Ergonomie

Die Führung Übernehmen

Eine Ergonomie-Beratungsfirma übernimmt die Steelcase Strategie der „Vielzahl von Räumen“, um sodas Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.

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Humantech realizes that mobile, collaborative workers also require places for individual focus and rejuvenation, so the work environment includes five fully or nearly-enclosed quiet spaces.

Eine Ergonomie-Beratungsfirma übernimmt die Steelcase Strategie der „Vielzahl von Räumen“, um sodas Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern.

In einem gewöhnlichen Gebäude in einem Büropark in Ann Arbor, unweit von Detroit, passiert etwas ziemlich außergewöhnliches: Humantech, die größte Ergonomie- Beratungsfirma Nordamerikas erneuert seine Büroräume und sucht dabei nach neuen Wegen, um die Bedürfnisse der Mitarbeiter ebenso zu berücksichtigen wie die des Unternehmens.

Es ist eine Erneuerung, die unbedingt notwendig war, weil sich die Arbeit bei Humantech in nur wenigen Jahren grundlegend verändert hat. Einige dieser Änderungen waren nicht unternehmensspezifisch, sondern betrafen die gesamte Wirtschaft: z.B. die zunehmende Globalisierung, mobile Mitarbeiter, der technologische Wandel oder generationsbedingte Verschiebungen bei Arbeitsstilen und Mitarbeitererwartungen.

Es gab aber auch Veränderungen in der Art und Weise, wie die Firma funktionierte. Ihre Arbeit entwickelte sich zunehmend projekt- und teambasiert. Beispielsweise reisten die Berater so oft zu ihren Kunden in Nordamerika und Europa, dass immer die Hälfte des Beraterteams außer Haus war. Ein Fünftel der Angestellten arbeitete in anderen Städten oder war in die Abläufe am Standort der Kunden integriert – Telefonkonferenzen und Online-Besprechungen zählten aus diesem Grund zum Alltag.

„Unser Unternehmen und unsere Art zu arbeiten haben sich verändert. Nun war es höchste Zeit, auch unser Büro zu verändern.“

James GoodPresident, Humantech

Was sich bei Humantech nicht verändert hatte, war die Arbeitsumgebung. Sie war so ergonomisch wie man es sich erwartet, basierte aber auf unzeitgemäßen Immobilienstrategien – z.B. verfügten alle Mitarbeiter über eigene Büros, die nun häufig leerstanden. Hinzu kam, dass die Zusammenarbeit zwar immer wichtiger wurde, dass es aber zu wenig geeignete Teambereiche gab.

Verändert hatte sich auch das Geschäftsmodell. Von einer reinen Managementberatung hat sich Humantech innerhalb weniger Jahre zu einem kombinierten Consulting- und Software-Unternehmen entwickelt.

Nachdem sich unter den Kunden von Humantech zahlreiche Fortune-500-Unternehmen befinden, wusste die Geschäftsführung, dass sie selbst bei Veränderungen auf so vielen Ebenen nicht allein sein würde. Gerade der Umgang mit diesen Kunden bot jedoch eine besondere Herausforderung. „Wir haben uns als Spezialisten für Ergonomie am Arbeitsplatz positioniert. Nun hatten wir das Gefühl, dass wir auch an anderen Stellen die Führung übernehmen sollten. Wir wollten das mobile und teamorientierte Arbeiten unterstützen, ein gesünderes und ansprechenderes Arbeitsumfeld bieten, aber auch einen Ort schaffen, der hilft, junge Talente zu gewinnen und neue Technologien besser einsetzt. Unser Unternehmen und unsere Art zu arbeiten haben sich verändert. Nun war es höchste Zeit, auch unser Büro zu verändern“, sagt Humantech President James Good.

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Es muss auch morgen noch funktionieren – oder wir lassen es bleiben

Good und ein Team aus fünf Managern sammelten Ideen und Input von den Mitarbeitern, um ihre Arbeitsplatzstrategie zu entwickeln. Zusätzlich zu dem Vorhaben, die Mobilität der Mitarbeiter durch ein neues Umfeld besser zu unterstützen und die Zusammenarbeit zu vereinfachen, wollte das Team Räume schaffen, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördern – und zwar weit über ergonomische Belange hinaus. Dazu zählten Rückzugsbereiche, die sich zum konzentrierten Arbeiten und zum Nachdenken ebenso eignen wie für vertrauliche Gespräche oder zum Ausruhen.

