{"id":24630,"date":"2019-07-08T21:56:16","date_gmt":"2019-07-08T19:56:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?p=24630"},"modified":"2023-02-08T15:49:05","modified_gmt":"2023-02-08T14:49:05","slug":"das-geheimnis-guter-zusammenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/zusammenarbeit\/das-geheimnis-guter-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"Das Geheimnis guter Zusammenarbeit  (vollst\u00e4ndiger Artikel)"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man Leute fragt, wo sie ihre besten Einf\u00e4lle haben, antworten sie meist \u201eBeim Laufen\u201c, \u201eBeim Spazieren in der Natur\u201c oder auch immer wieder \u201eUnter der Dusche\u201c. Aber wann h\u00f6rt man schon: \u201eAm Konferenztisch w\u00e4hrend der Besprechung\u201c? Eher selten. Unternehmen sind aber auf neue Ideen angewiesen. Gerade heute mu\u0308ssen sie sich anstrengen, um weiterhin Erfolg zu haben und zu wachsen. Ironischerweise stellen sie ihren Teams zur Zusammenarbeit genau solche R\u00e4ume zur Verfu\u0308gung, bei denen die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, dass die Teammitglieder gedanklich abschalten und sich nicht mehr einbringen, anstatt Neues und Revolution\u00e4res zu erschaffen.<\/p>\n<p>Wir alle kennen solche Besprechungen. Man betritt den Konferenzraum, sitzt in Reih und Glied an einer Seite vom Tisch (von der aus man nicht mal alle anderen sehen kann) und der Chef steuert das Gespr\u00e4ch. Aufstehen geht nicht, weil es merkwu\u0308rdig erscheinen wu\u0308rde, wenn man nicht gerade selbst etwas vortr\u00e4gt, also bleibt man in seinem bequemen Stuhl sitzen. Nach kurzer Zeit fangen die Anwesenden an, ihre Emails zu lesen und innerlich abzuschalten.<\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"u-shaded u-shaded--light\">\n<p>Lesen Sie die Zusammenfassung von <strong>Das Geheimnis guter Zusammenarbeit<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"button-dark\" href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/360-roam\/\">ERFAHREN SIE MEHR<\/a><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p>Bewegung, verschiedene K\u00f6rperhaltungen und Gesten haben Einfluss darauf, wie wir denken und fu\u0308hlen. Sian Beilock, Kognitionswissenschaftlerin und Pr\u00e4sidentin des Barnard College, sagt: \u201eDer menschliche K\u00f6rper fu\u0308hrt nicht blo\u00df die Befehle des Gehirns aus, er spielt eine zentrale Rolle dabei, wie wir denken und Entscheidungen treffen.\u201d In ihrem Buch \u201eHow The Body Knows Its Mind\u201d legt Beilock dar, wie der K\u00f6rper unser Gehirn \u201ehackt\u201c und auf welche Weise Bewegung unsere Gedanken und Entscheidungen positiv beeinflusst. Wieso wird die Arbeitsumgebung dann dennoch so gestaltet, dass sie passive K\u00f6rperhaltungen und Verhaltensweisen begu\u0308nstigt?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-24641\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558402351\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120682.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Warum gibt es z.B. kaum Teambereiche mit Anlehnpl\u00e4tzen? Egal, ob auf einem Hocker, Gel\u00e4nder oder einer Stuhllehne &#8211; Menschen, die halb sitzen und halb stehen, erarbeiten gemeinsam viel mehr Ideen als diejenigen, die sitzen. Wenn man es sich im Stuhl gemu\u0308tlich macht, verharrt man bei seinen eigenen Ideen und reagiert negativ auf die Einf\u00e4lle der anderen. Der Zusammenhang zwischen dem, was der K\u00f6rper macht und dem, was im Gehirn passiert, ist also deutlich. Deshalb sollten u\u0308berall dort, wo Ideen entstehen sollen, Anlehnpl\u00e4tze vorhanden sein, damit man aufstehen und sich bewegen kann, aufgeschlossen fu\u0308r Neues bleibt und aktiv interagiert.