Der Arbeitsplatz nach Covid-19

Wieder vereint: Die Zukunft der Gemeinschaftsbereiche im Büro

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie zum Thema „Die nächsten Schritte planen: Der Arbeitsplatz nach Covid-19.”

Warum fehlt uns das Büro? Und wird es uns immer noch gefallen, wenn wir zurückkehren?

Einfach mal mit den Kollegen Kaffee trinken. Ideen auf Whiteboards notieren. In einem bequemen Besprechungsraum Post-It-Notes und digitale Anzeigen verwenden. Die kollektive Energie und die Atmosphäre einer Umgebung, in der alle ein gemeinsames Ziel verfolgen, macht das Büro einzigartig.

Zwar lassen sich bestimmte Aufgaben im Home Office oder per Video erledigen. Generative Arbeit, die neue Ideen schafft und komplexe Probleme löst, ist so aber nur bedingt möglich. Uns fehlt auch die zwischenmenschliche Komponente der direkten Zusammenarbeit in Räumen, die Kreativität, Agilität und Innovation anregen. Diese Räume wurden bewusst so gestaltet, denn Unternehmen wissen, dass sie das fördern, was für die Weiterentwicklung und das Wachstum gebraucht wird.

Soziale Bindungen sind die Basis für Vertrauen und Zusammenhalt. Die Arbeit im Home Office hat nur deshalb so schnell so gut funktioniert, weil wir die Beziehungen zu unseren Kollegen bereits vorher vertiefen konnten. Sie haben sich im Laufe der Zeit über direkte Begegnungen, spontane Interaktionen und entspannte Unterhaltungen gefestigt – in einem dafür gezielt entworfenen Umfeld. Die informellen Gemeinschaftsbereiche (auch Zwischenbereiche genannt), in denen wir uns austauschen, zusammenarbeiten, konzentrieren und erholen konnten, haben ein gutes Arbeitsklima und gute Beziehungen geschaffen, bevor wir alle aufgrund der Coronakrise ins Home Office verbannt wurden.

Jetzt stellen wir uns die bange Frage: Werden die Bereiche, die wir am Büro besonders gern hatten, noch da sein, wenn wir wiederkommen oder mussten sie aus Sicherheitsgründen weichen? Sind sie angepasst worden und falls ja, wie?

Nachdem wir alle viele Wochen alleine von zu Hause aus gearbeitet haben, lassen jetzt immer mehr Angestellte verlauten, dass sie ins Unternehmen zurückkehren möchten. Sie wollen vor allem andere Menschen treffen, sich austauschen und auf eine Weise zusammenarbeiten, die per Fernarbeit einfach nicht möglich ist. Aus diesem Grund sollten nach wie vor viele verschiedene Arbeitsbereiche im Büro angeboten werden, die alle Arbeitsmodi, insbesondere eine effektive Zusammenarbeit, unterstützen. Und höchstwahrscheinlich werden diese Arbeitsumgebungen in Zukunft sogar noch beliebter sein als zuvor. Allerdings ist auch klar, dass sie jetzt an die neuen Rahmenbedingungen angepasst werden müssen. Langfristig sollten sie so konzipiert sein, dass eine Adaption an neue Umstände, die durch mögliche künftige Veränderungen und Umwälzungen entstehen, rasch und flexibel möglich ist.

In Zukunft wird der Arbeitsplatz vor allem dazu dienen, andere Menschen zu treffen, sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten.

Gemeinschaftsbereiche, die genau auf diesen Zweck ausgerichtet sind, bringen Behaglichkeit und Energie an den Arbeitsplatz. Wir werden uns weiterhin zu den Umgebungen hingezogen fühlen, die wohnlich und bequem gestaltet sind, aber dennoch unsere Performance unterstützen. Allerdings müssen bei der Raumgestaltung mit diesen Attributen – bequeme Möbel, schmeichelnde Materialien, spezielle Oberflächen – jetzt auch die neuen Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Jetzt ist es wichtig, Gemeinschaftsbereiche so umzusetzen, dass die Abstandsregeln und Reinigungsvorschriften eingehalten werden können. Die Umgebungen, in denen die Angestellten am allerliebsten arbeiten, müssen nun so angepasst oder konzipiert werden, dass sie nicht nur die Produktivität erhöhen, sondern eine sichere Arbeitsumgebung bieten, in der sich die Mitarbeiter tatsächlich sicher fühlen.

