bel, gutes Essen, das anregende Treiben der Menschen, die angenehme Atmosph\u00e4re etc.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Die Geschichte der Third Places<\/h3>\n<p>Third Places \u2013 \u00f6ffentliche Orte, die als Treffpunkte dienen und die Menschen in ihrem Alltag unterst\u00fctzen \u2013 haben in der ganzen westlichen Zivilisation zu vielen Innovationen und spannenden Diskussionen angeregt. Im 16. Jahrhundert formierte sich in der Taverne White Horse Inn in Cambridge die englische Reformation. Im 17. und 18. Jahrhundert wanderten Neuigkeiten und Klatsch von einem europ\u00e4ischen Gasthaus zum anderen \u2013 so oft, dass ein Journalist der Zeitschrift The Economist in diesem Zusammenhang vom \u201eInternet der Aufkl\u00e4rung\u201c sprach.<\/p>\n<p>Heute k\u00f6nnen wir Starbucks und anderen Caf\u00e9s f\u00fcr eine moderne \u00c4ra der Third Places danken, die die Art zu arbeiten erneuert und dadurch f\u00fcr eine Revolution am Arbeitsplatz gesorgt hat. Wie Ray Oldenburg in seinem wegweisenden Buch \u201eThe Great Good Place\u201c geschrieben hat, dreht sich in den meisten Third Places alles um Getr\u00e4nke. W\u00e4hrend Fast-Food-Ketten aktuell ein j\u00e4hrliches Wachstum von zwei Prozent aufweisen, gl\u00e4nzen Kaffeehaus-Ketten durchaus mit Raten von mehr als zehn Prozent. Caf\u00e9s haben irgendetwas an sich, das die Menschen dorthin gehen und auch lange bleiben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Arbeitsplatzberater Flex + Strategy erledigen 31 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten in den USA den Gro\u00dfteil ihrer Arbeit nicht an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz. Der Wunsch nach Third Places und hiermit vergleichbaren Orten im B\u00fcro wird vor allem in Nordamerika und den Niederlanden immer gr\u00f6\u00dfer. Dass er im Rest der Welt nicht ganz so stark ausgepr\u00e4gt ist, hei\u00dft jedoch nicht, dass die Besch\u00e4ftigten dort nicht ganz \u00e4hnliche Dinge wollen.<\/p>\n<p>Im asiatisch-pazifischen Raum sind vollwertige Cof fee-Lab-L\u00f6sungen of t wegen des eingeschr\u00e4nkten Raumangebots nicht m\u00f6glich. Die Unternehmen erkennen jedoch die Vorteile solcher Bereiche, und suchen nach Wegen, interne Third-Places auch auf kleineren Grundfl\u00e4chen zu realisieren. In vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern arbeiten die Menschen \u00fcblicherweise nicht au\u00dferhalb des B\u00fcros. Sie sch\u00e4tzen aber soziale Kontakte sowie Arbeitsumgebungen, die sie im B\u00fcro gezielt unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eWenn Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz zum Arbeiten verlassen, dann trennen sie sich auch von ihren Kollegen, den Arbeitsmitteln und der B\u00fcrokultur\u201c, sagt Lew Epstein, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Coalesse. Viele, die das B\u00fcro in Richtung eines Caf\u00e9s verlassen, treffen nicht selten auf Schwierigkeiten, die au\u00dferhalb ihres Einflussbereichs liegen und dadurch vor Augen f\u00fchren, welche Vorteile nur ein B\u00fcro bieten kann.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16180\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16180\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 185px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3696 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fill,dpr_auto,q_70,h_185,w_185\/v1421249864\/www.steelcase.com\/15-0006178.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"185\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16180\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Lew Epstein <br \/>General Manager, Coalesse<\/strong><br \/>Wir verbinden den Komfort eines Zuhauses und die Gemeinschaft eines Third Places am Arbeitsplatz, um hier den besten Ort zum Arbeiten zu schaffen.<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-right \"><p>\u201eWir verbinden den Komfort eines Zuhauses und die Gemeinschaft eines Third Places am Arbeitsplatz, um hier den besten Ort zum Arbeiten zu schaffen\u201c, sagt Epstein. \u201eDies ver\u00e4ndert die Arbeitspl\u00e4tze sowohl auf r\u00e4umlicher als auch auf sozialer Ebene \u2013 und f\u00f6rdert den Wandel der Arbeitskultur.