<\/p>\n<p>\u201eAnlehnpl\u00e4tze erm\u00f6glichen, dass man kognitiv und emotional zusammenkommt und dabei weder zu stark an eine K\u00f6rper- oder Geisteshaltung noch an bestimmte Ideen gebunden ist\u201c, erkl\u00e4rt Frank Graziano, Forscher bei Steelcase WorkSpace Futures, der sich seit Jahrzehnten mit dem Einfluss von Arbeitsr\u00e4umen besch\u00e4ftigt. Aber obwohl die Fakten bekannt sind, sch\u00f6pfen die meisten Unternehmen das Potenzial ihrer R\u00e4umlichkeiten nicht aus, um ihren Angestellten das zu bieten, was diese brauchen und wollen, damit sie ihre Arbeit bestm\u00f6glich erledigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Kommunikation ist nicht gleich Zusammenarbeit<\/h3>\n<p>\u201eEines der gr\u00f6\u00dften Missverst\u00e4ndnisse ist, dass Kommunikation automatisch auch Zusammenarbeit bedeutet\u201d, erl\u00e4utert Donna Flynn, Steelcase Vice President of WorkSpace Futures. \u201eBesprechungen sind oft nicht sonderlich produktiv, da der Gro\u00dfteil der Zeit damit verbracht wird, u\u0308ber ein Problem zu diskutieren, anstatt aktiv an dessen L\u00f6sung zu arbeiten.\u201d<\/p>\n<p>Teamwork ist heute die Norm. Im Rahmen einer neuen Steelcase-Studie haben 3.000 Angestellte in Nordamerika, Europa und Asien best\u00e4tigt, dass sie mehr Zeit im Team verbringen, als alleine zu arbeiten. Der u\u0308berwiegende Anteil der Studienteilnehmer (97 %) sagt, dass Teamarbeit fu\u0308r ihre Arbeit wichtig ist und 90 Prozent sind u\u0308berzeugt, dass dabei bessere Ideen entstehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-24640 alignleft\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558402452\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120680.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Klassische Besprechung dienen der Weitergabe von Informationen (informative Zusammenarbeit) oder werden fu\u0308r Feedback-Sessions, Arbeitsu\u0308berblicke und Executive Reviews genutzt (evaluative Zusammenarbeit). Das sind beides wichtige Formen der Zusammenarbeit. Die anspruchsvollste Form ist jedoch die generative Zusammenarbeit &#8211; sie bringt neue Ideen hervor, treibt Innovation an und findet selten im Rahmen einer klassischen Besprechung statt. Besonders gute und kreative Zusammenarbeit ist aktiv und dynamisch, nicht passiv und statisch. \u201eK\u00f6rper und Geist brauchen Bewegung fu\u0308r kreative Prozesse\u201c, betont Flynn.<\/p>\n<h3>Es ist nicht Ihre Schuld<\/h3>\n<p>Unternehmen betonen die Wichtigkeit von Teamarbeit als Motor fu\u0308r Innovation. Gleichzeitig machen sie es ihren Mitarbeitern sehr schwer, diesem Anspruch gerecht zu werden. Die meisten (70 %) k\u00f6nnen nach wie vor nur auf traditionelle Konferenzr\u00e4ume zur Teamarbeit zuru\u0308ckgreifen, von denen allgemein bekannt ist, dass sie die Kreativit\u00e4t im Keim ersticken. Es handelt sich meist um geschlossene R\u00e4ume (75 %), in denen der Gro\u00dfteil der Zusammenku\u0308nfte nicht spontan, sondern geplant stattfindet. Meist steht auch keine gro\u00dffl\u00e4chige technische Ausru\u0308stung zur Darstellung von Informationen und Ideen zur Verfu\u0308gung. Zu erwarten, dass man in einer solchen Umgebung erfolgreich zusammenarbeitet, ist unrealistisch.<\/p>\n<p>\u201eUnternehmen sind gefordert &#8211; sie mu\u0308ssen bessere R\u00e4ume entwerfen, die ihre Angestellten dabei unterstu\u0308tzen, aussagekr\u00e4ftige Ergebnisse zu erzielen\u201c, so Flynn. \u201eMomentan wird die gemeinsame Zeit selten effektiv genutzt. Wenn wir Zusammenarbeit neu definieren und dafu\u0308r sorgen, dass sie dank geeigneter Hilfsmittel, R\u00e4ume und Arbeitsweisen wirklich effektiv stattfinden kann, profitieren alle davon &#8211; der Einzelne, das Team und das Unternehmen.\u201d<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24639 size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558402570\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120681.