Wir versuchen, die Notwendigkeit eines sicheren Arbeitsplatzes mit dem Wunsch nach einer ansprechenden Arbeitsumgebung in Einklang zu bringen.

Es reicht nicht, nur Aspekte, die die psychologische Sicherheit betreffen, zu integrieren, auch, wenn sie dazu beiträgt, dass sich die Menschen sicher fühlen und sich unbeschwert miteinander austauschen. Es ist wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Einhaltung der Abstandsregeln und Etablierung neuer Verhaltensweisen ermöglichen, damit ein objektiv sicherer Arbeitsplatz entsteht. Gleichzeitig sollen gemeinschaftlich genutzte Bereiche auch performen – und das mehr denn je! Aus diesem Grund haben wir die nachfolgenden Strategien zusammengestellt, die die Gestaltung solcher Umgebungen ermöglichen.

Grundsätze für leistungsstarke Umgebungen

Vor dem Beginn der Pandemie haben wir mithilfe unserer Forschungsergebnisse eine Reihe von Leistungsmerkmalen definiert, die beachtet werden sollten, um Gemeinschaftsbereiche sowohl attraktiv als auch produktiv zu gestalten. Auch in der von Covid-19 geprägten Zeit bilden diese Designprinzipien die Basis für die Konzeption von Bereichen, die effizientes Arbeiten, aber auch soziales Miteinander fördern. Allerdings kommen jetzt weitere Aspekte hinzu, die unbedingt berücksichtigt werden müssen: die Raumdichte, die räumliche Anordnung und die Raumteilung:

illustration for proximity

Räumliche Nähe

Nähe und räumliche Dichte gehen Hand in Hand - sie stellen die größte Herausforderung bei der Gestaltung von Gemeinschaftsbereichen, in denen ein soziales Miteinander gefördert werden soll. Was die Nähe von Mensch zu Mensch angeht, muss jetzt ein Mindestabstand berücksichtigt werden. Was Mensch zu Technologie angeht, so sollte mehr Videokonferenztechnologie installiert werden, um Kollegen, die nicht vor Ort arbeiten, ins Geschehen zu integrieren. Was die Beziehung Möbel zu Möbel angeht, sollten Raumdichte und Nähe überprüft werden; Möbel können dazu genutzt werden, erwünschte Verhaltensweisen zu festigen und Abstand zu halten.

illustration for privacy

Privatsphäre

Privatsphäre – akustischer, visueller und territorialer Art sowie bezogen auf Informationen – bleibt weiterhin extrem wichtig, damit moderne Gemeinschaftsbereiche auch produktiv sein können. Jede Form der Privatsphäre trägt dazu bei, das psychologische Wohlbefinden und Sicherheitsempfinden zu steigern. Sind diese Aspekte erfüllt, fühlen sich die Mitarbeiter wohl und können ihre Ideen und Arbeitsinhalte ganz entspannt teilen und diskutieren. Die territoriale Privatsphäre ist als Sicherheitsaspekt ganz besonders wichtig. Screens helfen nicht nur dabei, Bereiche abzuteilen, sondern schützen die dort arbeitenden Angestellten auch vor zu engem Kontakt mit Kollegen aus benachbarten Bereichen. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Mitarbeiter dem Laufverkehr, der an ihrem Arbeitsbereich vorbeiführt, nicht direkt ausgesetzt sind.

illustration for Posture

Körperhaltung

Kommen Möbel zum Einsatz, die in vielen verschiedenen Körperhaltungen verwendet werden können - im Sitzen, Stehen oder beim Anlehnen - lassen sich unterschiedlichste Arbeitsmodi effektiv umsetzen. Die Haltungswechsel fördern darüber hinaus die Gesundheit und das Wohlbefinden. Eine Auswahl vieler verschiedener Sitzmöbel ermöglicht eine flexible Raumgestaltung mit mehr oder weniger Abstand - je nach Bedarf - und erlaubt eine häufige Rekonfiguration des Raums.

illustration for Personality

Persönlichkeit

Gemeinschaftlich genutzte Bereiche besitzen eine spezielle Ästhetik und werden deshalb häufig genutzt, um die Essenz der Marke und Kultur eines Unternehmens darzustellen. Die visuelle Darstellung der Firmenidentität festigt die Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen. Zwar gibt es noch keine abschließenden Ergebnisse zur Übertragung des Covid-19-Virus über Oberflächen. Durch die Pandemie ist es dennoch sehr viel wichtiger geworden, dass die besonderen Stoffe und Oberflächen, die in diesen wohnlichen Bereichen verwendet werden, sich auch gut reinigen lassen.

