Technologie

Wie wird künstliche Intelligenz unsere Welt verändern?

Das FORWARD Fellowship-Programm lädt Designer dazu ein, die sich bietenden Möglichkeiten zu ergründen.

Wie wird künstliche Intelligenz unsere Welt verändern?

Der Bereich Design entwickelt sich stetig weiter. Heutzutage müssen Designer neuen Kundenerwartungen und -wünschen entsprechen und dabei gleichzeitig neue Technologien einsetzen und binnen kürzester Zeit kreative Ergebnisse liefern. Der Großteil der Technologien, die die Geschäftswelt in den nächsten fünf bis zehn Jahren prägen werden, ist noch überhaupt nicht auf dem Markt und wenn doch, dann ist nur wenig darüber bekannt, wie stark sie unser Leben tatsächlich beeinflussen werden. Künstliche Intelligenz (KI) ist das perfekte Beispiel. Sie hat ein immenses Potenzial, jede Branche zu verändern, ist jedoch für die meisten noch immer schwer zu greifen. Was bedeutet KI für das Design? Wie wird KI die Orte beeinflussen, die wir gestalten, an denen wir leben und arbeiten? Talentierte Designer aus der ganzen Welt haben faszinierende Ideen.

„Design Thinking ist der Weg in die Zukunft,“ so Jerry Holmes, Leiter der Steelcase Design Alliances. Steelcase Design Alliances hat gemeinsam mit Steelcase Wissenschaftlern und dem Design Management Program des Savannah College of Art and Design (SCAD) das FORWARD Fellowship-Programm ins Leben gerufen. Tom Hardy, Dozent für Design Management am SCAD, ist überzeugt, dass Steelcase und das SCAD im Rahmen dieser Mission großartige Partner sind. „Steelcase und die Menschen, die dort arbeiten, haben etwas Besonderes. Sie verfügen über die nötigen Erkenntnisse. Seit der ersten Auflage des Fellowship-Programms mit Steelcase liegt unser Fokus auf dem Konzept Design Thinking.“

Für den zweiten Durchgang hat das Team eine bunt gemischte Gruppe von Designern aus verschiedenen Firmen und Ländern zum globalen Design-Thinking-Fellowship eingeladen. Ziel ist es, der Design-Community neue Methoden und Denkweisen an die Hand zu geben, um die komplexen Herausforderungen der Kunden von heute zu lösen.

Die zentrale Frage

Vier Teams haben ein ganzes Jahr über verschiedene Zeitzonen hinweg neben ihrem regulären Vollzeitjob geforscht, analysiert und Lösungen erarbeitet – stets mit der zentralen Frage im Hinterkopf: Wie können wir Arbeitsumgebungen gestalten, die das Zusammenspiel von Mensch und Maschine optimieren?

Diese zentrale Frage wurde dabei von den einzelnen Teams jeweils unter den Gesichtspunkten betrachtet, die für die jeweiligen Teammitglieder von besonderem Interesse waren. Die verschiedenen Gesichtspunkte waren:

  1. Minderung von Stress und innerer Unruhe am Arbeitsplatz
  2. Förderung positiver Arbeitserlebnisse durch Fokus auf positive Verhaltensweisen und Wohlbefinden
  3. Verbesserung der sozialen Interaktion am Arbeitsplatz
  4. Mehrwert für die Lernenden durch Verwendung von KI

Crashkurs in Design Thinking

Die Teilnehmer, die sich anfangs noch vollkommen fremd waren, trafen sich das erste Mal im vergangenen Sommer in Rom zu einer Art Design-Thinking-Sommercamp. Die dort angebotenen Workshops wurden gemeinsam von Tom Hardy und Bill Lee, Dozenten für Design Management am SCAD, sowie Melanie Redman und Vanja Misic, Mitglieder des Steelcase Forschungsteams, entwickelt und veranstaltet. Auf dem Programm standen KI, moderne Technologien und verschiedene Forschungsmethoden rund um Design Thinking, wie die Szenario-Planung oder das STEEP-Modell (kurz für social, technological, economic, environmental, political). Wieder zurück zu Hause standen den Fellows verschiedenste Steelcase Mitarbeiter im Falle von Fragen und Problemen zur Seite.

