{"id":123388,"date":"2026-06-29T13:07:08","date_gmt":"2026-06-29T11:07:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/?p=123388"},"modified":"2026-06-29T19:21:57","modified_gmt":"2026-06-29T17:21:57","slug":"neues-mindset","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/themen\/wohlbefinden\/neues-mindset\/","title":{"rendered":"Ein neues Mindset"},"content":{"rendered":"<p>Jeden Morgen bringen wir unser einzigartiges menschliches Potenzial mit zur Arbeit. Es ist der Motor unserer Kreativit\u00e4t, unserer Resilienz und unserer F\u00e4higkeit, mit anderen in Verbindung zu treten.<\/p>\n<p>Doch allzu oft behandeln wir unser Gehirn wie Software: Wir erwarten, dass es grenzenlos leistungsf\u00e4hig ist und jederzeit problemlos l\u00e4uft. Dabei ist unser Gehirn keine Maschine, sondern ein lebendiges Organ. Es erm\u00fcdet und reagiert auf seine Umgebung \u2013 auf L\u00e4rm und visuelles Chaos \u2013, so wie unsere Lungen auf die Luftqualit\u00e4t reagieren.<\/p>\n<p>Wir versuchen, Arbeit des 21. Jahrhunderts zu leisten \u2013 KI-gest\u00fctzt, schnell, synthetisch \u2013 mit einem Gehirn, das urspr\u00fcnglich aufs \u00dcberleben ausgelegt war. Doch KI kann nicht ersetzen, was den menschlichen Geist ausmacht: Probleme zu l\u00f6sen und neue Ideen zu entwickeln. Wir brauchen ein neues Mindset \u2013 eines, das Menschen hilft, in der \u00c4ra der KI besser zu denken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-123390 size-large alignright\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1776886171\/26-0273037.jpg\" alt=\"A new Mindeset research\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p>Wir leben heute in der sogenannten Brain Economy. Laut einem aktuellen Bericht, der beim World Economic Forum gemeinsam mit dem McKinsey Health Institute ver\u00f6ffentlicht wurde, \u201emarkiert sie eine neue Grenze, in der menschliche Intelligenz und k\u00fcnstliche Intelligenz partnerschaftlich zusammenarbeiten und so h\u00f6here Produktivit\u00e4t und gr\u00f6\u00dfere Resilienz erm\u00f6glichen.&#8221; Der Bericht pl\u00e4diert f\u00fcr den Aufbau von \u201eBrain Capital&#8221; \u2013 einer Kombination aus Gehirngesundheit, also der funktionalen Leistungsf\u00e4higkeit des Gehirns, und kognitiven F\u00e4higkeiten wie klarem Denken, Lernen, Aufmerksamkeitssteuerung, Entscheidungsfindung und Probleml\u00f6sung. Kurz gesagt: alles, was wir bei der Arbeit tun.<\/p>\n<p>Der Neurowissenschaftler Harris Eyre, Leiter der Brain Capital Alliance, bringt es auf den Punkt: Diese \u00c4ra erfordert einen Wandel \u201evon einem Wirtschaftssystem, das Brain Capital verbraucht, hin zu einem System, das Brain Capital aufbaut&#8221;. Unternehmen haben viele M\u00f6glichkeiten, Brain Capital zu st\u00e4rken \u2013 ein Aspekt wird dabei h\u00e4ufig \u00fcbersehen: die gebaute Umwelt. Das wachsende Feld der Neuroarchitektur untersucht, wie physische R\u00e4ume gestaltet sein m\u00fcssen, um die mentale, emotionale und k\u00f6rperliche Gesundheit zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Damit ver\u00e4ndern sich die Anforderungen an das B\u00fcro. Es ist l\u00e4ngst nicht mehr nur ein Arbeitsplatz \u2013 es muss zu einem Ort werden, der Denken aktiv unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h2>Kognitive Krise<\/h2>\n<p>Der moderne Arbeitsalltag kann sich anf\u00fchlen wie das Leben eines Tieres in freier Wildbahn. Wir sind permanent in h\u00f6chster Wachsamkeit, scannen unsere Umgebung unabl\u00e4ssig nach Informationen und Gefahren \u2013 oder eben nach Slack-Nachrichten. In diesem reaktiven Modus ist tiefes, konzentriertes Denken kaum m\u00f6glich. Unser Gehirn kommt mit der t\u00e4glichen Informationsflut nicht hinterher und Bildschirme verst\u00e4rken das Problem zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Studien von Dr. Gloria Mark (UC Irvine) zeigen: Unsere durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist von 2,5 Minuten im Jahr 2004 auf nur noch 47 Sekunden im Jahr 2022 gesunken. Smartphones haben diese Entwicklung weiter beschleunigt.