Wohlbefinden

Raumdesign kann unser Wohlbefinden positiv beeinflussen und dafür sorgen, dass wir uns besser fühlen. Aktive Zusammenarbeit oder Unterhaltungen im entspannten Rahmen profitieren davon, wenn die Umgebung die Möglichkeit für häufige Haltungswechsel bietet. Diese beugen physischem Stress und den dadurch entstehenden Produktivitätsverlusten vor. Biophile Elemente wie bepflanzte Wände und Naturmaterialien und -muster haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Sie verbessern die Luftqualität und wirken beruhigend. Studien zeigen außerdem, dass der Aufenthalt im Freien nicht nur gut für unsere Psyche ist, sondern aufgrund des permanenten Luftaustauschs auch deutlich sicherer ist als in geschlossenen Räumen. Außenflächen sind eine besonders sichere und praktische Wahl zur Zusammenarbeit und für entspannte Treffen.

In Zukunft werden Unternehmen ihre Büroumgebungen noch mehr zu schätzen wissen. Denn durch die direkte Zusammenarbeit – Face-to-Face-Interaktionen – entstehen Innovation und Wachstum, die zwei wichtigsten Voraussetzungen, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Die Angestellten müssen einerseits davon überzeugt sein, dass es sicher für sie ist, ins Unternehmen zurückzukehren. Darüber hinaus sollte ein ansprechendes Angebot an Räumen, das ihr körperliches, kognitives und emotionales Wohlbefinden steigert, sie zur Rückkehr inspirieren. So wird das Büro zum Ort, an dem sie sich aufhalten wollen und nicht müssen. Es wird zu einem Ort, der das zutiefst menschliche Bedürfnis nach Kontakt, Gemeinschaft und den Wunsch nach Zusammenarbeit an einem übergeordneten Ziel erfüllt. Es wird zu einem Ort, der ihnen wirklich am Herzen liegt.

Herausforderungen beim Design

Für die Schaffung von sicheren Arbeitsumgebungen im Zeitalter von Covid-19 haben sich drei Herausforderungen beim Design herauskristallisiert: physischer Abstand, Wegeführung und der Raumkontext. Abstand, Raumdichte und Wegeführung in Beziehung zum bestehenden Raumkontext sind die Schlüsselfaktoren bei der Umsetzung der Sicherheitsrichtlinien für Gemeinschaftsbereiche.

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Physischer Abstand

Wir meinen damit den persönlichen Radius bzw. Abstandsbereich des Einzelnen sowohl in statischen als auch dynamischen Umgebungen. Jeder Einzelne trägt die Verantwortung für seinen persönlichen Abstandsbereich und muss darauf achten, ob sich dieser mit dem Radius anderer überschneidet, wenn Menschen einander in Gemeinschaftsbereichen oder beim Durchqueren der Räume näherkommen. Die Möbelanordnung sollte einen Abstand von 2 Metern ermöglichen.

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Wegeführung

Wir definieren Wegeführung als den ‚Verkehrsfluss der Menschen‘ über die verschiedenen Wege der Arbeitsumgebung – über die Hauptstraßen, die von allen sowie die Seitenstraßen, die hauptsächlich von den dort ansässigen Mitarbeitern verwendet werden. Die Angestellten sollten die Möglichkeit haben, sich frei im Raum zu bewegen und trotzdem ihren persönlichen Abstand einhalten zu können. Das sichere Bewegen durch und um Gemeinschaftsbereiche herum lässt sich durch breite Wege, Verkehr in nur eine Laufrichtung oder zusätzliche Abschirmungen erreichen.