Am wichtigsten war dabei unser Grundsatz: „Wenn die Lösung nicht auch unsere zukünftigen Arbeitsweisen unterstützt, dann werden wir sie auch nicht umsetzen“, sagt Good, um die Fähigkeit und die Bereitschaft hervorzuheben, auch den zukünftigen Wandel zu berücksichtigen. „Die Umgestaltung unserer Arbeitsumgebung hört nicht auf, wenn wir die Flächen bezogen haben, der Prozess geht vielmehr weiter.“

Ein Beispiel: Seit 80 Prozent der Arbeitsplätze nicht mehr fest zugeordnet sind, und jeder sie an jedem Tag frei nutzen kann, sind alle Arbeitsflächen höhenverstellbar, sodass sie sowohl sitzende als auch stehende Körperhaltungen unterstützen.

Good sieht in der großen Auswahl an Sitzmöglichkeiten eine „Metapher dafür, wie sehr sich auch das Unternehmen selbst verändert hat. Ergonomische Sitzmöbel wurden einst für langes konzentriertes Arbeiten an einem Platz entwickelt. Heute arbeiten die Menschen anders – z.B. mit Tablets oder Smartphones, die Menschen drehen und bewegen sich unablässig im Stuhl. Das ist auch der Grund, weshalb Gesture so gut funktioniert.“


Zusammenarbeit überall

Überall gibt es Bereiche für die Zusammenarbeit: in Ergänzung zu den Einzelarbeitsplätzen, die die Teamarbeit unterstützen, schaffen informelle Besprechungsräume flexible Arbeitsbereiche für kleine und große Gruppen; Kundenpräsentationsund Konferenzräume gibt es in unterschiedlichen Größen und unterschiedlichen Möbelkonfigurationen; Rücken an Rücken stehende Stauraumelemente bieten zusätzliche Arbeitsflächen für den informellen Austausch in Stehhöhe; und die ungezwungene Zusammenarbeit findet in Loungebereichen oder im neuen WorkCafé statt, einer Kombination aus Café, Arbeitsplatz und Besprechungsbereich.

Ungezwungene Zusammenarbeit findet im neuen WorkCafé von Humantech statt, einer Kombination aus Café, Arbeitsplatz und Besprechungsbereich.
Ungezwungene Zusammenarbeit findet im neuen WorkCafé von Humantech statt, einer Kombination aus Café, Arbeitsplatz und Besprechungsbereich.

Hinzu kommt eine media:scape Konfiguration für Teamarbeit. „Was mir am besten gefällt, ist die Video-Zusammenarbeit“, sagt Kent Hatcher, Leiter des Bereichs Business Development und Mitglied des Planungsteams. „Es gibt keine Projektoren mehr, keine Funktionstaste F5. Alles geht so schnell und einfach und gleich nach dem Anschließen sind die Bildschirminhalte für alle zu sehen – das ist eine völlig neue Art der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs.“

Ebenfalls beliebt sind Buoy Hocker, weil sie die Zusammenarbeit durch ihre Ergonomie und Mobilität unterstützen. „Wir werden ständig gefragt: ‚Wie finden Sie es, auf einem dieser Medizinbälle zu sitzen?‘ Wir bevorzugen Buoy, eine wirklich funktionale, gut gestaltete Antwort auf diese Frage: ‚fünf Grad geneigt in unbenutztem Zustand, aber zwölf Grad – nicht mehr – wenn man darauf sitzt. Der Hocker lässt sich individuell anpassen, sodass kleine und große Menschen denselben Buoy nutzen können. Er wiegt gut sechs Kilogramm. Ich kann Ihnen ein Exemplar zum Testen geben.‘ Es ist ein bemerkenswertes Produkt, einer dieser Hingucker im Büro.“

Auf der anderen Seite hat Humantech erkannt, dass mobile Teamarbeiter auch Plätze für konzentriertes Arbeiten brauchen. Aus diesem Grund verfügt das Büro über fünf fast komplett geschlossene Rückzugsräume. „Manche Menschen erhalten ihre geistigen Energien, wenn sie sich in einem andersartigen Raum aufhalten, und auch diesem Bedürfnis wollten wir nachkommen. Außerdem ist es egal, ob man eher introvertiert oder extrovertiert ist – irgendwann braucht jeder einmal etwas mehr Privatsphäre“, sagt Good.

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Das Wohlbefinden fördern

Zur Auswertung der Ergonomie am Arbeitsplatz nutzte Humantech seine Ergopoint® Software, „um sicherzugehen, dass es keine Probleme mit Unbehagen oder potenziellen Leiden gab, die zunächst übersehen wurden.“ Ergonomie ist aber nur einer von vielen Faktoren, die das Wohlbefinden dieser Arbeitsplätze steigern. Tageslicht durchflutet die Innenräume, während jeder Platz den Blick ins Freie bietet. Den Mitarbeitern steht eine große Bandbreite an unterschiedlichen Arbeitsplätzen, Körperhaltungen und Arbeitsstilen zur Verfügung. Und auch Nachhaltigkeit ist selbstverständlicher Teil des Konzepts. So wurde das Projekt mit einem Nachhaltigkeitszer tifikat der National Science Foundation (NSF) ausgezeichnet. Ähnlich wie LEED, basier t auch das NSF-Protokoll auf einem punktebasierten System und einer Zertifizierung in vier Stufen. Humantech bekam die Höchstnote Platin, und ist erst das dritte Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, das ein Nachhaltigkeitszertifikat der NSF erhielt.