<\/p>\n<p>Aufmerksamkeit ist zu einer kostbaren Ressource geworden \u2013 einer Art biologischem Treibstoff. Forschende unterscheiden dabei zwei Arten von Fokus: Die \u201ekontrollierte Aufmerksamkeit&#8221; ist hochoktaniger Premium-Treibstoff \u2013 sie befeuert tiefgehende Arbeit und strategisches Denken. Sie ist begrenzt und schnell ersch\u00f6pft. Die \u201estimulusgetriebene Aufmerksamkeit&#8221; hingegen ist g\u00fcnstiger, reaktiver Treibstoff: Sie springt an, sobald ein lautes Ger\u00e4usch oder eine Bewegung unseren Blick auf sich zieht.<\/p>\n<p>Schlecht gestaltete Gro\u00dfraumb\u00fcros zwingen uns in einen permanenten Zustand stimulusgetriebener Aufmerksamkeit. Wir verbrauchen wertvolle Energie, um Ablenkungen auszublenden \u2013 und haben am Ende kaum noch Ressourcen f\u00fcr die eigentliche Arbeit.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass ein grundlegendes biologisches Bed\u00fcrfnis oft \u00fcbersehen wird: kognitive Entlastung. Das Gehirn kann nicht alles gleichzeitig speichern. Es braucht physische Umgebungen, die Gedanken \u201ef\u00fcr uns festhalten&#8221;. Wenn wir am Whiteboard skizzieren oder Inhalte an die Wand pinnen, lagern wir unser Arbeitsged\u00e4chtnis in den Raum aus. So wird das Gehirn von Speicheraufgaben entlastet und kann Informationen besser verarbeiten. Ein Laptop-Bildschirm kann diese r\u00e4umliche Leinwand nicht ersetzen \u2013 er verengt den Blick und zwingt uns, durch isolierte Informationsfragmente zu scrollen, statt Zusammenh\u00e4nge als Ganzes zu erfassen. Um komplexe Probleme zu l\u00f6sen, muss das Gehirn aber das gro\u00dfe Ganze sehen \u2013 nur so entstehen die entscheidenden Verbindungen.<\/p>\n<div class=\"u-shaded u-shaded--light\">\n<h2>Studie zur Daueraufmerksamkeit<\/h2>\n<p>Steelcase-Forschungsergebnisse liefern eine \u00fcberraschende Erkenntnis: Visuelle Abschirmung hilft Menschen, mit Ablenkungen besser umzugehen \u2013 sogar mit L\u00e4rm.<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufigste Beschwerde im B\u00fcro sind Ablenkungen, insbesondere in offenen Grundrissen mit <a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/produkte\/schreibtische-benches\/\">Bench-Arbeitspl\u00e4tzen<\/a>. Was eigentlich Austausch und Zusammenarbeit f\u00f6rdern soll, f\u00fchrt durch zu viel Offenheit oft dazu, dass Menschen sich \u00fcberreizt f\u00fchlen und kaum noch konzentrieren k\u00f6nnen. Eine gemeinsame Studie von Steelcase und dem Center for Healthy Minds der University of Wisconsin\u2013Madison zeigt jedoch eine einfache Stellschraube, um mit Ablenkungen aller Art besser umzugehen: visuelle Privatsph\u00e4re.<\/p>\n<p>Untersucht wurde die sogenannte \u201esustained attention&#8221; \u2013 die F\u00e4higkeit, sich \u00fcber l\u00e4ngere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Die Teilnehmenden l\u00f6sten kognitive Aufgaben in zwei Umgebungen: an einem v\u00f6llig offenen Bench-Arbeitsplatz und in einem halbgeschlossenen Einzelarbeitsbereich. In beiden F\u00e4llen wurde derselbe Hintergrundl\u00e4rm abgespielt.<\/p>\n<p><strong>Das Ergebnis:<\/strong> Personen mit visueller Abschirmung erzielten bei Aufgaben, die anhaltende Aufmerksamkeit erforderten, deutlich bessere Ergebnisse \u2013 trotz identischer Ger\u00e4uschkulisse. Sie machten weniger Fehler und konnten sich deutlich besser konzentrieren als die Teilnehmenden am offenen Arbeitsplatz.