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Raumkontext

Jeder Raum ist anders. Den Raumkontext zu verstehen ist die Voraussetzung für die Anpassung und Gestaltung von Gemeinschaftsbereichen, in denen sich die Abstandsvorgaben und Richtlinien zur Wegeführung umsetzen lassen. Handelt es sich um Räume mit fest verbauten Wänden und Möbeln, restriktivem Zugang und schlechter Belüftung oder um offene Umgebungen mit flexiblerer Ausstattung und guter Luftzirkulation? Wie dicht besetzt sind die Umgebungen? Wie schmal sind die Zugänge oder Wege – und befinden sie sich in offenen Umgebungen oder sind nur über Türen oder Korridore erreichbar? Was muss angepasst werden, um die Abstandsvorgaben zu erfüllen und genügend Abschirmung zu bieten?


Die folgenden Vorher-Nachher-Beispiele illustrieren, welche Herausforderungen für die Anpassung von geschlossenen und offenen Bereichen jetzt auf uns zukommen:

Beispiel 1
Geschlossener Raum: Formeller Besprechungsraum

Vorher: Entwurf vor Covid-19

Größe: 8x5m = 40m2

Auslastung: 10

Raumkontext: Geschlossene Räume mit Türen und Wänden, die fest verbaut sind, machen die Anpassung an die neuen Abstandsvorschriften und eine sichere Wegeführung zur Herausforderung - insbesondere, wenn generative Arbeit dort stattfinden soll.

Nachher: Entwurf 1 nach Covid-19

Auslastung: 6

Design-Vorschläge: Die Raumdichte durch Entfernung von Sitzmöbeln, Zubehör und gemeinsamem Stauraum reduzieren. Klar gekennzeichnete Wegeführung in nur eine Richtung fürs Betreten/Verlassen des Raums einführen. Zusätzliche Screens oder andere Barrieren zur Abschirmung verwenden. Schilder und Reinigungsstationen aufstellen, um neue Verhaltensweisen zu fördern.

Entwurf 2 nach Covid-19

Auslastung: 4

Design-Vorschläge: Die Raumdichte durch Entfernung von Sitzmöbeln reduzieren und den großen Besprechungstisch durch Einzeltische ersetzen. Den Zugang zum Raum in die Mitte verlegen, damit sich die Wege nicht kreuzen. Klar gekennzeichnete Wegeführung in nur eine Richtung fürs Betreten/Verlassen des Raums und die Nutzung von Whiteboards - für die Zusammenarbeit im Stehen oder generative Arbeit.

Beispiel 2:
Offene Umgebung: Café

Entwurf vor Covid-19

Größe: 8x8m= 64m2

Auslastung: 20

Raumkontext: Offene Arbeitsumgebungen bieten mehr Flexibilität und ermöglichen die Einhaltung des gewünschten Sicherheitsabstands sowie eine sicherere Wegeführung.

Entwurf 1 nach Covid-19

Auslastung: 10

Design-Vorschläge: Die Raumdichte durch Entfernung von Sitzmöbeln, Zubehör und gemeinsamem Stauraum reduzieren und Einzeltische verwenden. Wegeführung in nur eine Richtung für den Zugang zu Stühlen einführen, um Begegnungen auf engstem Raum zu vermeiden. Biophile Elemente wirken als Sichtschutz und psychologische Barriere und führen dazu, dass sich die Mitarbeiter sicherer fühlen. Schilder und Reinigungsstationen fördern erwünschte Verhaltensweisen. Es empfiehlt sich eine zeitlich gestaffelte Nutzung von Umgebungen. Mit Unterstützung von technologischen Hilfsmitteln lässt sich feststellen, welche Bereiche genutzt werden und welche noch frei sind.

Entwurf 2 nach Covid-19

Auslastung: 10

Design-Vorschläge: Durch Konfiguration von kleineren Sitzgruppen die Raumdichte reduzieren. Einzelne Sitzmöglichkeiten nutzen. Wegeführung in nur eine Richtung fürs Betreten/Verlassen von Bereichen festlegen.

Design-vorschläge: Schwerpunkte

Die folgenden drei Strategien bilden den Schwerpunkt, um auf die Herausforderungen, die die Anpassung der Arbeitsumgebung an uns stellt, zu reagieren:

Raumdichte
Anzahl der Mitarbeiter pro Arbeitsbereich verringern, um die Einhaltung des Abstands von 2 Metern zu ermöglichen.

Räumliche Anordnung
Die Anordnung der Möbel verändern, um einen größeren Abstand zu ermöglichen und um zu vermeiden, dass die Nutzer einander direkt gegenübersitzen.

