Innovation

d.confestival: die Zukunft des Design Thinking

Vordenker und Innovationsexperten aus aller Welt haben sich am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam getroffen, um die Bedeutung des Ortes für das Design Thinking zu erkunden.

d.confestival

Heutige Unternehmen müssen angesichts der zunehmend digitalisierten Wirtschaftswelt überprüfen, wie ihre Teams auf globaler Ebene zusammenarbeiten, wie sie schneller agieren und wie sie ihre Kunden besser unterstützen können. Design Thinking ist ein nutzerorientierter Ansatz, der Teams durch die Einbeziehung von Nutzerbedürfnissen und durch die Arbeit in iterativen, schnellen Zyklen hilft, innovative Lösungen zu finden. Um die Arbeitsprozesse ihrer Teams zu verbessern, integrieren immer mehr Unternehmen Design Thinking in ihre Betriebsabläufe.

Das d.confestival fand vor dem Hintergrund des globalen Geschäftsklimas am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam statt – eine international renommierte Universität, die für ihre School of Design Thinking bekannt ist: die d.school. Auf dieser einzigartigen Veranstaltung kamen internationale Innovationsexperten und multidisziplinäre Vordenker aus den Bereichen Management, Bildung und Forschung zusammen, um einander zuzuhören und voneinander zu lernen.

d.confestival 2017

Zur Veranstaltung kamen 1000 Teilnehmer sowie 150 Referenten von 350 Unternehmen aus 40 Ländern.

d.confestival 2017

Teil der diesjährigen Veranstaltung war die feierliche Gründung der Global Design Thinking Association. Ziel dieses Verbands ist es, die globale Vielfalt des Design Thinking zu erhalten und hohe Standards in Lehre und Forschung zu setzen.

d.confestival 2017

Teil der diesjährigen Veranstaltung war die feierliche Gründung der Global Design Thinking Association. Ziel dieses Verbands ist es, die globale Vielfalt des Design Thinking zu erhalten und hohe Standards in Lehre und Forschung zu setzen.

d.confestival 2017

Zur Veranstaltung kamen 1000 Teilnehmer sowie 150 Referenten von 350 Unternehmen aus 40 Ländern.

 

Das Veranstaltungsgelände war übersäht mit leuchtenden Robotern, Bergen von Post-it-Notizen und wilden Experimenten. Zwischen all den Prototypen und atemberaubenden Momenten bot das Hauptprogramm Lernsessions, unter anderem die Podiumsdiskussion „d.bate“ zum Thema „Design Thinking in the Corporate World“, bei der die Bedeutung des Ortes als eine der tragenden Säulen des Design Thinking im Mittelpunkt stand. Zu den Teilnehmern gehörten Manager von Unternehmen wie Steelcase, 3M, Bosch und SAP.

Sam Yen, Chief Design Officer bei SAP, berichtete von einem Fehler, den sein Unternehmen seines Erachtens beim Design Thinking gemacht hat. Dort wurden eigens „Design-Thinking-Räume“ geschaffen, die er als das genaue Gegenteil dessen beschreibt, was man eigentlich haben wollte.

„Wir wollten, dass Design Thinking überall stattfindet und nicht nur in einem bestimmten Raum, in dem man kreativ ist und Checklisten abhakt“, sagte Yen.

Guillaume Alvarez, Steelcase Vice President für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, sprach über die Notwendigkeit, eine Kultur der Kreativität zu schaffen und erläuterte, wie Design Thinking Führungs-, Lern- und Innovationsprozesse in globalen Unternehmen unterstützen kann.

„Design Thinking darf den Tätigkeiten der Menschen nicht als weiterer Layer hinzugefügt werden, es muss vielmehr sein, was sie tun“, sagte Alvarez. „Wird es einfach nur aufgesetzt, verursacht es mehr Arbeit, mehr Stress und mehr Verwirrung. Design Thinking ist der neue Motor, es ist die neue Seele dessen, was jeder zu tun hat.“

„Design Thinking ist der neue Motor, es ist die neue Seele dessen, was jeder zu tun hat.“

Alvarez zeigte überdies auf, wie Führungskräfte sich an neue Arbeitsweisen anpassen müssen, indem sie Arbeitserlebnisse ermöglichen, die Überzeugungen, Prozesse und Ergebnisse stärken.

„Ich glaube nicht, dass wir Menschen noch mit Worten überzeugen können. Sie müssen vielmehr jeden Tag erleben, dass das, worüber wir sprechen, real ist und dass es funktioniert“, sagte er.

Der Arbeitsplatz kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen, wenn er als Instrument zur Vermittlung der Kultur dient. Und wie Yen bereits andeutete: Gibt es bestimmte Räume für Design Thinking, dann lautet die Botschaft, dass dieser Ansatz außerhalb dieser Räume nicht notwendig ist. Doch wenn ein Unternehmen daran arbeitet, Ideen freien Lauf zu lassen – wie sieht dann das Arbeitsumfeld aus? Sind Schreibtische auf Grundlage von Hierarchien fest zugeordnet? Verfügen die Mitarbeiter über Sitzlösungen, die in Bezug auf Komfort, Aussehen und Qualität gleichwertig sind? Gibt es den gleichberechtigten Zugang zu Technologien, Videokonferenzsystemen und Whiteboards?

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass der Ort bei der Unterstützung von Design-Thinking-Teams eine wichtige Rolle spielt, wenn das Praktizieren dieses Ansatzes gefördert werden soll.

„Lernen Sie durch Machen. Lernen Sie durch Üben. Es geht darum, Ihr kreatives Selbstvertrauen zu erschließen“, sagte Monica Dalla Riva, Head of Design Europe bei 3M.

* Video und Fotos mit freundlicher Genehmigung von: HPI School of Design Thinking

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