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<h3>Von aktivem Lernen zu aktiver Zusammenarbeit<\/h3>\n<p>In Organisationen, die gro\u00dfe Mengen an innovativen Ergebnissen erzielen, genie\u00dft das Lernen ein hohes Ansehen. Ihre Teams werden best\u00e4rkt, neue Ideen auszuprobieren, verschiedene Konzepte zu testen, herauszufinden, was funktioniert und was nicht und das so oft wie m\u00f6glich. Wenn Lernen fu\u0308r Innovation eine so gro\u00dfe Rolle spielt, macht es Sinn, sich mit den neuesten Entwicklungen im Bereich von Unterrichtsumgebungen zu besch\u00e4ftigen und zu pru\u0308fen, ob sich etwas davon auf Arbeitsumgebungen u\u0308bertragen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Lehrmethode des aktiven Lernens vertritt die Auffassung, dass traditionelle Klassenzimmer, in denen die Schu\u0308ler in Reihen sitzen und nach vorne blicken und in denen es wenig Variationsm\u00f6glichkeiten gibt, um unterschiedlichen Aktivit\u00e4ten nachzugehen, nicht fu\u0308r die Art des Lernens geeignet sind, die Schu\u0308ler und Studierende im 21. Jahrhundert ben\u00f6tigen. Steelcase Learning hat untersucht, wie man Lernumgebungen entwirft, die sich fu\u0308r unterschiedliche Lernverfahren eignen und die Lernenden dabei unterstu\u0308tzen, sich aktiver einzubringen. Aktive Lernumgebungen k\u00f6nnen sowohl vom Lehrenden als auch von den Lernenden problemlos umgestaltet werden, um sowohl das Lernen in Kleingruppen als auch Diskussionen in gro\u00dfen Gruppen und Einzelarbeit zu erm\u00f6glichen. Im Gegensatz zu herk\u00f6mmlichen Klassenzimmern kann man sich frei im Raum bewegen und mit dem Lehrenden und anderen Lernenden interagieren. Viele Lehrer haben noch Vorbehalte gegenu\u0308ber den neuen Prozessen. Die Lernergebnisse verbessern sich jedoch merklich.<\/p>\n<p>Inzwischen liegen immer mehr Nachweise vor, die die Theorie u\u0308ber eine Verbindung von K\u00f6rper und Geist stu\u0308tzen, weshalb Lehrmethoden wie Embodied Learning vielerorts schon im Klassenalltag integriert sind. Sie verdr\u00e4ngen traditionelle Lehrformen wie den Frontalunterricht, bei dem die Schu\u0308ler zuh\u00f6ren und Informationen nur passiv weitergegeben werden. In einer Untersuchung zu Embodied Learning nutzten Schu\u0308ler der Mittelstufe eine interaktive Simulation, die k\u00f6rperlichen Einsatz erforderte, um sich mit dem Thema Erdanziehung und Planetenbewegungen auseinanderzusetzen. Eine Vergleichsgruppe nutzte die Desktopversion der gleichen Simulation, um sich mit dem Stoff vertraut zu machen. Die Ergebnisse sprechen fu\u0308r sich: sich k\u00f6rperlich mit Konzepten und Ideen zu befassen, fu\u0308hrt zu merklich besseren Lernergebnissen, gr\u00f6\u00dferem Engagement und mehr Spa\u00df daran, sich mit einem Thema zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<div class=\"image-pair\">\n<figure id=\"attachment_444638\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_444638\" class=\"wp-image wp-caption alignnone\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24637 size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558407590\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120678.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_444638\" class=\"wp-caption-text\">Traditionelle Klassenzimmer (links) sind sehr starr aufgebaut und zwingen die Lernenden dazu, zu sitzen und passiv zuzuh\u00f6ren. Klassenzimmer, die auf aktive Zusammenarbeit (rechts) ausgerichtet sind, f\u00f6rdern die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden. Die Lernenden bringen sich mehr ein und die Lernerfolge steigen<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_444639\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_444639\" class=\"wp-image wp-caption alignnone\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24636 size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558407640\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120677.