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Selbst in L\u00e4ndern, in denen Berufs- und Privatleben strikt getrennt sind, wollen die Menschen einen immer gr\u00f6\u00dferen Teil ihres Arbeits- und Nicht-Arbeitslebens in Einklang bringen. Diese ver\u00e4nderten Verhaltensweisen, gepaart mit der hohen Arbeitsintensit\u00e4t, bringen Unternehmen dazu, ihre Arbeitsplatzstrategien komplett zu \u00fcberdenken und in der Folge das Beste aus First und Third Place zu verschmelzen, um das Engagement der Mitarbeiter zu steigern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_16181\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16181\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3695 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421250023\/www.steelcase.com\/15-0006196.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16181\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr echte Arbeit geeignete Third Places im B\u00fcro m\u00fcssen hervorragende technische L\u00f6sungen bieten. Bereiche mit integrierter Technik werden im WorkCaf\u00e9 am intensivsten genutzt. Pr\u00e4sentationsfl\u00e4chen zum Teilen und Besprechen digitaler und analoger Informationen helfen den Teams, ein gegenseitiges Verst\u00e4ndnis sowie gemeinsame Positionen aufzubauen.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Espresso gen\u00fcgt nicht<\/h3>\n<p>Mitarbeiter suchen Third Places vor allem wegen ihrer spezifischen Qualit\u00e4ten auf \u2013 das Arbeiten ohne st\u00f6rende Kollegen, gem\u00fctliche Loungem\u00f6bel, gutes Essen, das anregende Treiben der Menschen, die angenehme Atmosph\u00e4re. Es gibt aber auch Schattenseiten: Bequeme Sitzm\u00f6bel sind oft nicht ganz so bequem, wenn man den ganzen Tag darin verbringt. Au\u00dferdem unterst\u00fctzen sie keineswegs immer die Nutzung technischer Ger\u00e4te und bieten kaum M\u00f6glichkeiten, Unterlagen auszubreiten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16182\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16182\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3694 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421250176\/www.steelcase.com\/15-0006199.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16182\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr einen effektiven Third Place im B\u00fcro braucht man mehr als nur guten Kaffee und schnelles WLAN \u2013 wesentlich ist vielmehr die Integration von Arbeit und Leben. Mitarbeiter brauchen unterschiedliche Raumangebote, aus denen sie je nach Stimmung und Aufgabe ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Treiben der Menschen bedeutet einen gewissen L\u00e4rmpegel, aber auch wenig Privatsph\u00e4re. Telefongespr\u00e4che sind nur schlecht m\u00f6glich, und Besprechungen mit mehr als zwei Personen sind meist unproduktiv, weil sich Informationen kaum teilen oder pr\u00e4sentieren lassen. Jeder kennt das Gef\u00fchl, sich beim Einw\u00e4hlen in ein \u00f6ffentliches WLAN-Netz abzum\u00fchen, ganz zu schweigen vom Mangel an Steckdosen. Manche Ger\u00e4te schalten sich wegen leerer Akkus von allein aus, bevor die Arbeit beendet ist. Hinzu kommt eine ganz praktische Frage: Was macht man eigentlich mit seinen Sachen, wenn man nur schnell auf die Toilette oder ein wenig herumlaufen will? Sind pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde hier eigentlich sicher?<\/p>\n<figure id=\"attachment_16183\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16183\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 185px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3693 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_fill,dpr_auto,q_70,h_185,w_185\/v1421250295\/www.steelcase.com\/15-0006177.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"185\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16183\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Cherie Johnson<br \/>Director, Global Design, Steelcase<\/strong><br \/>Indem sie die innenarchitektonische Erneuerung des Steelcase Hauptsitzes in Grand Rapids leitete, trug Cherie Johnson ma\u00dfgeblich dazu bei, ein globales Unternehmen zu einen.