Die Zukunft der künstlichen Intelligenz

Die innovativen Ideen, die von den Teilnehmern zur Nutzung von KI entwickelt wurden, zeigen wie tiefgreifend und umfassend Design Thinking die Wissenschaft und Lösungsfindung begünstigt. Die Teams demonstrierten, wie KI-Personen intuitiv einen sozialen Modus für E-Mails aktivieren können, damit die Mitarbeiter die menschliche Verbindung bekommen, die wir alle bei der Arbeit brauchen. KI könnte Mitarbeiter auch darauf hinweisen, dass es Zeit für eine kleine Meditationspause ist, oder biophile Elemente, wie etwa Pflanzen, in das Büro integrieren, wenn die Mitarbeiter sich gestresst bzw. nicht wohl fühlen.

Künstliche Intelligenz ist weit mehr als ein Mittel, die Dinge zu vereinfachen und Umgebungen entsprechend persönlichen Vorlieben zu verändern. Sie birgt das Potenzial, kulturelle und sozioökonomische Schranken abzubauen. Verschiedene Sprachen zu sprechen, stellt dank automatischer Übersetzungssysteme nicht länger ein Problem dar. Mit Hilfe von Kontaktlinsen entstehen immersive Lernumgebungen, die jedem überall offenstehen; Lernende und Lehrende finden künftig weltweit auf Grundlage ihrer jeweiligen Interessen und Bedürfnisse zusammen.

Die Fellows zeigten, welch erheblichen positiven Einfluss KI auf künftige Entwicklungen haben kann. Sie kann die Welt demokratischer und unvoreingenommener machen. Sie kann uns dabei helfen, gesünder und glücklicher zu werden und uns zu mehr Austausch und Kreativität verhelfen.

Abschlussveranstaltung

Während der Abschlusswoche des Programms in München besuchten die Teilnehmer das IBM Watson IoT Center, um mehr über die Entwicklung von IBM in Richtung künstliche und erweiterte Intelligenz zu erfahren und sich ein Bild davon zu machen, wie sich das Unternehmen Design Thinking zunutze macht. Gastgeber Dawn Ahukanna, Laura Dohle und John Vasquez begleiteten die Gruppe. Sowohl Ahukanna als auch Dohle waren bei der Feier dabei, um die Abschluss-Präsentationen zu verfolgen und den Teilnehmern nützliches Feedback mit auf den Weg zu geben.

Im Anschluss an die Präsentationen diskutierten die Teilnehmer die Vorteile der Umsetzung des Gelernten in ihren jeweiligen Firmen. Julia Leahy merkte an, dass das STEEP-Modell ihr dabei geholfen habe, ihre Team-Kollegen zu motivieren. „Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team habe ich unter Zuhilfenahme von Haftnotizen das STEEP-Modell durchgesprochen. Dabei haben wir uns gefragt, welche Faktoren wichtig sind. Der entstandene Team-Spirit und Optimismus lieferte eine ideale Grundlage für den Projektstart.“ James Merchant schloss sich dem an und erwähnte, dass insbesondere die Szenario-Planung eine große Wirkung auf die Kunden habe. „Ich habe meinem Team die Szenario-Planung vorgestellt. Man fühlt sich als Beteiligter in die Situation hineinversetzt, entwickelt ein Storyboard und verschiedene Alltagsszenarien. Ich wende diese Methode mittlerweile auch gerne auf Kunden an. Mit ihnen gemeinsam verschiedene Szenarien zu durchlaufen, hat großen Erfolg gebracht.“

Redman fasst die Vorteile des Fellowship-Programms wie folgt zusammen: „Die Teilnehmer können diesen Prozess auf ihre Alltagsprojekte anwenden. Sie haben die Möglichkeit, sich mit etwas gänzlich anderem zu beschäftigen als dem, was sie sonst so tun, und neue Freundschaften mit Menschen zu schließen, die sie sonst nie kennengelernt hätten.“

Auch Holmes stellt die Vorteile des Programms heraus: „Was wir erreichen wollen, sind die Fertigkeiten des Design Thinking. Die Design-Branche läuft Gefahr, kommerzialisiert zu werden. Wenn man die Latte höher legt und entscheidende Probleme auf andere Weise löst, hat man das Potenzial, diese Gefahr abzuwehren und einen neuen strategischen Ansatz zu verfolgen.“

Die Fellows und Leiter des Programms trafen sich im Learning + Innovation Center in München für die Abschlussveranstaltung.

Fellows

  1. Aline Browers – HLM ARCHITECTS – Glasgow
  2. Christie Giemza – LITTLE – Raleigh
  3. Dewi Schönbeck – CSMM – München
  4. James Merchant – AECOM – Los Angeles
  5. Julia Leahy – IA – Boston
  6. Katie Lin – IA – London
  7. Laura Langlois – ARP ASTRANCE – Paris
  8. Lonneke Leijnse – HEYLIGERS – Amsterdam
  9. Yelena Mokritsky – HOK – New York

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