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_444639\" class=\"wp-caption-text\">Der Aufbau eines klassischen Besprechungsraums (links) f\u00fchrt dazu, dass die Mitarbeiter abschalten und sich nicht mehr einbringen. Konfigurationen f\u00fcr die aktive Zusammenarbeit (rechts) f\u00fchren zu mehr Bewegung und Engagement sowie gleichberechtigter Teilhabe.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>Die Forschungsergebnisse zum aktiven Lernen fu\u0308hrten zur Entwicklung des Konzepts aktiver Zusammenarbeit. Aktive Zusammenarbeit hat das Potential, die Arbeit in demselben Ma\u00dfe zu ver\u00e4ndern, wie das aktive Lernen es im Bildungsbereich getan hat. Es geht darum, die Mitarbeiter darin zu best\u00e4rken, passive Verhaltensweisen zu u\u0308berwinden und sich k\u00f6rperlich und emotional mehr in den kreativen Prozess einzubringen. Zum Beispiel f\u00f6rdern Verhaltensweisen wie einfaches Seite an Seite-Stehen gemeinsame Denkprozesse. Die Darstellung von Ideen auf Whiteboards oder gro\u00dfen Bildschirmen fu\u0308hrt dazu, dass alle Teammitglieder die Einf\u00e4lle gemeinsam weiter ausbauen. Und wenn sichergestellt ist, dass alle gleichberechtigt zu Wort kommen, kommt die ganze Vielfalt an verschiedenen Denkweisen zum Vorschein, was zu besseren Gesamtergebnissen fu\u0308hrt.<\/p>\n<p>Die genannten Verhaltensweisen k\u00f6nnen am Arbeitsplatz gef\u00f6rdert werden u\u0308ber Raumdesign, das Folgendes unterstu\u0308tzt:<\/p>\n<ul>\n<li>aktive Haltungen wie Anlehnen, Stehen und Gehen;<\/li>\n<li>aktive Nutzung analoger und digitaler Tools zur Zusammenarbeit, um sich physisch mit den Inhalten auseinanderzusetzen; und<\/li>\n<li>gleichberechtigte Mitwirkung aller Teammitglieder durch Aufbrechen hierarchischer Strukturen und Einbindung pers\u00f6nlich nicht anwesender Kollegen mithilfe geeigneter Technologie.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wieso ist Bewegung sinnvoll?<\/h3>\n<p>Haltungswechsel und weniger Sitzen machen es m\u00f6glich, sich physisch, mental und emotional besser bei der Probleml\u00f6sung einbringen zu k\u00f6nnen. Stehen oder entspanntes Lehnen signalisieren aktives Engagement und Teilnahme. Wenn der Teambereich viele unterschiedliche K\u00f6rperhaltungen unterstu\u0308tzt, kann sich jeder Einzelne auf die Teamdynamik einlassen &#8211; bei der Ideensuche, Reflektion und dem Abbau von Spannungen, in Feedbackrunden und beim Energietanken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-24638\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558403306\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120684.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Bewegung ist fu\u0308r generative Zusammenarbeit wichtig, weil wir \u201eden Wert von Ideen davon abh\u00e4ngig machen, ob sie in unserer N\u00e4he entstehen und ge\u00e4u\u00dfert werden. Dies beeinflusst unsere F\u00e4higkeit, die Ideen weiter auszubauen und gemeinsam Neues zu entwickeln\u201c, erkl\u00e4rt Graziano. Bewegung erlaubt einem, sich in unmittelbare N\u00e4he zu seinen Teammitgliedern und Whiteboards und anderen technischen Hilfsmitteln, die zur Sammlung und Bu\u0308ndelung von Ideen beitragen, zu begeben. Laut Beilock steigert sogar das Auf und Ab-Gehen im Raum die Kreativit\u00e4t. \u201eEs fu\u0308hrt dazu, dass man schneller den Blickwinkel wechseln und sich bei der Entwicklung von Ideen besser einbringen kann\u201c, best\u00e4tigt auch Graziano.<\/p>\n<p>\u201eWenn man eine m\u00f6glichst wandelbare Umgebung erschafft, entsteht auch eine offenere Geisteshaltung\u201c, erg\u00e4nzt Graziano. \u201eInformationen sehen und mit ihnen interagieren zu k\u00f6nnen, ist die beste Basis fu\u0308r kreative Neusch\u00f6pfungen. M\u00f6bel sollen dabei nicht einschr\u00e4nken; Ideen sollten frei pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnen. Das ist eine ganz neue Erfahrung.