<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eWir sehen, dass das ganze Mobilit\u00e4tsthema gegen die Wand f\u00e4hrt, aber auch, dass die Menschen zur\u00fcck ins B\u00fcro wollen. Unternehmen haben dazugelernt und bieten nun Annehmlichkeiten, die Caf\u00e9s nicht haben\u201c, sagt Cherie Johnson, Director Global Design bei Steelcase. \u201eF\u00fcr einen effektiven Third Place im B\u00fcro braucht man mehr als nur guten Kaffee und schnelles WLAN \u2013 wesentlich sind vielmehr die Integration von Arbeiten und Leben und die Gestaltung einer Umgebung, die das physische, kognitive und emotionale Wohlbefinden der Menschen f\u00f6rdert.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eUnternehmen haben die Chance, etwas viel besseres als das Caf\u00e9 um die Ecke anzubieten. Sie k\u00f6nnen Orte schaffen, die \u00fcber eine coole Atmosph\u00e4re verf\u00fcgen, \u00fcber hervorragenden Kaffee und gesundes Essen, aber zugleich so funktional sind, dass jeder sich voll und ganz einbringen kann.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_16184\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16184\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3692 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421250421\/www.steelcase.com\/15-0006232.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16184\" class=\"wp-caption-text\">So wichtig die Atmosph\u00e4re f\u00fcr den Erfolg von Third Places im B\u00fcro ist \u2013 sie n\u00fctzt nichts, wenn sie nicht auch einen funktionalen Mehrwert f\u00fcr die Mitarbeiter bietet. Die M\u00f6glichkeit, selbst dar\u00fcber zu entscheiden, wo und wie gearbeitet wird, ist dabei unverzichtbar.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Die Vorteile des Third Place<\/h3>\n<p>Was macht Third Places eigentlich aus? Weshalb sind sie so besonders? Lisa Waxman, Professorin f\u00fcr Innenarchitektur in Florida, hat ermittelt, was sich die Menschen in ihrem Third Place w\u00fcnschen: Sauberkeit, Wohlgeruch, gute Belichtungsverh\u00e4ltnisse, bequeme M\u00f6bel und den Blick ins Freie. Diese Charakteristika sorgen f\u00fcr emotionale Verbundenheit und beschreiben zugleich eine etwas nebul\u00f6se Vorstellung: Atmosph\u00e4re. Die richtige Atmosph\u00e4re ist wesentlich \u2013 doch sie n\u00fctzt nichts, wenn sie nicht auch einen funktionalen Mehrwert f\u00fcr die Mitarbeiter bietet. Steelcase hat herausgefunden, dass 49 Prozent der Mitarbeiter der Meinung sind, keinen Ort mit Atmosph\u00e4re zu haben, an dem sie sich erholen, neue Kraft tanken oder auch arbeiten k\u00f6nnen \u2013 obwohl dies f\u00fcr Menschen, die immer l\u00e4nger arbeiten und gegen Burnout k\u00e4mpfen, unerl\u00e4sslich ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16185\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16185\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3691 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421250426\/www.steelcase.com\/15-0006231.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16185\" class=\"wp-caption-text\">Besondere Gestaltungselemente bestimmen die Atmosph\u00e4re interner Third Places und beeinflussen das Mitarbeiterverhalten. R\u00e4ume sollten einladend sein und den Menschen ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl vermitteln.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur besonderen Atmosph\u00e4re verlangen die Menschen nach der M\u00f6glichkeit, Arbeitsumgebungen so auszuw\u00e4hlen, dass diese ihren Aktivit\u00e4ten entsprechen. \u201eZu wissen, dass ihnen im Tagesverlauf unterschiedliche Orte zur Verf\u00fcgung stehen, ist f\u00fcr sie von besonderer Bedeutung\u201c, sagt Julie Barnhart-Hoffman, leitende Designerin bei der Steelcase WorkSpace Futures Group. \u201eMitarbeiter brauchen einen Platz, an dem sie einen gewissen Abstand von ihrer normalen Arbeitsumgebung gewinnen, wo sie frei zwischen Einzel- und gro\u00dfen Teamarbeitspl\u00e4tzen w\u00e4hlen, und wo sie enge Kontakte mit den Kollegen und dem Unternehmen pflegen k\u00f6nnen. Das macht den