Fallstudien

Nachhaltiges Design

Ausrangierte Nebenprodukte finden Verwendung zur Schaffung eines nachhaltigen Bühnen-Designs

Frankfurts Future Day bringt mehr als 800 fortschrittliche und progressive Denker und Strategen aus verschiedensten Branchen zusammen, um im Detail darüber zu diskutieren, was in naher Zukunft auf uns zukommen könnte.

Das Motto der diesjährigen Konferenz war „Reality Check“ (Annahmen anhand von Fakten überprüfen). Die Teilnehmer setzten sich damit auseinander, welche Prognosen über zukünftige Entwicklungen möglicherweise zu naiv oder zu radikal waren. Das Motto brachte die Teilnehmer auch dazu, sich Gedanken darüber zu machen, welche Richtung, basierend auf unserem heutigen Kenntnisstand, eingeschlagen werden sollte, um in Zukunft erfolgreich zu sein.

Michael Held, Director of Global Design bei Steelcase, war bereits die letzten zwei Jahre für den Aufbau der zentralen Bühne des Future Day zuständig. Das diesjährige Motto brachte Held und sein Team dazu, bei der Gestaltung der neuen Bühne die letzten Jahre zu rekapitulieren. Um zu verstehen, weshalb sie sich für ihre Strategie entschieden, ist es wichtig zu wissen, wovon sich das Team inspirieren ließ.

Das Team machte sich Gedanken darüber, dass der stetige technologische, gesellschaftliche und kulturelle Fortschritt der heutigen Zeit dazu führt, dass neue Entwicklungen schneller denn je an Bedeutung verlieren. Die Menschen von heute sind permanent auf der Suche nach der nächsten Neuheit, der nächsten Innovation, der nächsten Plattform für Wachstum, der nächsten bahnbrechenden Erfindung.

Credit: dado.photo

Vor diesem Hintergrund entschied sich das Designteam, den folgenden Ansatz zum wichtigsten Designprinzip zu erheben: Warum nicht den Blick zurück wagen? Warum nicht das kontinuierliche Streben nach dem Neuen, Nächsten und Besseren für eine Weile auf Eis legen? Oder ganz nüchtern – warum nicht aus der Vergangenheit schöpfen, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten? Wir kümmern uns viel zu wenig um die Nebenprodukte, die bei unserem andauernden Streben nach Fortschritt entstehen. Die dabei entstehenden Abfallprodukte werden nicht berücksichtigt.

Held und sein Team ließen sich von Rachel Armstrong, Professor of Experimental Architecture an der Universität von Newcastle, inspirieren. Armstrong war eine der Rednerinnen der für die Asien-Pazifik-Region von Steelcase produzierten Serie „In the Creative Chair“. Sie beschäftigt sich mit dem Thema ‚Living Architecture‘, einem Konzept, das der Idee nachgeht, dass Gebäude in vielerlei Hinsicht ähnliche Eigenschaften besitzen wie lebende Organismen. Dieser Ansatz beeinflusste maßgeblich die Entscheidung von Held und seinem Team, sich damit zu beschäftigen, wie sie ausrangierte Nebenprodukte aus dem Innovationsprozess bei Steelcase für das Design der Bühne verwenden konnten.

Um die Bühne für das diesjährige Event zu gestalten, griffen sie auf übriggebliebene Komponenten aus der Prototypenentwicklung und nicht mehr benötigte Produktmuster zurück. Stoffreste wurden zu Patchwork-Kissen verarbeitet. Ausgemusterte Teile aus der Produktentwicklung wurden zu Behältern für Grünpflanzen umfunktioniert und belebten nicht nur den Bühnenaufbau, sondern dienten gleichzeitig als Luftfilter. Aus übriggebliebenen alten Grafiken schufen sie den an eine Urwaldlandschaft erinnernden Hintergrund, der dem Bühnenaufbau mehr Tiefe verleiht und natürliche und künstliche Elemente zu einem visuell ansprechenden Erlebnis vereint.

Credit: dado.photo

Das Team nutzte den Ausschuss als Materialfundus und plant, jedes der Designelemente bei zukünftigen Projekten erneut zu verwenden. Als die Gastredner der Konferenz die Bühne betraten, um über Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Solarenergie u.v.m. zu sprechen, zeigte sich, wie sehr das Bühnendesign und die Werte und Inhalte des Events miteinander im Einklang standen. Die Übereinstimmung war auch zwischen den Rednern und dem Publikum zu spüren.

 

Fotos: dado.photo

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