\u201c<\/p>\n<p>Unter Zusammenarbeit verstehen viele, auf einen Nenner zu kommen. Gleichzeitig verwenden wir zur Beschreibung unserer Denkprozesse oft handlungsbezogene Metaphern &#8211; Ideen sammeln, den roten Faden finden, ein Konzept zerpflu\u0308cken, das Fu\u0308r und Wider abw\u00e4gen usw. Diese Gewohnheit hat einige Forscher, darunter den Schweizer Kinderpsychologen Jean Piaget (1896-1980), zu der \u00dcberzeugung gebracht, dass Denken im Grunde internalisiertes Handeln darstellt. Er ist u\u0308berzeugt, dass Kinder durch Handeln lernen.<\/p>\n<p>Die Neurowissenschaften finden immer mehr u\u0308ber die Funktionsweise des Gehirns heraus und es wird immer deutlicher, dass K\u00f6rper und Hirn in Abh\u00e4ngigkeit voneinander funktionieren. Dr. John J. Ratey, stellvertretender Professor fu\u0308r Psychiatrie an der Harvard Medical School, und Beilock geh\u00f6ren zu der stetig wachsenden Gruppe von Experten, die wissenschaftliche Nachweise dafu\u0308r erbracht haben, dass Bewegung uns beim Denken hilft und dazu beitr\u00e4gt, dass wir uns besser fu\u0308hlen. Sogar blo\u00dfes Aufstehen oder kleine Bewegungen erh\u00f6hen den Blutfluss, wodurch mehr Sauerstoff ins Gehirn gelangt, was die Ausschu\u0308ttung von Chemikalien wie Endorphinen und Dopamin ausl\u00f6st. Sie hellen die Stimmung auf, verbessern die Merkf\u00e4higkeit und fu\u0308hren dazu, dass das Gehirn neue Nervenbahnen bildet, anstatt bestehende zu nutzen. Dies spielt fu\u0308r kreative Prozesse eine entscheidende Rolle. Man kann daraus folgern, dass Bewegung sich unmittelbar darauf auswirkt, wie schnell gute Ergebnisse entstehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-24635 alignleft\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558407798\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120679.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen Bewegung und Probleml\u00f6sung wurde erstmals vor zehn Jahren von der Universit\u00e4t von Illinois best\u00e4tigt. Ihre Untersuchungen zeigten, dass eine bestimmte Art, die Arme zu schwingen, dazu beitrug, dass Studienteilnehmer die ihnen gestellten Aufgaben schneller l\u00f6sen konnten als die Kontrollgruppe. Dies demonstriert, dass das Gehirn Signale des K\u00f6rpers dazu nutzt, komplexe Probleme zu verstehen und zu l\u00f6sen. Der Studienleiter Alejandro Lleras sagt, dass \u201eBewegung das Denken beeinflusst und den Menschen daru\u0308ber hinaus indirekt zu Einsichten fu\u0308hrt, indem sie sein Handeln lenkt.\u201d Eine weitere Studie der Universit\u00e4t von Illinois zeigt, dass Bewegung nicht nur das Lernen und die Merkf\u00e4higkeit verbessert, sondern die Wahrnehmung von Informationen beeinflusst.<\/p>\n<p>Die Stanford University hat in drei Studien untersucht, welchen Einfluss Gehen auf die kreative Ideenfindung hat. Die gro\u00dfe Mehrheit der Teilnehmer war deutlich kreativer, wenn sie sich bewegte. Der kreative Output erh\u00f6ht sich dabei um durchschnittlich 60 Prozent. Einige Forscher gehen davon aus, dass auch das Gestikulieren die Lernf\u00e4higkeit und die F\u00e4higkeit, die Perspektive zu wechseln, beeinflusst, da die Gedanken sich u\u0308ber den K\u00f6rper ausdru\u0308cken k\u00f6nnen. Graziano erl\u00e4utert: \u201eGesten helfen Inhalte u\u0308ber verschiedene Wege darzustellen. Neue Konzepte und eine gemeinsame Sichtweise entstehen.\u201d<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu verlangsamt das Sitzen die Hirnaktivit\u00e4t. Nach 30 Minuten Sitzen ist unser Denken vernebelt und wir sind leichter ablenkbar. Das sind schlechte Nachrichten &#8211; besonders fu\u0308r die mentale Schwerstarbeit des kreativen Teamwork, das stark vom Einsatz der Gro\u00dfhirnrinde abh\u00e4ngt, die fu\u0308r kritisches Denken und Probleml\u00f6sung zust\u00e4ndig ist. Da die Gro\u00dfhirnrinde ein regelrechter Energiefresser ist, brauchen wir Bewegung, um unser Gehirn auf Trab zu halten und unser kreatives Denken beizubehalten. John Medina, Autor von \u201eBrain Rules\u201d nennt k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t auch \u201aAntrieb fu\u0308rs Gehirn\u2018 &#8211; sie verhilft uns zu mehr Energie, Engagement und Fokus.