Kopf frei und hilft, neue Kr\u00e4fte zu sammeln. Wenn es R\u00e4ume gibt, deren Gestaltung bestimmten Aufgaben entspricht, dann lassen sich diese Aufgaben dort sehr viel produktiver erledigen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eInterne Third Places sind vor allem deshalb vorteilhaft, weil sie die M\u00f6glichkeit bieten, in lockerer Atmosph\u00e4re zu arbeiten \u2013 in einer anregenden Umgebung und mit dem Gef\u00fchl, mit den Kollegen vernetzt zu sein. Weil sich dieser Ort im B\u00fcro befindet, gibt es dort ein wesentlich h\u00f6heres Ma\u00df an Privatsph\u00e4re als in \u00f6ffentlichen R\u00e4umen. So lassen sich vertrauliche Gespr\u00e4che f\u00fchren, ohne sich Gedanken machen zu m\u00fcssen, ob Fremde mith\u00f6ren oder auf den Bildschirm sehen k\u00f6nnen\u201c, sagt Barnhart-Hoffman.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-3681 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421438071\/www.steelcase.com\/15-0006551.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Studierende verstehen dieses Bed\u00fcrfnis, selbst dar\u00fcber zu entscheiden, wo und wie gearbeitet wird, mehr als alle anderen. Ihre Studier- und Arbeitspl\u00e4tze ver\u00e4ndern sich jedes Semester \u2013 so wie sich auch ihre Aufgaben ver\u00e4ndern. M\u00fcssen leichte Einstiegslekt\u00fcren gelesen werden, legen sie sich vielleicht in die Sonne und lassen sich vom vorbeiziehenden Leben inspirieren. F\u00fcr Gruppenarbeiten gehen sie dann in eine Cafeteria, um sich bei einem Snack mit den anderen auszutauschen, w\u00e4hrend sie in der Pr\u00fcfungszeit wahrscheinlich die Ruhe einer Bibliothek genie\u00dfen.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Die Atmosph\u00e4re eines Third Place wird gepr\u00e4gt durch:<\/h3>\n<ul>\n<li>Sauberkeit<\/li>\n<li>Wohlgeruch<\/li>\n<li>Gute\u00a0Belichtungsverh\u00e4ltnisse<\/li>\n<li>Bequeme M\u00f6bel<\/li>\n<li>Blick ins Freie<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Source: Lisa Waxman,\u00a0Professorin f\u00fcr Innenarchitektur in Florida\u00a0<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_16186\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16186\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3687 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421250915\/www.steelcase.com\/15-0006192.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16186\" class=\"wp-caption-text\">Third Places dienen allen Menschen eines Unternehmens als wichtiger Knotenpunkt, an dem sie sich vernetzen und ein Gemeinschaftsgef\u00fchl entwickeln k\u00f6nnen. Die R\u00e4ume f\u00f6rdern nicht nur den f\u00fcr die Mitarbeitermotivation essentiellen sozialen Austausch. Sie erleichtern es den Besch\u00e4ftigten auch, sich zu treffen und zusammenzuarbeiten \u2013 und nebenbei die anregende Umgebung zu genie\u00dfen.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Von der Theorie zur Praxis<\/h3>\n<p>Als Ende der 90er Jahre die Steelcase Werndl AG mit Sitz im oberbayerischen Rosenheim entstand, musste die Kultur zweier Unternehmen in Einklang gebracht werden. Eine wesentliche Antwort auf diese vielschichtige Herausforderung war die Vergr\u00f6\u00dferung einer bereits vorhandenen Cafeteria, dem Viva Caf\u00e9. Dieses Work Caf\u00e9 wurde dank der zukunftsgerichteten Innenarchitektur und der Third-Place-Atmosph\u00e4re rasch zum beliebten Treffpunkt der Mitarbeiter. \u201eWeil hier alle Menschen zusammenkamen, entwickelte sich daraus unser Kommunikationsmittelpunkt\u201c, sagt Klaus Pronath, Manager Customer Experience EMEA.<\/p>\n<p>Im Jahr 2009 wurde Steelcase klar, dass die eigene 1850 Quadratmeter gro\u00dfe Cafeteria am Hauptsitz in Grand Rapids die bisher ungenutzte M\u00f6glichkeit bot, sowohl die Fl\u00e4chen zu optimieren als auch die Kultur zu ver\u00e4ndern. Bis dahin war die Cafeteria nur w\u00e4hrend der Mittags- oder Pausenzeiten genutzt, w\u00e4hrend sie den Rest des Tages leer stand (mehr Informationen \u00fcber das Steelcase Umstrukturierungsprojekt \u201eConnect 12\u201c, erfahren Sie auf S. 56). Sie befand sich im untersten Geschoss und war nur \u00fcber einen langen Gang erreichbar. Und auch das ged\u00e4mpfte Licht und die weinrote Farbgestaltung von 1983 wirkten nicht gerade inspirierend.