<\/p>\n<p><strong>Die Erkl\u00e4rung dahinter:<\/strong> Wenn wir visuellen Reizen ausgesetzt sind \u2013 etwa Menschen sehen, die lachen oder vorbeigehen \u2013, verbraucht unser Gehirn Energie, um diese Eindr\u00fccke herauszufiltern. Besonders das periphere Sehen reagiert sensibel auf Bewegung. Was evolutionsbiologisch der Gefahrenwahrnehmung diente, lenkt im Arbeitskontext heute ab. Sichtschutzelemente wie Screens, Regale oder Raumtrenner verringern diese kognitive Belastung und verschaffen dem Gehirn zus\u00e4tzliche Verarbeitungskapazit\u00e4t \u2013 etwa, um L\u00e4rm auszublenden. Das Resultat: bessere Leistung bei konzentrierten T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-879065 aligncenter\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1769200291\/25-0264724.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<\/div>\n<h2>Vom Badge-Scan zur Denkleistung<\/h2>\n<p>\u00dcber Jahrzehnte hinweg lebten wir in der \u00c4ra der Anwesenheit. Pr\u00e4senz galt als Ma\u00dfstab f\u00fcr Erfolg: Wer morgens um 8:00 Uhr eincheckte und abends um 17:00 Uhr wieder ausstempelte, galt als produktiv.<\/p>\n<p>Heute sieht die Realit\u00e4t anders aus. KI \u00fcbernimmt Routineaufgaben und die wertvollste Ressource ist die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit \u2013 die zutiefst menschliche F\u00e4higkeit, mit Ambiguit\u00e4t umzugehen und souver\u00e4n zu entscheiden. Wir sind in der \u00c4ra der Aufmerksamkeit angekommen. Geistige Gesundheit ist nicht l\u00e4nger \u201enur&#8221; ein pers\u00f6nliches Wellbeing-Ziel, sondern ein strategischer Unternehmenswert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-123396 alignleft\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1776957023\/26-0273032.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<blockquote class=\"pull-quote pull-quote-center \"><p>\u201eNicht mehr der Ort definiert die Arbeit \u2013 sondern die Art des Denkens.\u201c<\/p><cite>Patricia Kammer<span>Steelcase WorkSpace Futures Researcher<\/span><\/cite><\/blockquote>\n<p>\u201eIn der \u00c4ra der Anwesenheit war das B\u00fcro vor allem ein Aufbewahrungsort f\u00fcr Menschen. In der \u00c4ra der Aufmerksamkeit muss es weit mehr leisten: Es muss Konzentration, Zusammenarbeit und Kreativit\u00e4t erm\u00f6glichen. Wer heute komplexe Probleme l\u00f6sen will, braucht Umgebungen, die die kognitive Belastung verringern und nicht zus\u00e4tzlich erh\u00f6hen&#8221;, so Kammer.<\/p>\n<p>Viele F\u00fchrungskr\u00e4fte optimieren ihre B\u00fcros noch immer mit Blick auf Anwesenheit (\u201eSind Sie da?&#8221;) \u2013 statt darauf, Leistung zu erm\u00f6glichen (\u201eK\u00f6nnen Sie denken?&#8221;).<\/p>\n<h2>Der Arbeitsplatz heute: Ein neues Funktionsprinzip<\/h2>\n<p>Was sich \u00e4ndert, wenn Leistung an kognitiver Wirksamkeit statt an Anwesenheit gemessen wird:<\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Vergangenheit: Die \u00c4ra der Anwesenheit<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Gegenwart: Die \u00c4ra der Aufmerksamkeit<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Wichtigste Kennzahl<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Badge-Scans + Belegungsquote<\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Leistungsf\u00e4higkeit + Ergebnisqualit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Die Kernfrage<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">\u201eSind Sie anwesend?&#8221;<\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">\u201eK\u00f6nnen Sie denken?