Was es bedeutet,
CO2-negativ zu sein

Der Klimawandel ist eine der gegenwärtig größten Herausforderungen. Menschliche Aktivitäten haben die Welt seit der vorindustriellen Zeit bereits um etwa 1°C erwärmt.

Könnte die zusätzliche Erwärmung auch nur um ein halbes Grad auf 1,5°C statt auf 2°C begrenzt werden, dann würden bis zum Jahr 2050 voraussichtlich mehrere hundert Millionen Menschen weniger unter klimabedingten Risiken und unter drohender Armut leiden. Dazu zählen auch jene zehn Millionen weniger Menschen, die der Gefahr steigender Meerespegel ausgesetzt sind (IPCC 2018 Summary Report for Policymakers).
Treibhausgase sind Gase in der Erdatmosphäre, die Wärmestrahlung absorbieren. Sonnenstrahlen durchdringen die Atmosphäre, und diese Gase verhindern, dass die dabei entstehende Wärme wieder ins All entweichen kann. Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid, Wasserdampf, Methan, Ozon, Distickstoffoxid und Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Kohlendioxid (CO2) liegt in der höchsten Konzentration von allen vor und steht daher oft stellvertretend für sämtliche Treibhausgasemissionen.

Trotz aller von den Regierungen und anderen Stellen unternommenen Anstrengungen nehmen die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen insgesamt weiter zu. Unter den aktuellen Bedingungen wird ein Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 2,2°C bis 4,4°C bis zum Ende dieses Jahrhunderts erwartet. Unternehmen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Sie haben großes Interesse daran, dass der globale Temperaturanstieg nicht größer als 1,5°C ist, dennoch reichen die meisten heutigen Unternehmensziele nicht aus.

Unsere Ziele

Die von Steelcase gesetzten Ziele entsprechen den ehrgeizigen Ambitionen, die nötig sind, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Bis zum Jahr 2030 wird Steelcase in allen Betriebsabläufen CO2-negativ (oder auch: klimapositiv) sein.

In den letzten zehn Jahren konnten wir die Treibhausgasemissionen in unseren Betriebsabläufen bereits um mehr als 30 % reduzieren. Wir haben auf diesen Fortschritten aufgebaut, um ab 2020 CO2-neutral zu sein, und wir setzen alles daran, die Treibhausgasemissionen in den nächsten zehn Jahren um weitere 50 % zu verringern.

Hier ist ein detaillierterer Blick auf unser Engagement

Erstens werden wir in den nächsten zehn Jahren für eine signifikante Reduzierung der von uns direkt beeinflussbaren Emissionen sorgen:

↓50% Reduzierung unserer Scope-1 und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 50 %
↓14% Reduzierung unserer Scope-3-Emissionen, die im Zusammenhang mit den Produktionsabfällen entstehen, um 14 %
↓14% Reduzierung unserer Scope-3-Emissionen aus Geschäftsreisen um 14 %

Zweitens ist uns bewusst, wie wichtig es ist, die Emissionen in unserer Wertschöpfungskette zu benennen und zu reduzieren. Aus diesem Grund wird Steelcase eng mit seinen Lieferanten kooperieren, um innerhalb der nächsten fünf Jahre eigene wissenschaftlich fundierte Ziele festzulegen.

Und schließlich wird Steelcase bis zum Jahr 2030 in allen Betriebsabläufen CO2-negativ sein. Auf dem Weg dorthin haben wir in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorn gemacht, indem wir in allen unseren Betriebsabläufen CO2-neutral geworden sind. Das heißt, wir haben die gleiche Menge CO2 aus der Umwelt beseitigt, wie sie bei den Scope-1 und Scope-2-Emissionen anfällt. Üblicherweise werden Unternehmen CO2-neutral, wenn sie ihre Emissionen kompensieren – entweder, indem sie neue Emissionen vermeiden oder indem sie CO2 aus der Atmosphäre entfernen. Wir investieren in Initiativen zur CO2-Beseitigung z. B. durch Wiederaufforstungen. Bis 2030 werden wir mehr CO2 beseitigen als durch unsere Scope-1 und Scope-2-Emissionen anfällt und damit das Ziel erreichen, in all unseren Betriebsabläufen CO2-negativ zu sein.

Unser Versprechen

Nachhaltigkeit stand in unserer Unternehmensgeschichte stets an erster Stelle. Diese neue Initiative ist jedoch umfassender als alles, was wir bisher unternommen haben, und dies bringt eigene Herausforderungen mit sich. Zur Umsetzung unserer Ziele bedarf es einer detaillierten Planung und Koordination sowie eines großen Engagements im gesamten Unternehmen und darüber hinaus. Während wir immer mehr Fortschritte in Richtung unserer klimapositiven Ziele machen, entdecken wir auch viele Chancen, unser Handeln neu zu erfinden und zu verbessern. Genauer gesagt wollen wir unsere eigenen Emissionen erheblich reduzieren – durch Investitionen in die wichtigsten und wirkungsvollsten Möglichkeiten für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Abfallreduzierung.