<\/p>\n<p>Ein Team modernisierte den Bereich zum WorkCaf\u00e9 und verwandelte die zuvor unzureichend genutzte Fl\u00e4che in einen internen Third Place, der den Menschen als Treffpunkt, aber auch zum Arbeiten, Netzwerken und Regenerieren zur Verf\u00fcgung steht. Anders als typische Cafeterien bietet das WorkCaf\u00e9 die Kombination aus Ess- und Arbeitsumgebung. Zus\u00e4tzlich zu gesundem Essen und einer gro\u00dfen Getr\u00e4nkeauswahl finden die Mitarbeiter dort vielf\u00e4ltige Arbeitsplatzkonfigurationen, die das Arbeiten allein ebenso erm\u00f6glichen wie unterschiedlichste Aktivit\u00e4ten in kleinen und gro\u00dfen Gruppen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-3688 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421251661\/www.steelcase.com\/15-0006189.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>\u201eIm WorkCaf\u00e9, aber auch in anderen Third Places sind die Menschen produktiver und effizienter, weil sie dort alles haben, was sie zum Arbeiten brauchen\u201c, sagt Barnhart-Hoffman. \u201eDie Sitzm\u00f6bel sind nicht unbequem und es gibt die richtige Technik. Letztlich ist es jedoch die richtige Atmosph\u00e4re, die die Menschen mit den Kollegen, der Arbeit und dem Unternehmen verbindet.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Elemente erfolgreicher Third Places im B\u00fcro<\/h3>\n<p>Interne Third Places sind nicht nur etwas f\u00fcr B\u00fcrom\u00f6belhersteller oder Architekturb\u00fcros. Und sie eignen sich auch keineswegs nur f\u00fcr Unternehmen mit opulenten Platzverh\u00e4ltnissen. Sie k\u00f6nnen vielmehr in Firmen aller Branchen realisiert werden und funktionieren sowohl mit kleinen als auch mit gro\u00dfen Grundfl\u00e4chen. Wesentlich ist es, Third-Place-Projekte auf Basis erfolgreich erprobter Planungsstrategien durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Das Advanced Applications Team von Steelcase ermittelte drei Schl\u00fcsselelemente: Integrierte Technik, Gestaltungselemente und Gastfreundschaft.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16192\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16192\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3687 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421251765\/www.steelcase.com\/15-0006194-15-0006186-15-0006192.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16192\" class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4sentationsmittel und Tools zum Informationsaustausch sind f\u00fcr Mitarbeiter ebenso wichtig wie integrierte Raumbuchungssysteme, Steckdosen, WLAN etc.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Integrierte Technik<\/h3>\n<p>Mehr als alles andere m\u00fcssen effektive, f\u00fcr richtiges Arbeiten geeignete Third Places im B\u00fcro hervorragende technische L\u00f6sungen bieten. Menschen suchen diese Orte f\u00fcr Erfrischungen auf, zugleich erwarten sie, dass es dort alles gibt, was sie brauchen, um produktiv zu sein \u2013 Technik muss daher schnell und einfach verf\u00fcgbar sein. Jeder mobile Mitarbeiter kennt die Probleme mit unzuverl\u00e4ssigen WLAN-Netzen und dem Mangel an Steckdosen. Zur effektiven Nutzung von Third Places m\u00fcssen Technikl\u00f6sungen nahtlos integriert sein \u2013 dadurch erleichtern sie es den Mitarbeitern, ihr gesamtes Potenzial zu entfalten.<\/p>\n<p>R\u00e4ume sollten Technikl\u00f6sungen bieten, die das Teilen und Bearbeiten von Informationen sowie die effektive Zusammenarbeit von lokalen und r\u00e4umlich getrennten Teams unterst\u00fctzen. Steckdosen sollten \u2013 auch im Au\u00dfenbereich \u2013 \u00fcberall vorhanden sein. Integrierte Raumbuchungssysteme helfen den Menschen, vor Ort oder aus der Ferne den besten Platz f\u00fcr ihre Arbeit und ihre Arbeitsweise zu finden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16194\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16194\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3686 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421251843\/www.steelcase.com\/15-0006201-15-0006202-15-0006198.