<\/p>\n<p>Die Stanford d.school, die sich mit Innovation und Kreativit\u00e4t besch\u00e4ftigt, hat gepru\u0308ft, welche Auswirkungen der Einsatz des K\u00f6rpers auf die generative Zusammenarbeit hat. Die in dem Buch \u201eMake Space\u201c von Scott Doorley und Scott Witthoft beschriebene Studie zeigt, wie die Studienteilnehmer in vier v\u00f6llig unterschiedlichen R\u00e4umen zusammenarbeiteten. In einem Raum mussten sie auf Stu\u0308hlen mit gerader Ru\u0308ckenlehne an einem Tisch sitzen. Im n\u00e4chsten Raum stand den Teilnehmern ein typisches Lounge-Setting mit weichen Sofas zur Verfu\u0308gung. Ein weiterer Raum verfu\u0308gte neben ein paar Anlehnpl\u00e4tzen u\u0308ber keine weiteren M\u00f6bel. Beim vierten, \u201eSandkiste\u201c genannten Raum, handelte es sich um eine abgesenkte, innen gepolsterte Box, in der die Teilnehmer sehr nah beieinander und ziemlich niedrig sitzen mussten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_444641\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_444641\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24634 size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558407911\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120676.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_444641\" class=\"wp-caption-text\"><strong>1)<\/strong> Aufrechte Stu\u0308hle und unbewegliche Tische schr\u00e4nken die Bewegungsfreiheit ein. <strong>2)<\/strong> Nutzer lehnen sich in weichen Polsterm\u00f6beln<br \/>zuru\u0308ck und kritisieren die Ideen der anderen, anstatt eigene zu entwickeln. <strong>3)<\/strong> Eine offene Fl\u00e4che, umrahmt von Anlehnpl\u00e4tzen, f\u00f6rdert das Stehen und animiert Nutzer sich zu bewegen, was zu einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl besserer Ideen fu\u0308hrt. <strong>4)<\/strong> Niedrige, gepolsterte Sitze, die eng beieinander<br \/>stehen, animieren nicht dazu, aufzustehen und seine Einf\u00e4lle zu pr\u00e4sentieren.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Wissenschaftler stellten u\u0308berrascht fest, dass der Komfort, die k\u00f6rperliche N\u00e4he und das ungezwungene Ambiente im \u201eSandkasten\u201c die Teilnehmer davon abhielten, aufzustehen, um ihre Gedanken zu teilen und die Intimit\u00e4t als gezwungen und unangenehm empfunden wurde. Die Teilnehmer in der Lounge-Landschaft hatten es sich nicht nur auf den Sofas gemu\u0308tlich gemacht, sondern fingen auch schnell an, die Ideen der anderen zu kritisieren, anstatt sie auszubauen. Im Gegensatz dazu unterstu\u0308tzte der Raum mit den Anlehnpl\u00e4tzen aktive und aufrechte K\u00f6rperhaltungen. Die Teilnehmer konnten entweder stehen oder sich bewegen. Das Energieniveau und die Interaktion in dieser Gruppe war hoch, was deutlich mehr und zugleich bessere Ideen hervorbrachte, als es in den anderen R\u00e4umen der Fall war. Was konnten Doorley und Witthoft daraus schlie\u00dfen? Die K\u00f6rperhaltung hat tats\u00e4chlich \u201eeinen tiefgreifenden Einfluss\u201d auf das Verhalten und die Entstehung von Ideen. \u201eDie Konzentration auf die K\u00f6rperhaltung bei der Raumgestaltung zeigte, dass bereits kleine Haltungs\u00e4nderungen, z.B. Aufstehen statt Sitzen, ausreichten, um die Resultate des Teams beim Designprozess zu potenzieren.\u201d<\/p>\n<h3>Gleichberechtigte Mitwirkung<\/h3>\n<p>Die Wahrnehmung, dass Zusammenarbeit stattfindet, kann die Leistung schlagartig verst\u00e4rken, erkl\u00e4rt eine Studie des \u201aJournal of Experimental Social Psychology\u2018. 64 Prozent der Teilnehmer, die sich auf eine Zusammenarbeit in der Gruppe eingestellt hatten, besch\u00e4ftigten sich l\u00e4nger mit ihren Aufgaben als Kollegen, die alleine arbeiteten. Sie gaben auch die Ru\u0308ckmeldung, dass sie st\u00e4rker engagiert waren, weniger Mu\u0308digkeit verspu\u0308rten und h\u00e4ufiger Erfolg hatten.