Raumteilung
Screens oder Paneele hinzufügen, um Abgrenzungen zwischen Mitarbeitern, Räumen und Wegen zu schaffen.

Diese Strategien in Kombination mit den Grundsätzen zur Schaffung von leistungsstarken Umgebungen zielen genau auf die Herausforderungen ab, die die Anpassung der Arbeitsumgebung an uns stellt und helfen dabei, Team- und Gemeinschaftsbereiche zu erschaffen, in denen sich die Mitarbeiter zur Zusammenarbeit und zum sozialen Austausch treffen können.

Für die Anpassung des Arbeitsplatzes an die neuen Rahmenbedingungen bieten Gemeinschaftsbereiche das größte Potential, da sie es uns einerseits erlauben, Abstand zu halten und gleichzeitig ermöglichen, dass wir einander wieder näher kommen. Die Möbel in Zwischenbereichen sind oft flexibler. Da sie meistens frei im Raum stehen, können sie einfach neu konfiguriert werden. Alternativ lassen sie sich winkelförmig platzieren, um die räumliche Anordnung anzupassen, oder können mit Abschirmungen versehen werden.

Weitere Designvorschläge für Gemeinschaftsbereiche:

Offene Flächen wirksam nutzen: Gemeinsam genutzte offene Arbeitsumgebungen für soziale Interaktionen und zur Zusammenarbeit lassen sich besser an veränderte Anforderungen bzgl. Abstand und Wegeleitung anpassen als Räume mit fest verbauten Wänden.

Zusätzliche Hilfsmittel anbieten: Offene Gemeinschaftsbereiche können zusätzlich mit wichtigen Tools, die die generative Zusammenarbeit fördern, ausgestattet werden (Steelcase Flex Whiteboard Lösungen, Steelcase Roam Halterungen und Microsoft Surface Hub 2, Steelcase Flex Strompult, Steelcase Flex Team Wagen zur Aufbewahrung von Reinigungsmitteln und Zubehör etc.), um mehr Sicherheit bei gleicher Performance zu bieten.

Kollegen, die nicht vor Ort sind, mithilfe von Technologie einbinden: Konferenzräume lassen sich mit moderner Videokonferenztechnologie ausstatten. Diese sollte aus Rücksicht auf die Mitarbeiter in den benachbarten Arealen eher in geschlossenen Räumen verwendet werden.

Flexibilität ermöglichen: Arbeitsumgebungen können mithilfe von Einzelsitzplätzen, modularen und flexiblen Elementen so eingerichtet werden, dass sie sich nach Bedarf verkleinern oder vergrößern lassen.

Die Wegeführung neu gestalten (Einbahnstraßen): Möbel und Elemente zur Abgrenzung sollten bewusst platziert werden, um bestimmte Verhaltensweisen zu fördern. Eine Beschilderung zur Wegeführung unterstützt dies zusätzlich.

Außenbereiche ausstatten: Auch in Außenbereichen sollten die Mitarbeiter Zugang zu wichtigem Arbeitsmaterial haben, das die Zusammenarbeit und Performance fördert.

Kontaktlose Technologien nutzen: Nutzen Sie im ganzen Gebäude Produkte wie RoomWizard und Workplace Advisor, um freie Räume zu finden und um festzustellen, welche Bereiche intensiv genutzt werden und eine besonders gründliche Reinigung benötigen.

Denkanstösse

Zusammenarbeit, soziale Interaktion, Fokusarbeit und Erholung – all das ist sowohl in offenen als auch in Gemeinschaftsbereichen möglich. Aber die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen stellt durchaus unterschiedliche Herausforderungen an diese Bereiche, was die Raumdichte, die Einhaltung eines Abstands sowie die Wegeführung angeht. Unsere Hinweise zur Gestaltung einer sicheren Arbeitsumgebung für die Rückkehr der Angestellten konzentrieren sich vor allem darauf, ansprechende, leistungsfähige Treffpunkte in offenen Umgebungen zu erschaffen, die soziale Interaktionen und Zusammenarbeit fördern.

Zwar kann Zusammenarbeit informativ, generativ oder evaluativ sein. Face-to-Face-Interaktionen sind allerdings vor allem für die generative Zusammenarbeit wichtig, weshalb wir uns hier in den Denkanstößen besonders darauf konzentrieren. Informative und evaluative Zusammenarbeit kann auch weiterhin effektiv und effizient mithilfe der entsprechenden Technologie stattfinden.