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16194\" class=\"wp-caption-text\">Architektonische Elemente, Beleuchtungen, Kunstwerke, Dekorationen, Musik und andere Bestandteile des Gestaltungskonzepts schaffen eine einladende und anregende Atmosph\u00e4re.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Gestaltungselemente<\/h3>\n<p>Besondere Gestaltungselemente bestimmen die Atmosph\u00e4re interner Third Places und beeinflussen ma\u00dfgeblich das Mitarbeiterverhalten. Oberfl\u00e4chen, Beleuchtung, Musik, D\u00fcfte, anregende Dekorationen und Kunstwerke \u2013 zusammen lassen all diese Dinge nicht nur einladende und gern besuchte R\u00e4ume entstehen. Sie erz\u00e4hlen auch, wie man sich dort zu verhalten hat. \u201eIn einem Starbucks-Caf\u00e9 wird den Kunden durch die markentypische Gestaltung vermittelt, was erlaubt ist\u201c, sagt Johnson. \u201eSich dort zu unterhalten, ist kein Problem, w\u00e4hrend eine traditionelle Bibliothek sofort signalisiert, dass hier Ruhe herrschen soll.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm WorkCaf\u00e9 gibt es ein Caf\u00e9 und eine Verpflegungsstation, an der man den ganzen Tag \u00fcber Essen bekommt\u201c, sagt Johnson. Steelcase animiert seine Mitarbeiter dazu, diesen Bereich w\u00e4hrend des gesamten Arbeitstags zu nutzen. Wollen Unternehmen solche Orte zwar bereitstellen, aber vermeiden, dass sich die Mitarbeiter den ganzen Tag dort aufhalten, dann sollten sie einfach weniger Sitzm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Caf\u00e9s Zeitungen, Zeitschriften und schwarze Bretter anbieten, k\u00f6nnen interne Third Places mit Medienw\u00e4nden Unternehmensneuigkeiten pr\u00e4sentieren. Indem sie dor t erfahren, was ihre Kollegen machen, f\u00fchlen sich die Mitarbeiter untereinander besser vernetzt, was in der Folge das Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zum Unternehmen st\u00e4rkt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16195\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16195\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3685 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421251927\/www.steelcase.com\/15-0006198-15-0006185-15-0006195.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16195\" class=\"wp-caption-text\">Zu den Angeboten im B\u00fcro z\u00e4hlen z.B. die Unterst\u00fctzung beim Drucken, der technische Support, die Beschaffung von B\u00fcromaterial, die Bereitstellung von Essen und Getr\u00e4nken oder der Concierge-Service.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Gastfreundschaft<\/h3>\n<p>Gastgeber zu sein bedeutet, den Mitarbeitern das Gef\u00fchl zu geben, untereinander sowie mit dem Unternehmen verbunden zu sein. Die Art und Weise, wie sie begr\u00fc\u00dft und unterst\u00fctzt werden, vermittelt ihnen Wertsch\u00e4tzung und zeigt zugleich, dass Arbeitgeber die Herausforderungen der Work- Life-Integration in einer globalisierten, rund um die Uhr aktiven Welt erkennen.<\/p>\n<p>Wie in jeder Umgebung, in der die Menschen kommen und gehen, bed\u00fcrfen auch Third Places im B\u00fcro einer gewissen Pflege. Wenn ein Bereich von allen genutzt wird \u2013 wer k\u00fcmmert sich dann um ihn? Und wer sorgt z.B. daf\u00fcr, dass Textmarker und Post-its aufgef\u00fcllt sind? In internen Third Places kann ein \u201eWork Concierge\u201c die Menschen bei der Arbeit unterst\u00fctzen \u2013 im Prinzip genauso wie ein Concierge in einem Hotel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16196\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16196\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3684 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421252105\/www.steelcase.com\/15-0006230.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16196\" class=\"wp-caption-text\">Au\u00dfenbereiche sind beliebte Treffpunkte, w\u00e4hrend sie zugleich die M\u00f6glichkeit des entspannten Arbeitens bieten. Mitarbeiter k\u00f6nnen dort neue Kraft sch\u00f6pfen, aber auch sehr produktiv sein.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Wo sollten Third Places eingerichtet werden?