Kreativität

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Ein hart umkämpfter Wettbewerb

Design competition Next

Ein hart umkämpfter Wettbewerb

Eine strategische Ideenfabrik mit 35 mobilen Mitarbeitern benötigte eine neue Arbeitsumgebung auf einer bereits bestehenden 740m² großen Fläche, die die Mitarbeiter bestmöglich in ihrer Arbeit unterstützen sollte. Es sollte ein Ort werden, an dem Innovationen hervorgebracht und kreative Ideen in die Wirklichkeit umgesetzt werden. 30 verschiedene Hochschulen in den Vereinigten Staaten und in Kanada, zugelassen durch den Council for Interior Design Accreditation, nahmen an dem von Steelcase gesponserten Wettbewerb, der NEXT Design Competition, für Studierende der Innenarchitektur teil.

„Unser Ziel ist es, die nächste Generation von Designern zu unterstützen. Wir wollen junge Talente dazu ermutigen, Designs zu entwickeln, die Probleme auf eine neue Art und Weise angehen, die auf Erkenntnissen fundierter Forschung basieren und die im tatsächlichen Leben Lösungen bieten angepasst an sich ständig verändernde Bedürfnisse,“ erklärt Jerry Holmes, einer der Vorgesetzten des Steelcase Design Bündnisses, der den NEXT Wettbewerb organisiert.

Über 600 Studierende reichten ihre Entwürfe ein. Nach einem Vorentscheid durch die Mitglieder der studentischen Fakultät wurden die beiden besten Vorschläge einer jeden Schule zur endgültigen Bewertung an einen unabhängigen Ausschuss einer professionellen Jury weitergereicht. Sämtliche Angaben der Bewerber (Name, Jahrgang, Fächer, Universität oder College) wurden in den eingereichten Vorschlägen weggelassen, um Parteilichkeit auszuschließen und ein unverfälschtes Ergebnis zu garantieren.

Dann standen fünf Innenarchitektur-Studenten als Finalisten fest. Sie reisten nach Grand Rapids, tauchten drei Tage lang in die Welt von Steelcase rund um Arbeitsplatzkonzepte, Forschung und Design ein und hatten schließlich die Gelegenheit, ihre Design-Lösungen einer Jury aus fünf Mitgliedern zu präsentieren, die dann die beste Lösung von allen auswählen würde.

 

Finalisten des NEXT Designwettbewerbs 2014:

Channing Glover Maryville University, St. Louis, MO
Sara Gasser Kansas State University, Manhattan, KS
Anna Ivleva Humber College, Toronto, ON
Sabryna Lyn University of Florida, Gainesville, FL
Cindy Tiek Louisiana State University, Baton Rouge, LA

 

Anerkennungen 2014 

Taylor Behl Southern Illinois University, Carbondale, IL
Samantha Blancato George Washington University, Washington, DC
Carly Lisnow George Washington University, Washington, DC
Adam Thilges Iowa State University, Ames, IA
Courtney Wierzbicki Kendall College of Art and Design, Grand Rapids, MI

Visions of What's Next, The Privacy Crisis, 360 Magazine

Design für vernetztes Arbeiten

Zentrale Aufgabe der Teilnehmer war es, einen vernetzten Arbeitsplatz für den Kunden zu entwerfen, der:

  • Zusammenarbeit fördert und Innovationen vorantreibt
  • Mitarbeitern Arbeitsplatzkonfigurationen bietet, die verschiedene Arbeitsprozesse und Arbeitsweisen unterstützten und die ihnen auf diese Weise die Wahl und die Kontrolle darüber überlassen, wie sie arbeiten wollen
  • das körperliche, kognitive und seelische Wohlbefinden der Mitarbeiter fördert
  • die Unternehmenskultur festigt und nach außen trägt
  • und die Marke des Unternehmens widerspiegelt

Diese Faktoren sollten wiederum dazu beitragen, Spitzentalente anzuziehen und an das Unternehmen zu binden.