Humantech hat erkannt, dass mobile Teamarbeiter auch Plätze für konzentriertes Arbeiten brauchen. Aus diesem Grund verfügt das Büro über fünf fast komplett geschlossene Rückzugsräume.
Humantech hat erkannt, dass mobile Teamarbeiter auch Plätze für konzentriertes Arbeiten brauchen. Aus diesem Grund verfügt das Büro über fünf fast komplett geschlossene Rückzugsräume.

Die Unternehmenskultur beflügeln

Ein Arbeitsplatz, der die Mitarbeiter, die Arbeitsprozesse und das Wohlbefinden unterstützt, beflügelt nicht nur die Produktivität und Effektivität, sondern fördert auch die Unternehmenskultur. Das WorkCafé beispielsweise ist ein idealer Ort zum Arbeiten, zum Essen oder für Besprechungen, doch seine wichtigste Aufgabe liegt in Wirklichkeit in der Verbesserung der kollegialen Beziehungen. Winnie Ip, Director of Consulting und Mitglied des Planungsteams, sagt, dass sie sich hier selbst nach einer zweiwöchigen Geschäftsreise problemlos wieder mit den Kollegen vernetzen konnte. „Ich ging einfach ins WorkCafé und arbeitete dort den ganzen Tag, um das Treiben zu beobachten: Menschen, die einen Kaffee oder ein Wasser oder irgendetwas zu essen holten. Obwohl ich die ganze Zeit arbeitete, spürte ich die angenehme Café-Atmosphäre.“

“Ich war an diesem Tag zwar nicht im Büro, hatte aber trotzdem die Möglichkeit, die Kollegen zu begrüßen. Jeder hier nutzt das WorkCafé auf diese Weise. An einem Tag saß ich kein einziges Mal an einem Schreibtisch. Erst am dritten oder vierten Tag, als ich langsam wieder zu meinem Arbeitsrhythmus zurückgefunden hatte, suchte ich mir einen Platz, an dem ich schließlich mit anderen Beratern zusammenarbeiten konnte.“

Die neuen Räume finden auch bei unseren Kunden Anklang. „Bisher kamen sie zu uns, um acht Stunden lang in einem nicht sehr komfortablen Konferenzraum zu arbeiten. Heute nutzen wir einen Raum mit Sofas, haben sehr viel entspanntere Diskussionen und ein wesentlich engeres Arbeitsverhältnis im Vergleich zu früher, als wir rund um einen Tisch saßen. Unsere Kunden sind im Allgemeinen Fortune-500- Unternehmen, deren Büros oft in großen grauen Kisten untergebracht sind. Wenn sie unsere neue Arbeitsumgebung sehen, sind sie nicht selten völlig überwältigt“, sagt Ip.

Formelle und informelle Besprechungsräume verfügen über media:scape Konfiguration für Teamarbeit sowie Whiteboards, mit denen Mitarbeiter auf einfache Weise Informationen austauschen können.
Formelle und informelle Besprechungsräume verfügen über media:scape Konfiguration für Teamarbeit sowie Whiteboards, mit denen Mitarbeiter auf einfache Weise Informationen austauschen können.

Beziehungen aufbauen

Das Geschäft von Humantech baut auf Beziehungen auf, die gefördert werden von dieser neuen Arbeitsumgebung, die ihrerseits das Ergebnis einer mit Steelcase entwickelten Beziehung ist. „Was uns zu Steelcase brachte, ist die Tatsache, dass Steelcase nicht nur Büromöbelhersteller ist, sondern auch ein Forschungsunternehmen“, sagt Ip. „Humantech ist ebenfalls ein sehr wissenschaftlich ausgerichtetes, forschungsbasiertes Unternehmen. Die Übereinstimmung von unserem Selbstverständnis als Unternehmen mit dem von Steelcase liegt vor allem in diesen neuen Räumen begründet.“

Unternehmen, Märkte und Wirtschaftszweige verändern sich, und auch Talente und Technologien sind mobiler als je zuvor. In unserer fließenden Wirtschaftswelt nutzt Humantech seine neue Arbeitsumgebung sowohl als flexibles Mittel als auch als Ankerplatz – als Platz, der sich anpassen lässt, um leistungsfähig zu bleiben, der hilft, Menschen zu gewinnen und zu halten, der die Kultur stärkt und der die Marke auf Hochglanz bringt. Es handelt sich um eine Arbeitsumgebung, die wahrscheinlich von vielen anderen Firmen aus nah und fern nachgeahmt wird.

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