<\/h3>\n<p>F\u00fcr Unternehmen ist die Cafeteria im B\u00fcro der ideale Ort, um sowohl interne Third Places einzurichten als auch unzureichend genutzte Bereiche besser auszulasten. Sie ist jedoch keineswegs der einzige Ort. Unternehmen brauchen auch andere Fl\u00e4chen \u2013 beispielsweise f\u00fcr Meetings, die von Projektgruppen oft in Hotels verlegt werden. \u201eEine Ebene mit Besprechungsr\u00e4umen bietet Mitarbeitern die M\u00f6glichkeit, \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume zusammenzukommen, ohne dabei viel Zeit f\u00fcr die Anreise zu verlieren\u201c, erl\u00e4utert Cherie Johnson. In diesem Zusammenhang empfiehlt sie Firmen zudem, \u201egenau hinzusehen, an welchen Orten sich die Menschen schon jetzt treffen.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-left \"><p>\u201eThird Places im B\u00fcro bed\u00fcrfen nicht unbedingt gro\u00dfer Fl\u00e4chen. Jede Abteilung k\u00f6nnte einen K\u00fcchentisch haben, und eine gro\u00dfe Cafeteria lie\u00dfe ma\u00dfst\u00e4blicher gestalten, damit sich die Menschen dort geborgen f\u00fchlen. Dass diese Fl\u00e4chen den sozialen Austausch innerhalb des Unternehmens f\u00f6rdern.\u201c<\/p><cite>Cherie Johnson<span>Director of Global Design, Steelcase<\/span><\/cite><\/blockquote>\n<p>Au\u00dfenbereiche eignen sich zum Entspannen ebenso wie zum Arbeiten. Unmit telbar an innenliegende Arbeitspl\u00e4tze angrenzende Innenh\u00f6fe, Terrassen und Dachterrassen sollten daher \u00fcber Stromanschl\u00fcsse, WLAN und eine M\u00f6blierung verf\u00fcgen, die das Arbeiten allein oder in Gruppen unterst\u00fctzen. \u201eMitarbeiter lieben Au\u00dfenbereiche, weil sie die M\u00f6glichkeiten bei der Wahl des richtigen Arbeitsplatzes vergr\u00f6\u00dfern\u201c, sagt Lew Epstein. Sie sind beliebte Treffpunkte, an denen man neue Kraft sch\u00f6pfen, aber auch sehr produktiv sein kann. \u201eWer zu einer Besprechung nach drau\u00dfen geht, kann die erfrischende Wirkung dieser Orte selbst dann von den Gesichtern der Menschen ablesen, wenn sie sehr viel zu tun haben.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_16197\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16197\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3683 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421252397\/www.steelcase.com\/15-0006197.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16197\" class=\"wp-caption-text\">Schlecht ausgelastete B\u00fcrofl\u00e4chen k\u00f6nnen in interne Third Places verwandelt werden, wo Menschen sich treffen und entspannen, aber auch Netzwerke aufbauen und pflegen sowie nat\u00fcrlich arbeiten k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr eignen sich insbesondere jene Orte, an denen der soziale Austausch schon jetzt stattfindet \u2013 z.B. in Cafeterien.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Third Places m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig auf das ganze Unternehmen ausgerichtet sein. Firmen sollten vielmehr dar\u00fcber nachdenken, sie auch in verschiedenen Bereichen zu etablieren: \u201eauf der gesch\u00e4ftlichen Ebene genauso wie in Arbeitsbereichen oder bei Projektgruppen\u201c, erg\u00e4nzt Frank Graziano. Im kleineren Ma\u00dfstab k\u00f6nnen sie sich auf einzelne Abteilungen beziehen, in denen sie R\u00fcckzugsorte bieten oder den Wechsel zwischen intensiver Gruppenarbeit und Ruhephasen erleichtern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16198\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_16198\" class=\"wp-image wp-caption alignleft\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3682 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1421252460\/www.steelcase.com\/15-0006194.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_16198\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfe Pr\u00e4sentationsfl\u00e4chen, wie z.B. Medienw\u00e4nde, bieten eine effektive M\u00f6glichkeit, Mitarbeiter \u00fcber Neuigkeiten rund um das Unternehmen zu informieren und zugleich das Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu st\u00e4rken.