&#8221;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Werttreiber<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Wissen ansammeln<\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Daten zusammenf\u00fchren + Neues schaffen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>Rolle des B\u00fcrose<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Ein Ort f\u00fcr Mitarbeitende<\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Ein Motor f\u00fcr Innovation<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 33.3333%;\"><strong>F\u00fchrungsstil<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Vorgabe + Kontrolle<\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%;\">Autonomie + Verantwortung<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>Ergonomie f\u00fcr das Gehirn<\/h2>\n<p>In der Brain Economy brauchen wir ein neues Mindset f\u00fcr die Rolle von Design am Arbeitsplatz. Es reicht nicht mehr, Ablenkungen zu verringern \u2013 gefragt sind R\u00e4ume, die Menschen dabei unterst\u00fctzen, ihr volles Denkverm\u00f6gen auszusch\u00f6pfen: komplexe Probleme zu l\u00f6sen, kreativ zu arbeiten und auf Ver\u00e4nderungen souver\u00e4n zu reagieren.<\/p>\n<p>Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass unser Gehirn nach der Kindheit aufh\u00f6rt zu wachsen. Heute wissen wir, dass Neurogenese \u2013 die Bildung neuer Nervenzellen \u2013 sowie Neuroplastizit\u00e4t, also die F\u00e4higkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu kn\u00fcpfen oder bestehende zu st\u00e4rken, ein Leben lang m\u00f6glich sind. Sensorisch anregende Umgebungen, auch der Arbeitsplatz, k\u00f6nnen diese Prozesse f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>\u201eForschungsergebnisse zeigen, dass eine bereichernde Umgebung \u2013 also soziale, sensorische, k\u00f6rperliche und kognitive Anregung \u2013 neue Synapsen im Gehirn entstehen l\u00e4sst und seine Struktur ver\u00e4ndert&#8221;, erkl\u00e4rt Dr. Upali Nanda. \u201eBereichernde Umgebungen sind ein direkter und wirkungsvoller Weg zu besserer geistiger Gesundheit.&#8221;<\/p>\n<figure id=\"attachment_167802\" aria-labelledby=\"figcaption_attachment_167802\" class=\"wp-image wp-caption alignright\" style=\"width: 1024px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-123391 size-large\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1780660681\/26-0273041.jpg\" alt=\"A New Mindset Research\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption id=\"figcaption_attachment_167802\" class=\"wp-caption-text\">Die Fotos zu diesem Beitrag sind im Flourish entstanden, einem Social Hub in der San Francisco Bay Area. Flourish ist Teil von Bishop Ranch, einem vernetzten Live-Work-Quartier. In Zusammenarbeit mit dem Steelcase-H\u00e4ndler One Workplace und dem Designstudio AP+I Design entstand ein inspirierender Ort, an dem Menschen zusammenkommen, arbeiten oder neue Energie sch\u00f6pfen k\u00f6nnen \u2013 durch die Verbindung von Hospitality-Komfort und R\u00e4umen, die konzentriertes Arbeiten unterst\u00fctzen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>So selbstverst\u00e4ndlich wir<a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/produkte\/arbeitsstuhle\/\"> ergonomische St\u00fchle<\/a> akzeptieren, um unsere Wirbels\u00e4ule zu unterst\u00fctzen, k\u00f6nnen Designer*innen heute mit \u00e4hnlicher Pr\u00e4zision an \u201ekognitiver Ergonomie&#8221; arbeiten \u2013 und dabei den Fokus vom K\u00f6rper zur Leistungsf\u00e4higkeit des Gehirns in Bezug auf seine Umgebung verschieben.<\/p>\n<p>Es geht dabei nicht um den einen perfekten Raumtyp, sondern um eine Vielfalt an R\u00e4umen, die gezielt unterschiedliche T\u00e4tigkeiten unterst\u00fctzen und gleichzeitig den Bed\u00fcrfnissen des Gehirns gerecht werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/forschung\/artikel\/community-based-design\/\">Community-Based Design<\/a>, der Ansatz, mit dem Steelcase seine eigenen Arbeitsr\u00e4ume gestaltet, bietet eine vielf\u00e4ltige Auswahl an \u201eBezirken&#8221; oder Zonen mit R\u00e4umen, die Menschen mehr Wahlm\u00f6glichkeit und Selbstbestimmung geben. So entsteht eine Infrastruktur f\u00fcr soziale Beziehungen, die geistige Gesundheit st\u00e4rkt und kognitivem Abbau entgegenwirkt. Sie schafft Orte, an denen sich Aufmerksamkeit und Emotionen besser regulieren lassen \u2013 damit Menschen sich entfalten und Unternehmen agiler werden.