Kreativität

Munich Creative Business Week – Creative Teatime

Die Vernetzung der Welt nimmt ebenso zu wie die Digitalisierung unseres Alltags, und längst kommunizieren nicht mehr nur die Menschen, sondern auch die Dinge über das Internet miteinander, sodass z.B. Fahrzeuge, technische Geräte und Wohnungen immer intelligenter werden. Die diesjährige Munich Creative Business Week (MCBW) steht mit dem Leitmotiv „Design Connects – The Smart Revolution“ ganz im Zeichen dieses Trends. Welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für die Menschen ergeben und wie sie damit umgehen, vor allem darum ging es in der von Steelcase Design Director Michael Held moderierten Vortragsveranstaltung „Smart People“.

Munich Creative Business Week
Fotograf: Thomas Effinger

Über die heutigen Möglichkeiten des smarten Wohnens berichtete Jens Pohl, Head of Design bei tado° – ein Unternehmen, das smarte, per App steuerbare Raum- und Heizkörper-Thermostate anbietet. Pohl machte deutlich, dass die Menschen Technik zwar sehr gern nutzen, sie zugleich aber nicht ständig vor Augen haben wollen, weder als komplizierte Fernbedienung noch in Form von optisch aufdringlich gestalteten Geräten. Vielmehr verlangen sie nach individualisierbaren und intuitiv bedienbaren Lösungen, die im Hintergrund agieren und mitdenken anstatt nur Befehle entgegenzunehmen.

Munich Creative Business Week
Fotograf: Thomas Effinger

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die Steelcase Design Forscherinnen Melanie Redman und Jessie Storey, die unter dem Titel „Smarte Menschen – dummes Büro“ über ihre Erfahrungen aus zahlreichen nutzerorientierten Forschungsprojekten berichteten. „Die Arbeitsweisen, die Kommunikation und die Zusammenarbeit haben sich dramatisch verändert, trotzdem sehen heutige Büros häufig noch immer so aus wie vor einigen Jahrzehnten,“ sagt Redman. Als eine von vielen Antworten z.B. auf das wachsende Bedürfnis von Büromitarbeitern nach Rückzugsorten zum Entspannen oder Fokussieren erläuterten sie die Brody WorkLounge* von Steelcase. Dieser abgeschirmte Mini-Arbeitsplatz mit beheizbaren Sitzflächen erweitert nicht nur die individuellen Spielräume und sorgt für komfortables, ergonomisches Sitzen. Sensoren registrieren auch, wenn Mitarbeiter sich niederlassen und aktivieren eine rote Lichtleiste, die Kollegen schon aus der Entfernung anzeigt, dass hier gerade gearbeitet wird.

Munich Creative Business Week
Fotograf: Thomas Effinger

Eine bei aller Komplexität dennoch elegant gestaltete und leicht nutzbare Techniklösung präsentierte Carsten Humm, CTO bei medialesson – ein Softwareentwickler, der unter anderem Holographic Apps für die Microsoft HoloLens anbietet. Diese Mixed-Reality-Brille erstellt selbstständig 3D-Scans der Umgebung, um darin eine virtuelle Welt einzubetten, und ist dank integrierter Technik so unkompliziert zu handhaben, dass sie ein sehr intensives vernetztes und verteiltes Kooperieren ermöglicht.

Intuitive, einfach zu bedienende Tools sind aus smarten Büros ebenso wenig wegzudenken wie Büromöbel, die die Mitarbeiter näher zusammenbringen und das Arbeiten menschlicher machen – z.B. indem sie ihnen die Entscheidungsfreiheit geben, wie und wo sie arbeiten wollen.

*Anmerkung: Die auf der MCBW gezeigte Brody WorkLounge ist in der erwähnten Ausführung noch nicht in EMEA erhältlich. 

Autor:

Roland Pawlitschko ist Architekt sowie freier Autor, Redakteur und Architekturkritiker. Er kuratiert Ausstellungen rund um das Thema Architektur und Öffentlichkeit, organisiert Architekturexkursionen und veröffentlicht Artikel und Aufsätze in Büchern, Architekturzeitschriften und Tageszeitungen.

Empfohlenes Thema:  Kreativität

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