<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Resiliente\u00a0Immobilien<\/h3>\n<p>Sollen sich Investitionen in Immobilien auf lange Sicht lohnen, bedarf es einer gewissen Flexibilit\u00e4t. Ben\u00f6tigt wird aber auch eine regelm\u00e4\u00dfige Evaluation zum Zustand der Arbeitsumgebung, um herauszufinden, wo Korrekturbedarf besteht. Aus diesem Grund f\u00fchrt Steelcase regelm\u00e4\u00dfig Nutzungsanalysen durch, einerseits um zu sehen, wie Mitarbeiter die B\u00fcrofl\u00e4chen tats\u00e4chlich nutzen, andererseits um zu verstehen, was gut funktioniert und was verbesserungsf\u00e4hig ist. Beispielsweise stellte sich heraus, dass die abgeschlossenen Einzelarbeitsbereiche im WorkCaf\u00e9 sehr intensiv genutzt werden \u2013 mit der Folge, dass dort, aber auch in anderen Bereichen und Geb\u00e4uden des Campus weitere solche R\u00e4ume entstanden. Und die Kaffeebar hatte urspr\u00fcnglich f\u00fcr l\u00e4nger arbeitende Besch\u00e4ftigte bis weit in den Abend ge\u00f6ffnet, bis auffiel, dass Mitarbeiter um diese Uhrzeit entweder lieber am Arbeitsplatz bleiben oder n\u00f6tige Telefonkonferenzen von zuhause durchf\u00fchrten \u2013 eine Beobachtung, die schlie\u00dflich zu Anpassungen der \u00d6ffnungszeiten f\u00fchrte. Arbeitsumgebungen, die das Engagement und die Produktivit\u00e4t der Mitarbeiter tats\u00e4chlich unterst\u00fctzen, sind nie endg\u00fcltig fertig, weil es immer wieder neue Erkenntnisse und die Notwendigkeit f\u00fcr neue Anpassungen gibt.<\/p>\n<p>Wesentlich ist bei internen Third Places aber auch, dass F\u00fchrungskr\u00e4fte mit gutem Beispiel vorangehen und dabei zeigen, dass solche Bereiche wirklich jederzeit genutzt werden k\u00f6nnen. \u201eWer seine Chefs dort Kaffee trinken sieht, wird irgendwann auch selbst hingehen\u201c, ist sich Barnhart-Hoffman sicher.<\/p>\n<h3>Das Engagement der Mitarbeiter: Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil?<\/h3>\n<p>Viele Unternehmen fragen sich vielleicht, ob sich interne Third Places wirklich lohnen? Die Antwort lautet: Ja. Produktivit\u00e4t, Teamarbeit und die Gesundheit bzw. das Wohlbefinden der Mitarbeiter sind gute Gr\u00fcnde \u2013 doch der wichtigste Anlass, ernsthaft \u00fcber die Einf\u00fchrung von Third Places nachzudenken, ist das Engagement der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>F\u00fcr Lew Epstein lautet eine zentrale Frage: \u201eWas brauchen und was verdienen die Mitarbeiter des 21. Jahrhunderts eigentlich angesichts der in den wettbewerbsorientierten M\u00e4rkten immer lauteren Forderung nach Leistung? Irgendetwas muss f\u00fcr humanere Arbeitsumgebungen sorgen, die die Mitarbeiter von heute unterst\u00fctzen. Wir betrachten den physischen Raum hierbei als wesentliches Element, denn R\u00e4ume stehen immer im Mittelpunkt, wenn es um die Frage geht, wo Arbeit erledigt wird.\u201c<\/p>\n<p>Ray Oldenburg, jener Soziologe, der vor fast 30 Jahren den Begriff \u201eThird Place\u201c erstmals definiert hat, best\u00e4tigt, dass sich die Zeiten seit seinen ersten Forschungen ver\u00e4ndert haben. \u201eWenn man 40 Jahre zur\u00fcckgeht, dachten die Unternehmen, dass ihre Mitarbeiter umso produktiver sind, je l\u00e4nger sie am Schreibtisch sitzen. Diese Vorstellung wurde g\u00e4nzlich wiederlegt\u201c, sagt Oldenburg. \u201eIch denke, Third Places spielen schon eine Rolle, wenn man gute Mitarbeiter halten m\u00f6chte \u2013 z.B. indem sie bekommen, was sie sich w\u00fcnschen.\u201c<\/p>\n<p>Hochwertigere Interaktionen f\u00f6rdern, Regenerationsm\u00f6glichkeiten bieten und inspirier tes Arbeiten erm\u00f6glichen \u2013 all das steigert auch das Wohlbefinden der Menschen, und f\u00fchrt letztlich dazu, Mitarbeiter besser gewinnen, halten und motivieren zu k\u00f6nnen. Das Caf\u00e9 in der N\u00e4he macht vielleicht einen guten Kaffee, doch diese Ergebnisse kann es nicht \u00fcbertreffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Coole Caf\u00e9s in Unternehmensumgebungen liegen \u00fcberall im Trend, w\u00e4hrend B\u00fcros immer h\u00e4ufiger versuchen, diese besondere Atmosph\u00e4re mit WLAN und Espressomaschinen nachzuahmen. 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