Die Immobilie selbst war eine Herausforderung: Ein langer, rechtwinkliger Raum, geformt wie ein halber Boomerang. Jeder Quadratzoll dieser Immobilie war kostbar, wie dies bei Immobilien eines jeden Unternehmens der Fall ist. Vorhandener Platz sollte effizienter genutzt werden. Unterzubringen war nicht nur aller möglicher Krempel, einquartiert werden sollten auch Kunden, die über das kommende Jahr hinweg dauerhaft vor Ort sein würden.

Bob Blaha, Leiter im Bereich Innendesign der HOK in St. Louis, der auch eines der Jurymitglieder war, zeigte sich begeistert von den entwickelten Lösungen der Finalisten. „Wonach ich gesucht habe, das war eine sehr große Idee. Den Finalisten ist es gelungen, diese Idee im Raum physisch und emotional greifbar zu machen. Es war eine schwierige Wahl, sich für nur eines dieser Designs zu entscheiden.“

Das Gewinner-Design

Der beste Design-Entwurf von Channing Glover, einer Studentin der Maryville University in St. Louis in Missouri, entwickelte diese innerhalb von vier Wochen im Rahmen ihres Projektunterrichts. Sie nutzte einen Papierflieger und seine unregelmäßigen Flugwege als Metapher für die Arbeit bei NEXT. Das Unternehmen unterstützt Kunden bei der Entwicklung von Design-Ideen, im Produkt- Design und bei der Entwicklung von Prototypen – Arbeitsprozesse die von unerwarteten Wendungen und Richtungswechseln bestimmt sind.

„Die Bewegungen eines Papierfliegers erinnerten mich an die Art und Weise, wie Menschen arbeiten. Ein Layout beispielsweise entsteht durch einen kreativen Prozess, entfaltet sich und wird schließlich wieder komplett verändert und in etwas neues verwandelt,“ erzählt Glover.

Bei ihrer Raumplanung integrierte sie flexible Arbeitsplätze und Möbel. Nutzer können ihren Arbeitsplatz immer wieder überdenken und umgestalten, Möbel anders arrangieren und so denjenigen Raum schaffen, den sie gerade brauchen. Channing Glover nutzte ihr Papierflieger-Konzept auch, um ein Firmenlogo zu entwerfen und gestaltete kleine Kunstwerke für die Wände und Decken in Form von verschiedenen Flugzeugen.

Glovers Raumplanung ermöglicht spontane Interaktionen, die oft Antrieb für Innovationen sind. „Ein vernetzter Arbeitsplatz verkörpert, wie Menschen heute arbeiten. Ich habe im Laufe meiner Ausbildung an vielen Gruppen-Projekten mitgearbeitet, also immer in Zusammenarbeit mit anderen Menschen, ich denke, dass es aber auch wichtig ist, sich nach außen hin zu vernetzen, also mit Leuten in unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenen Kunden,“ erklärt Glover weiter.

Lennie Scott-Webber, Leiterin im Bereich Education Environments bei Steelcase, stellt fest: „Das Konzept eines vernetzten Arbeitsplatzes ist nicht einfach zu verstehen. Aber die Finalisten haben die dahinterstehende Strategie begriffen und das Konzept in den von ihnen designten Räumen angewandt. Es ging nicht nur darum, eine Einrichtungslösung zu finden, es ging darum, sich vorzustellen, wie es sich anfühlen wird, in den Räumen zu arbeiten.“


 

2013 NEXT Designwettbewerbs

Channing Glover – Gewinnerin der NEXT Design Competition

Maryville University, St. Louis, MO

Visions of What's Next, The Privacy Crisis, 360 Magazine

Privatsphäre in der Krise, 360 Magazine
„ Wenn man mit anderen zusammen arbeitet, sollte man so flexibel sein können, seinen Arbeitsplatz an verschiedene Arbeitssituationen und -weisen anzupassen. Nicht jede Aufgabe kann am selben Arbeitsplatz bestmöglich bewältigt werden.“ Channing Glover