<\/p>\n<p>Im Idealfall l\u00e4uft Zusammenarbeit so ab, dass jeder Einzelne gleichberechtigt mitwirkt, aktiv Ideen einbringt und alle auf die gleichen Informationen Zugriff haben, unabh\u00e4ngig davon, ob sie digital oder analog pr\u00e4sentiert werden. Zwar werden analoge Tools momentan h\u00e4ufiger verwendet. Neue Studien des Beckman Institute for Advanced Science and Technology an der Universit\u00e4t von Illinois weisen jedoch darauf hin, dass der Einsatz interaktiver Technologie einen positiven Einfluss auf die Probleml\u00f6sung hat und au\u00dferdem die Identifikation des Einzelnen mit den Inhalten steigt und sich die Nutzer eher zutrauen, Probleme anzusprechen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-24633 size-large\" src=\"https:\/\/steelcase-res.cloudinary.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1558408108\/www.steelcase.com\/2019\/05\/21\/19-0120685.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Natu\u0308rlich ist gleichberechtigte Mitwirkung sehr viel schwieriger, wenn die Teammitglieder an unterschiedlichen Orten arbeiten. Tats\u00e4chlich mu\u0308ssen aber mehr und mehr Teams genau damit zurechtkommen. \u201eEs ist wirklich schwierig, wenn man die einzige Person ist, die sich nicht im Raum befindet\u201d, berichtet Flynn, die selbst 60% der Zeit virtuell im Team arbeitet. \u201eAuch wenn man etwas zu sagen hat und die anderen die Informationen ben\u00f6tigen &#8211; wir sind so angelegt, dass wir unser Wissen lieber mit jemandem teilen m\u00f6chten, der direkt neben uns sitzt.\u201d Deshalb ist es unerl\u00e4sslich, in Besprechungen bewusst Raum fu\u0308r den Beitrag der Teammitglieder zu lassen, die nicht pers\u00f6nlich anwesend sind. Das Verfassen von Teamprotokollen und der Einsatz passender Technologien spielt auch eine wichtige Rolle, um fehlende N\u00e4he auszugleichen.<\/p>\n<h3>Design fu\u0308r aktive Zusammenarbeit<\/h3>\n<p>Das wichtige Zusammenspiel von k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t, Kreativit\u00e4t und Zusammenarbeit l\u00e4sst sich durch die Gestaltung von durchdachten R\u00e4umen f\u00f6rdern, die Mensch, Raum und Technologie zusammenbringen, was zur Folge hat, dass Teams sich mehr engagieren und schneller eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an besseren Ideen entwickeln.<\/p>\n<p>Prinzipien des Steelcase Applications Design Studio bei der Gestaltung von R\u00e4umen zur aktiven Zusammenarbeit:<\/p>\n<p><strong>Bewegung f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Einsatz kleinformatiger und leichter M\u00f6bel, damit das Team sich problemlos bewegen und den Raum an seine Bedu\u0308rfnisse anpassen kann.<\/li>\n<li>Gro\u00dfzu\u0308gige Durchgangs- und Flurbereiche, fu\u0308r einen bequemen Zugang zueinander und zur Technologie.<\/li>\n<li>Gew\u00e4hrleistung des k\u00f6rperlichen und emotionalen Wohlbefindens durch die M\u00f6glichkeit, unterschiedliche K\u00f6rperhaltungen einzunehmen und direkter Zugang zu Kollegen (von Angesicht zu Angesicht) und Inhalten. Beru\u0308cksichtigung der K\u00f6rperhaltung fu\u0308r verschiedene Arbeitsmodi.<\/li>\n<li>Arbeiten im Stehen eignet sich beispielsweise fu\u0308r generative Besprechungen, um flie\u00dfende \u00dcbergange zwischen Arbeitsbereichen und die Interaktion mit im Raum integrierter Technologie zu erm\u00f6glichen. Bereitstellung von Sitzgelegenheiten, die eine aufrechte K\u00f6rperhaltung f\u00f6rdern, wie z.B. Loungem\u00f6bel mit festen Polstern oder Anlehnpl\u00e4tze.<\/li>\n<li>Kombinieren von M\u00f6beln und Technologie, die visuelles Erforschen, Experimentieren und gleichberechtigte Mitwirkung aller Teammitglieder unterstu\u0308tzen; wenn gro\u00dffl\u00e4chige Technologie in einem Loungebereich eingesetzt wird, muss ausreichend Platz zur Bewegung und fu\u0308r eine freie Sicht auf die Inhalte gegeben sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Gleichberechtigte Mitwirkung f\u00f6rdern<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>L\u00f6sungen anbieten, z.B. <a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/produkte\/zusammenarbeit\/steelcase-roam\/\">gro\u00dffl\u00e4chige Teambildschirme<\/a>, die es allen gleicherma\u00dfen erlauben, sich einzubringen und miteinander zu interagieren.