Gemeinschaftsbereich: offener Arbeitsbereich

Ein großzügiger offener Bereich, der verschiedene Arbeitsmodi unterstützt: soziale Interaktionen, Zusammenarbeit, Fokusarbeit, Erholung. Er bietet die Möglichkeit, die Körperhaltung häufig zu wechseln. Genug Abstand zwischen den Sitzmöglichkeiten und den umlaufenden Wegen schafft ein Gefühl der Sicherheit. Abschirmende Screens und biophile Elemente sorgen für psychologischen Komfort. Die Arbeitsplätze sind für optimale Performance angelegt und unterstützen mit überall zugänglicher Stromversorgung, Technologie und Einzelarbeitsplätzen sowohl individuelles Arbeiten als auch Teamaufgaben.

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Gemeinschaftsbereich: kleine Lounge

Ein kleiner Bereich für bis zu zwei Personen - für Unterhaltungen, zur Fokusarbeit, zur Zusammenarbeit mit eigenen Endgeräten. Ein versetztes Layout ermöglicht die Einhaltung des angemessenen Abstands und verhindert, dass sich die Nutzer direkt ins Gesicht sehen. Dennoch wird eine gute soziale Interaktion ermöglicht. Pflanzen wirken als Wegweiser und integrierte Screens schirmen angrenzende Bereiche ab.

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Gemeinschaftsbereich: flexible Lounge

Ein informeller Bereich für entspannte Interaktionen oder informelle Treffen. Er bietet einen einfachen Zugang und Wegeführung und ermöglicht die Umsetzung der Abstandsvorschriften. Einzelne Stühle und Tische bieten maximale Flexibilität und nur wenig Elemente, die gemeinschaftlich genutzt werden. Individuelle Tische und Zugang zu Strom gewährleisten Produktivität. Gleichzeitig wirkt die Arbeitsumgebung durch einige einzigartige Elemente mit Wohnraumatmosphäre besonders komfortabel.

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Gemeinschaftsbereich: Lounge + Fokus

Ein multifunktioneller Raum mit vielen verschiedenen Möglichkeiten fürs Arbeiten. Diese Lounge-Konfiguration ist eine abgeschirmte Enklave, in der die Angestellten in Kleingruppen zusammenarbeiten können oder in die man sich alleine zurückziehen kann. Angrenzende Einzelarbeitsplätze als Lounge oder in Sitzhöhe bieten Privatsphäre und Stromzufuhr und ermöglichen die konzentrierte Einzelarbeit.

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Gemeinschaftsbereich: offene Umgebung zur aktiven Zusammenarbeit

Ein offener Bereich zur Zusammenarbeit für Teams, die Brainstorming Sessions durchführen, ihre Arbeit darstellen und neue Ideen generieren möchten. Einzeltische machen die Rekonfiguration leicht und können in verschiedenen Abständen platziert werden. Der Bereich kann somit nach Bedarf vergrößert oder verkleinert werden. Digitale und analoge Oberflächen sind die wichtigsten Tools, die benötigt werden, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

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Gemeinschaftsbereich: offene Lounge zur Zusammenarbeit

Ein legerer Bereich zur Zusammenarbeit mit Lounge-Elementen in adäquatem Abstand für bis zu drei Personen. Der Bereich bietet integrierte Arbeitsflächen und Stromzufuhr. Die hohen Screens vermitteln trotz der offenen Umgebung Privatsphäre und Sicherheit sowie die für eine effektive Zusammenarbeit benötigten Tools.

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Gemeinschaftsbereich: Pod zur Zusammenarbeit

Ein Pod kann ohne große Umstände überall in offenen Arbeitsumgebungen aufgestellt werden und bietet eine Rückzugsmöglichkeit für bis zu zwei Personen. Individuelle Loungeelemente und Einzelarbeitsflächen helfen bei der Einhaltung des Mindestabstands und der Abgrenzung zu benachbarten Bereichen. Mithilfe von digitalen Tools können auswärts tätige Teilnehmer integriert werden. Ein Standardbelüftungssystem mit einem Dach, das sich öffnen lässt, sorgt für zusätzliche Luftzufuhr.

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