 

Sara Gasser

Kansas State University, Manhattan, KS

Privatsphäre in der Krise, 360 Magazine
„ Ich bin wirklich zufrieden mit meinem Design. Jedes Detail hat seinen Grund und ist genau durchdacht. Anstatt einfach nur zu sagen, dass ich dieses oder jenes Möbelstück schön finde, kann ich genau begründen, warum ich welches Möbelstück gewählt habe, warum es an welchem Platz steht und aufgrund welcher Forschungsergebnisse ich diese Entscheidungen getroffen habe.“

 

Anna Ivleva

Humber College, Toronto, Ontario

Anna Ivleva – Humber College, Toronto, Ontario

Privatsphäre in der Krise, 360 Magazine
„ Ein vernetztes Büro ist für mich ein Ort, an dem Menschen zusammenarbeiten, Innovationen hervorbringen und an dem es gelingen kann, zusammen mit anderen etwas Großes und vollkommen Neues zu erschaffen.“

 

Sabryna Lyn

University of Florida, Gainesville, FL

Visions of What's Next, The Privacy Crisis, 360 Magazine

Privatsphäre in der Krise, 360 Magazine
„ An der Universität von Florida arbeitet man sehr faktenorientiert. Bevor wir einen neuen Bauplan oder ein Einrichtungskonzept entwerfen, ist unser erster Schritt immer Forschungsarbeit. Ich habe zwei Wochen lang nur geforscht und entwickelte anschließend basierend auf meinen Erkenntnissen mein Design-Konzept.“

 

Cindy Tiek

Louisiana State University, Baton Rouge, LA

Visions of What's Next, The Privacy Crisis, 360 Magazine

Privatsphäre in der Krise, 360 Magazine
„ Heutzutage nutzen wir so viele Technologien, alles ist digital, wir sind alle miteinander vernetzt. Vernetzung bedeutet aber auch, einen Arbeitsplatz zu haben, der Zusammenarbeit zu zweit oder in kleinen Gruppen ermöglicht. Heute ist man nicht mehr isoliert in einem Einzelbüro, heute arbeiten wir viel mehr mit anderen zusammen, also müssen wir Orte schaffen, an denen Menschen optimal kooperieren können.“

Die Zukunft eines Berufes

„Alle Jurymitglieder waren absolut beeindruckt von der Arbeit der Studierenden. Man darf gespannt und erwartungsvoll in die Zukunft blicken im Hinblick auf den Beruf des Innenarchitekten, wenn man diese beeindruckende und wertvolle Arbeit der Studierenden. sieht,“ sagt Holmes.

„Wir hoffen, dass 2014 noch mehr Schulen an diesem Wettbewerb teilnehmen werden. Dieses Mal werden Studierende erforschen, wie Raum die heutigen Veränderungen im Erziehungs- und Bildungswesen noch besser berücksichtigen und unterstützen kann. Es wird ein großartiges Projekt werden, dies in einen Design-Entwurf einfließen zu lassen oder Studenten an einer unabhängigen Studie teilnehmen zu lassen,“ stellt Madelyn Hankins, Co-Leiterin der NEXT Competition und Leiterin des Steelcase Design- Ausschusses, fest.

Für Studierende, die teilnehmen wollen, hat Channing Glover folgenden Rat: „Einer unserer Dozenten sagte immer, ‚Hab keine Angst, Regeln zu brechen, weil du niemals wissen kannst, wann sich diese ändern werden.‘“

„Sei so kreativ, wie du nur kannst, hab’ Spaß dabei und tu, was du tun willst. Fokussiere dich nicht zu sehr darauf, zu gewinnen. Es ist deine Arbeit und du wirst sie zu dem machen, was sie sein soll. Und wenn deine Idee gewinnt, ist es umso besser.“

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