<\/p>\n<p>\u201eFlexible Arbeitsumgebungen sind ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie Design die geistige Gesundheit unterst\u00fctzen kann&#8221;, so Dr. Debbie Beck, Principal bei Perkins &amp; Will und ma\u00dfgeblich beteiligt am j\u00fcngsten Bericht der Building Brains Coalition. \u201eIn solch flexiblen Umgebungen k\u00f6nnen Menschen den Platz an ihren individuellen Arbeitsstil und ihre Vorlieben anpassen \u2013 das st\u00e4rkt Konzentration und kognitive Leistungsf\u00e4higkeit. Indem sie neue Technologien und Arbeitsweisen integrieren, halten flexible Umgebungen das Gehirn aktiv und agil und f\u00f6rdern mentale Resilienz und Produktivit\u00e4t.&#8221;<\/p>\n<h2><!--ScriptorStartFragment-->Arbeitsplatzgestaltung zur F\u00f6rderung der Gehirngesundheit\u00a0<!--ScriptorEndFragment--><\/h2>\n<p>Organisationen k\u00f6nnen unterschiedliche Raumtypen nutzen, um das Gehirn gezielt zu unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p><strong>R\u00e4ume f\u00fcr Verbindung<\/strong><\/p>\n<p>Den offenen Grundriss zu verteufeln, ist dabei nicht n\u00f6tig. Gemeinschaftsbereiche wie Caf\u00e9s fungieren als \u201eStadtzentrum&#8221; \u2013 eine entspannte Alternative zum eigenen <a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/produkte\/schreibtische-benches\/\">Schreibtisch<\/a> und ein Ort, an dem Begegnung entsteht. Ideal f\u00fcr gemeinsame Dynamik und spontanen Austausch.<\/p>\n<p>\u201eEinsamkeit versetzt das Gehirn in einen Alarmzustand&#8221;, erkl\u00e4rt Patricia Kammer. \u201eInnovation ist nicht m\u00f6glich, wenn wir uns sozial isoliert f\u00fchlen.&#8221; Das B\u00fcro vermittelt eine kollektive Identit\u00e4t, die virtuelle Meetingplattformen nicht vollst\u00e4ndig ersetzen k\u00f6nnen. Denn pers\u00f6nliche Begegnungen setzen Neurochemikalien frei, die Vertrauen und psychologische Sicherheit f\u00f6rdern \u2013 die Basis f\u00fcr Risikobereitschaft und Innovation.<\/p>\n<p><strong>R\u00e4ume f\u00fcr Regeneration<\/strong><\/p>\n<p>Das Gehirn ist nicht auf einen Acht-Stunden-Sprint ausgelegt. Es braucht \u201ementale Pausen&#8221;, um sich zu regenerieren. Die L\u00f6sung liegt in unserer Biologie: Psychologische Studien zeigen, dass \u201epositive Affekte&#8221; \u2013 Gef\u00fchle von Freude und Geborgenheit \u2013 den Dopaminspiegel erh\u00f6hen und so kreatives Probleml\u00f6sen verbessern.<\/p>\n<p>NBBJ Fellow und Molekularbiologe Dr. John Medina weist darauf hin, dass die Natur ein besonders starker Ausl\u00f6ser f\u00fcr positive Affekte ist. Bestimmte Reize wirken direkt auf unsere Biologie: Farbpaletten in Blau-, Gr\u00fcn- und Oranget\u00f6nen k\u00f6nnen die Konzentration f\u00f6rdern, w\u00e4hrend abgerundete Formen mehr Sicherheit vermitteln als scharfe Kanten. Nat\u00fcrliche Materialien wie Holz und Wolle wirken organisch, senken Stress und helfen, die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit neu auszurichten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-123394 alignleft\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1776958770\/26-0273026.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<p><strong>R\u00e4ume f\u00fcr Bewegung<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6rpergef\u00fchl sowie unsere physische Umgebung beeinflussen kognitive Prozesse \u2013 einschlie\u00dflich Ged\u00e4chtnis, Emotionen und Entscheidungsfindung. Bewegung aktiviert Hirnareale, die beim Auslagern von Arbeitsged\u00e4chtnis helfen und dadurch Energie f\u00fcr andere Denkprozesse freisetzen.