<\/li>\n<li>Integration von Technologien, die die Visualisierung von Prozessen beschleunigen und interaktive M\u00f6glichkeiten zur gemeinsamen Evaluierung von Einf\u00e4llen bieten.<\/li>\n<li>Unterstu\u0308tzung bei der Sichtbarmachung von Ideen und dabei, diese langfristig zug\u00e4nglich zu machen durch die Nutzung vertikaler, beschreib- und beklebbarer Fl\u00e4chen in direkter Nachbarschaft zur Teamtechnologie, um alles auf den kreativen Schaffensprozess abzustimmen.<\/li>\n<li>Privatsph\u00e4re und Kontrolle u\u0308ber die Umgebung bieten, um einen Ru\u0308ckzugsort zu schaffen, an dem Ideen weiter reifen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Eine pers\u00f6nliche Bindung zum Raum schaffen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Gestalten einer einladenden Umgebung und F\u00f6rderung der pers\u00f6nlichen Verbindung zum Raum durch Einsatz authentischer Designelemente, Gegenst\u00e4nde und Materialien, die die Teammitglieder inspirieren.<\/li>\n<li>R\u00e4ume designen, in denen die Mitarbeiter unterschiedliche L\u00f6sungen visuell erkunden. Bspw. durch Experimentieren und Interagieren mit der integrierten Technologie.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Motivation steigern<\/h3>\n<p>Zusammenarbeit ist eine komplexe menschliche Wechselbeziehung, deren Antrieb im gegenseitigen Vertrauen liegt, besonders in einer Zeit, in der sich Teams immer weiter spezialisieren und immer komplexere Probleme l\u00f6sen mu\u0308ssen. Die besten Teamerfolge werden erzielt, wenn sich ein Gefu\u0308hl der Zugeh\u00f6rigkeit, Sinnhaftigkeit und Einsatzfreude einstellt &#8211; man also das Gefu\u0308hl hat, ein wesentlicher Bestandteil des Teams zu sein. Der Flow in der Gruppe &#8211; von Experten \u201eDeep Listening\u201d (intensives Zuh\u00f6ren) genannt &#8211; wird zum wichtigsten Bestandteil der Teamdynamik.<\/p>\n<p>Die Arbeit im Team motiviert Mitarbeiter nachhaltiger. Je mehr Kollegen zusammenarbeiten, umso mehr steigt die intrinsische Motivation, Probleme anzugehen und zu l\u00f6sen. Und laut Organisationswissenschaftlern der Universit\u00e4t von Kalifornien ist intrinsische Motivation ein zentraler und unverzichtbarer Bestandteil kreativer Arbeit.<\/p>\n<p>Erfolgreiche aktive Zusammenarbeit ist nichtnur gut fu\u0308r Team und Unternehmen &#8211; die Erfahrung, Ideen auszudru\u0308cken und weiterzuentwickeln, verhilft dem Einzelnen zu mehr Selbstvertrauen, Leidenschaft und Zufriedenheit im Job.<\/p>\n<p>Umgebungen, die dabei unterstu\u0308tzen, sich v\u00f6llig in die Arbeit zu vertiefen und spontane und aktive Arbeit im Team erm\u00f6glichen, fu\u0308hren zu mehr Engagement. Gemeinsam Ideen zu entwickeln, Daten zu analysieren und einvernehmlich Probleme zu l\u00f6sen, hat einen mitrei\u00dfenden Effekt. Status wird zur Nebensache und Vertrauen entsteht &#8211; dies schafft die richtige Basis aus psychologischer Sicherheit und dem Gefu\u0308hl, auf einen gemeinsamen Zweck hinzuarbeiten, die es Mitarbeitern erm\u00f6glicht, beim Streben nach Innovation Risiken einzugehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Neurowissenschaft wissen wir, dass Gehirn und K\u00f6rper eng in Beziehung stehen und unsere F\u00e4higkeit, zu lernen und Probleme zu l\u00f6sen, von Bewegung beeinflusst wird. Eine k\u00fcrzlich von Steelcase durchgef\u00fchrte weltweite Studie zeigt, dass Angestellte heute zwar den Gro\u00dfteil der Zeit im Team arbeiten, dies aber in R\u00e4umen tun m\u00fcssen, in denen sie sich nicht bewegen k\u00f6nnen und in denen keine aktive Zusammenarbeit m\u00f6glich ist. 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