Im Zuge unserer Bemühungen, die Emissionen in unserer Wertschöpfungskette zu benennen und zu reduzieren, werden wir eng mit wichtigen Lieferanten kooperieren und sie beim Festlegen und Erreichen von Zielen unterstützen. Zudem werden wir uns auf der Suche nach neuen Lieferanten um „CO2-arme“ Unternehmen bemühen und unseren Einfluss geltend machen, wenn es darum geht, für klimapolitische Lösungen einzutreten und diese voranzutreiben. Darüber hinaus werden wir auch weiterhin unsere Treibhausgasemissionen im jährlichen Impact Report und auf der CDP-Plattform veröffentlichen. Dies wird langfristig nicht nur für Transparenz sorgen, sondern gewährleisten, dass wir die volle Verantwortung für unsere Fortschritte übernehmen.

Scope-1 – Emissionen

Direkte Emissionen, die aus eigenen und von uns kontrollierten Aktivitäten resultieren und bei denen die Emissionen dort entstehen, wo auch der Verbrauch stattfindet.

Beispiele: Erdgas, das der Beheizung unserer Produktionsstätten und großen Büros dient; Dieselkraftstoff für Generatoren; Kerosin für Firmenjets

Scope-2 – Emissionen

Indirekte Emissionen, die bei der Erzeugung des Stroms entstehen, den wir für eigene und von uns kontrollierte Aktivitäten verwenden, wobei die Emissionen jedoch am Ort der Erzeugung entstehen.

Beispiele: Von Kraftwerken erzeugter Strom zum Betrieb der Produktionsstätten, für die Beleuchtung und für andere Zwecke in unseren eigenen Anlagen.

Scope-3 – Emissionen

Alle anderen indirekten Emissionen, die durch Aktivitäten entstehen, die unserem Geschäft dienen, jedoch aus Quellen stammen, die nicht unser Eigentum sind oder von uns kontrolliert werden.

Beispiele: Gekaufte Waren und Dienstleistungen; Geschäftsreisen und das Berufspendeln der Mitarbeiter; Produkttransporte zu unseren Kunden; Produktionsabfälle etc.

CO2-Strategieplan von Steelcase

Scope-1 – Emissionen Scope-2 – Emissionen Klimakompensation Renewable
Energy Credits (REC)
– – – Netto-Treibhausgasemissionen

Zukunftsgerichtete Aussagen

Von Zeit zu Zeit erläutert das Unternehmen in schriftlichen und mündlichen Erklärungen seine Erwartungen in Bezug auf künftige Ereignisse sowie seine Pläne und Ziele für künftige Tätigkeiten. In diesen zukunftsgerichteten Aussagen werden Ziele, Absichten und Erwartungen zu zukünftigen Trends, Plänen, Ereignissen, Geschäftsergebnissen oder Finanzlagen erörtert oder andere uns betreffende Informationen genannt, die sowohl auf den gegenwärtigen Einschätzungen des Managements und Annahmen des Unternehmens basieren als auch auf Informationen, die dem Unternehmen gegenwärtig zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen werden im Allgemeinen von Begriffen wie „annehmen“, „glauben“, „können“, „schätzen“, „erwarten“, „prognostizieren“, „beabsichtigen“, „vorhersagen“, „planen“, „anstreben“, „voraussichtlich“, „möglicherweise“, „wahrscheinlich“, „potenziell“ und ähnlichen Wörtern, Formulierungen oder Ausdrücken begleitet. Obwohl wir glauben, dass diese zukunftsgerichteten Aussagen begründet sind, basieren sie auf einer Reihe von Annahmen zu zukünftigen Gegebenheiten, von denen sich einige oder sogar alle letztlich als ungenau erweisen könnten.
Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen des Unternehmens abweichen, und zwar aufgrund, aber nicht nur wegen Faktoren wie z. B. wettbewerbsbezogene und allgemeine wirtschaftliche Verhältnisse im In- und Ausland; Terrorakte, Krieg, Regierungsmaßnahmen, Naturkatastrophen, Pandemien und andere Ereignisse höherer Gewalt; die COVID-19-Pandemie und die Maßnahmen, die von verschiedenen Regierungen und Dritten zur Bekämpfung der Pandemie ergriffen werden; Änderungen des rechtlichen und ordnungspolitischen Umfelds; Änderungen der Rohstoff-, Waren- und anderer Faktorkosten; Währungsschwankungen; Änderungen in der Kundennachfrage; sowie weitere Risiken und Unvorhersehbarkeiten, die im aktuellen Annual Report des Unternehmens auf Formular 10-K und in anderen Einreichungen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) aufgeführt sind. Steelcase übernimmt keine Verpflichtung zur Aktualisierung, Berichtigung oder Erläuterung seiner zukunftsgerichteten Aussagen, sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen.

Die Initiative “Science Based Targets” (SBTi) definiert und fördert vorbildliche Verfahren zur Setzung wissenschaftsbasierter Klimaziele und bewertet als unabhängige Einrichtung die Klimaziele von Unternehmen. Ziele, die dem Erreichen des Status CO2-neutral und CO2-negativ dienen, werden vom SBTi nicht bewertet.