<\/p>\n<p>R\u00e4ume, die Bewegung f\u00f6rdern und physisch aktive Zusammenarbeit erm\u00f6glichen \u2013 etwa im Stehen, Anlehnen oder durch wechselnde Ausrichtungen \u2013, unterst\u00fctzen die Aussch\u00fcttung von Dopamin. Das verbessert Aufmerksamkeit, Kreativit\u00e4t und Probleml\u00f6sef\u00e4higkeit. Arbeitsbereiche mit <a href=\"https:\/\/www.steelcase.com\/eu-de\/produkte\/whiteboards-raumteiler-zubehor\/\">Whiteboards<\/a> und vertikalen Pinnfl\u00e4chen regen zur aktiven Teilnahme an Workshops an und erm\u00f6glichen kognitive Entlastung: Indem Informationen sichtbar und dauerhaft im Raum pr\u00e4sent sind, wird das Arbeitsged\u00e4chtnis von Speicheraufgaben befreit. Der Raum wird zur externen Festplatte.<\/p>\n<p><strong>R\u00e4ume f\u00fcr Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Konzentriertes Arbeiten will gesch\u00fctzt werden. Die sogenannte \u201eInhibitionskontrolle&#8221; beschreibt die biologische Energie, die n\u00f6tig ist, um impulsive Reaktionen zu unterdr\u00fccken und Ablenkungen auszublenden. Sind wir st\u00e4ndigem L\u00e4rm und visuellen Reizen ausgesetzt, scannt unser Gehirn unbewusst den Raum. Damit offene Grundrisse funktionieren, m\u00fcssen sie durch Bereiche mit hoher Privatsph\u00e4re erg\u00e4nzt werden \u2013 etwa Pods oder abgeschirmte Arbeitspl\u00e4tze, die Ablenkungen reduzieren. Konzentration braucht dabei nicht zwingend einen vollst\u00e4ndig geschlossenen Raum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-123393 alignright\" src=\"https:\/\/images.steelcase.com\/image\/upload\/c_limit,dpr_auto,q_70,h_1024,w_1024\/v1776959205\/26-0273039.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2><\/h2>\n<h2>Der F\u00fchrungswechsel: Von Effizienz zu Kapazit\u00e4t<\/h2>\n<p>Design ist nicht die alleinige Antwort auf die Frage der Gehirngesundheit. Aber es ist \u201eeine bislang untersch\u00e4tzte Ma\u00dfnahme, um kognitive Leistungsf\u00e4higkeit direkt zu beeinflussen&#8221;, so Dr. Nanda.<\/p>\n<p>F\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte bedeutet das: Es braucht andere Ma\u00dfst\u00e4be. Jahrzehntelang haben wir \u201eoperative Effizienz&#8221; gemessen \u2013 also wie kosteng\u00fcnstig wir Mitarbeitende unterbringen k\u00f6nnen. Die Brain Economy fordert nun, unsere \u201eInnovationskapazit\u00e4t&#8221; zu messen: wie wirksam wir ihren Geist unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Informationsfluss l\u00e4sst sich nicht verlangsamen. Aber wir k\u00f6nnen Arbeitspl\u00e4tze gestalten, die Aufmerksamkeit sch\u00fctzen, kognitive Belastung reduzieren und es erm\u00f6glichen, unser volles Potenzial auszusch\u00f6pfen. In der Brain Economy liegt der entscheidende Wettbewerbsvorteil nicht in der Quadratmeterzahl von B\u00fcroimmobilien. Er liegt in der kollektiven F\u00e4higkeit der Mitarbeitenden, fokussiert zu denken und komplexe Probleme zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>\u201eDie Gehirngesundheit Ihrer Mitarbeitenden ist der Motor f\u00fcr die Produktivit\u00e4t Ihres Unternehmens&#8221;, so Eyre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitsr\u00e4ume, die das Gehirn unterst\u00fctzen, senken die kognitive Last, sch\u00fctzen die Aufmerksamkeit und f\u00f6rdern besseres Denken im KI-Zeitalter.<\/p>\n","protected":false},"author":60004,"featured_media":123390,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"topic":[1073],"class_list":["post-123388","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","topic-wohlbefinden"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v23.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Brain Capital &amp; Arbeitsplatzgestaltung | Steelcase<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Eine durchdachte Arbeitsplatzgestaltung f\u00f6rdert die kognitive Gesundheit und verbessert Fokus sowie Produktivit\u00e4t im Zeitalter der KI. 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